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forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Boden- und Düngungsforum (Moderator: Walther)  |  Thema: Ich habe keine Ahnung vom Garten. Habe aber jetzt einen..?! 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Ich habe keine Ahnung vom Garten. Habe aber jetzt einen..?!  (Gelesen 1583 mal)
obranif
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« am: 16. Juli 2009, 18:16:23 »

Die Überschrift ist eigentlich auch schon das Problem. Ich habe mir dieses Frühjahr einen Garten angeschafft.
Hallo erstmal an alle! Ich bin der Neue!
Ich weis auch nicht ob ich in diesem Forum hier richtig poste.
Nun das Problem ist folgendes. Der gesund Menschenverstand riet mir diesen sehr vernachlässigten Garten erst mal vom Unkraut (grob) zu befreihen. Dann musste ich wegen des steinharten Bodens mit einer Motorhacke das Anbaustück umwühlen. Graben war nicht möglich. Also erstmal ein Teil Kartoffel, ein Teil Möhren, ein paar Erdbeeren und Kräuter rein. Ein Streifen Schoten .... die waren aber schon vor dem Keimen (warscheinlich von Vögeln) vernichtet worden.
Bei Regen habe ich erstmal Staunässe und bei Sonne Beton. Ackerschachtelhalm fühlt sich bei mir sauwohl Grinsend und Kartoffel und Möhren sehen auch ganz gut aus.
Die Kräuter wollen nicht wirklich gut wachsen und die Erdbeeren hatten eine mäßigen Ertrag. Traurig
Ich würde gern wissen, wie ich mit einfachen Mitteln diesem harten oder nassen Boden heer werde.
Mulchen,Düngen oder wie  bestimme ich die Wertigkeit (sauer/basisch)?
Wie erwähnt, ich habe keine Ahnung  Huch und bin auch nicht neureich  Verlegen um mir irgend welche teuren Spielereien anzuschaffen.  Ärgerlich
Tip´s aller Art sind mir sehr willkommen
MfG obranif

Sonderzeichen aus dem Threadtitel entfernt. Siehe hierzu auch: Thread-Titel in der Netiquette. Gruss, Andreas
« Letzte Änderung: 16. Juli 2009, 22:08:28 von Andreas Regner » Gespeichert

wer denkt, daß er denkt .....  denkt .... das er denkt
H a n n e
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Altmark / Elbe


« Antworten #1 am: 16. Juli 2009, 18:34:42 »


Hallo obranif,
hier bist Du richtig, herzlich willkommen.

Eine Bodenverbesserung ist eine Sache von Geduld oder Geld. Ich setze dabei grundsätzlich auf Geduld. Dein Boden scheint ein Ton- oder Lehmboden zu sein. Erste Hilfe ist Sand einarbeiten. Der macht den Boden durchlässiger. Eine Fuhre Sand ist sicher kostengünstig zu beschaffen. Dann ist dünn mulchen (z.B. mit Laub und/oder angetrocknetem Grasschnitt) ein Schutz vor zu großem Austrocknen und verbessert zudem die Lebensbedingungen für Regenwürmer und deren Kollegen. Nackter Boden ist leider in vielen Gärten zu sehen. In der Natur nicht. Darum hat der Boden im Wald auch eine viel bessere Krümelstruktur. Das mulchen sollte immer wieder neu gemacht werden.
Deine Möhren haben sicherlich mehrere "Beine". Die lieben so harten Boden nämlich nicht wirklich.
Du hast keine Ahnung von Garten? Dein Ansatz, einen Garten vom Boden her zu denken ist schon mal goldrichtig.
Viel Spass mit Deinem Garten und her mit Deinen Fragen.

LG Hanne

PS: Vorsicht, dieses Forum hat Suchtpotential.
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Am Abend ist man klug, für den vergangenen Tag, doch niemals klug genug, für den der kommen mag.  (Friedrich Rückert)
Gabriele S.
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« Antworten #2 am: 16. Juli 2009, 20:51:15 »

Auch von mir herzlich willkommen.

Und als Ergaenzung zu Hanne`s Beitrag: Dass die Erdbeeren noch nicht viel trugen, lag ebenfalls am Zeitfaktor.  Zwinkernd Das schaut naechstes Jahr anders aus. nach der Ernte werden die Dir fuer Nachwuchs sorgen - ueber Ableger. Falls Du mehr Erdbeerpflanzen haben moechtest, kannst Du diese dann noch pflanzen

Viel Spass
wuenscht
G.S.
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Victoria de Wemyss
Gast
« Antworten #3 am: 16. Juli 2009, 21:56:07 »

wie soll denn dein Garten später mal aussehen: ein reiner Gemüsegarten, oder hast du auch Spaß an Stauden und Gehölzen?
Wie groß ist dein Garten?
Stehen Bäume drin?
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Alma
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« Antworten #4 am: 17. Juli 2009, 19:13:06 »

Hallo Obranif,
ich kann dir nur empfehlen, dir das Standardwerk "Der Biogarten" von Marie-Luise Kreutter anzuschaffen. Dort findest du 1000 Tipps für alle Gartenlebenslagen. Die Anschaffung lohnt sich!
Beste Grüße von Alma
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"Je länger wir gärtnern, umso mehr lernen wir; und je mehr wir lernen, umso häufiger erkennen wir, wie wenig wir wissen." (Vita Sackville-West)
obranif
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« Antworten #5 am: 17. Juli 2009, 20:52:22 »

 Lächelnd danke für eure Antworten.
Ich werde das mit dem Sand und dem angetrocknetem Grasschnitt zuerst versuchen. Natürlich bin ich mir im klaren, daß ich das nicht von heute auf morgen alles hin bekomme.
Nun zu den Fragen wie groß, wie soll er mal aussehen, hat er Bäume, Sträucher und Geholzer?
Also es ist ein typischer deutscher Sparten- Garten. Also 1/3 Wiese,Anbau und Laube. Streng nach der Deutschen Kleingarten-Verordnung Augen rollen
Nun mein Garten!° Er hat nur ca. 350 m². Anbaufläche für Gemüse etc. ca 70 m². Ich habe eine Zierkirsche oder Rotbuche(?), eine riesen Süsskirsche (die dieses Jahr bis auf die Grundäste gekürzt wird), einen Boskop (denke ich jedenfalls) und einen Jungen Birnbaum. Viele Wurzeln (4) von Eiben (die ich nicht ausgraben werde...schwitz). Ein paar Büsche Irgendwas (da muß ich mich nochmal kümmern das raus zu bekommen) am Zaun zu den Nachbarn. Die Laube mit Schuppen hat so ca. 35 - 40 m² dann kommt noch die Terasse überdacht ca. 24 m² dazu. Zur optischen nachempfindung: Eingang, links Anbau, rechts Obstbäume (darunter Rasen,Baumhaus für die Kleinen),hinten rechts Laube/Schuppen und hinten links gepflegter Rasen (soll es jedenfalls mal werden).
Gleich mal eine gezielte Frage zu den Erdbeeren: Ich wollte gern die alten (3 Jahre) Pflanzen rausschmeissen. Kann ich die Ableger an die selbe Stelle einsetzen?
Und wuchernde Rosen? Welche Sorten kann man einem Laien da empfehlen? Also Pflegeleicht und buschig wachsend.
Ich suche auch noch den perfekten Busch. Er sollte Schatten mögen, groß wachsen (natürlich schnell), nassen Boden abkönnen und "ganzjährig wunderschön aussehen" Grinsend.

Es folgen dann beim nächsten mal noch Fragen zum Kompost. Habe soviel gelesen das ich das alles erst mal sortieren muß. Also noch Geduld! Zunge

Eine kurze Bemerkung muss ich noch loswerden. Mein Garten war 3 Jahre ein "Öko-Garten". Also es wuchs was wachsen wollte. Die Laube war komplett eingewachsen und vom Hauptweg aus nicht mehr zu sehen. Dementsprechend übel sah er aus. Ich habe erstmal einen Grund geschaffen. Also die Flächen so angelegt wie sie jetzt sind. Laube befreit. Altes Geäst weg geschnitten/ ausgebuddelt. Terasse befreit. Bei mir darf es noch natürlich aussehen. Also mit gebogenen Wegen und unebenen Rasen. Das finde ich persönlich sehr schön. Aber meinen Boden bearbeiten, würde ich schon ganz gern.

Vielen Dank für eure Tip´s schon im vorraus. Ich werde demnächst mal ein (oder zwei) Bild/er einstellen.
nochmal mein Baumhaus

MfG Olaf
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wer denkt, daß er denkt .....  denkt .... das er denkt
Alma
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« Antworten #6 am: 19. Juli 2009, 11:37:03 »

Hallo Obranif,
ein Öko-Garten ist kein Garten, in dem alles wächst, wie es will. Beim biologischen Anbau geht es schon um ein gesundes Bodenleben, das dann auch zu guten Erträgen führt. Wie schon erwähnt, Marie Luise Kreutter hatte auf (fast) alles eine Antwort, auch auf Fragen zur Kompostbereitung. Aber natürlich gibt es auch hier im Forum jede Menge Leute, die deine Fragen gerne beantworten   Zwinkernd
Besten Gruß von Alma
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"Je länger wir gärtnern, umso mehr lernen wir; und je mehr wir lernen, umso häufiger erkennen wir, wie wenig wir wissen." (Vita Sackville-West)
Rieke
Gast
« Antworten #7 am: 19. Juli 2009, 11:48:34 »

Hallo Obranif,

das Buch von Marie-Luise Kreutter kann ich auch empfehlen. Das hat mir den Einstieg ins Gärtnern auch sehr erleichtert. Das ist in so großer Auflage erschienen, dass man das sicher auch bei Booklooker oder so gebraucht bekommt.

Über den Boden kannst du einiges erfahren, wenn Du das Unkraut genauer ansiehts. Brennessel z.B. ist ein Stickstoff-Zeiger.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zeigerpflanze und hier

Für die Erdbeeren würde ich lieber ein neues Beet anlegen.

Viele Grüße

Rieke
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Victoria de Wemyss
Gast
« Antworten #8 am: 19. Juli 2009, 11:51:09 »

zu den Erdbeeren: Die Ableger solltest du an einen anderen Platz setzen, Erdbeeren sind mit sich selbst unverträglich (wie alle Rosengewächse) und dürfen erst nach mehreren Ruhejahren an die alte Pflanzstelle zurück.

Als robuste Rose würde ich dir "Stanwell Perpetual" empfehlen, aber in Rosenfragen gibt es hier viel kompetentere Fachleute
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