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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Wo bekommt man Unterlagen für Obstbäume? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Wo bekommt man Unterlagen für Obstbäume?  (Gelesen 7746 mal)
Elro
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« am: 01. April 2003, 01:11:15 »

Hallo Zusammen Smiley,

kann mir Jemand einen Tip geben wo ich Unterlagen und vielleicht auch Reiser bekomme (kleine Mengen zum ausprobieren)?

Liebe Grüße Elke
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Amur
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« Antworten #1 am: 01. April 2003, 08:56:20 »

Grundsätzlich mal bei den Baumschulen fragen. Allerdings veredeln nur noch wenige selbst.

Wenn du in der Stuttgarter Gegend wohnst würde ich mich mal in Kirchheim/Teck umsehen. Da gibts noch einige die ihre Bäume selbst veredeln. Ansonsten kommt sehr viel Ware aus NL.

Und wenn du Zeit hast und keine Typunterlagen willst, dann breite einfach mal ausgepressten Trester auf blanken Boden aus. Wir haben jedes Jahr hunderte von Sämlingen. Allerdings mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften.

mfg
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Elro
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« Antworten #2 am: 01. April 2003, 23:38:42 »

Hallo Amur,

eigentlich dachte ich schon an bestimmte Typen.
Bin die ganze Zeit mit so Sachen verwöhnt worden. Ein Obst- und Gartenbauverein hat zu einem alljährlichen Veredelungslehrgang Unterlagen und auch die tollsten Sorten Reiser angeboten. Leider gibt es diesen Verein nicht mehr (der Vorsitzende ist gestorben)und ich kann nicht feststellen woher er diese Sachen hatte.

Grüße Elke
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Baumfex
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« Antworten #3 am: 02. April 2003, 10:07:05 »

Hallo Elro,

wie Amur schon sagte, Reiser und Unterlagen solltest Du in jeder besseren Baumschule bekommen (bei bestimmten Sortenwünschen kannst Du im Herbst vorbestellen und bekommst dann Virusfreie Reiser deiner Wahl zum Preis von ca. 0,3 - 0,5 Euro pro Stück. Zur Veredelung mittels "Kopulation", kannst Du auch jetzt noch Reiser die noch nicht ausgetrieben haben direkt von gesunden Bäumen entnehmen und dann gleich einveredeln.
Ich möchte aber auch hier nochmal dazu aufrufen bei entsprechendem Platzangebot (ca. 7- 10m Kronendurchmesser) möglichst Sämlingsunterlage bzw. langlebige und starkwachsende Unterlagen zu verwenden.
In einen großen Baum können durchaus auch zahlreiche unterschiedliche Sorten einveredelt werden.

Baumfex
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Aliquid amplius invenies in silvis quam in libris.
Ligna et lapides docebunt te, quod a magistris audire non possis.
Amur
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« Antworten #4 am: 02. April 2003, 12:41:16 »

Also wie schon gesagt Baumschulen.

Da der Betreiber dieser Seiten vielleicht keine Werbung für sich machen will (??) würde ich mal ihn anfragen. Vielleicht würde er ja auch die Unterlagen unveredelt zusenden. (http://www.planten.de/pflanzen/obst/apfelunterlagen/)

Ansonsten versuchs mal mit der Suchmaschine:
http://www.greenseek.de/search/baumschule/baumschulen/obst/

Da ist auf jeden Fall Jakoby drin, der auch Typunterlagen anbietet. Da ich nicht weiß wo du bist, findest du ja vielleicht doch einen in deiner Nähe.

mfg
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Elro
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« Antworten #5 am: 02. April 2003, 19:54:55 »

Hallo Baumfex und Amur,

danke für Eure promten Antworten.
Gut ich werde beides versuchen, in Baumschulen fragen und bei Greenseek suchen.

Baumfex, warum  Sämlinge oder große Bäume?
Gerade das möchte ich eigentlich nicht mehr. Die großen Bäume werden bei uns meist nicht oder nur teilweise geerntet da keiner hinauf will. Mein Vater schimpft jedesmal wenn er die lange Leiter holen muß und gerade die Kirschen werden nur bis 3m Höhe abgerntet. Das finde ich auch nicht Sinn der Sache. Ja und dann ist da noch das Problem der Schnittmaßnahmen.
Kann aber auch sein daß man durch den OGV in Richtung Spindel getrimmt wird.

Grüße Elke
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Baumfex
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« Antworten #6 am: 02. April 2003, 20:58:15 »

Hallo Elro,

große Obstbäume deshalb, weil sie einfach robuster und ökologisch wertvoller sind aber gleichzeitig leider mehr und mehr aus den Gärten verschwinden. Vor allem zur Blütezeit sind sie natürlich auch optisch eine Pracht.

Hauptproblem ist allerdings, daß viele mit dem Schnitt großkroniger Obstbäume einfach nicht zurechtkommen (geht dem OGV anscheinend auch so Grinsend), was oft zu überhohen Bäumen mit schirmförmigen Schattenkronen führt, deren untere Astpartien nach und nach absterben. Bei richtiger Pflege und niederer Stammhöhe lassen sich aber die meisten Obstbäume auf "kräftigen" Unterlagen in einem handlichen Format halten. Eine Leiterphobie sollte man allerdings zugegebenermaßen trotzdem nicht haben  Zwinkernd.

Starkwüchsige Kirschen können aber in der Tat teilweise zum Problem werden, da hast du völlig recht.

Aber allen, die mit Leitern und Baumschnitt nicht gut vertraut sind und es auch nicht unbedingt werden wollen, bzw. denen das zu viel Arbeit ist, rate natürlich auch ich zu kleinbleibenden Obstbäumen. Wäre in meinen Augen nur schade wenn das dann irgendwann alle so machen.

Gruß
Baumfex
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Elro
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« Antworten #7 am: 03. April 2003, 00:06:11 »

Hallo Baumfex,

danke für Deine Erklärung.
Na ja, wir haben schon einige große Bäume im Garten. Nur sollten es nicht noch mehr werden.

Liebe Grüße Elke
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Amur
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« Antworten #8 am: 03. April 2003, 08:18:06 »

Na vielleicht muß man das Ganze auch  mal anders rum sehen:

Warum wurden früher die Obstbäume als Hochstamm gezogen? Die natürliche Wuchsform, zumindest des Apfels, ist ja eher ein Strauch oder Busch.
Die Antwort ist ganz einfach: Man wollte die Doppelnutzung  der Fläche. Oben das Obst und unten das Gras. Da man damals mit diesem relativ  minderwertigem Schattengras zufrieden war, konnte man damit auch das in fast jeder Kleinlandwirtschaft vorhandene Vieh zufriedenstellend füttern, bzw. die Viehbauern hatten durch das Obst, das damals auch in den nicht EG normgerechten kleineren Ausführungen was wert war, eine nicht unbeträchtliche zusätzliche Einnahme.

Bei  den kleinen Hausgärten heute braucht  man ja zwei Bauplätze,  um eine halbwegs stark gewachsene Hochstamm-Birne und ein Haus unterzubringen.

Ausserdem, wer hat denn heute noch die Zeit 10 Jahre auf einen halbwegs brauchbaren Ertrag zu warten. Heute muß doch alles Ruck Zuck gehen.

mfg
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Baumfex
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« Antworten #9 am: 03. April 2003, 10:21:24 »

Hallo Amur,

es muß ja nicht unbedingt ein kleiner Hausgarten sein, dafür sind ja die kleinbleibenden Obstbäume optimal. Zumindest auf dem Land gibt es ja auch noch größere Gärten bzw. reine Gartengrundstücke.

Und von Hochstämmen halte ich auch nicht viel, weil dann ja die Krone erst in ca. 2m Höhe anfängt und das kommt wirklich noch aus der Zeit als das Gras noch genutzt werden mußte. Die Stammhöhe hat ja auch wirklich absolut gar nichts mit der verwendeten Unterlage zu tun! Eine Stammhöhe von ca. 1-1,5m ist für Pflege, Ernte und Standfestigkeit (Hebelwirkung!) großkroniger Bäume viel geeigneter. Ein weiterer Vorteil ist der, daß diese Bäume auch ohne Baumscheibe auskommen. Nur das Mähen macht dann natürlich etwas mehr Arbeit, ist mir aber lieber, als wenn ich jedesmal eine Leiter brauche, um nur an den untersten Ast zu gelangen.

Wer den Platz hat, kann ja mehrere kurzlebige und rasch tragende Bäume um einen starkwüchsigen pflanzen, so daß zumindest das Ertragsproblem gelöst ist.

Ich habe aber natürlich auch Verständnis für jeden, dem die Pflege/Ernte großer Bäume zu mühsam bzw. zu gefährlich ist, leider werden das aber immer mehr ("die Alten können nicht mehr und die Jungen wollen nicht mehr").


Gruß
Baumfex

Gespeichert

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