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forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Pilze (Moderator: Volker F.)  |  Thema: Mein Apfelbaum hat den Hallimasch erwischt! 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Mein Apfelbaum hat den Hallimasch erwischt!  (Gelesen 8406 mal)
Wutzi
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Wutzi
Dreck macht Speck!


« am: 28. September 2006, 18:30:17 »

Heute habe ich mit Entsetzen festgestellt, dass unser größert und ältester Apfelbaum im Garten, der Gravensteiner, vom Hallimasch befallen ist. Ich habe gleich ein ganzen Eimer Pilze von seiner Stammbasis abgsammelt.
Es heißt ja immer, dass solche Bäume innerhalb kurzer Zeit absterben.

Was heißt "innerhalb kurzer Zeit"Huch

Gibt es wirklich gar keine Möglichkeit, das aufzuhalten??? - Ich würde wirklich vieles dafür tun, um ihn wenigstens noch eine Chance zu geben.

Und was soll ich tun, damit nich noch andere Bäume im Obstgarten befallen werden?
« Letzte Änderung: 07. Januar 2009, 13:42:32 von Walther » Gespeichert

Klimazone 6b
Franken
Andreas Regner
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Klimazone 7 (6-8), phän. Naturraum 70


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« Antworten #1 am: 29. September 2006, 07:10:12 »

Hallo,

für den Baum selber kannst du wenn's Hallimasch ist nicht mehr viel tun. Du kannst dir Reiser schneiden und die neu veredeln (lassen). Hallimasch ist meist sehr schnell - kann in 2-3 Jahren nach Sichtbarwerden der Fruchtkörper schon eine erheblich Bruchgefährdung vorliegen. Also ggf. die Schaukel aus dem Baum entfernen und nicht mehr unter ihm die Frühstückszeitung lesen Zwinkernd

Theoretisch denkbar wäre eine chemische Behandlung - aus der Praxis sind mir aber keine erfolgreichen Behandlungen bekannt(, die zudem extrem aufwendig wären).

Für die anderen Bäume: Vermeide grosse Schnittverletzungen bzw. grossflächige Schäden des Gehölzes (z.B. Verbiss durch Tierhaltung), optimiere Standortbedingungen (letzteres: marginaler Effekt).

Da Hallimasch-Sporen zig Kilometer durch die Luft fliegen, hast du durch einen befallenen Baum nicht eine enorme Erhöhung des Befallsdrucks.
« Letzte Änderung: 29. September 2006, 07:12:04 von Andreas Regner » Gespeichert

grüsse
andreas
Hilmar
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« Antworten #2 am: 05. Oktober 2006, 19:11:18 »

Hallimasch befällt einerseits die Kambiumschicht unter der Baumrinde, die Wachstumsschicht des Baumes, und bringt diesen recht schnell an dessen Lebensende. Diese Bäume sterben aufrecht. Zum anderen kann er aber auch eine stamminnere Fäule verursachen, durch welche der Baum irgendwann abbricht.
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Reiner
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Der Teich von Reiner
Klimazone 5 500m ü.NN 50°32'59" N 12°49'57" O


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« Antworten #3 am: 20. Oktober 2006, 14:35:48 »

Man kann der sache ja noch etwas positives abgewinnen.

Retten kann man den Baum nicht.

Zumindest wenn er gut gekocht ist und ggf. mit andere Waldpilzen vermischt und nicht roh verzehrt, essen wir ihn noch immer, auch wenn er seit seit 10 Jahren von leicht giftig auf stark giftig heraufgesetzt wurde. Zwinkernd
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Viele Grüße Reiner

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Phän.Naturraum 421
Hilmar
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« Antworten #4 am: 20. Oktober 2006, 18:45:07 »

Hallimasch ist selbst nach meinem aller neuesten Pilzbuch und Selbsterfahrung essbar. Nur roh ist er giftig. Aber wer ist die Pilze schon roh? Ansonsten müsste ich schon mehrmals tot sein.
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Tolmiea
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« Antworten #5 am: 09. Juli 2008, 13:47:16 »

Ich glaube, das Problem sind weniger die Sporen, als die Rhizomorphen im Boden.

Ich habe selbst baumpilzbefallene Bäume  im Garten und füttere mit den  Stämmen und dicken Zweigen die Totholzhaufen, aber bei einem hallimaschbefallenen Baum wäre ich deutlich vorsichtiger.
Da würde ich schon schauen, das befallene Material einschließlich der Stubben möglichst schnell aus dem Garten zu bekommen... mir wäre es dann etwas wohler....und den übrigen Bäumen sicher  auch  Lächelnd



http://www.wsl.ch/publikationen/reihen/merkblatt/pdf/21_d.pdf


http://www.forst.tu-muenchen.de/EXT/LST/BOTAN/LEHRE/PATHO/PICEA/armill.html

liegrü g.g.g.
« Letzte Änderung: 09. Juli 2008, 14:52:09 von Tolmiea » Gespeichert
efeu-evi
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ein schönes Forum


« Antworten #6 am: 05. November 2008, 12:14:21 »

Hi Wutzi,

beim Problem "wie den Baum retten" kann ich Dir leider auch nicht helfen.
Aber Hallimasch essen wir seit vielen Jahren, wenn wir sie finden. Und Du siehst, ich lebe noch Augen rollen.

Schon als Kind habe ich mit meinen Eltern Pilze gesammelt. Blos beim Sauohr (Kahler Krempling) halten wir uns zurück. Er nimmt Giftstoffe aus der Umwelt auf und da legen wir es nicht drauf an.

LG Evi
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ganz liebe Grüße an alle Forumler
IngeborgSabine
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IngeborgSabine
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« Antworten #7 am: 05. November 2008, 18:35:46 »

Habe auch schon viele von Uli u. Andy gesammelte Hallimasch gegessen.
man soll sie aber lange garen.

Putzmuntere Grüße von IngeborgSabine
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Gestrüpp
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Phenolg. Naturraum 55 Klimazone 8a 45 müNN


« Antworten #8 am: 28. Dezember 2009, 18:41:12 »

Hi,
und lebt der Baum noch?
Hat der Pilz noch andere Bäume befallen?

Hallimasch ist der größte Organismus der Erde, in den USA ist einer gefunden worden der sein Myzel auf über 800 HA Fläch ausgedehnt hat, der ist aber auch schon 2400 Jahre alt.
Bei der Ausdehnung ist es unerheblich was man mit dem Schnittgut macht. Hallimasch ist ein schwäche Parasit er befällt also keine vitalen Bäume.

L/G Dominik
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Unkraut jäten ist Zensur an der Natur !
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