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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Will 2 Apfelbäumchen pflanzen, aber welche??? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Will 2 Apfelbäumchen pflanzen, aber welche???  (Gelesen 6081 mal)
karmina
Gast
« am: 02. Juli 2003, 09:25:05 »

Hallo,
uns gelüstet es nach eigenen Äpfeln, wer hat denn eine gute Idee? Der rote Berlepsch würde mir gut gefallen, wo er doch sooo viel Vitamine hat und sich auch gut lagern lässt, aber ist er auch pflegeleicht? Vor so vielen neuen und alten Sorten schwirrt mir schon der Kopf. Es sollen diese kleinen kompakten Bäume sein, wie man sie auch im Obstanbau oft sieht, mehr Platz ist leider nicht, und befruchten können müssen sie sich auch, weil hier drumherum mehr so Ziergärten sind und da ist mir das Risiko sonst zu groß vor leeren Bäumen zu sitzen. Bin für jeden Tipp dankbar.

Beate
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Amur
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« Antworten #1 am: 02. Juli 2003, 09:37:48 »

Berlepsch benötigt Pflege. Mein Vater hat immer welche, doktort aber auch immer dran rum.
Der Apfel selbst geht eigentlich ohne Spritzen halbwegs, aber die Bäume sind immer krank. Vor allem Krebsig.

Da du mit deinen beiden Bäumchen nicht gerade so viel einlagern wirst würde ich einen James Grieve kaufen und auf einen Ast z. Bsp. einen Frühapfel (Klarapfel oder Starks Earliest) drauf machen. James Grieve funktioniert auch ohne große Schutzmaßnahmen und trägt gut.
Alternativ ginge auch noch Jakob Fischer, der noch stabiler ist, aber auch stärker treibt.

Bei späteren wirds problematischer. Die Cox Arten werden bei uns fast alle wurmig. Aber auch die Glockenäpfel.

mfg
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Babette
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Babette

« Antworten #2 am: 02. Juli 2003, 09:53:37 »

Wie hieß denn der in Finkens Garten von Herrn Kittlas so angepriesene "neuere" Apfel? Hat sich nicht Tolmi oder Binska das gemerkt, oder Sylvia??? Ich leider nicht - aber er wurde doch so empfohlen....

Beate, meine Apfelbäume sind leider noch zu jung, um eigene Erfahrungsberichte abzugeben, aber bei Dir wäre doch sicherlich als später Apfel der Rheinische Bohnapfel nicht schlecht. Lecker ist er! Und ansonsten liebe ich auch die Rubinette, die wird am Niederrhein auch viel angebaut.

Auszug aus der Beschreibung von Baumgartner:
Historie: Der ´Rheinische Bohnapfel´ gehört zu den ältesten uns heute noch bekannten Apfelsorten in Deutschland und ist nachweislich schon weit vor 1750 verbreitet gewesen.
Ernte: Ende Oktober
Genußreife: Januar bis Juli
Frucht: hochgebauter, guter Koch- und Eßapfel, ab Dezember/Januar hervorragend ergiebiger Saft- und Mostapfel, eßbar ist der Apfel erst ab Februar/März; behält bei der Verarbeitung seine weiße Fruchtfleischfarbe.
Baum: ist anspruchslos und frosthart; für rauheste Lagen; liebt schwere Böden; wenig Schnittaufwand erforderlich

Babette
« Letzte Änderung: 02. Juli 2003, 09:57:26 von Babette » Gespeichert

Babette
Sybille
Gast
« Antworten #3 am: 02. Juli 2003, 10:00:49 »

Stimmt, ich hab mir auch schon den Kopf zerbrochen. War es nicht was mit "P" ?

Ich hätte ja auch gern noch so einen kleinen Apfelbaum (allein der Gatte zeigt sich noch unwillig ... Zwinkernd), am liebsten soll er schmecken wie Cox Orange, aber pflegeleichter sein (der Apfelbaum natürlich   Grinsend)

Viele Grüße
Sybille

OT: Babette, gerade fängt die Achillea ptarmica an zu blühen !  Lächelnd Ganz allerliebst!
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Wühlmaus
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Wühlmaus
Raue Ostalb, 500m ü.NN, Tallage, 6b


« Antworten #4 am: 02. Juli 2003, 10:02:52 »

Von den neueren Sorten kann ich Dir zwei - aus eigener Erfahrung - absolut unproblematische Sorten empfehlen: Den PRIAM, wunderbar rotgefärbt, und den REGLINDIS.

Die Sorten reifen kurz hintereinander. Der Reglindis je nach Witterung Anfang September. Der Priam folgt knapp zwei Wochen später. Beide Äpfel haben bei Pflückreife auch Genußreife  und können etwas gelagert werden.

Der Priam wäre eventuell auch als Halbstamm geeignet - so habe ich ihn, denn seine Krone wächst sehr schlank und aufrecht. In den "Aufbaujahren" müssen die Leitäste sogar etwas gespreizt werden.

Auch als Halbstamm wäre eventuell die sehr zierliche Französische Goldrenette geeignet.  Sie steht nun auch das 8.Jahr und die lichte Krone mißt noch keine drei Meter im Durchmesser.

Der James Grieve ist wohl sehr lecker, aber in meinen Augen auch ein wenig zickig. Auch sollte er einen gezielten Schnitt bekommen, da die Früchte leicht zu groß werden und dadurch nur eine ganz kurze Haltbarkeit haben.

Zum Roten Berlepsch kann ich nicht viel sagen.
Er steht bereits seit vielen Jahren hier im Garten. Aaaaber ein Hase hatte ihn zu seiner Leibspeise erklärt und ratzfatz alles abgebissen, was weich genug war. Ein einziges, tief schlafendes Auge kurz über der Veredelung hat den Verbiß überlebt und ist mittlerweile zu einem neuen Bäumchen heran gewachsen, das dieses Jahr die ersten Früchte trägt.
Sprich, er hat ein hohes Regenerationsvermögen und ist bisher auch sehr gesund.

Wühlmaus
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Babette
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Babette

« Antworten #5 am: 02. Juli 2003, 10:03:02 »

ach ja, und im Informationsdienst Weihenstephan war letztens ein ganz interessanter Aufsatz über Alte und neue Apfelsorten.

War der so empfohlene Apfel vielleicht Pinova???

PS: Sybille, freut mich  Lächelnd
« Letzte Änderung: 02. Juli 2003, 10:06:43 von Babette » Gespeichert

Babette
Wühlmaus
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Wühlmaus
Raue Ostalb, 500m ü.NN, Tallage, 6b


« Antworten #6 am: 02. Juli 2003, 10:07:41 »

Hallo Sybille und Babette Smiley

Das war der PINOVA - auch ein PillnitzApfel:D

Steht auch in meinem Garten. Trägt jedes Jahr wie verrückt. Hat aber hier auf der Rauen Alb in kühlen Sommern das Problem, nicht recht auszureifen.
Pflückreife liegt Mitte/Ende  Oktober und da gibts hier schon oft die ersten starken Fröste.  Lagerfähigkeit geht bis in den Mai/Juni hinein....
Von der Wuchsform her ist er sehr schlank  und braucht wirklich nicht viel Platz.

Wühlmausgrüße
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Babette
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Babette

« Antworten #7 am: 02. Juli 2003, 10:13:29 »

ah - danke Wühlmaus!

Hier ein paar Links (Google sei Dank!)
http://www.landwirtschaftskammer.de/more/748.htm
http://www.wiesentbote.de/print.php?sid=1006 Wiesenbote...  Grinsend
http://home.t-online.de/home/702800030413-001/obst/versob/berichte/1999/apfelpinova.pdf

Hm, vielleicht finde ich auch noch ein Plätzchen....?
« Letzte Änderung: 02. Juli 2003, 10:16:42 von Babette » Gespeichert

Babette
Sybille
Gast
« Antworten #8 am: 02. Juli 2003, 10:27:03 »

Ja, Pinova ! Danke schön! Ich wußte noch so dumpfdunkel, daß Binska und ich überlegt hatten (wir hatten es nämlich am nächsten Tag schon vergessen" daß es sich irgendwie ähnlich anhörte wie "Pullover" - aber das war mir jetzt doch zu peinlich - für den Fall, daß der Name ganz anders gewesen wäre  Schweigend Cool)
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Amur
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« Antworten #9 am: 02. Juli 2003, 10:33:13 »

...
 aber bei Dir wäre doch sicherlich als später Apfel der Rheinische Bohnapfel nicht schlecht. Lecker ist er! ...
Auszug aus der Beschreibung von Baumgartner:
Historie: Der ´Rheinische Bohnapfel´ gehört zu den ältesten uns heute noch bekannten Apfelsorten in Deutschland und ist nachweislich schon weit vor 1750 verbreitet gewesen.
Ernte: Ende Oktober
Genußreife: Januar bis Juli
Frucht: hochgebauter, guter Koch- und Eßapfel, ab Dezember/Januar hervorragend ergiebiger Saft- und Mostapfel, eßbar ist der Apfel erst ab Februar/März; behält bei der Verarbeitung seine weiße Fruchtfleischfarbe.
Baum: ist anspruchslos und frosthart; für rauheste Lagen; liebt schwere Böden; wenig Schnittaufwand erforderlich

Babette

Hm, wir haben welche. Aber den als Empfehlung für jemand mit 2 Bäumchen würde ich nicht geben.
Der Ertrag alterniert stark (ein Jahr nix das andere etliche Zentner), der BAum wird groß (was ja auch ein Punkt war) und die Äpfel?
Zugegeben hervorragend für den Most.
Vor März muß man gesunde Zähne haben, damit man unbeschadet reinbeißen kann. Und geschmaklich zum so essen gibt etliche Bessere. Und jedes 2. Jahr Apfelkuchen und Apfelmus ohne Ende wird auch nicht der Wunsch sein nur damit die Bohnäpfel versorgt sind.

Nein danke, kenne ich. Der ist recht, wenn man so viel Bäume hat, daß man jedes Jahr in die Moste fährt oder selbst mostet.

mfg
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Hermann.
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« Antworten #10 am: 02. Juli 2003, 21:46:40 »

Ich kann Ontario bestens empfehlen. Wuchsfreudig, regelmäßiger Ertrag, gesund und lange lagerfähig. Im Geschmack etwa Mittelklasse.

Mein Roter Berlepsch ist leider recht krebsanfällig. Der Geschmack ist sehr gut.
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Viele Grüße aus dem Unterallgäu
Hermann
karmina
Gast
« Antworten #11 am: 02. Juli 2003, 22:12:18 »

Danke vielmals,

so ein Forum ist ja wirklich klasse, wenn man alle Erfahrungen als Gärtner erst selber machen müsste...aber so habe ich mich innerlich schon von Berlepsch verabschiedet und liebäugele mit Pinowa und Pilot, es muss ja nicht unbedingt eine alte Sorte sein, da gehe ich lieber den bequemeren Weg, da ich lieber wachsen lasse statt mit irgendwelchen Mittelchen ständig durch meine Beete zu laufen.

Beate
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Caracol
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Caracol

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« Antworten #12 am: 03. Juli 2003, 01:26:57 »

Wenn's an Platz mangelt, Karmina, wir wäre es mit einem - ach, wie sagt man's jetzt auf Deutsch? - hier heißen sie "Family Apple Trees", weil sie zumeist drei Sorten auf einen Baum aufokuliert haben.

So z.B.
COX'S selbstfruchtbar (Genuss: Okt. -Jan.)
+JAMES GRIEVE (Genuss: Sept.-Okt)
+SPARTAN (Genuss: Nov-März)

Wäre das nicht eine schöne Vielfalt auf geringem Platz?
So würd ich's jedenfalls machen, wenn ich einen Apfelbaum pflanzen wollte.
« Letzte Änderung: 03. Juli 2003, 01:37:21 von Caracol » Gespeichert

Allerbeste Gärtnergrüße von Gert
aus der Klimazone 8b - Südengland
Hermann.
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« Antworten #13 am: 03. Juli 2003, 07:22:30 »

Eine gute Idee von Caracol, das ist die Bestäubung sicher auch besser.

Gerade bei Platzmangel würde ich auf jeden Fall einen Hochstamm pflanzen. Die Äste gehen in 1,80 Meter Höhe los und Du kannst den Garten unter dem Baum nutzen. Bei entsprechendem Schnitt erhältst Du einen schönen, halbschattigen Platz in Deinem Garten.
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Viele Grüße aus dem Unterallgäu
Hermann
karmina
Gast
« Antworten #14 am: 03. Juli 2003, 08:37:42 »

Ja ja,
den Trick habe ich bei unserem Kirschbaum angewendet, der hat auch 2 Sorten an einem Baum, und er hat auch dieses Jahr zum ersten Mal getragen, nach 10 langen Jahren des Wartens, aber bei den Apfelbäumchen langt der Platz auf jeden Fall für zwei, vielleicht auch drei Büsche, wenn ich dort nicht noch gerne einen Versuch mit diesen modernen kanadischen Kirschen starten wollte (Sunburst), wir waren vor 5 Jahren im Sommer drüben und konnten die Kirschernte im Okanagan Valley verkosten, unsere ganze Familie verdreht noch heute die Augen beim Gedanken an diese riesigen und superaromatischen Kirschen!!

Beate
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