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forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Baumschutz-Forum (Moderator: Hilmar)  |  Thema: geheimnisvoller Birkenbohrer 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: geheimnisvoller Birkenbohrer  (Gelesen 3366 mal)
schorsch03
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« am: 28. Juni 2003, 20:38:52 »

Hallo, ich hab ein seltsames Schädlingsproblem und würde mich freuen wenn mir da jemand helfen könnte.

Ich  habe zwei Birken in meinem Garten.  Heute ist mir aufgefallen, dass beide knapp über dem Boden ein Loch haben, das ca. einen Durchmesser von 1,5 cm hat, etwa 5 cm tief ist und schräg (vielleicht in einem Winkel von 30°) in den Stamm hineinführt. Es war voller Wasser, also kann ich mir nicht vorstellen, dass da irgendwelche Tiere drin gehaust haben. Es ist völlig rund und sieht irgendwie aus wie gebohrt...  (siehe Bild)

Kann mir irgendjemand sagen was für ein Tier solche Spuren hinterlässt oder hat jemand eine Idee was solche Löcher für einen Zweck haben könnten, wenn sie tatsächlich von jemandem gebohrt worden sind? Könnten solche Löcher gefährlich für die Birken werden?

Danke



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Fleadheat
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N 52° 14' 15'' O 09° 51' 15''; Klimazone 7b


« Antworten #1 am: 28. Juni 2003, 22:35:19 »

Hallo,
kann es sein, dass Deine Nachbar auf Deine Birke nicht so gut zu sprechen sind?

Gruß
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Unkraut ist die Auflehnung der Natur gegen die Diktatur der Gärtner
Tolmiea
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« Antworten #2 am: 29. Juni 2003, 00:49:06 »

Mein Vater hat früher unseren Birken im Frühjahr literweise Birkenwasser abgezapft. Das Loch war auch in diesem Winkel angebohrt, allerdings etwas höher, um einen Strohhalm oder ein Schläuchchen in eine Flasche positionieren zu können.
Er benutzte das Birkenwasser für alles mögliche, aber hauptsächlich als Haarwasser. Mit Erfolg, denn mit seinen 76 fehlt ihm bisher kein einziges Haar  Lächelnd.

Ich könnte mir vorstellen, dass so ein niedrig angebrachtes Loch z. B. dazu dienen könnte, die Wuchskraft der Birken durch "Ausbluten"  einzudämmen. Ob es zum völligen Absterben reicht, kann ich nicht sagen.

liegrü g.g.g.
« Letzte Änderung: 29. Juni 2003, 00:49:48 von Tolmiea » Gespeichert
schorsch03
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« Antworten #3 am: 29. Juni 2003, 18:45:32 »

Ich hab' schon einen Nachbarn der den Schatten von unseren Birken überhaupt nicht leiden kann. Dann wärs wohl das beste, wenn ich das Loch irgenwie zu mache.

Ich habe auch gehört, dass man in Baumstümpfe, um sie wegzukriegen, Löcher bohrt und Kupfersulfat oder irgendsowas in der Richtung schüttet, damit sie innerlich verfaulen. Vielleicht funktioniert das auch bei ganzen Bäumen....  Traurig  Das wär' mal ne Sauerei!!!!!

Danke für eure Hilfe..!  Smiley

@ Tolmiea:
Wie hat dein Vater eigentlich die Löcher wieder zugemacht, wenn er genug Birkenwasser abgezapft hatte?
 
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Hilmar
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« Antworten #4 am: 30. Juni 2003, 19:38:43 »

Einer meiner alten Lehrmeister hat sogar aus dem Birkenwasser Wein gemacht.
Das Loch braucht man nicht verschließen, in 2 Jahren müsste es sich von selbst vollständig verschlossen haben. Ansonsten sieht es wirklich so aus, als hätte jemand was gegen die Bäume. Wenn dann jemand was reingeschüttet hat, was den Baum innerlich schädigt, verdickt sich der Stamm in den nächsten Jahren in diesem Bereich.

Gruß Hilmar
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Tolmiea
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« Antworten #5 am: 02. Juli 2003, 13:54:06 »

Mein Vater hat die Zapfstelle immer mit einem Korken verschlossen und das Jahr darauf erneut  Birkenwasser gezapft, allerdings weiß ich nicht ob er auch wieder frisch angebohrt hat, er ist grad im Urlaub.

Ich meine, generell ist das Verschließen von  Löcher ist nicht ganz unproblematisch, da sich dann gern Fäulnis bildet, aber die hier anwesenden Baumspezialisten werden dir sicher weitaus kompetenter raten können.

Tatsächlich habe ich selbst einen abgesägten Haselstubben am erneuten Austreiben gehindert, indem ich in die Stumpen Löcher bohrte, etwas Roundup einfüllte, und dann mit Korken verschloss.

Wirkt die Birke denn krank?

liegrü g.g.g.
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Iris
Gast
« Antworten #6 am: 02. Juli 2003, 14:05:52 »

Schorsch, wenn das Loch noch recht jung und neu ist (ich kann das auf dem Foto schlecht erkennen), dann würde ich mit einer Pipette etwas Flüssigkeit entnehmen, so denn etwas drin steht. Wenn es blau ist, dann ist es eigentlich ohne Analyse schon klar, dass da mit Kupfersulfat... aber ich weiss auch nicht, wie lange so etwas bräuchte, um von der Birke aufgenommen zu werden. Jedenfalls würde ich mal eine Probe nehmen für alle Fälle.
Ansonsten: kann es auch der Gartenvorbesitzer gewesen sein?

Iris
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Günther
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« Antworten #7 am: 02. Juli 2003, 14:12:17 »

Der einzige Mensch, den ich kannte, der auf Birkensaft schwörte - inzwischen hat er eine Glatze Grinsend - , pflog die Löcher "aufsteigend" zu bohren, so daß der Saft von alleine ausfloß. Eventuell noch ein Kunststoffröhrchen...
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Tolmiea
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« Antworten #8 am: 02. Juli 2003, 14:35:40 »

Keine Ahnung ob mein Vater ein aufsteigender oder absteigender Birkenbohrer ist  Lächelnd, aber bisher ist er kerngesund, gutbelaubt und hat mit Sicherheit diesen Saft nicht nur eingerieben, sondern bestimmt auch eimerweise getrunken!
Es sind Limo-Kästen voll mit Birkenwasser von uns abtranportiert worden  Lächelnd

liegrü g.g.g.
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schorsch03
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« Antworten #9 am: 05. Juli 2003, 14:25:02 »

Also eine Probe von dem Birkenwasser hab ich schon genommen  (analysieren lassen hab' ich's aber noch nicht *g*) und ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass das Loch höchstens einen Monat alt ist.
 Ich hab mir jetzt so ne Baumpaste besorgt, um das Loch wiede zu zumachen und um zu verhindern, dass sich da Moos festsetzt... Mal sehen ob die eine Chance gegen das Birkenwasser hat, dass da aus dem Stamm rausgepresst wird.

Auf mich machen die Birken ja eigentlich einen ganz gesunden Eindruck (aber ich bin auch kein Baumexperte); eine von den Zweien ist halt im Frühjahr noch an der Krone gestutzt worden. Das muss der Baum zusätzlich noch verkraften :-|

- Schorsch



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Tolmiea
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« Antworten #10 am: 05. Juli 2003, 14:44:39 »

War das denn vielleicht ein Fachmann der die Krone gestutzt hat? Könnte es denn sein, dass so ein Loch gebohrt wird, um den Saftdruck nach oben zu mildern und ein stärkeres Durchtreiben des Baumes verhindern?
Sagt doch mal ihr Fachleute wird so ein leichtes Ausbluten nicht als Steuerung des Wachstums eingesetzt, ich meine da irgendwann mal was drüber gelesen zu haben. Weiss da niemand nix?
Denn irgendwie ist es mysteriös, ich mag immer noch nicht glauben, dass sich jemand einfach an einem fremden Baum vergreift.

liegrü g.g.g.
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tree
Gast
« Antworten #11 am: 05. Juli 2003, 21:05:58 »

Hallo Schorsch 03
also das mit der paste (wundverschluss mittel)
brauchst du nicht anzufangen/wird in der baumpflege nur noch selten benu.
der baum (birke) wird die wunde von alleine schliesen.
du mußt nur jedes jahr die standfestigkeit der birke prüfen.
birke fault sehr gerne
tree
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schorsch03
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« Antworten #12 am: 09. Juli 2003, 21:25:45 »

Also ich weiß nicht ob die Birke von einem Fachmann gestutzt worden ist, aber ich weiß dass der Stutzer keine Löcher gebohrt hat, weil an der dritten Birke, die an dem gleichen Tag (leider) gefällt worden ist auch ein Loch drin ist. Das gäbe irgendwie wenig Sinn...

Zitat
du mußt nur jedes jahr die standfestigkeit der birke prüfen.

Wie prüfe ich eigentlich die Standfestigkeit einer (sehr) großen Birke??
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