Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?
10. September 2010, 00:31:24
Übersicht Hilfe Suche Galerie Einloggen Registrieren
News: Alte Umfrage: Sollte die Sommerzeit (MESZ) abgeschafft werden?
forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Boden- und Düngungsforum (Moderator: Walther)  |  Thema: Verbrennungsplatz? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
Seiten: 1 [2] Nach unten Drucken
Autor Thema: Verbrennungsplatz?  (Gelesen 4325 mal)
Andreas Regner
Global Moderator
*****
Offline Offline

Klimazone 7 (6-8), phän. Naturraum 70


WWW
« Antworten #15 am: 07. August 2009, 00:25:56 »

OT

Hallo,

Brennen hat in gärtnerischer und bäuerlicher Tradition eine lange Geschichte. Unter Kulturgesichtspunkten finde ich das auch interessant und es sollte m.E. Erfahrungswissen tradiert werden und modellhaft erhalten und idealtypisch auch wisssenschaftlich untersucht werden.Wie bei dem größten Teil bäuerlicher Kultur muss man von einem annähernden Totalverlust von regionalem (!) und angepasstem (sic!)  Praxiswissen ausgehen, was durch Forschung nur sehr bedingt ausgeglichen werden kann. :-(
Zu Heiden (Lüneburg) u.ä. empfehle ich als Lektüre u.a. Ellenberg  http://www.planten.de/2004/08/19/botanik-pflanzengesellschaften/.

Diese Diskussion ist vielleicht etwas abstrakt, allerdings für mich persönlich hochwichtig, weil ich mich in einer Linie mit bäuerlicher und gärtnerischer Kultur sehe, die im wesentlichen vernichtet ist.

Ich habe das vorweggeschickt, weil es vielleicht eher Akzeptanz für meine scheinbar radikale Forderung des möglichst weitestgehenden Verzichts auf Brennungen verdeutlicht. Nicht das ich falsch verstanden werde: Ich mag Lagerfeuer und wir brennen auch an Sonnenwende usw. Es geht mir nicht um den Tortalverzicht, sondern um einen grundlegenden Kulturwandel.

Angesichts des Klimawandels und aus grundsätzlichen ökologischen Erwägungen fordere ich Oberflächenvergrößerung in den grünen Teilen der Erde (wozu perspektivisch nicht alle Teile von D (Beispiel) gehören oder wenn nur mit größter Anstrengung). Oberflächenvergrößerung trägt zu einer größeren grünen Masse bei und bindet mehr CO2. Dazu können auch Totholzhecken beitragen. Wenn ich Gehölzschnitt usw. als Hecken formiere oder als Füllmaterial hinter Mauern (Beispiel), das nachgefüllt werden muss, dann erreiche ich einen zweiten Effekt, der m.E. nicht zu unterschätzen ist: Ich lege damit CO2 relativ dauerhaft fest. Sicher nur in geringen Mengen, weil der größte Teil in Umsetzungsprozessen wieder freigesetzt wird.  Ein Teil wird aber auch dauerhaft gebunden. Dazu gibt es auch großtechnische Überlegungungen (Einlagerung von Biomasse in Bergwergstollen und Verschließung), die ich nicht teile, weil sie meinen grundsätzlichen ethischen Erwägungen widersprechen. Dasselbe lässt sich aber auch in jedem Garten un im öffentlichen Grün im Kleinen praktizieren. Abgesehen davon, dass man sich relativ hochwertige zukünftige Kulturflächen vorbereitet, kann dies ein Ansatz sein, der überall (!) verfolgbar ist und nicht eine neue CO2-Vernichtungsindustrie aufbaut oder in den unsäglichen Überlegungen zur direkten Einlagerung von CO2 im Erdreich (z.B. in Schleswig-Holstein) endet. Leider teilen auch bestimmte Umweltverbände wie DUH oder WWF diese Technologie als Übergangstechnologie. Ich sehe darin keine Lösung und propagiere statt dessen Eigenverantwortung im wahrsten Sinne des Wortes.

Das ist auch kein Spökenkikerkram - seit Jahren habe ich in meinen Gartenanlagen diese Systeme, die hervorragend funktionieren, Kosten senken, Artenreichtum fördern usw.

Leider habe ich nicht die Zeit, das differenziert auszuführen, hoffe aber, dass mein Ansatz auch so verständlich ist.

Für die konkrete Umsetzung von Brennplätzen würde ich mich an der regionalen bäuerlichen Tradition orientieren (die +- ausgestorben sein dürfte) und die versuchen auf meine Kleinverhältnisse zu übertragen. Die Orientierung an der Praxis der Nachbarn kann ein Ersatz sein, muss aber nicht so sinnhaft sein.  Zwinkernd

Gespeichert

grüsse
andreas
Pieter
*****
Offline Offline

pieter
53° 40' Nord und 8° 54' Ost phän.Naturraum 67


« Antworten #16 am: 07. August 2009, 07:42:15 »

Nochmal zurück zu der Anfrage von obranif. Wenn eine Verbrennung denn notwendig ist und in der Nachbarschaft nicht als Belästigung empfunden wird, würde ich bei der kleinen Fläche kein Feuer auf dem Boden entfachen, sondern mir eine Brenntonne ( altes Eisenfass) besorgen und darin verbrennen, was vom Baumschnitt verbrannt werden soll. Vorteil: Schonung des Bodens, Asche kann gesammelt und u.U.als milder Kalidünger gezielt verwendet werden, Feuer bleibt kontollierbar usw.
Gruß Pieter
Gespeichert
H a n n e
****
Offline Offline


Altmark / Elbe


« Antworten #17 am: 07. August 2009, 10:15:50 »


In meinem Garten gibt es eine Fläche von 1,5 m x 1,5 m die ich mit Ziegelsteinen ausgelegt habe. Dort kann ich grllen ohne dass ggf. herunterfallende Glut dürres Gras anfackelt. Dort stellt mein GG gerne auch mal ein größeres altes Blechfass auf und kokelt darin ein paar Äste ab. Er kanns nicht lassen, er scheint das manchmal zu brauchen. Obwohl wir genug Platz haben die Äste in der Ecke verrotten zu lassen, gebe ich ihm hin und wieder was zum spielen. Aber alles kriegt der nicht, basta!  Grinsend
Die Holzasche darf er dann breitwürfig im Garten verteilen.

LG Hanne
Gespeichert

Am Abend ist man klug, für den vergangenen Tag, doch niemals klug genug, für den der kommen mag.  (Friedrich Rückert)
Seiten: 1 [2] Nach oben Drucken 
forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Boden- und Düngungsforum (Moderator: Walther)  |  Thema: Verbrennungsplatz? « vorheriges nächstes »
Gehe zu:  


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Impressum | Netiquette | Nutzungsbedingungen | Hilfe
Inhalte (Fotos, Texte...) unterliegen seit 02.09.2006 der Creative Common License

Powered by SMF 1.1.2 | SMF © 2006, Simple Machines LLC