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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Kräuselkrankheit an Pfirsichbaum 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Kräuselkrankheit an Pfirsichbaum  (Gelesen 21064 mal)
Alex
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Man wird alt wie ne Kuh und lernt immer noch dazu!


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« am: 13. Mai 2002, 10:27:29 »

Hallo!

Bei Nachbars hats nen Pfirsichbaum, der im Herbst 2000 oder Frühjahr 2001 gepflanzt worden ist.
Wie letztes Jahr treten auch dieses Jahr gekräuselte, rötlich verfärbte Blätter auf.
Meine Nachbarin hat bisher durch abzupfen der verunstalteten Blätter versucht diese Krankheit einzudämmen.

Abgesehen davon, daß der Baum schon krank gewesen sein muß, als sie ihn gekauft hat, wie stehen da wohl die Chancen den Baum gesund zu kriegen?
Da er noch nicht solange da steht, ist auch die Frage ob rausreißen und ersetzen nicht besser wäre.
Aber kann man an diese Stelle wieder einen neuen Pfirsich pflanzen ohne das er die Krankheit erbt?

Gruß

Alex
   
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brigitte
Gast
« Antworten #1 am: 13. Mai 2002, 12:52:17 »

Hallo Alex,
das muß nicht sein, daß dieser Baum die Kräuselkrankheit schon hatte. Pfirsiche sind sehr empfindlich gegenü. Kräuselkrankheit.
Dein Nachbar solls mit Schachtelhalmbrühe versuchen. 1 kg Schachtelhalm auf 5 Liter Wasser - aufkochen - abkühlen lassen. Durchsieben. Mit feiner Düse 3 Tage hinereinander spritzen. Diesen Vorgang alle 14 Tage wiederholen. Darauf achten, daß der Baum gut mit Kompost versorgt ist und gleichmäßige Feuchtigkeit der Baumscheibe achten. Also unterpflanzen mit Kapuzinerkresse, Tagetes.......
Das hält zumindest bei uns die "Kk" im Zaum.  Smiley
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Alex
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Man wird alt wie ne Kuh und lernt immer noch dazu!


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« Antworten #2 am: 13. Mai 2002, 16:43:29 »

Hallo Brigitte,

ja mit der Pflanzenstärkung anzusetzen haben wir auch schon überlegt und schon Ackerschachtelhalmjauche angesetzt.
Den Pilz kriegt man wohl nie ganz weg bzw. er kann jedes Jahr wieder neu "dazukommen", wenn der Baum schwach genug ist, oder?

Gruß

Alex
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brigitte
Gast
« Antworten #3 am: 14. Mai 2002, 16:43:03 »

@alex,

ja das stimmt schon. Man muß halt immer vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Bei uns sind auch immer wieder ein paar Blätter nicht so "astrein". Aber es hält sich dadurch wirklich in Grenzen. Außerdem - wenn die Kräuselkrankheit sehr, sehr fortgeschritten ist, dann greift man halt meißtens gleich zur Chemischen Keule. Und die hilft dann auch nur, bei konsequentem Einsatz. Also gleich vorbeugen.
Einen fruchtig, schmatzigen Früchtesommer wünscht Dir
Brigitte
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dawn
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« Antworten #4 am: 14. Mai 2002, 20:05:30 »

Hallo Alex!

Hab eine Zwergnektarine, die voriges Jahr fast blätterlos wurde, nachdem ich alle befallenen Blätter abgezupft hatte.
Heuer hab ich beim Knospenschwellen und als die Blattspitzen aus der Knospe rausguckten, einfach mit NeudoVital gespritzt, ist ein pflanzenstärkendes Mittel, und ich muss jetzt die befallenen Blätter schon suchen, sie sind da, aber wenn ich sie weggezupft habe, merkt mans dem Bäumchen nicht an. Übrigens, beide Nachbarn haben nichts an ihren Bäumen getan und seit gestern stehen beide blattlos da (weggezupft). Ich denk schon, dass mein Erfolg durch dieses Mittel bedingt ist.....

Dawn
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Alex
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« Antworten #5 am: 16. Mai 2002, 11:29:22 »

Vielen Dank für Eure Antworten.
Ich habe sie schon an meine Nachbarin weitergeleitet.
Sie wird es wohl weiter mit Päppeln versuchen.
Die chemische Keule will sie auch nicht einsetzen nur um ein paar Pfirische mehr zu haben.
Da hilft es zu wissen, daß andere es auch mit Blätterzupfen und Pflanzenstärkung versuchen und wohl auch Erfolge zeigen.

Gruß

Alex
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Tolmiea
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Liebe ich dieses Forum???


« Antworten #6 am: 17. Mai 2002, 02:06:19 »

In den Winken der Abtei Fulda, wurden schon im Jahr 1962,  Spritzungen mit Magermilch gegen die Kräuselkrankheit des Pfirsichs aufgrund der guten Wirkung empfohlen.
Vor kurzem wurde diese pilzfeindliche Magermilchspritzung, meine ich,  sogar wissenschaftlich bestätigt.
Cosima, hattest du nicht den Link und ein Rezept dazu?

ligrü g.g.g.
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dawn
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« Antworten #7 am: 17. Mai 2002, 08:37:12 »

Hallo Tolmiea!

DAS ist jetzt aber interessant!
Was mich dabei aber wundert ist, dass immer gesagt worden ist (auf den Links, die ich kenne), dass nur ein bestimmter Pilz drauf reagiert, nämlich der Mehltaupilz (auf Rosen und Zucchini z.B.), und andere nicht??
Bin sehr gespannt auf den Link von Cosima!
V.a. wann man dann mit dieser Magermilch spritzen soll, beim Austrieb oder wenn der Befall offensichtlich geworden ist....

Liebe Grüsse,

Dawn
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Giuseppe
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Giuseppes Fotoalbum
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« Antworten #8 am: 19. Mai 2002, 21:20:53 »

Vielen Dank, Tolmiea,

für den Tip. Das hatte ich schon fast vergessen. Das Milchrezept (http://www.zalf.de/fachinfo/fachdoku/bildWissenschaft/oekologie/oeko-1999/oeko10-99/o-meld19-10.htm) soll sich auf einige andere Pilze auch hemmend auswirken. Vielleicht hilft es ja auch gegen die Schrotschusskrankheit, die gerade die von der Kräuselkrankheit noch übriggebliebenen Blätter "löchert".

Giuseppe S.
« Letzte Änderung: 21. Mai 2002, 00:07:53 von Giuseppe Suedlaender » Gespeichert

Mithilfe von Stereotypen können sich Voreingenommene das Dazulernen ersparen
Tolmiea
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Liebe ich dieses Forum???


« Antworten #9 am: 20. Mai 2002, 01:26:09 »

Cosima, Cosima, ich war so sicher, dass der Link von dir war.
Jedenfalls ich muss danken Guiseppe, hab ich doch den Beitrag von Dawn übersehen.
Ich kann halt auch nur dazu sagen, dass in den alten Gartenwinken steht, dass dieser Tipp aus einer amerikanischen Frauenzeitschrift stammte und berichtet wird, dass zwei stark von der Kräuselkrankheit befallene Pfirsichbäumchen nach dreimaligem Spritzen mit Magermilch, offenbar unverdünnt, die Krankheit mit "glänzendem Erfolg" vertrieben wurde.
Ich vermute auf jeden Fall einen Effekt bei allen pilzlichen Erkrankungen, wenn vielleicht auch nicht immer mit dem gleichen Erfolg, jedenfalls ändert sich ja durch den Milchüberzug mit Sicherheit der "Nährboden" für die Pilze, - hoffentlich  negativ, könnte natürlich auch mal eine pilzförderne Wirkung besitzen,

meint g.g.g.
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Habakuk
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« Antworten #10 am: 13. Juli 2002, 05:17:02 »

...vielleicht wirken auch 'Probiotische' Joghurtdrinks?  Smiley

Habakuk
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Als die Mücke zum ersten Male den Löwen brüllen hörte, da sprach sie zur Henne: "Der summt aber komisch." "Summen ist gut", fand die Henne. "Sondern?", fragte die Mücke. "Er gackert", antwortete die Henne. "Aber das tut er allerdings komisch."
aus: A.Paula/T.Fritz (Hg.): Brücken zum Fremden
Susanne
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« Antworten #11 am: 13. Juli 2002, 14:12:06 »


Einer unserer superreinlichen Kleingärtner hatte einen rotblättrigen Pfirsichbaum, der jedes Jahr schaurige Anfälle von Kräuselkrankheit bekam und insgesamt mickrig blieb.
Der Baum stand sonnig, die Baumscheibe war ständig trocken und wurde gehackt, aber nicht gemulcht. Rückschnitt brachte natürlich nichts...

Irgendwann flog der Baum 'raus, der Besitzer setzte ihn ins verwilderte Außengelände.
Der neue Platz ist halbschattig, die Umgebung hat dichtem Bewuchs (Sträucher, Brombeeren, Brennnesseln, Gras).
Vorgestern habe ich mir den Baum mal angesehen... kräftiger Wuchs, gesundes Laub, satte Ernte. Ich freu' mich schon...

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Cosima
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Waterkant


« Antworten #12 am: 13. Juli 2002, 15:25:22 »

Oh je Tolmiea , jetzt habe ich ein ganz schlechtes Gewissen, dass ich mangels Pfirsichbaum und mangels Erfahrungen mit Kräuselkrankheit nie hier reingeschaut habe  Verlegen

Aber Guiseppe hat ja den Link geliefert - danke!

Bei google findet man eine ganze Menge speziell zu Magermilch:

http://www.google.com/search?q=pflanzen+spritzen+magermilch&ie=UTF-8&oe=UTF-8&hl=fr&btnG=Recherche+Google&lr=lang_de

Gegen Mehltau habe ich ja immer Vollmilch benutzt und 1:10 verdünnt, bei Magermilch verdünnt man laut der Links 1:1.

Liebe Grüße
Cosima
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Allerbeste Grüße, Cosima

Buddhafiguren sind die Gartenzwerge von heute.
Meine moderativen Beiträge sind blau
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