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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Kranke Birne >> Birnengitterrost 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Kranke Birne >> Birnengitterrost  (Gelesen 6324 mal)
Caracol
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Caracol

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« am: 16. Juli 2003, 23:07:45 »

Der Birnbaum meiner Mutter leidet sehr. Alle Blätter sind stark gefleckt und zeigen eine Krankheit an. Außerdem hat er seit 8 Jahren nicht mehr Früchte getragen und ist seitdem vernachlässigt worden. Nun soll er gefällt werden. Ein schlimmer Fall von unterlassener Aufsichtspflicht, wie mir scheint.

Standort: Sandboden zwischen 2 Apfelbäumen, die recht gesund wirken und ordentlich Früchte tragen.

Was tun, wenn nicht fällen? Und um welche Krankheit handelt es sich wohl. Für Tipps wäre ich sehr dankbar.

* Kranke Birne (Photo) (32,73 KB, 460x326 - angeschaut 295 Mal.)
« Letzte Änderung: 19. Juli 2003, 17:42:41 von Caracol » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 16. Juli 2003, 23:19:17 »

Ist das nicht der bekannte Birnengitterrost, rote, aufgehende Pustel auf der Blattunterseite?
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Caracol
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Caracol

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« Antworten #2 am: 17. Juli 2003, 02:14:05 »

Rote, aufgehende Pusteln auf der Blattunterseite gibt's keine. Es könnte jedoch noch etwas zu früh dafür sein, laut den Infos, die ich im Netz bekommen habe: Rotfärbung und warzenförmige Stellen auf der Blattunterseite im August.

Es sieht so aus, als müsse man sich mit der Axt auf den Weg machen, um einen böswilligen Wachholder um die Ecke zu bringen. Bis zu 500m sollen die Sporen, die auf letzterem heranreifen geflogen kommen, um unseren schönen Birnbaum zu infizieren. Unsere Nachbarn seien also gewarnt, dass da ein axtschwingender Gärtner auf dem Weg ist.  Grinsend

Tipps zur weiteren Lektüre:
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Weihenstephan

« Letzte Änderung: 17. Juli 2003, 02:16:12 von Caracol » Gespeichert

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« Antworten #3 am: 17. Juli 2003, 08:52:20 »

Moin!

@Caracol: Wie gern würde ich jetzt übersprudeln vor Tipp's, aber das Mittel, gegen dieses Schadbild hab' ich leider auch noch nicht gefunden  Traurig
Den Birnengitterrost haben wir an unseren "Clapp's Liebling" vom ersten Jahr an, das war 1999. Nachdem wir uns auch erst mal einigermaßen schlau machen mußten, ergriffen wir vor 2 Jahren diese Maßnahme, die befallenden Blätter zu entfernen und vernichten, sofern nicht mehr wie 40 % des Laubes befallen sind. Gebracht hat das gar nicht's!
Letztes Jahr das gleiche Bild - und die dicken Pusteln kommen erst noch, bei euch wohl noch etwas später wie hier. Nachdem wir mal ein Gespräch mit der Nachbarin hatten, die  einen Wacholder stehen hat, versprach sie den zu entfernen, nur sagte sie nicht wann. Doch letztendlich steht der hier wahrscheinlich in jedem zweiten Garten.
Also wird gespritzt - mit welchen käuflichen Mitteln, üblicherweise vorgegangen wird, wurde ja auf der Seite von Weihenstephan genannt. Und ich habe die letzten Tage tatsächlich Birnenbäume gesehen, die "gesund und munter" aussahen, dafür aber 10x im Jahr gespritzt werden müssen, so wurde ich aufgeklärt, von der weiteren Nachbarschaft.

Also, für den Preis möchten wir keinen gesunden Birnenbaum stehen haben - ist aber ein errsönlicher Standpunkt  Zwinkernd
Ich werde als nächstes einen Moosauszug versprühen, vielleicht kombiniert mit Brennesselauszug, oder Ackerschachtelhalmbrühe(oder alle drei auf einmal  Unentschlossen) und was mir sonst noch in die Finger kommt. Doch bisher haben alle pflanzlichen Spritzungen, nicht wirklich was gebracht.

Somit hab' ich keine wirklichen Tipp's für dich, nur jetzt weißt Du wenigstes, daß deine Mutter nicht allein so'n Bäumchen hat.
Falls dir das Mittel "über'n Weg läuft" - bitte unbedingt verraten  Zwinkernd

VlG Heidi
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Günther
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« Antworten #4 am: 17. Juli 2003, 10:05:14 »

Merke: Der gewöhnliche einheimische Wacholder, Juniperus communis, ist NICHT Zwischenwirt des Wacholderrosts, der kann leben bleiben. Es sind "ausländische" Sorten, die dafür verantwortlich sind.
Mittel dagegen gibts faktisch KEINE.
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Baumfex
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« Antworten #5 am: 17. Juli 2003, 11:11:56 »

Es sind "ausländische" Sorten, die dafür verantwortlich sind.
Mittel dagegen gibts faktisch KEINE.

Doch: Kampf dem Architektenspargel. Sollte eigentlich wie Feuerbrand gemeldet und dann vernichtet werden  Ärgerlich

Baumfex
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Caracol
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Caracol

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« Antworten #6 am: 26. Juli 2003, 14:46:32 »

Die RHS hat mir auch geraten, dass es keine Mittel gibt außer den Stinkwacholder  Juniperus sabina, der der Schuldige sein dürfte, zu entfernen.

@Heidiko: Und hat der Rost die Ernte an eurem Baum beeinträchtigt? Ich suche halt auch noch nach einer Erklärung, warum der Baum seit 8 Jahren keine Früchte mehr trägt.
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« Antworten #7 am: 27. Juli 2003, 07:22:47 »

Moin

@Caracol: bei der Antwortsuche bin ich nun wirklich keine große Hilfe. 'Clapp's Liebling' haben wir im 5.Jahr stehen(genauso lange gärtnerische Erfahrungen) und zufrieden sind wir rein gar nicht mit ihm. Immerhin hat er dieses Jahr ordentlich Blüten bekommen, sogar 3 1/2 Früchte, die ganz schnell wieder abfiehlen  Traurig
Ich schwanke auch zwischen aufgeben, den Baum entfernen und weiter versuchen, ich weiß nicht so recht mit was  Huch

Schade das deine Info's auch nicht mehr Hoffnung für die armen Birnbaumbesitzer hergeben!

Ratlose Grüße von Heidi
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Baumfex
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« Antworten #8 am: 28. Juli 2003, 14:14:57 »

Mein Clapps auf Sämling steht jetzt ca. 10 Jahre und trägt dieses Jahr die erste Birne, also nicht aufgeben Zwinkernd
Ist bei mir aber auch stark schorfanfällig!

LG
Baumfex
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Elfriede
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« Antworten #9 am: 19. August 2003, 19:27:49 »

Hallo!
Da ich auch zu euch Armen gehöre, kann ich zu diesem Thema etwas beitragen - leider keine Lösung!
Seit vielen Jahren leiden meine drei Birnenbäume unter dieser Krankheit. Experten sagten mir immer wieder, das schadet den Bäumen nicht, was den Fruchtertrag angeht.
Im Frühling blühen diese Bäume sehr reich, leider sehe ich aber nie einen Fruchtansatz. Und nun beginnen die Äste abzusterben. Gift darf ich keines spritzen, also bleibt mir nur das Fällen der Bäume. Es ist zum Weinen!
LG
Elfriede
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a.regner
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« Antworten #10 am: 20. August 2003, 16:57:08 »

Hallo,

trau mich ja fast nicht zur Thematik zu schreiben..  Augen rollen#

Wir haben hier auf planten bzw. pb sehr viel vom aktuellen wissenssatnd wiedergegeben.

der ist dürftig...


ich bitte meine kundInnen um geduld. der nordamerikanische pilz ist erst seit rund 20-25 jahren hier und zerdergelt > 90 % des bioanbaues.

entweder konventionell werden oder geduld und auch: es GIBT resistentere Sorten!!!  nur leider interessiert das z.zt. v.a. den normalanbau webnig...

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Viele Grüsse
Andreas
Felizia
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« Antworten #11 am: 21. August 2003, 07:23:49 »

Hallo Andreas,

sind diese resistenteren Sorten denn schon auf dem Markt und wenn ja,welche sind es?
Ich möchte gerne eine Birne pflanzen,warte aber auch erst mal ab.Wie ist es mit den Nashis?
Grüsse von Felizia
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Andreas Regner
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« Antworten #12 am: 05. September 2003, 16:18:07 »

Hallo,

bzgl. BiGiRo kann ich bei Nashis keine Auskunft geben. Allgemein wurde bei Nashi bemängelt, dass sie keinen typischen Birnengeschmack hätten..

Die resistenteren Sorten sind mir namentlich auch unbekannt - wir müssen noch bestimmen...

Hier im Dorf: 2 interessante Bäume, die fast keine Befallszeichen zeigen. Weiss nicht, ob wir das diesen Winter schaffen, Reiser zu holen und dann später zu veredeln. Im Moment weiss ich noch nichtmal die Sorte...

Aber: Geduld ist die grösste Tugend des Gärtners...  Zwinkernd
« Letzte Änderung: 05. September 2003, 16:22:46 von Andreas Regner » Gespeichert

grüsse
andreas
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