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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Rosen-Forum (Moderator: Giuseppe)  |  Thema: Anwendungsfehler/Neem - Dringende Bitte um Rat 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Anwendungsfehler/Neem - Dringende Bitte um Rat  (Gelesen 2490 mal)
allegria
Gast
« Antworten #30 am: 20. April 2010, 23:57:33 »

Hallo Biene,
noch in #23 verweist kutupayusu1965 auf die Fotos der Schadbilder. Ich hab sie mir daraufhin nochmal genau angesehen.

Was meinst du denn zu den Rosenschäden?
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kutupayusu1965
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« Antworten #31 am: 21. April 2010, 00:33:38 »

Klar ist das deprimierend.
Aber statt "trotz der Überdosierung" muss es wohl "auch wegen der Überdosierung" heißen.
Und:  Rein biologische Präparate sind gewiss nicht harmlos.

(Morgen  informier ich mich mal über das Istanbuler Wetter - Istanbul soll ja eine tolle Stadt sein!)

Es muss hier richtigerweise "trotz Überdosierung" heissen, bezogen auf die Blattlaeuse - denn dieses Praeparat wirkt auch teil-systemisch und damit müsste ja jetzt eher ein zu hoher Wirkstoffpegel in der Pflanze vorliegen. Dass die neuen Blattlauskolonien nun also geradezu explodieren und von Tag zu Tag munterer werden, ist daher paradox.
« Letzte Änderung: 21. April 2010, 00:55:31 von kutupayusu1965 » Gespeichert
kutupayusu1965
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« Antworten #32 am: 21. April 2010, 00:35:26 »

@ kutupayusu1965

Ich  habe gesehen, dass du andernorts zu gleicher Zeit auch ziemlich angeeckt bist, auf ganz ähnliche Weise wie hier, und so versteh ich deine scharfe Reaktion auf Einwände durchaus.  Smiley

Lies dennoch den Beitrag von Rosenschule nochmal aufmerksam durch, vielleicht nützt es deinen Rosen.


Nur noch einmal ein paar grundsaetzliche Anmerkungen, im Bemühen verfasst, Missverstaendnisse zu klaeren und hierbei auf jegliche Schaerfe zu verzichten:
Ich bin 1965 geboren. Mir war in meiner gesamten Kinder- und Jugendzeit Geraetschaft wie Sprühpistolen, Druckpumpen etc. nur aus einigen Nachbargaerten gelaeufig, da im gut 2.000 qm grossen Garten meiner Eltern nie irgendwelche Pestizide oder Herbizide eingesetzt wurden. Im schlimmsten Falle wurde mit Schwefel bestaeubt, den mein Vater als 'grauenhaftes Zeug" bezeichnete und in einer Art 'Giftschrank' aufbewahrte. Gleiches gilt z.B. auch für Torf. Bei der Auswahl von Pflanzen auf einheimische Sorten achten und vor allem auf solche, die den eh vorhandenen Bodentyp annehmen, das war der erste Grundsatz überhaupt. Und selbst Dünger wurde nur ganz wenig eingesetzt, viel mehr mit Kompost gearbeitet (zwei grosse Komposthaufen die wechselseitig betrieben wurden). Wildrosen pflanzen, Brennnesseln wertschaetzen, Laub unter Straeuchern liegen lassen, abgesaegte Aeste bündeln und als Verstecke in Ecken aufstellen, der kleine Teich ohne Fische zum Ablaichen für Frösche und Kröten, Nisthilfen (nicht nur für Vögel) aller Couleur aufhaengen etc. - dies alles sind Teile der 'Gartenschule', durch die wir Kinder damals gegangen sind. Wir hatten schon einen Hummelkasten, bevor es Fax oder Internet gab - d.h., man musste sich hierzu über die NaBu-Zeitschrift kundig machen.
"Blattlaeuse werden von Vögeln gefressen und Schnecken vom Igel" - so einfach war das und nur so kannte ich das. Lediglich von ein paar Kaiserkronen, die auf besonderen Wunsch meiner Mutter angepflanzt worden waren, sammelten wir die stets in Massen auftretenden Lilienkaefer ab und übergaben Sie (gegen 5 Pfennig pro Stück   Grinsend ) meinem Vater. In harten Wintern brachten wir Fleischbrocken mit dem Schlitten auf nahegelegene Freiflaechen, um Bussarden und Milanen zu helfen.
Nun waren meine Eltern keine SunFlower-Kinder oder so, aber es wurde halt Eppler gelesen und auch beherzigt. Das alles hat sich, wie gesagt, in einer Zeit zugetragen, als die Grünen noch nicht im Parlament waren. In Bezug auf ein respektvolles Verhaeltnis zu Natur und Umwelt habe ich also eine wirklich fundierte Bewusstseins-Schulung erfahren.
Mit meiner Übersiedlung 1995 nach Istanbul habe ich dann hautnah erlebt, wie anders alles aussehen kann, wenn sich jeweils 50-100 qm kleine Gartenflaechen zwischen Hausfluchten drücken und was dann eben alles nicht mehr so ohne weiteres 'ins Gleichgewicht' zu bringen ist. Da habe ich mich erstmals intensiver mit Anbietern wie z.B. Neudorff beschaeftigt. Daher ist mir auch das von "Rosenschule" freundlicherweise genannte 'Spruzit' durchaus gelaeufig. Und auch mit Fragen wie "welche Stauden schmecken Schnecken nicht" habe ich mich Ende der 90'er erstmals befasst - denn es gibt hier in der Innenstadt weit und breit keine Igel. Aber wie ich an anderer Stelle schon erwaehnte, hatte ich eine Vielzahl von Singvögeln "zur Verfügung" und musste nur ganz gelegentlich mit Schachtelhalmbrühe oder Rapsölprodukten ein bisschen nachhelfen. Aus jener Zeit faellt mir gelegentlich das eine oder andere Bild von Meisenfamilien, dem Kleinen Fuchs und aehnlichen schönen Artgenossen in die Hand, die ich nun schon laenger nicht mehr gesehen habe.
Nun bin ich aber im April 2008 in eine wirklich problematische Gegend gezogen, wo ich zwar um die 100 qm zur freien Gestaltung vorfand und die Nachbarn auch bald davon abbringen konnte, hier ihre Teppiche oder gar Autos zu waschen  Schockiert , und auch Zigarettenkippen etc. werfen Sie nur noch gelegentlich aus dem Fenster  Zwinkernd. Aber beim probeweisen Aufstemmen der Betonflaechen bis in mehr als 1 Meter Tiefe bin ich dann leider auf nichts anderes gestossen als auf Bauschutt. Meine ursprüngliche Idee einer Umwandlung des Hinterhofes in einen "Garten" im eigentlichen Sinne musste ich also aufgeben. Daher die gemauerten Hochbeete (die manche Nachbarn zunaechst für Goldfisch- oder Planschbecken hielten) und daher auch die hohe Anzahl von Kübeln. Anders haette ich naemlich überhaupt nichts pflanzen können. Auch das Beranken der von mir gesetzten Maschendrahtzaeune und der eh angrenzenden Hauswaende ist ein Versuch, Flaechen zur Begrünung zu nutzen. Etliche Versender können darüber hinaus ein Lied davon singen, wie ich zu jeder Bestellung alle einzelnen Sorten auf die Tauglichkeit als Pollenspender bzw. Bienenweide hin geprüft habe. Also liess ich mir dann z.B. für eine nicht verfügbare Narzisse nicht einfach eine schöne (aber eben stark gefüllte) andere Sorte schicken sondern suchte nach einer geeigneteren Alternative. Aber gleichzeitig musste ich nun halt auch die Angebote von Bayer & Co. in Betracht ziehen, denn z.B. Spruzit hat hier im letzten Sommer überhaupt nicht gewirkt und Nützlinge stellen sich – trotz Marienkaefer- und Schmetterlingshaus – partout nicht ein. Statt dessen hatte ich es aber schon mit sehr hartnaeckigen Kakerlaken (z.T. mit Brutstaetten im erwaehnten Bauschutt-Grund) und sogar auch mit echten Termiten (in Türrahmen) zu tun. Und rein auf den Garten bezogen hat mir der o.g. Chemieriese als einziger helfen können als mitten im letzten Sommer plötzlich eine Spinnmilbenplage ("Rote Spinne") über meinen Hinterhofgarten hereinbrach. (Dieses Frühjahr habe ich nun eine vorbeugende Austriebsspritzung mit Paraffinöl versucht).
Übrigens noch eine kleine Anmerkung zur Brennnessel: Als meine 76-jaehrige Mutter diese bei einem Besuch im letzten Jahr sah, kam nur die Bemerkung "genau wie Dein Vater - für die Schmetterlinge nicht wahr?".  Und dann gab es noch eine wunderschöne Mariendistel (weniger schön, nachdem sie sich ausgesaemt hatte…) aber die musste ich auf Druck des Besitzers meines einzigen Nachbargartens leider entfernen und ihre Kinder nun ebenso. Dieser Nachbar hat mir aber immerhin erlaubt, eine alte, stachlige Brombeersorte (die ich bei Hortensis/Kruchem fand) auf seiner Seite anzupflanzen und von dort zu meinem Zaun hinzulenken.
Meine Absicht, dieses Jahr einen Nist-/Schlafkasten unterm Dach (6. Stock) für Fledermaeuse aufzuhaengen, weil mir deren Anzahl zurückzugehen scheint, stiess auf Entsetzen bei den Nachbarn ("diese Monster auch noch anlocken?!"), die mich seitdem wahrscheinlich für völlig verrückt halten. Man hat mich allerdings auch schon manchmal nachts gesehen, wenn ich mit der Taschenlampe Schnecken jagte oder auch tagsüber beim Ausbringen von gefrosteten Bananenstückchen für meine (aus Brandenburg importierten) Regenwürmer...
Zusammenfassend ist dies die Ausgangslage auf meiner Seite und es ist also nicht einfach nur eine "scharfe Reaktion auf Einwände", wenn ich mir hier und auch in einem(!) anderen Forum verbitte, mich als jemanden hinzustellen, der sich nicht die Bohne auskennt und daher seine Pflanzen in unverantwortlicher Weise zu Versuchskaninchen macht bzw. der sich vor lauter Verliebtheit in die chemische Keule gar nicht entscheiden kann, welches Gift er denn nun am besten als naechstes einsetzt.
Und einen letzten Gedanken noch: wenn ich - einmal rein hypothetisch - in einem Forum von einem mir völlig unbekannten Menschen gefragt werde, was er denn wohl bei irgendeiner(!) Störung machen könne, die er selbst ganz offen auf sein eigenes Fehlverhalten zurückführt,  dann würde ich mich zunaechst einmal nach den naeheren Umstaenden seines Falles erkundigen, immer im Blick habend, dass dieser Mensch ohnehin leidet (und dieser Leidensdruck ihn ins Forum geführt hat). Dieses voraussetzungslose emphatische Interesse am Anderen, was dann im günstigen Falle letztlich zum Mitempfinden führen kann, das habe ich in einigen Beitraegen ganz offen gesagt vermisst.
Und der Stress, in den mich der Anblick meiner Pflanzen nun schon seit ein paar Tagen versetzt, ist sicherlich mit verantwortlich dafür, dass ich nicht nur seit heute morgen Herpes an der Unterlippe habe, sondern hier und da vielleicht auch zu sehr die negativen Aspekte an einem Satz gesehen haben mag, der bei gelassen-wohlwollender Betrachtung auch positiv gedeutet werden könnte.
« Letzte Änderung: 21. April 2010, 19:47:58 von kutupayusu1965 » Gespeichert
bamboo666
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« Antworten #33 am: 21. April 2010, 01:33:34 »

Hallo Kutupayusu 1965,
habe gerade den Tread überflogen, ja überflogen, dh. schnell gelesen, und musste feststellen das nicht alles interessant ist, zumindest  für diejenigen, die dir hier Tipps geben auf deine Rosenproblematik, was du hier schreibst.
 Kakerlaken und Termitenplagen, teppichschüttelnde Einheimische und Herpes an der Lippe hat oder haben nichts mit deinen verlausten Rosen zu tun.
Wenn du die Zeit, die du jetzt an der Tastatur verschwendet hast, deinen Rosen widmen würdest, dann würden diese ganz gewiss schon anders aussehen.
Ich habe dir eingangs kurz und bündig ein paar Tipps gegeben. Darauf bist jedoch nie eingegangen.
Insofern gebe ich dir den Rat noch einmal nachzulesen, und diese, bzw. auch den von der Rosenschule auf deinem Rosenhof umzusetzen.
Herzliche Grüsse gen Stambul
Jörn
« Letzte Änderung: 21. April 2010, 01:44:53 von bamboo666 » Gespeichert

Aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man schönes bauen.
Johann Wolfgang von Goethe
humi
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« Antworten #34 am: 21. April 2010, 11:31:09 »

...
Habe gegen hohen Befall mit grünen und roten Blattlaeusen vor einer Woche insgesamt 2 x 25 l Spritzbrühe vom Celaflor Naturen Schaedlingsfrei (Neem/Azadirachtin) auf 100 qm (hauptsaechlich Rosen in grossen Kübeln) ausgebracht. Mischung nach Anleitung.

Hallo,
bin etwas zu spät mit der Fragen:
- du hast 2x 25 L Spritzbrühe auf 100 m² ausgebracht? scheint ein bizzl zu vel zu sein, weil hätte  wahrscheilich 10 l/100 m² gereicht...
- wann hast du behandelt? Morgens-mittags-abends?
- wie has du die Spritzbrühe angesetzt? 50 ml Neem auf 10 L Wasser?

...die Rosen - insb. Jungblätter, aber auch empfindliche Sorten  - können schon die Behandlung nicht gut vertragen...bei älteren Blättern müsstes aber nicht sein...
...wichtig wäre die Blattlauskolonien - die Adulte fliegen immer zu...
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eremurus
Ich liebe die Natur !!!


« Antworten #35 am: 21. April 2010, 14:54:18 »

Hallo kutupayuso.

Rosen mögen keine pralle Sonne und keinen Hitzestau. Und am liebsten lassen sie sich ein wenig vom Wind streicheln. Vielleicht liegt darin die Ursache deines Problems, denn ich kann mir vorstellen, dass sich diese Voraussetzungen nicht in deinem südländischen Innenhof finden lassen.

Aber:

Weil in den orientalischen Innenhöfen die Luft förmlich steht, sind die dortigen Garten- und Pflanzenliebhaber auf die Idee gekommen, ihre Innenhöfe mit Wasserläufen und Springbrunnen zu verschönern. Dadurch wird einerseits die Luft befeuchtet, andererseits kommt ein Hauch von Luftbewegung in diese wunderschön gefliesten Außenräume. Für kühlen Schatten sorgen auch Palmen oder andere Bäume, viel besser als es Sonnenschirme und Markisen können.

Überleg doch mal, ob es nicht möglich ist, den ein oder anderen Kübel mit Wasser zu füllen und darin eine kleine Springbrunnenpumpe zu installieren. Je nachdem, wie groß dein Innenhof ist, finden in ein, zwei großen Kübel auch Bäume Platz.

So könnest du schon einmal das Umfeld für deine Rosen verbessern und durch die Bäume vielleicht auch ein paar Vögel mehr anlocken, die die Läuse vernichten helfen.
 
Die geschädigten Rosen würde ich tatsächlich zurückschneiden, vor allem die mit den schwarzen Läusen, Knospen hin oder her. Wir müssen hier nach dem kalten Winter auch teilweise die Neutriebe zurückschneiden, manche Forumsmitglieder müssen große Rosensträucher sogar bis auf den Boden zurücknehmen - was sind da ein paar Knospen ?! Das Jahr ist noch lang und so kommen deine Lieblinge dieses Jahr einfach ein wenig später zur Blüte.

Dass du dich über die Läuse ärgerst und alles mögliche und unmögliche versuchst, kann ich mir gut vorstellen. Ich habe diesen Winter 12 Oleander verloren, weil ich sie zu spät ins Winterquartier holte und habe erst, genau wie du, alles versucht, um sie doch noch zu retten. Vergebens, wie sich jetzt herausstellte. Sei's drum, so muss ich schon weniger gießen.

Alles Gute und Grüße nach Istanbul,

Eremurus
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« Antworten #36 am: 21. April 2010, 19:26:03 »

Hallo Kutupayusu 1965,
(...) musste feststellen das nicht alles interessant ist, zumindest  für diejenigen, die dir hier Tipps geben (...)
Herzliche Grüsse gen Stambul
Jörn
Hallo Jörn.
Mein vorheriger Beitrag war - nachdem zu meinem eigentlich schon abgeschlossenen Thema dann noch verschiedene Beitrage auf Sekundaerebene gekommen waren - eine Klarstellung grundsaetzlicher Dinge. Ob das nun sinnvoll ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt aber dass es seitvorgestern nicht mehr um das Einholen von Tipps geht, schien mir eigentlich klar zu sein. Und auch, wer zum Adressatenkreis jenes Beitrages zaehlte.
Zeitaufwand für Beitrage die ich nach türkischer Zeir zwischen 23 und 3 Uhr schreibe, gehen übrigens nicht zu Lasten meiner Rosen.
Entschuldige übrigens bitte, dass ich auf Deine und Rosenschule's Hinweise (z.B. Wasserstrahl und Spülmittellösung) nicht bereits eher eingegangen bin. Dies sind Methoden, die ich bei den meisten Kübelrosen im letzten Jahr bereits versucht habe, jedoch ohne Erfolg. Grund ist wohl hauptsaechlich eine ca. 12 qm grosse begrünte Maschendrahtflaeche durch die, neben Wisteria und Lonicera, auch einige Triebe von Climbern und Ramber ranken. Da sitzen soviel 'Nachwuchskraefte', dass ich jeden Morgen Neubefall habe. Aber dort komme ich mit genannten Methoden nicht weiter.
Danke für die Grüsse und herzliche Grüsse zurück!
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« Antworten #37 am: 21. April 2010, 19:46:09 »

Hallo,
bin etwas zu spät mit der Fragen:
- du hast 2x 25 L Spritzbrühe auf 100 m² ausgebracht? scheint ein bizzl zu vel zu sein, weil hätte  wahrscheilich 10 l/100 m² gereicht...
- wann hast du behandelt? Morgens-mittags-abends?
- wie has du die Spritzbrühe angesetzt? 50 ml Neem auf 10 L Wasser?

...die Rosen - insb. Jungblätter, aber auch empfindliche Sorten  - können schon die Behandlung nicht gut vertragen...bei älteren Blättern müsstes aber nicht sein...
...wichtig wäre die Blattlauskolonien - die Adulte fliegen immer zu...

Hallo Humi,
in meinem zweiten Beitrag hatte ich zur der Frage, weshalb ich soviel Brühe eingesetzt habe, schon kurz Stellung genommen: "Da ich auch Blattlausbefallene Climber, Rambler und andere Kletterpflanzen an Mauern und Zäunen bis 5 m Höhe habe, die ich mitbehandeln musste, um nicht direkt von dort eine neue Invasion zu erleben, habe ich ein Mehrfaches der normalerweise für 100 qm Grundflaeche notwendigen Menge an Spritzbrühe ausbringen müssen.
Habe morgens gespritzt aber die dann zu erwartende Mittagssonne dürfte auch nicht das Problem sein, wie ebenfalls schon in meinem zweiten Beitrag aufgezeigt: "Schäden weisen übrigens auch die Blätter solche Pflanzen auf, die im Halbschatten bzw. unter einem Sonnenschirm stehen."
Die Konzentration war nach Anleitung, 15 ml auf 10 Liter Wasser, wenn ich mich richtig erinnere.
In der Tat sind es praktisch nur junge Blaetter (und Knospen), also praktisch der gesamte Austrieb diesen Jahres - den habe ich übrigens heute abend praktisch komplett weggeschnitten, da diese Triebe inzwischen fast alle verkrüppelt bzw. verdorrt waren. Auf diese Weise verliere ich nun zwar die erste Blütensaison aber die zweite wird dann ja vielleicht doppelt so schön. Ausserdem blüht inzwischen eine erste Rose (Double Delight) und weitere (Sutter's Gold) stehen kurz davor.
Neudorff schrieb mir heute übrigens, dass Chlorosen (die Diagnose, mit der ich diesen Thread ja ohnehin bereits angeschlossen hatte) nach Neem-Behandlungen oft auftreten, vor allem immer dann, wenn die Temperaturen in der auf die Behadlung folgende Nacht auf unter 12 Grad zurückgehen sollten. Daraus schliesse ich, dass sich ein nochmaliger Versuch mit Azadirachtin im Sommer anbieten könnte, wenn also auch die Naechte waermer sind.
LG - Claus
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« Antworten #38 am: 21. April 2010, 20:03:16 »

Hallo kutupayuso.

Rosen mögen keine pralle Sonne und keinen Hitzestau. Und am liebsten lassen sie sich ein wenig vom Wind streicheln. Vielleicht liegt darin die Ursache deines Problems, denn ich kann mir vorstellen, dass sich diese Voraussetzungen nicht in deinem südländischen Innenhof finden lassen.

Aber:

Weil in den orientalischen Innenhöfen die Luft förmlich steht, sind die dortigen Garten- und Pflanzenliebhaber auf die Idee gekommen, ihre Innenhöfe mit Wasserläufen und Springbrunnen zu verschönern. Dadurch wird einerseits die Luft befeuchtet, andererseits kommt ein Hauch von Luftbewegung in diese wunderschön gefliesten Außenräume. Für kühlen Schatten sorgen auch Palmen oder andere Bäume, viel besser als es Sonnenschirme und Markisen können.

Überleg doch mal, ob es nicht möglich ist, den ein oder anderen Kübel mit Wasser zu füllen und darin eine kleine Springbrunnenpumpe zu installieren. Je nachdem, wie groß dein Innenhof ist, finden in ein, zwei großen Kübel auch Bäume Platz.

So könnest du schon einmal das Umfeld für deine Rosen verbessern und durch die Bäume vielleicht auch ein paar Vögel mehr anlocken, die die Läuse vernichten helfen.
 
Die geschädigten Rosen würde ich tatsächlich zurückschneiden, vor allem die mit den schwarzen Läusen, Knospen hin oder her. Wir müssen hier nach dem kalten Winter auch teilweise die Neutriebe zurückschneiden, manche Forumsmitglieder müssen große Rosensträucher sogar bis auf den Boden zurücknehmen - was sind da ein paar Knospen ?! Das Jahr ist noch lang und so kommen deine Lieblinge dieses Jahr einfach ein wenig später zur Blüte.

Dass du dich über die Läuse ärgerst und alles mögliche und unmögliche versuchst, kann ich mir gut vorstellen. Ich habe diesen Winter 12 Oleander verloren, weil ich sie zu spät ins Winterquartier holte und habe erst, genau wie du, alles versucht, um sie doch noch zu retten. Vergebens, wie sich jetzt herausstellte. Sei's drum, so muss ich schon weniger gießen.

Alles Gute und Grüße nach Istanbul,

Eremurus


Hallo Eremurus,
danke für die von die vorgetragenen Ideen.
Allerdings befindet sich mein Kübel- und Hochbeetgarten nicht in einem Innen- sondern in einem Hinterhof. Und mit stehender Luft habe ich glücklicherweise keine Probleme, denn hier zieht es meistens recht gut durch. Zwischen den Haeusern gibt es einen Zugang zum Hinterhof von der Strasse her und der wirkt ein bischen wie ein Windkanal.
Was Du zur Luftbefeuchtung anführst, so habe ich (bzw. diese Stadt) eher das umgekehrte Problem, naemlich eine meist hohe Luftfeuchtigkeit, die wohl auch mit der Naehe zum Bosphorus und zum Marmara-Meer zu tun. In meinem Stadtteil ist die Luftfeuchtigkeit sogar noch besonders hoch, derzeit z.B. über 80% waeherend sie in anderen Stadteilen, mehr im Landesinneren, gerade einmal 60% betraegt.
Für Palmen und Baeume habe ich nicht mehr so recht den Platz. Letztes Jahr habe ich allerdings ein paar Eukalyptusbaeume gepflanzt, die es hoffentlich ein paar Jahre in ihren 150-Liter-Kübeln machen werden. Bis jetzt wachsen sie recht gut.
Was den Rückschnitt der Rosen betrifft, habe ich - wie im vorigen Post gerade benannt -  bereits gehandelt. Deiner Ansicht, dass es schlimmeres gibt als ein paar Knospen, schliesse ich mich grundsaetzlich an.
LG - Claus
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allegria
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« Antworten #39 am: 21. April 2010, 20:31:21 »

In der Tat sind es praktisch nur junge Blaetter (und Knospen), also praktisch der gesamte Austrieb diesen Jahres - den habe ich übrigens heute abend praktisch komplett weggeschnitten, da diese Triebe inzwischen fast alle verkrüppelt bzw. verdorrt waren. Auf diese Weise verliere ich nun zwar die erste Blütensaison aber die zweite wird dann ja vielleicht doppelt so schön.

Na, das ist nun eine wirkliche Überraschung für mich: Du hast ja doch meinen Rat (und den von Eremurus) befolgt.  Lächelnd
Rosenschule schrieb ja in die gleiche Richtung, indem sie die Annahme äußerte, dass die verkrüppelten Pflanzenteile nicht mehr zu retten wären.

Wann beginnen in Istanbul die Rosen normalerweise auszutreiben?
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kutupayusu1965
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« Antworten #40 am: 21. April 2010, 20:52:30 »

(...)
Wann beginnen in Istanbul die Rosen normalerweise auszutreiben?


Oft schon im Februar, dieses Jahr aufgrund des schweren Winters erst im Maerz.
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allegria
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« Antworten #41 am: 21. April 2010, 20:56:52 »

Der vergangene Winter in Istanbul war  härter als sonst? In welcher Hinsicht?
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Rotkehlchen
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« Antworten #42 am: 21. April 2010, 21:22:21 »

Liebes Rotkehlchen,
Dein Beitrag zeigt zwar keinen Lösungsweg auf, spricht mich aber sehr an, weil Du Rückfragen zum Verstaendnis stellst und Empathie aufbringst.

Hallo,
was ich noch sagen wollte, ich habe nicht ohne Grund gefragt. Wenn nämlich im Umfeld wenig oder gar kein Grün wächst, dann stimmen die Bedingungen für Vögel und Nutzinsekten einfach nicht. Du hattest ja gesagt, dass du schon seit Jahren auf solche warten würdest.
So, und nun überlasse ich das Feld wieder den Rosisten in unserem Forum, die sich mit Rosenproblemen besser auskennen.

Grüße
Rotkehlchen
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Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Inhalt bietet.

J. W. v. Goethe
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« Antworten #43 am: 21. April 2010, 22:22:40 »

Der vergangene Winter in Istanbul war  härter als sonst? In welcher Hinsicht?

Das winterliche Wetter hat laenger angedauert, ess war insgesamt kaelter als üblich, und es gab für einige Tage eine Schneedecke.
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humi
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« Antworten #44 am: 22. April 2010, 11:32:09 »

Hallo Claus,

"Da ich auch Blattlausbefallene Climber, Rambler und andere Kletterpflanzen an Mauern und Zäunen bis 5 m Höhe habe, die ich mitbehandeln musste, um nicht direkt von dort eine neue Invasion zu erleben, habe ich ein Mehrfaches der normalerweise für 100 qm Grundflaeche notwendigen Menge an Spritzbrühe ausbringen müssen.
die Blattläuse an anderen Pflanzen sollten sich nicht unbedingt an die Rosen ansieddeln, aber die sollten auf jeden Fall bekämpft werden.

Habe morgens gespritzt aber die dann zu erwartende Mittagssonne dürfte auch nicht das Problem sein, wie ebenfalls schon in meinem zweiten Beitrag aufgezeigt: "Schäden weisen übrigens auch die Blätter solche Pflanzen auf, die im Halbschatten bzw. unter einem Sonnenschirm stehen."

Ist die Verträglichkeitsliste der Anweisung beigefügt? Evtl. waren  es die Kulturen, die Neem nich vertragen könne?

Zitat
Die Konzentration war nach Anleitung, 15 ml auf 10 Liter Wasser, wenn ich mich richtig erinnere.

das könnte etwas zu wenig sein, um Blattläuse zu bekämpfen, aber wenn schon es Schaden verursacht, dann besser ein anderes Mittel nehmen.
Was die Spritze vor der Behandlung sauber?

Zitat
In der Tat sind es praktisch nur junge Blaetter (und Knospen), also praktisch der gesamte Austrieb diesen Jahres - den habe ich übrigens heute abend praktisch komplett weggeschnitten, da diese Triebe inzwischen fast alle verkrüppelt bzw. verdorrt waren. Auf diese Weise verliere ich nun zwar die erste Blütensaison aber die zweite wird dann ja vielleicht doppelt so schön. Ausserdem blüht inzwischen eine erste Rose (Double Delight) und weitere (Sutter's Gold) stehen kurz davor.

Eigentlich ist die Blüte viel robuster als Jungblatt, dewegen ist es bizzl merkwürdig...

Zitat
Neudorff schrieb mir heute übrigens, dass Chlorosen (die Diagnose, mit der ich diesen Thread ja ohnehin bereits angeschlossen hatte) nach Neem-Behandlungen oft auftreten, vor allem immer dann, wenn die Temperaturen in der auf die Behadlung folgende Nacht auf unter 12 Grad zurückgehen sollten.

das könnte es auch sein...

Zitat
Daraus schliesse ich, dass sich ein nochmaliger Versuch mit Azadirachtin im Sommer anbieten könnte, wenn also auch die Naechte waermer sind.

für eigene Erfahrung wäre es wichtig, aber dann nur einige Stöcke aus einer Sorte markieren und behandeln. Dann Neem und Spruzit vergleichen. Wenn bei Neem wieder Schaden auftreten, dann niczht mehr anwenden. Interesant wäre zB, an Jungtriebe Sprizit, später Neem...ob dann besser wird?
Spritzen wäre in morgen bzw abendstunden günstiger...
Viel Erfolg


Edit: Lesbar gemacht. G.S.
« Letzte Änderung: 22. April 2010, 22:24:27 von Giuseppe » Gespeichert
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