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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Rosen-Forum (Moderatoren: Giuseppe, winterliesel)  |  Thema: Seit wann gibt es No-Name-Rosen? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Seit wann gibt es No-Name-Rosen?  (Gelesen 12274 mal)
Mistpfützenkrebs
Gast
« am: 28. Dezember 2008, 00:31:16 »

Moin Moin,

der Titel sagt eigentlich alles. Jeder Baumarkt, jeder Supermarkt, jede Plakatwand verkauft heute mehrmals im Jahr gelbe Beet- und rote Kletterrosen. War das schon immer so oder gab es auch die gute alte Zeit, in der jede Rose ein Zettelchen um den Wurzelhals geknotet bekommen hatte auf der der Name und die menschlichen Eltern stehen?

Ich habe in den 70-ern noch keine Rosen gkauft, habe aber vielleicht Pflanzen aus der Zeit im Garten stehen. Daher die Motivation zu meiner Frage. Habe ich theoretisch eine Chance auf Identifikation oder gab es da schon die Massen-Murks-Ware mir Ü-Ei-Charkter?

Fragende Grüsse aus der Pfütze.
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bluemia
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« Antworten #1 am: 28. Dezember 2008, 09:37:27 »

Hallo Mistpfützenkrebs,

ich denke, dieses Chaos gibt es erst, seit es Baumärkte gibt. Von meiner verstorbenen Oma hab ich noch einen Pflanzenkatalog aus den 50er Jahren. Dort sind die Rosen genau mit Namen etc. beschrieben. Ansonsten konnte man nur in Gärtnereien Rosen kaufen, aber nicht wie heute einfach so um die Ecke.

Auf der anderen Seite kennen die meisten älteren Rosenbesitzer die Namen ihrer Rosen auch nicht. Offensichtlich ist es den meisten egal, wie sie heißen oder welche Rose es ist. Sie sind halt da, werden wie eh und jeh im Herbst heruntergeschnitten und blühen im Sommer so, wie sie es schon vor 30 Jahren gemacht haben.

Wann immer ich nach den Namen fragen, krieg ich die gleiche Antwort, keiner der älteren und jüngeren Gartenbesitzer hat auch nur einen blassen Schimmer.

Wir sind da eben besonders an der Geschichte unserer rosigen Gartenbewohner interessiert, für uns sind sie nicht einfach nur Rose. Mir macht es Spaß, die No-Name-Rosen fremder Leute zu identifizieren.

Seit diesem Jahr bin ich auch Fan von Lidl-Rosen, das ist spannend.  Bis jetzt waren es immer ganz tolle "Meilensteinrosen", z. T. sogar seltene Rosen, die sich in den Lidl verirrt haben. Das Identifizieren ist oft gar nicht so schwer, aber es braucht seine Zeit.

Gruß Blümia
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flor
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Album Flor
Klimazone 7/8, phänologischer Naturraum 52


« Antworten #2 am: 28. Dezember 2008, 10:16:41 »

...
Ich habe in den 70-ern noch keine Rosen gkauft
...

Ende der 70er Jahre hatte ich hier meinen ersten Garten.
Gekauft habe ich die Rosen in einen kleinen Sämereien Laden mitten in der Stadt. Sie waren alle mit Namen versehen und sehr guter Qualität.
Leider gibt es diesen Laden seit einigen Jahren nicht mehr.
In den neuen Garten waren bereits einige Rosen gepflanzt. Mittlerweile konnten ein paar einen Namen bekommen.
Ich denke schon, dass es möglich ist einige Rosen zu identifizieren.

LG
Flor

LG
Flor
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"Wem Mutter Natur ein Gärtchen gibt und Rosen, dem gibt sie auch Raupen und Blattläuse, damit er's verlernt, sich über Kleinigkeiten zu entrüsten."
Wilhelm Busch (1832 - 1908)
Ladygardener
Gast
« Antworten #3 am: 28. Dezember 2008, 11:54:25 »

Hallo Krebslein,

ich denke, das hat was mit dem "Zeitgeist" zu tun  Unentschlossen:

Viele Mitmenschen kratzen nur noch an der Oberfläche und haben garnicht mehr die Ausdauer, sich mit etwas länger zu beschäftigen. Siehe die ganzen Schnäppchen in den Discountern (Sind sie kaputt, schmeiß ich sie halt weg und kauf mir was neues). Und so geht´s bei den Pflanzen eben auch.

Früher (nach dem Krieg) hatten die Menschen vielleicht auch weniger Geld bzw. eine andere Einstellung zum Geld. Da passte man eben besser auf, damit es nicht neu gekauft werden muss. Heutzutage scheint es mir, ist die Urlaubsreise 1-2 mal im Jahr das Wichtigste im Leben .  Augen rollen
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Judy
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« Antworten #4 am: 28. Dezember 2008, 19:36:52 »

An den A*** und L*** Rosen komm ich vorbei, auch an den zahlllosen No-Names der Garten und Baumärkte.
Aber dann, passiert es doch ....denn manchmal sehe ich in Baumärkten Rosen, die vom Blatt her sofort als "alte Rosen" zu erkennen sind, mit so schönen, aussagekräftigen Namen wie:
Strauchrose, rosa - öfterblühend -
Kletterrose, rot - öfterblühend -
Kletterrose, rosa - öfterblühend-
Strauchrose, rosa
an diesen Überraschungspaketen kann ich nicht vorbei gehen.
Nummer 1 entpuppte sich als eine Rose, die gemeinhin als Jacques Cartier verkauft wird, vielleicht auch Marquise Boccella, denn sie bleibt auch nach mehreren Jahren klein.
Nummer 2 - Tuscany (blöd! hatte die Nachbarin mitgenommen, meine angeblich Rote war identisch mit Nummer 3, hatte ich also zwei von....)
Nummer 3 Mme Knorr oder Boll.
Nummer 4 eindeutig Felicite Parmentier

Das ist immer wie Weihnachten  Lächelnd und ich freu mich jedes Mal

Liebe Grüße
Judy




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Giuseppe
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Giuseppes Fotoalbum
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« Antworten #5 am: 28. Dezember 2008, 20:21:54 »

Und das "öfterblühend" ist nicht einmal falsch. Sie blühen jedes Jahr wieder Grinsend.

Giuseppe
« Letzte Änderung: 28. Dezember 2008, 21:56:14 von Giuseppe » Gespeichert

Mithilfe von Stereotypen können sich Voreingenommene das Dazulernen ersparen
ursus
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ursus
Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #6 am: 28. Dezember 2008, 20:35:29 »

Und das "öfterblühend" ist nicht einmal falsch. Sie blühen jedes Hahr wieder Grinsend.

 Lächelnd Lächelnd Küsschen

Gruß ursus



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lubuli
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klimazone 6b,450m ü 0


« Antworten #7 am: 28. Dezember 2008, 21:24:33 »

mir geht es da ein wenig wie judy.guck mir die "dinger" immer an.
meine letzten schnäppchen für weniger als 3 euro:
kletterrose gelb = buff beauty
kletterrose weiß = rambler fernand tanne     Lächelnd
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ich bin nicht blöd,ich hab nen garten
liebe grüße   lubuli
Alfredos
Gast
« Antworten #8 am: 04. Januar 2009, 17:18:20 »

Also so tolle Sachen wie Ihr hatte ich noch nie dabei. Bis auf eine passable Rugosa und einen rosa Rambler waren es zickige rote Edelrosen. Obwohl ich zugebe, daß ich auch nicht immer vorbeigehen kann.  Zwinkernd
lg
Alfredos
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syringa
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Das Leben ist zu kurz um sich zu ärgern!


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« Antworten #9 am: 05. Januar 2009, 16:37:02 »

Ich glaube das Thema wurde hier schon öfter diskutiert. Es ist wie es ist. An den A.... und L.... geht kein Weg dran vorbei. Hier ist die beste Frequenz. Der Verbaucher hat diese Unternehmen (und andere) zu dem gemacht, die sie sind. Und das bedeutet für Liferanten und Mitarbeiter vor allem: RÜCKSICHTSLOSIGEIT SIEGT.

Ich frage mich nur, ob die Fans von diesen Märkten auch noch Fans wären, wenn sie selber dort arbeiten müssten oder (was vielleicht sogar noch masochistischer ist) als Lieferant dort Ware abverkaufen müssten.

Achtung Ironie: Vielleicht tut sich erst was, wenn es bei A... und L.... auch mal eine Rechtsberatung für deren Kunden zum Dumpingpreis gibt. Oder die A.... und L.... Dumping-Arztbehandlung. Das Ganze erledigen dann illegal beschäftigte Spezialisten (Juristen, Ärzte usw.)  aus der dritten Welt. Da man an einem solchen Angebot dann auch nicht "vorbeigehen" kann, wird das  bestimmt auch ein weiterer Geschäftserfolg.

Den bisher angebotenen Produkten sieht man schließlich ja auch nicht an, unter welchen bedingungen sie produziert oder gehandelt wurden. A... und L... dürften aber bestimmt immer profitieren. Ganz sicher!
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Alma
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Rothaargebirge, kalt und nass, Klimazone 6a/5b?


« Antworten #10 am: 05. Januar 2009, 19:28:32 »

 @ syringa, du hast vollkommen recht, aber leider muss man es sich auch leisten können, nur im fairen Handel einzukaufen. Das betrifft Lebensmittel genauso wie Rosen.
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"Je länger wir gärtnern, umso mehr lernen wir; und je mehr wir lernen, umso häufiger erkennen wir, wie wenig wir wissen." (Vita Sackville-West)
Giuseppe
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« Antworten #11 am: 06. Januar 2009, 00:39:07 »

Bei den Lebensmitteln sehe ich das noch in gewissen Maße ein. Aber diejenigen, die ihre Lebensmittel tatsächlich da kaufen müssen - und ich meine das so: ... aus wirtschaftlichen Gründen müssen ..., sind nicht die quantitativen Rosenkäufer/innen. Denen sind nämlich auch 199ct für etwas, was man nicht essen kann, zuviel.

Ich habe natürlich gut reden. Mein Gärtchen ist mit den 50 Rosenbüschen und ein paar anderen Gehölzen und Stauden übervoll. Wenn ich mir da noch - nach reiflicher Überlegung und mühsamer Pflanzplatz-Gewinnung - eine weitere Rose leiste, dann ist die so etwas Besonderes, dass ich dafür beinahe jeden Preis zahlen würde. Die Unsicherheit, bei A&L irgendwas Anderes zu bekommen, wäre mir viel zu groß - ist sie schon bei den bekannten und "renommierten" Rosenschulen immer wieder gegeben.

Giuseppe
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domus
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« Antworten #12 am: 06. Januar 2009, 01:19:59 »

Vor einiger Zeit habe ich mit einem mittelständischen Rosenveredler (unter anderem Lizenznehmer für Kordes, Austin und Guillot) zusammen gesessen und über dieses Thema diskutiert. Er rechnete mir klar und nachvollziehbar vor, dass die Produktion einer Rose für 1,99 € unter normalen Umständen schlicht nicht möglich ist. Und er berichtete von Details aus der Billigproduktion (übelste Ausbeutung von Arbeitskräften – auch Kindern – in Nordafrika und Osteuropa, null Umweltstandards, Erpressung der Transporteure). Seitdem ich das weiß, würde ich niemals wieder sowas kaufen.

Das Argument des Sich-nicht-leisten-Könnens kann ich nicht nachvollziehen. Statt fünf "Wundertüten-Rosen" zu kaufen, von denen vier nicht den Vorstellungen entsprechen oder sowieso vor sich hin mickern und letztlich das Zeitliche segnen, kann man sich besser eine vernünftige kaufen. Und wenn das Geld auch dafür zu knapp ist, wird sich immer jemand finden, der einem einen Steckie schenkt.

Damit ich mich nicht falsch ausdrücke: Auch wir kaufen Grundnahrungsmittel bei A... Einfach des Preises wegen. Aber für's Fleisch gehen wir dann doch lieber zum Metzger und fürs Gemüse auf den Markt. Rosen kaufen wir, wenn überhaupt noch, bei besagtem Veredler.

Natürlich sollte jeder das Recht haben, sich 'ne Wundertüte zu kaufen und Spaß daran zu haben. Man sollte aber im Auge behalten, wie ihr Inhalt hergestellt wurde. Auch wenn das jetzt nach moralisierendem Zeigefinger klingt  Zwinkernd

Gruß

domus     
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solemi
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« Antworten #13 am: 06. Januar 2009, 01:28:59 »

Aber weißt du denn, unter welchen Bedingungen die Artikel bei A* und L*, die nicht unter die Kategorie Rosen, Fleisch und Gemüse fallen, hergestellt wurden?
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domus
Gast
« Antworten #14 am: 06. Januar 2009, 01:46:59 »

Nein, das weiß ich nicht. Es gibt allerdings eine Liste, aus der hervorgeht, welche Discounter-Produkte aus der Überproduktion von Markenherstellern stammen. Und das ist interessanterweise der größte Teil.

Die Liste kann man sich ergoogeln.

Das heißt für mich: Wenn zum Beispiel ein namhafter Nudelhersteller seine Kapazitäten dadurch auslastet, dass er auch an A... liefert, dann ist das für mich unter Preis- und Qualitätsaspekten in Ordnung.

Problematisch sind meines Wissens die "Aktions"-Produkte. Und da nicht nur Rosen, sondern auch billige Klamotten, Werkzeuge und Elektrogeräte aus (überwiegend) Schwellen- und "Drittwelt"-Ländern. Da gibt es nicht nur ethische Probleme, sondern da hakt's oft auch mit der Qualität.

Ich denke, man kann da schon deutlich differenzieren.

Gruß

domus 
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