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forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Baumschutz-Forum (Moderator: Hilmar)  |  Thema: Kampf gegen den Hausbaum 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Kampf gegen den Hausbaum  (Gelesen 4429 mal)
clara
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Akeleis Petit fleur
Klimazone 8 - Phänolog. Naturraum 67 40m NN


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« Antworten #15 am: 04. Dezember 2009, 12:09:13 »

ein interessanter Artikel, wie in Schleswig-Holstein beim Kampf um den Hausbaum verfahren wird.
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Blumigen Gruß
clara (vormals akelei)
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carlotta
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Klimazone 7, Phän. Naturr.: 52 Südl. Nds.


« Antworten #16 am: 05. Dezember 2009, 20:02:53 »

Hoffentlich darf die Kastanie stehen bleiben.. Schlimm finde ich daß jemand ein Grundstück kauft wenn auf dem Nachbargrundstück schon ein großer Baum steht, und dann anfängt so einen Aufstand zu machen! Allein aus diesem Grund, daß er das mit dem Baum vorher wußte, müßte er schon vor Gericht keine Change haben!

Etwas positives: Ein befreundeter Bauer, mit Kamin im WZ, hat eine RIESIGE Kastanie direkt neben einer Scheune auf seinem Hof stehen, in jedem Herbst parken wir unser Auto halt woanders und die Familie fegt gemeinschaftlich den Hof.  Die Scheune hat er Unter dem Blätterdach der Kastanie neu gedeckt! Um die Kastanie ist nicht gepflastert. Ich habe mal gefragt ob er nicht Angst um sein neues Dach hat, er meinte och, ich glaube der Baum steht schon soo lange hier, der wird mich wohl sicher noch überleben, außerdem ist das der Hausbaum.
Wäre der Baum nicht da, würde der ganze Hof nicht mehr solch einen Charme haben!

Wir sollten froh sein über jeden alten Baum der Gesund ist. (Opa sagte immer :" Du kannst ihn nicht wachsen lassen!")
L.G. Carlotta
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Hätte Eva im Paradies einen Spaten gehabt und etwas damit anfangen können, hätten wir nicht diese ganze traurige Geschichte mit dem Apfel!
Elizabeth von Arnim
Rotkehlchen
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Rotkehlchen
Ein geheimnisvoller Waldweg


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« Antworten #17 am: 05. Dezember 2009, 23:09:49 »

Niemals ist menschliches Handeln Schuld daran, wenn sich die Natur rächt. Schuld ist immer irgend etwas anderes. Wer Gegenteiliges behauptet wird angefeindet und ausgegrenzt.
Hier in Köln sieht die Situation mit den Bäumen auch kaum anders aus. Allenthalben bilden sich Bürgerinitiativen, die für Bäume kämpfen, die im Zuge von Bauprojekten, Straßenerweiterungen oder der Vorbeugung halber umgesäbelt werden sollen. Kämpfe unter Nachbarn sind darin noch nicht enthalten.

Rotkehlchen
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Unkraut ist alles, was nach dem Jäten wieder wächst. 

Mark Twain
Habakuk
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Jeder Tag ist ein Geschenk !


« Antworten #18 am: 10. Dezember 2009, 23:48:20 »

Erinnert mich an eine Linde. Durchmesser 3 m (!).

Der neue Besitzer (Sägewerksbesitzer) wollte sie zu Hackschnitzeln machen, weil bei Sturm Äste runterfallen und seine dreijährige Tochter gefährden könnten.

Ich sagte ihm, der Baum wäre mehr wert als das danebenstehende Haus. Er hätte ein riesiges Baumhaus reinbauen können.

Dann verständigte ich den Naturschutz auf der Landesregierung. Die meinten, ein Baum kann bei uns (in. Ö.) nur mit Zustimmung des Eigentümers unter Schutz gestellt werden, aber sie werden sich den Baum mal anschauen. Die Beamten hatten leider erst ein Jahr (!!!) nach meinem Anruf Zeit um hinzufahren. Da war der Baum nicht mehr da. Hackschnitzel und so...

Es gibt so dämliche Leute!  Zunge
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Als die Mücke zum ersten Male den Löwen brüllen hörte, da sprach sie zur Henne: "Der summt aber komisch." "Summen ist gut", fand die Henne. "Sondern?", fragte die Mücke. "Er gackert", antwortete die Henne. "Aber das tut er allerdings komisch."
aus: A.Paula/T.Fritz (Hg.): Brücken zum Fremden
fabfiddle
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« Antworten #19 am: 08. Januar 2010, 10:54:41 »

Es geht wirklich immer weiter: Habe gestern abend erfahren, dass die Gemeinde Mödingen die letzten Schlehensträucher fällen lies. Die Leichen liegen noch am Wiesenrand, es hängen sogar noch die Beeren dran. Warum diese Riesen-Sträucher (mit Schlehen so groß wie Kirschen) fallen mussten, weiß niemand  Verlegen
Sie haben weder den "Sport-"Platz behindert noch sonst etwas...
Im Sommer die vorletzte Hecke mit dem Mähwerk radikal zerfetzt und auf Stumpf zurückgeschnitten, und jetzt das...
Anscheinend, so die Vermutung im Dorf, muss der Gemeindearbeiter beschäftigt werden, und da keiner auch nur den Funken einer Ahnung hat, wie Hecken und Sträucher zu schneiden sind, werden sie radikal bis in die Wurzeln umgesägt  Ärgerlich

Leider wissen es fast allem im Dorf, aber es interessiert kaum jemand. Die sind zufrieden, wenn sie ihre Geranientöpfchen bewässern können, sehen darin die pure Natur (so richtig Land) und wollen sich weder Gedanken machen noch sich mit den unsäglich dummen Gemeinderäten anlegen.

Leider scheint es auch so zu sein, dass der BUND Angst vor den Bauern und den bäuerlichen Gemeinden hat; es erfolgt nämlich keine Reaktion von dort. Die legen sich lieber mit Kreis- und Landräten an bei prestigeträchtigen Großprojekten - da kommt man auch in der Zeitung...

Was tun? So langsam kocht bei mir was über...!
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Dass man jemandem, der eine goldene Birke im Herbst gesehen hat, erklären muss, was ein Baum als Schallschlucker und Sauerstofflieferant leistet, ist ein Fall für Psychiater! - Frei nach Dieter Wieland...
clara
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Akeleis Petit fleur
Klimazone 8 - Phänolog. Naturraum 67 40m NN


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« Antworten #20 am: 08. Januar 2010, 12:03:59 »

fabfiddle  - liegt evtuell keine totalräumung an, sondern nur ein "auf den Stock setzen"?
das wird alle paar Jahre mal gemacht - aber man legt die Sträucher dann auch in die Wälle - eigentlich damit Tier Unterschlupf finden.
Oder gibts was im Bauamt zu erfahren ob der Sportplatz erweitert werden soll?



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clara (vormals akelei)
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Rieke
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Rieke
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« Antworten #21 am: 08. Januar 2010, 12:36:30 »

Umweltverbände wie der BUND werden von ihren ehrenamtlichen Mitgliedern getragen. Das sind Leute, die sich in ihrer Freizeit für ein Umweltthema engarieren, daß ihnen besonders wichtig ist. Wenn du möchtest, daß sich der BUND in deinem Dorf engagiert, kannst du das am einfachsten erreichen, wenn Du selbst Mitglied wirst und einen entsprechenden Arbeitskreis gründest. Der Vorteil ist, daß man von seinen Ansprechpartnern bei Behörden usw. ganz anders ernst genommen wird, wenn man einen starken Umweltverband im Rücken hat - ich spreche da aus eigener Erfahrung.

Gerade hat mir eine Freundin von einer größeren Baumfäll- und Heckenrosenbeseitigungsaktion am Timmendorfer Strand erzählt. Da wurde heftig in den Küstenwald und die Stranddüne eingegriffen, das Ganze im Namen des Küstenschutzes mit EU-Fördermitteln  Ärgerlich. Es muß ziemlich schlimm aussehen.

Viele Grüße

Rieke
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fabfiddle
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« Antworten #22 am: 08. Januar 2010, 14:53:09 »

fabfiddle  - liegt evtuell keine totalräumung an, sondern nur ein "auf den Stock setzen"?
das wird alle paar Jahre mal gemacht - aber man legt die Sträucher dann auch in die Wälle - eigentlich damit Tier Unterschlupf finden.
Oder gibts was im Bauamt zu erfahren ob der Sportplatz erweitert werden soll?

Hallo und Grüß Dich,

der Sportplatz soll nicht erweitert werden. Und zum "auf den Stock setzen": Ich ging bisher immer davon aus, dass man Wildhecken eben nicht auf den STock setzen soll, sondern nur jährlich auslichtet... wenn man die Sträucher komplett auf Stock setzt, ist die Funtkion der Hecke ja auf Jahre hinaus für die Natur (und für die Häuser am Dorfrand) verloren... Huch

Habe mal einen Film gesehen von Dieter Wieland über Heckenlandschaften in Oberfranken: Die Bauern, die die Hecken noch pflegen, schneiden nur einmal im Jahr kurz vorm Frühjar die ältesten Äste und Zweige raus und schlagen die aufgehenden Bäume. Dadurch wird die Hecke von Jahr zu Jahr dichter und bleibt für Vögel etc. wertvoll und nutzbar...

Ich sprech mal unseren Bürgermeister an, mit dem kann man meistens noch am ehesten reden. Leider kann er sich gegen den Gemeinderat nur selten durchsetzen - der besteht aus den Altbauern im Dorf bzw. deren Nachkommen bzw. deren Verwandten bzw. deren Freunden... Zunge

Aber danke erst mal fürs Aufmuntern  Zwinkernd


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fabfiddle
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« Antworten #23 am: 08. Januar 2010, 14:58:25 »

Umweltverbände wie der BUND werden von ihren ehrenamtlichen Mitgliedern getragen. Das sind Leute, die sich in ihrer Freizeit für ein Umweltthema engarieren, daß ihnen besonders wichtig ist. Wenn du möchtest, daß sich der BUND in deinem Dorf engagiert, kannst du das am einfachsten erreichen, wenn Du selbst Mitglied wirst und einen entsprechenden Arbeitskreis gründest. Der Vorteil ist, daß man von seinen Ansprechpartnern bei Behörden usw. ganz anders ernst genommen wird, wenn man einen starken Umweltverband im Rücken hat - ich spreche da aus eigener Erfahrung.

Ich hab den BUND bzw. seine Ortsgruppe in Dillingen schon mehrfach um Rat gebeten, hab auch nachgefragt, ob es bereits engagierte Einwohner unserer Gemeinde gibt, wo man anknüpfen kann... leider bekomme ich meist nicht mal eine Antwort. Gibt es noch andere Umweltverbände, die sich bspw. für Streuobstwiesen engagieren?

Gerade hat mir eine Freundin von einer größeren Baumfäll- und Heckenrosenbeseitigungsaktion am Timmendorfer Strand erzählt. Da wurde heftig in den Küstenwald und die Stranddüne eingegriffen, das Ganze im Namen des Küstenschutzes mit EU-Fördermitteln  Ärgerlich. Es muß ziemlich schlimm aussehen.

Gutes Beispiel aus Franken: Das Landwirtschaftsministerium Bayern zahlte eine Prämie für den, der die alten Hecken ausrottete und Obstbäume fällte, um so mehr Ackerfläche zu schaffen. Das Umweltministerium zahlt jetzt Prämien für den, der wieder neue Apfelbäume und Hecken anpflanzt. Die EU zahlt Prämien für den, der Apfelbäume fällt... die Welt ein Narrenschiff... Zunge

Timmendorfer Strand kenn ich von vor 10 Jahren... damals hab ich mich sehr wohl dort gefühlt, weil die Umgebung einen recht unberührten Eindruck machte... Augen rollen

Viele Grüße

Rieke
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fabfiddle
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« Antworten #24 am: 18. Januar 2010, 15:47:01 »

Uiui  das hat mit dem Zitieren jetzt ja gaaaa nich geklappt  Weinen Ich lern´s schon noch, sorry... ab einem gewissen Alter halt lässt´s nach  Zunge

Übrigens: Meine Gemeinde muss jetzt Ausgleichspflanzungen machen für diverse umgesägte Straßenbäume. Mal sehen  Zwinkernd - gut, dass die nicht wissen, dass sie einen "Nestbeschmutzer" im Dorf haben.
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Rieke
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Rieke
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« Antworten #25 am: 18. Januar 2010, 16:46:40 »

Hallo fabfiddle,

ich habe gerade auf der Homepage vom BN Bayern rumgestöbert, da sind 8 Ortsgruppen für den Kreis Dillingen aufgelistet:
http://www.bund-naturschutz.de/bnvorort/kreisgruppen/details.html?gruppe=dillingen
Außerdem hat der Kreisverband sogar eine Geschäftstelle (und 1400 Mitglieder im Kreis). Daß die Geschäftstelle (ich nehme an, daß Du dort nachgefragt hast) die Anschriften von Mitgliedern nicht einfach so weiter gibt, finde ich nachvollziehbar.

Hier habe ich das Jahresprogramm des Kreisverbands entdeckt. Eine Variante wäre, einfach zu einer der Veranstaltungen zu gehen und die Aktiven persönlich kennzulernen - oder zu einem Treffen von der nächstgelegenen Ortgruppe.

Bei rund 1400 Mitgliedern im Kreisverband wird das Geld nicht für viele hauptamtliche Mitarbeiter reichen (Mitgliedsbeitrag 40.-€, Schüler/Studenten 20.-€, den Etat kannst du dir ausrechnen). Die inhaltliche Arbeit wird sicherlich von Ehrenamtlichen in ihrer Freizeit gemacht und die engagieren sich halt für die Themen, die ihnen besonders auf den Nägeln brennen.

Der andere große Naturschutzverband ist der Nabu, der bayrische Landesverband heißt etwas irritierend Landesbund für Vogelschutz .

Zitat
Gutes Beispiel aus Franken:

Wo in Franken ist denn der Blödsinn passiert?

Bei uns in der Gegend, allerdings gerade nicht mehr in Berlin, sondern schon in Brandenburg, wurden als große landschaftpflegerische Maßnahme Obstbaumalleen entlang der Feldwege gepflanzt. Wäre ja prima, nur so, wie die Bäume aussehen, ist kein Geld für die Pflege vorhanden  Unentschlossen.

Viele Grüße

Rieke
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fabfiddle
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« Antworten #26 am: 19. Januar 2010, 14:01:18 »

Hallo Rieke,

das muss im nördlichen Oberfranken, unmittelbar im ehemaligen "Zonenrandgebiet" an der Grenze zu Thüringen gewesen sein. Also etwa auf der Linie Kulmbach - Marktredwitz. Und das mit der EU-gesponsorten Ausrottung der ehemaligen DDR-Apfelplantage war kurz hinter der Grenze in Thüringen.

Übrigens: Danke für Deine Recherche zum BUND - ich glaube, ich werde im Frühjahr wirklich mal an einer Veranstaltung teilnehmen. Alles weitere wird sich zeigen... Zwinkernd
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