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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Moosbeeren 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Moosbeeren  (Gelesen 7833 mal)
Anette
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« am: 03. März 2003, 15:36:28 »

Hat vieleicht jemand Erfahrungen mit Moosbeeren?

Wir haben letzten Herbst zwei Pflanzen gekauft. Vieleicht weiß jemand was man damit falsch machen kann.
(Sie haben bereits Moorbeeterde und einen halbschattigen Standort.)

Vieleicht weiß auch jemand wie ich sie vermehren kann, denn der Ertrag von zwei Pflanzen wird wohl kaum für Marmelade reichen.

Vielen Dank
Anette
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Kate
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Kate
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« Antworten #1 am: 03. März 2003, 17:51:50 »

Hallo Anette,
was sind denn Moosbeeren?  Huch Maibeeren oder Honigbeeren?
Kate
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Regensburg, Klimazone 6b, 371 m ü. N.N.
gregor
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« Antworten #2 am: 03. März 2003, 18:30:40 »

Moosbeeren sind eine Artengruppe aus der Gattung Vaccinium, bei uns vertreten durch Große, Kleine und Schweden-Moosbeere (Vaccinium oxycoccus, V. microcarpum, V. hagerupii), die sämtlich in Hochmooren an feuchten Stellen wachsen. Aber auch die nicht in diese Artengruppe gehörende Cranberry (V. macrocarpon) wird in Ermangelung eines passenden deutschen Namens auch so genannt. Die Art wächst auch an an frischen bis trockenen Stellen, z.B. in sauren Kiefernwäldern.
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d'Ehre
Grischa
Pieter
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pieter
53° 40' Nord und 8° 54' Ost phän.Naturraum 67


« Antworten #3 am: 03. März 2003, 18:31:57 »

Hallo Kate, die Moosbeere Vaccinium oxycoccus L. gehört zu der Gruppe Heidelbeere, Preißelbeere etc. Sie kommt hier bei uns im Norden noch vereinzelt in Hochmoorresten vor. Die verwandte Form, Vaccinium macrocarpum Alt., die großfrüchtige Moosbeere, besitzt größere und bestens zur Marmeladeherstellung geeignete Früchte. Sie wird angebaut.
Aber was sind denn nun Maibeere und Honigbeere?
Wir geraten vielleicht in die Diskussion, ist ein Brötchen eine Semmel oder eine Schrippe oder ein Rundstück.  Grinsend
VlG Pieter
« Letzte Änderung: 03. März 2003, 18:33:14 von pieter » Gespeichert
Pieter
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pieter
53° 40' Nord und 8° 54' Ost phän.Naturraum 67


« Antworten #4 am: 03. März 2003, 18:36:55 »

Hallo Gregor, da haben wir wohl zur fast gleichen Zeit die Tasten geschlagen. Cranberries kann man als US-Import fast überall kaufen, sie werden im Handel auch als Gartenpreißelbeeren  bezeichnet. Gruß Pieter
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gregor
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« Antworten #5 am: 03. März 2003, 18:48:07 »

Maibeeren sind Lonicera-Arten der L. caerulea-Gruppe (L. caerulea, L. villosa, L. camtschatica) deren korrekte systematische Unterteilung noch umstritten ist. L. camzschatica wird von russischen Botanikern zu L. caerulea, von amerikanischen zu L. villosa gestellt, von deutschen als Art betrachtet.
Honigbeere ist Actinidia arguta, fälschlich auch "Kiwi", aber die Frucht ist kahl.
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d'Ehre
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Andi H.
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Andi H.
Blümchen blau...


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« Antworten #6 am: 03. März 2003, 20:47:57 »

Die bei uns häufig erhältliche Sorte Actinidia arguta 'Weiki' ist am besten als Bayernkiwi oder Weiki bekannt. Honigbeere kannte ich noch nicht.
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Kate
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Kate
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« Antworten #7 am: 03. März 2003, 21:06:03 »

Hi Peter,

Gregor hat das Rätsel der Maibeere ja schon gelöst - ist relativ neu im Beerenangebot, aber schmeckt wirklich genauso gut wie Heidelbeeren und braucht keinen sauren Boden....!  Grinsend Empfehlenswert, auch wenns eher Naschobst ist als große Mengen Ertrag zu bringen.

Honigbeere ist eine Neuschöpfung eines dieser fürchterlich bunten Gartenkataloge für die Maibeere. Für Kiwis oder Weikis kannte ich es auch nicht - wirklich eine Semmel/Röggelsche/ Brötchen/Laibli  Diskussion - allgemein Sprachverwirrung! ;o))))

Liebe Grüße
Kate
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Regensburg, Klimazone 6b, 371 m ü. N.N.
Pieter
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pieter
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« Antworten #8 am: 04. März 2003, 09:51:50 »

Hallo Anette, irgendwie sind wir ein bischen von deiner Frage abgedriftet. Leider habe ich keine persönliche Erfahrung mit den Moosbeeren. Aber zwei Bücher gefunden, in denen mehr steht :
Beerenobst für jeden Garten von Günther Liebster BLV-Reihe Garten und Blumenpraxis 326 1984 BLV Verlag München
und
Seltenes Kern-,Stein- und Beerenobst  von Gerhard Friedrich und Werner Schuricht Verlag Neumann-Neudamm Melsungen 1989
Moosbeeren mögen lieber einen sonnigen Standort, damit es zur Blütenbildung und später Reifung der Früchte kommt, aber der Boden darf nicht austrocknen.
Vermehren kann man sie durch Stecklinge, Einzelheiten in den Büchern beschrieben. Voller Ertrag nach 4 Jahren, wenn die Pflanzen richtig bodendeckend sind. VlG Pieter
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Anette
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« Antworten #9 am: 04. März 2003, 11:39:43 »

Hallo,

danke für eure Antworten.
Ich werde mir wohl angewöhnen müssen, mich mehr um die lateinischen Namen zu kümmern.

Vielen Dank Pieter für die Buchtipps.

Mein Mann ist ein absoluter Beerenfan und wir haben inzwischen "fast" alles. Wahrscheinlich muß ich die Bücher verstecken, damit er nicht noch etwas neues findet! Smiley

Viele Grüße Anette
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Pieter
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pieter
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« Antworten #10 am: 04. März 2003, 12:34:35 »

Hallo Anette, ich kannn es mir nichr verkneifen: Beeren zum Naschen und für gute Konfitüre oder guten Wein oder für die gefiederten Freunde im Garten Zwinkernd sind doch wirklich was Feines. Habt ihr schon eine Apfelbeere = Zwergvogelbeere (Aronia melanocarpa Michx.)? Sehr empfehlenswerter, dichtbelaubter Strauch ( z.B Sorte Viking) mit früher weißer Blüte, tiefschwarzen Beeren und einer glühend roten Herbstfärbung. Höhe um 1,5 m bis max. 2,5 m. Beeren- wenn man den Wettlauf mit den Amseln gewinnt- gut für Konfitüre und Wein.Strauch beginnt schnell zu tragen und ist eine Zierde im Garten. VlG Pieter
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Anette
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« Antworten #11 am: 04. März 2003, 13:56:45 »

Ja Pieter, haben wir.

Leider kann ich den Beeren nicht viel abgewinnen und mische sie unter andere Früchte zur Marmelade.

Aber hübsch ist er wirklich.

Übrigens:
Wir haben Erdbeeren. Himbeeren (3 Farben), Brombeeren (verschiedene Sorten), Tayberrys, Johannisbeeren (3 Farben), Stachelbeeren (3 Farben), Jochelbeeren und Josta (wahrscheinlich dasselbe?), Blau-,Preisel-,Moosbeeren und Mesimarja (Rubus chamaemorus) - und natürlich jeweils mindestens zwei Exemplare.
Ich hoffe ich habe nichts vergessen - neben der großen Obstwiese (ca. 80 Bäume) dazu noch diverse Nüsse und andere Wildpflanzen (Holunder, Eberesche, Sanddorn....), 200 m² Gemüsefläche, Kräuter, natürlich auch viel Rasen und Blumen/ Staudenbeete ----------- und noch ca. 3000 m² Brachland!!!!!!

Alle die jetzt neidisch auf unseren großen Garten sind, können sich als Helfer anmelden   Zwinkernd

Wenn alles im vollen Ertrag stehen werden, kann ich mich auf den Markt stellen.   Augen rollen

Gruß Anette
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pieter
53° 40' Nord und 8° 54' Ost phän.Naturraum 67


« Antworten #12 am: 04. März 2003, 20:16:44 »

Anette, ein großer Garten ist kein Neidobjekt, oder nur für Leute, die mal so vorbeischauen. Wir haben hier rund
5500 m² einschließlich Haus und Scheune. Davon sind rund 1500 m² Obstgarten mit großen alten Bäumen, den Ertrag können 2 Personen nicht verzehren. Im vorigen Jahr haben wir 4,5 t Äpfel ( zu einem Schandpreis) in die Mosterei gefahren. Aber das große Gelände heißt auch, daß man sich im Garten umsehen kann, einen richtigen Gartenspaziergang
machen. Je älter wir werden, desto weniger möchten wir diesen großen Garten missen. Und wenn ich sehe, was ihr sonst noch so alles anstellt, dann wirst du auch mit den Obstmengen fertig.
Das die Moltebeere, Rubus chamaemorus, bei euch wächst ist ja auch etwas Besonderes. Ich kenne sie nur wild aus Mittel- und Nordschweden. VlG Pieter
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