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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Gehölze-Forum (Moderatoren: Hilmar, winterliesel)  |  Thema: Tulpenbaum aussäen 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Tulpenbaum aussäen  (Gelesen 7323 mal)
Limeseck
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Limeseck

« am: 17. Januar 2012, 19:16:14 »

Ich habe ein paar Samen eines Tulpenbaums (Liriodendron tulipifera) aufgesammelt. Wie bringe ich sie zum Keimen ?
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Walther
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Walther

« Antworten #1 am: 18. Januar 2012, 18:14:10 »

Diesen interessanten Baum finde ich auch schon seit Jahrzehnten schön.

Meine letzten Aussaatversuche, damals noch als Schüler, sind immer gescheitert. Ich führe das heute auf überlagerte oder unbestäubte Saat oder falsche Feuchtigkeits- und Temperaturführung zurück.

Ich würde heute erst mal überprüfen, ob es sich tatsächlich um Saat handelt, oder nur um taube Fruchtstände.

Im Netz findet man gute Anleitungen und auch Beweisfotos, dass es klappt.

Knappe Zusammenfassung:
Es wird teilweise empfohlen, die frische keimfähige Saat im feuchten Substrat (Anzuchterde + Sand oder Perlite) bei etwa 3° einige Wochen zu stratifizieren.
Noch im  Herbst oder Winter aussäen. Nicht austrocknen lassen, die Keimtemperatur soll bei 15-20° liegen.

Auf die Blüte wirst Du allerdings etwas warten müssen.  Zwinkernd

LiriodendronTulipiferumMedioPictum_IMG_1058

Viel Erfolg - und berichte bitte

LG
Walther


Nachtrag:

"Die aus einer Blüte entstehenden 80 bis 100 Flügelnüsse sind zu einer zapfenförmigen Sammelfrucht vereint und erreichen ihre Fruchtreife im Herbst. Die reifen Flügelnüsse fallen im Oktober/November des Blühjahres aus und werden mit dem Wind verbreitet. Die unteren, tauben Früchte verbleiben als Kranz am Baum, die Keimung erfolgt epigäisch, d.h. oberirdisch" http://www.uni-goettingen.de/de/11041.html

« Letzte Änderung: 19. Januar 2012, 15:57:29 von Walther » Gespeichert
Limeseck
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Limeseck

« Antworten #2 am: 19. Januar 2012, 15:24:24 »

Vielen Dank für die Antwort. Wie genau stellt man fest, ob es ein befruchteter oder tauber Samen ist ? Das geht wahrscheinlich nur durch den Keimversuch, oder ? Habe ich das richtig verstanden, daß es sich um Lichtkeimer handelt ?
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Walther
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Walther

« Antworten #3 am: 19. Januar 2012, 15:56:30 »


Wenn man genug Saat hat, kann man auch einen/einige vor der ganzen Aussaatprozedur öffnen/durchschneiden - dann sieht (Lupe?) man wohl schon, ob sich was tun könnte oder ob alles trocken ist.

Wenn ich das richtig verstanden habe bedeutet 'epigäisch' für die Aussaat, dass sich der Keimling/die Keimblätter selbst aus der Erde rausziehen können muss/müssen. Schau mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Keimung#Epig.C3.A4ische_Keimung . Also nur lockeres Abdeckmaterial verwenden.

LG
Walther
« Letzte Änderung: 19. Januar 2012, 18:13:26 von Walther » Gespeichert
Günther
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« Antworten #4 am: 19. Januar 2012, 17:02:54 »

"epigäisch" heißt, daß der Samen AUF dem feuchten Substrat liegend keimt.
Die Wurzel gräbt sich ein, die Keimblätter richten sich auf.
Das Zeug keimt halt auch schon, wenn es nur auf einen passenden Untergrund gefallen ist.
Eine dünne Überdeckung wird kaum schaden, so arg "Lichtkeimer" wird Liriodendron schon nicht sein.
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Limeseck
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Limeseck

« Antworten #5 am: 19. Januar 2012, 23:40:45 »

Ich habe 5 Samen geöffnet: innen alles braun und hölzern. Das wird wohl nichts. Aber kann das sein, daß alle Samen unter diesem Baum taub sind ? Er hat sich doch in der Umgebung schon mehrfach ausgesät.
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Walther
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Walther

« Antworten #6 am: 20. Januar 2012, 12:51:38 »


Ob alle Samen unter dem Baum taub sein können, ist für mich per Ferndiagnose schwer zu beantworten. Aber wenn es dort schon ältere Sämlinge gibt würde ich das als gutes Zeichen nehmen und weiterhin, auch in den Folgejahren, nach keimfähigen Saaten suchen.

Die sind bestimmt auch als Tauschmaterial begehrt.

LG
Walther
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winterliesel
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winterliesel
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« Antworten #7 am: 20. Januar 2012, 13:30:29 »

Evtl. sind die Samen auch nur sehr kurze Zeit keimfähig. Oder es verhält sich, wie auf dieser Seite angegeben einfach so, dass lediglich 10% der Samen überhaupt keimfähig sind.
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Walther
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Walther

« Antworten #8 am: 20. Januar 2012, 13:35:16 »

Ich habe gerade noch eine andere Idee.

"zapfenförmigen Sammelfrucht" mit "Flügelnüssen" bedeutet doch wohl, dass die Nüsse und die Zapfenschuppen zwei verschiedene Bestandteile des Fruchtstandes sind.

Man muss dann natürlich die Nüsse aussähen, nicht die Zapfenschuppen (innen alles braun und hölzern!).
Wenn das so ist, habe ich damals sicherlich die falschen Teile ausgesäät.  Verlegen   Lächelnd

LG
Walther

 
« Letzte Änderung: 27. Januar 2012, 14:54:57 von Walther » Gespeichert
winterliesel
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winterliesel
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« Antworten #9 am: 20. Januar 2012, 15:21:46 »

Wow - lese hier (Absatz Fortpflanzung) gerade, dass der Baum mit 20-35 Jahren erst seine "Blühreife" erlangt...  Schockiert Da braucht's wirklich Geduld.

Interessant ist aber in dem hier gefragten Zusammenhang die Bemerkung, dass die unteren Früchte wohl taub sind.
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Limeseck
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Limeseck

« Antworten #10 am: 21. Januar 2012, 11:55:55 »

Ich habe beschlossen, daß ich im Frühjahr (is ja bald  Grinsend) gezielt nach Sämlingen in der Umgebung des Baumes suchen werde. Ich geb dann Bescheid.
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Walther
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Walther

« Antworten #11 am: 27. Januar 2012, 14:43:03 »

Mich hat das Thema noch nicht losgelassen  Verlegen

Ich habe hier mal unter Tulpenbäumen nach Saat bzw. Zapfen gesucht und habe auch 2 Stück gefunden.
LiriodendronZapfen_IMG_0203 So sehen die jetzt aus.



Beim Zerlegen der Zapfen in einzelne Schuppen/Flügel konnte ich feststellen, dass die Zapfen hauptsächlich aus Schuppen/Flügeln ohne Saat bestehen,
LiriodendronZapfenschuppen_IMG_0220 

lediglich 6 Schuppen/Flügel (2 bzw 4) trugen je ein Samenkörnchen: LiriodendronZapfenschuppenSaat_IMG_0222      LiriodendronZapfenschuppenSaat_IMG_0229
Die habe ich aufgeprokelt - LiriodendronSaatTaub_IMG_0233 - sie waren alle taub.



Hoffentlich hast Du im Frühjahr Erfolg bei der Sämlingssuche!

LG
Walther



« Letzte Änderung: 27. Januar 2012, 15:11:16 von Walther » Gespeichert
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