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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Apfelsorten: 'Erbachhofer Mostapfel' 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Apfelsorten: 'Erbachhofer Mostapfel'  (Gelesen 8443 mal)
Walther
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Walther

« am: 12. November 2008, 16:53:56 »

Der 'Erbachhofer Mostapfel':

ErbacherMostapfelIMG_2754

ErbachhoferMostapfelIMG_2892   ErbachhoferMostapfelIMG_2897


ErbachhoferMostapfelIMG_2898   ErbachhoferMostapfelIMG_2905

Äpfel von dem 'Erbachhofer Mostapfel' probiere ich schon seit einigen Jahren immer wieder und war nicht so begeistert, er hat mir nicht besonders geschmeckt.

2008 war er überraschenderweise besser, süß-sauer und auch etwas würzig, aber immer noch nicht überwältigend. Aber vielleicht/vermutlich sind das ja gerade die Qualitätseigenschaften, die ein Mostapfel braucht.

LG
Walther

« Letzte Änderung: 25. Dezember 2012, 22:11:26 von Walther » Gespeichert
Walther
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Walther

« Antworten #1 am: 06. Dezember 2010, 16:52:57 »



Name:
Erbachhofer Mostapfel
I..............................
weitere Namen
Erbachhofer Weinapfel  (http//streuobstregion.oekowiese-odenwald.de)
Erbachhofer (Rolff)
 
I..............................
Herkunft:
Sauerland (www.baumschule-horstmann.de)
1925 von Baumschule Chr. Fey (www.streuobstsortengarten-rlp.de)
I..............................
Frucht:
Die Fruchtschale dieser Sorte ist glatt und gelb. Zur Reifezeit ist sie intensiv gerötet und gestreift. Das Fruchtfleisch ist fest, saftig und schmeckt süßwürzig. (www.baumschule-horstmann.de)
Fruchtform hochgebaut (www.oekolandbau.rlp.de)
Klein (www.baumschuleritthaler.de)
interessant geformte Frucht (www.garpo.de)
herbes Fruchtfleisch (www.obsthuegelland.at)
ohne besondere Würze und Aroma (www.nabu-trier.de)
Sortenspezifische Würze: parfümiert (www.owz-kaernten.at)
etwas fettig, sehr fest, druckfest (Mühl)
I..............................
Verwendung:
Mostapfel (www.llh-hessen.de)
hochwertige Keltersorte (www.gartenbauvereine.de)
I..............................
Reifezeit:
Pflückreife ist im September, Genussreife dauert von September bis Oktober (www.baumschule-horstmann.de)
Schüttelreife ab Ende September (www.llh-hessen.de)
mittelfrühreifende Keltersorte (www.lindau.bund-naturschutz.de)
I..............................
Lagerung:

 
Anfälligkeiten:
wenig pflegebedüftig und widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen (www.baumschule-horstmann.de)
Wenig anfällig, wird kaum befallen (www.streuobstsortengarten-rlp.de)
gegen Schorf, Mehltau gering, Feuerbrand mittel (www.gartenbauvereine.org)
weitgehend widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge (www.ulmer.de)
in geschlossenen Tallagen Schorf (Mühl)
I..............................
Blüte, Befruchtung:
mittelspät, nicht frostempfindlich (www.streuobstsortengarten-rlp.de)
guter Pollenspender (www.garden-shopping.de)
diploid (Rolff)
I..............................
Ertrag:
mittelhoch bis hoch (www.baumschule-horstmann.de)
wechselnd (www.streuobstsortengarten-rlp.de)
regelmäßig (www.oekolandbau.rlp.de)
unregelmäßig (www.ebenau.eu)
I..............................
Standort:
Breit anbaufähig bis in mittlere Höhenlagen. (www.streuobstsortengarten-rlp.de)
Auch für schlechtere Böden (Mühl)
Klima ausreichend warm (www.llh-hessen.de)
Hochlagen (www.gartenbauvereine.org)
liebt gute Böden in warmen Lagen (www.obsthuegelland.at)
nährstoffreiche, tiefgründige, humose warme, mäßig feuchte Böden (www.pflanzen-im-web.de)
nicht für raue Lagen (www.lindau.bund-naturschutz.de)
I..............................
Wuchs:
Mittelstark, hochrunde, schmale Krone (www.malsch-weinort.de)
aufrecht (www.oekolandbau.rlp.de)
I..............................
Schnitt:
   
I..............................
Veredelung:
Auf A2 und Sämling  (www.baumschule-augenweide.de)
I..............................
Sonstiges:
Für Streuobstwiesen und Alleen (www.garden-shopping.de)
I..............................
Literatur:
Mühl, Alte und neue Apfelsorten, 4. + 5. Aufl. (Mühl)
Rolff, Der Apfel - Sortennamen und Synonyme (http://books.google.de)  (Rolff)


LG
Walther

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« Antworten #2 am: 29. Dezember 2010, 19:30:51 »

diese Sorte stammt nicht aus dem Sauerland, wir haben sie hier noch nicht gesehen..

Die Literaturangabe muss wohl falsch sein.
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Walther
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Walther

« Antworten #3 am: 29. Dezember 2010, 23:23:20 »

Dann haben aber sehr viele Quellen den Fehler voneinander abgeschrieben:

siehe: http://www.google.de/search?hl=de&q=Erbachhofer+Mostapfel+sauerland&btnG=Suche&aq=f&aqi=&aql=&oq=&gs_rfai=

Die Aussage ist allgemein: Zufallssämling aus dem Sauerland, der 1925 von der Baumschule Fey in den Handel gebracht wurde.

Sogar http//streuobstregion.oekowiese-odenwald.de schreibt: "Erbachhofer Weinapfel (....) Zufallssämling aus dem Sauerland".


Mir leuchtet aber ein, dass das Sauerland keine Apfelweingegend ist (oder?)....

.... während in Erbach/Hessen der Apfelwein das Nationalgetränk ist, um "paarungsbereite Odenwälder/innen zu finden"
Zitiert aus: http://www.stupidedia.org/stupi/Odenwald   Verlegen   Schweigend 

LG
Walther




 
« Letzte Änderung: 29. Dezember 2010, 23:37:28 von Walther » Gespeichert
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« Antworten #4 am: 30. Dezember 2010, 21:40:17 »

etwas unterscheiden sich die Angaben ja doch, nach Herkunft: Sauerland, und von Baumschule Fey, Sauerland in den Handel gebracht. So weit ich weiß saß oder sitzt diese Baumschule in Rheinland Pfalz.

Gruß Jörg
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Walther
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Walther

« Antworten #5 am: 30. Dezember 2010, 22:40:40 »



Ich hätte jetzt auf 'Baumschulen Christian Fey, Meckenheim bei Bonn' getippt.
Die haben jedefalls jahrzehntelang einen dicken Verkaufskatalog herausgegeben ( Das  Baumschulbuch) der vielleicht aufschlussreich sein könnte, wenn man ihn denn hätte.

Ist aber auch nicht Sauerland ...

LG
Walther




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JörgHSK
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« Antworten #6 am: 31. Dezember 2010, 16:25:31 »

wir haben über dieses Problem auch schon mal bei einem Seminar gesprochen. Ich hatte auch schon einen unbekannten der so aussah wie ein Erbachhofer...
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coleoptera
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« Antworten #7 am: 01. Januar 2011, 12:20:32 »

Hallo,

Ich glaube auch, daß sich die alten Apfelsorten im Laufe der Zeit sehr verändert haben.
Ein Beispiel: Die Baumschule Horstmann bietet den Weißen Rosmarinapfel an. Auch die Herkunft (Bozen) ist richtig angegeben und es ist auch ein schönes Foto der Frucht dabei.
Nur - wenn man den Apfel in alten Abbildungen sieht. Z.B. Unterhaltungen aus der Naturgeschichte von Gottlieb Tobias Wilhelm aus 1815 , sieht die Frucht völlig anders aus.

LG
Manfred
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« Antworten #8 am: 01. Januar 2011, 17:57:11 »

meistens sind die alten Abbildungen nicht sehr korrekt. Ich meine jetzt die alten Farbcolorierungen von 1780- 1840 ca. Und nicht die hervorragenden Abbildungen aus Deutschlands Obstsorten z.B.
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coleoptera
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« Antworten #9 am: 02. Januar 2011, 12:51:13 »


Ich habe jetzt in noch einem meiner alten Bücher nachgelesen "Ritters Carl von Lineé
vollständiges Pflanzensystem" in deutscher Übersetzung aus 1777.
Linnee unterscheidet den Apfel (noch als Pyrus malus beschrieben) nach dem Geschmack ( saure , süsse und weinichte Äpfel)  Er schreibt aber auch, daß Bauhin, Ray, Tournefort und Miller viele Apfelsorten angezeigt haben.
Jetzt meine Frage: Wer hat wann erstmals die Apfelsorten zusammengeführt, Doppelbenennungen ausgemerzt und das auch publiziert ?

LG
Manfred
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« Antworten #10 am: 02. Januar 2011, 21:16:59 »

Im Handbuch der Obstkunde Bd. 1 Äpfel 1859, und auch in seinem Nachfolger Bd. 4, 1875 ebenfalls Äpfel sind einige Apfelsorten wohl unwissentlich doppelt beschrieben worden.
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Apfelmann
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« Antworten #11 am: 02. Januar 2011, 23:29:24 »

Wer hat wann erstmals die Apfelsorten zusammengeführt, Doppelbenennungen ausgemerzt und das auch publiziert ?

Alle großen Pomologien aus dem 19 und 20. Jahrhundert hatten dieses Ziel,
hier im deutschsprachigen Raum besonders das
Illustriertes Handbuch der Obstkunde von Dr. Ed. Lucas und J. Oberdieck
und Deutschlands Obstsorten,
spezielle Obstsortenverzeichnisse kenne ich erst aus dem 20. Jahrh.,
Verzeichnis der wichtigsten Obstsorten Mitteleuropas und Nordamerikas
 und ihrer gebräuchlichsten Doppelnamen (Synonyme) in richtiger Schreibweise
 bearbeitet von Walter Poenicke, um 1936

Verzeichnis der Apfel und Birnensorten von W. Votteler mit den
Beschreibungen und Zeichnungen von Pfarrer Korbinian Aigner, meins ist von 1998

es gibt noch mehr davon,
je mehr man sich damit beschäftigt, um so schwerer und vielfältiger wird es

LG
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