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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Wenk'sches Rindenpfropfen 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Wenk'sches Rindenpfropfen  (Gelesen 17783 mal)
Baumfex
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« am: 26. März 2003, 17:23:00 »

Hallo,

ich möchte dieses Jahr wieder den einen oder anderen Obstbaum mit zusätzlichen Sorten u.a. hinter die Rinde veredeln. Beim Anplatten und Spaltpfropfen im März/April kann man ja problemlos frisch geschnittene Reiser benutzen.
Geht das beim "Hinter die Rinde pfropfen"auch ohne weiteres?
Ich meine ich hätte es vor Jahren mal erfolgreich gemacht, bin mir aber nicht mehr ganz sicher.

Gruß
Baumfex
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Aliquid amplius invenies in silvis quam in libris.
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Konrad Ilg
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« Antworten #1 am: 03. April 2003, 07:45:08 »

Ja, das kannst Du auch, ich veredle meine immer hinter die Rinde,
wenn der Baum im wachsen ist.

Konrad
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Baumfex
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« Antworten #2 am: 03. April 2003, 10:35:50 »

Und Du verwendest auch tatsächlich frisch geschnittene Reiser, die quasi am Veredlungstag dem "Mutterbaum" entnommen wurden? Geht das auch noch, wenn die Knospen der Reiser schon kurz vor dem Blattaustrieb stehen?

Grüße
Baumfex
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Konrad Ilg
Gast
« Antworten #3 am: 05. April 2003, 04:35:57 »

Ja, frisch geschnittene Reiser geht es auch gut, vor allem an den Kirschen, so lange die Knospen nicht zu weit "angeschwellt" sind . Apfel, Birnen, und Zwetschgen geht es auch. Es ist mir auch schon gelungen, wenn die Blaetter schon ein wenig draussen waren, habe dann mit einem Spray {Hortycultur Oel mit Wasser} gespritzt, gegen das Austrocknen. Moechte mal versuchen mit Haar Spray! {Billig}

Konrad      aus Canada
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Baumfex
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« Antworten #4 am: 05. April 2003, 12:08:38 »

Vielen Dank für deine Tips, Konrad. Werde das also demnächst so ausprobieren und hoffe daß es klappt. Vielleicht hole ich mir auch in der Baumschule noch ein paar Edelreiser, um die Anwachsergebnisse zu vergleichen.

Gruß
Baumfex
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Konrad Ilg
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« Antworten #5 am: 07. April 2003, 06:04:48 »

Baumfex,
hier eine Rinden Veredelung von einem in den USA.
Machst du das auch so?

http://members.fortunecity.com/pjsauber/BarkGraft.htm

Moechte von dir, oder auch andere hoeren, ob Ihr das auch so macht?
Ich denke, jeder hat seine eigene "Tricks"

Konrad
« Letzte Änderung: 18. November 2009, 15:12:43 von Walther » Gespeichert
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« Antworten #6 am: 07. April 2003, 15:08:36 »

Hallo Konrad!
Ich mach das etwas anders. Ich löse nur einen Rindenflügel (verbessertes Wenck'sches Rindenpfropfen) und nehme Reiser mit 5-7 Augen, bei denen ich auch an der einen Seite (dort wo der Rindenflügel nicht gelöst wurde) und gegenüber dem Kopulationsschnitt etwas Rinde entferne, so daß sie beim Einsetzen an 3 Seiten anliegen. Augen die nach innen bzw. oben zeigen breche ich dann aus, da ich die daraus entstehenden Triebe später sowieso entfernen müsste.
Pfropfköpfe schneide ich nicht so groß, lieber mehrere kleine (möglichst kleiner als 2 inch Zwinkernd), als wenige große. So kann dann auch ohne "Zugäste" veredelt werden, hab aber noch nie selbst einen kompletten Baum neu veredelt und deshalb auch keine eigene Erfahrung damit.
Überwiegend setze ich die Edelreiser aber in kahle Astpartien ein, also ohne Pfropfkopf, so daß verwahrloste Bäume auch im unteren Teil wieder Fruchtholz oder sogar neue Leittriebe bilden.

Momentan hab ich allerdings das Problem, daß die Rinde sich noch relativ schlecht lösen läßt, die Knospen der frischen Reiser vieler Sorten aber schon stark anschwellen, hast Du da einen Rat?

Gruß
Baumfex
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Konrad Ilg
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« Antworten #7 am: 08. April 2003, 03:53:19 »

Ich mach es auch etwas anders. Anstatt 1 Schnitt im Reis, mach ich zwei
noch auf der Seite, so kann die Rinde besser gegeineinader kontakt machen .
Wenn ich das so machen wuerde wie abgebildet, wuerden mir sicher die haelfte
nicht anwachsen.
Wo tust du deine Reiser aufbewahren? Ich schneide meine erst in einer
Woche und lege sie in einen Plasticbeutel,mit etwas feuchtem papier und lege sie in den Kuehlschrank.
Hier in Edmonton kann man erst anfangs Mai veredeln.

Du hast Recht, Pfropfkoepfe klein wie moeglich halten.
Gewoehnlich nicht groesser wie dein Daumen mach ich es. Die grossen schneide ich ab und Veredle es das naechste Jahr auf "neu gewachsenem Holz"
Noch was, fuer die Befestigung der Reiser, nimm ich mir nur die blligen
Elektrische Isolierband, denke ist Vinil. [Ohne Nagel]
Konrad


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Baumfex
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« Antworten #8 am: 09. April 2003, 22:25:21 »

Hatte eigentlich gedacht, daß sich das Aufbewahren der Reiser vermeiden läßt. Werde sie jetzt aber wie du mal im Kühlschrank aufbewahren. Zum Befestigen der Reiser benutze ich normalerweise Bast. Wenn die Rinde dick genug ist und ich in den Ast veredle (ohne Pfropfkopf), hält der Reis meistens ohne Befestigung.
Wußte gar nicht, daß in Edmonton noch Obstbäume gedeihen, sind die Sommer dort nicht ziemlich kurz? Hier fangen so langsam die Kirschbäume zu blühen an und Blütezeit ist ja auch Veredlungszeit, aber Vorgestern hatte es Nachts immerhin noch -6 C°!

Gruß
Baumfex
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Konrad Ilg
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« Antworten #9 am: 10. April 2003, 03:05:13 »

Man sagt, Alberta ist die "Sonnige Provinz", geschrieben auf unseren
Motor Fahrzeuge Schilder.
Die Tage sind so lange hier, dass alles in einer kuerzerer Zeit reifen kann.
Mit Obst ist O.K. solange das Holz die Zone 2 - 3 Bestaendig sind, das heisst
Wintertemperaturen von ca. - 45 Grad aushalten moegen.
Ich habe die Reinclaude {Zone 5 } etwas hoeher auf dem Baum Veredelt und hatte schon 3 Jahre hintereinander Fruechte.
Man kann ungefaehr 2 Zonen herausholen, wenn man die hoeher tut.
Rote Tomaten hab ich auch jedes Jahr.

Konrad Augen rollen
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Hermann.
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« Antworten #10 am: 10. April 2003, 07:07:52 »

Hallo Ihr Beide,

kann mir jemand sagen, was ein Pfropfkopf ist?

Ich möchte heuer meinen Roten Boskop mit Roter Berlepsch und einer alten Sorte, den Namen weiß ich nicht, veredeln. Der Boskop ist etwa 20 Jahre alt. Was wäre denn die beste Methode?

Vielel Grüße
Hermann
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Viele Grüße aus dem Unterallgäu
Hermann
Amur
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« Antworten #11 am: 10. April 2003, 09:18:14 »

Ein 20jähriger Boskop, wohl noch auf starkwachsender Unterlage wird schon ein größerer Baum sein.
Ansonsten fand ich am besten so Äste in der Stärke eines Handgelenks zum Veredeln. Die entstehenden Wunden kann der Baum noch halbwegs schnell verschließen und beim Pfropfen ist das ganze nicht so eine elende Fummelei wie bei kleineren.

Nur bei so einem alten Boskop sind die Leitäste deutlich stärker. Wieviel wolltest du denn veredeln? Den ganzen Baum, oder nur ein paar Leitäste oder sogar nur ein paar Nebentriebe?

mfg
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Hermann.
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« Antworten #12 am: 10. April 2003, 20:34:08 »

Die Äpfel vom Boskop sind nicht so mein Geschmack. Zwar riesengroß aber das Apfelaroma fehlt. Ich möchte so nach und nach den ganzen Baum veredeln. Bei den Ästen habe ich noch freie Auswahl.

Ich hätte schon gerne Leitäste veredelt. Gibt es Erfahrungen bis zu welcher Stärke der Äste das möglich ist?
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Viele Grüße aus dem Unterallgäu
Hermann
Baumfex
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« Antworten #13 am: 10. April 2003, 21:29:07 »

Brrr -45° Grad, das ist für mich als bekennender Warmduscher zu kalt  Zwinkernd, aber im Sommer bestimmt schön dort. Wollte vor ein paar Jahren mal nach Calgary, hat dann aber nicht geklappt.

Hermann, ein Pfropfkopf ist die Schnittstelle am Ast, wo die Reiser eingesetzt sind.

Zum Umpfropfen: An deiner Stelle würde ich möglichst viele kleine Pfropfköpfe mit max. 5 cm Durchmesser (besser weniger) machen, muß ja nicht alles im 1. Jahr sein. Denn lieber 5 Stunden lang veredeln, als 5 Jahre warten, bis der Baum wieder vernünftig trägt  Grinsend. Durch zu große Schnittwunden riskierst du nur, daß Äste oder der ganze Baum absterben, Apfelbäume sind ja schlechte Kompartimentierer, schotten also Wunden eher schlecht ab und faulen dann. Außerdem wär der Baum dann ja die letzten 10 Jahre umsonst gewachsen.

Am besten vielleicht oben anfangen mit den Leitastspitzen und den obersten Fruchtästen. Hinter die Veredlungsköpfe kannst du jeweils noch ein (oder mehrere) "Sicherheitsreis" in den Ast veredeln, auf das du dann zurückschneiden kannst, falls der Pfropfkopf abstirbt. Wichtig: Am Pfropfkopf eines waagrechten Astes Reiser nie unten einsetzen!!

Im Sommer Veredlungen freischneiden, damit sie gut mit Licht und Saft versorgt werden.

Gruß
Baumfex
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« Antworten #14 am: 11. April 2003, 05:55:08 »

Besten Dank!

Jetzt soll es ja etwas wärmer werden, dann kanns ja bald losgehen. Bei diesen Tipps kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Gruß
Hermann
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Viele Grüße aus dem Unterallgäu
Hermann
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