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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Alte Apfelsorten 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Alte Apfelsorten  (Gelesen 17595 mal)
Amur
Gast
« am: 28. Januar 2003, 14:07:51 »

Nun da sprichst du eines meiner Lieblingsthemen an. Zur Zeit beruflich etwas vernachlässigt, aber meine Wiese ist im Moment auch vollständig besetzt.

Deine Begeisterung was den Geschmack angeht in Ehren und es gibt auch wirklich gute Sorten, die wegen ihrer Macken nicht mehr angebaut werden, aber ein Teil der alten Sorten ist auch geschmacklich -  naja.

Wenn ich da an den Spätblühenden Taffetapfel denke, dann ist er hervorragend in Lagen bei Spätfrost (er blüht meist erst Ende Mai) aber eben bestenfalls für den Kuchen geeignet und selbst für Most nur in Mischung.

In der Bodenseegegend gibt es eine Baumschule, die hat hunderte alter Apfel und Birnensorten im Sortiment. Falls Interesse vorhanden ist, kann ich mal die Adresse rausfinden.

Kennt eigentlich jemand den roten Eiserapfel? Da haben sie  leider diesen Herbst im Rahmen einer Straßenbauaktion den letzten gefällt und ich konnte kein Reis mehr schneiden. Die Äpfel hielten gut gelagert über 1,5 Jahre.

Grüße
« Letzte Änderung: 06. Februar 2008, 14:11:19 von Walther » Gespeichert
PP
Gast
« Antworten #1 am: 28. Januar 2003, 14:43:17 »


eine gute Auswahl z.B. Blutbirne (rotes Fruchtfleisch) und

rotfleischige Apfelsorten hat eine Baumschule in Nöham

die auch eine gute Page führt.

PP
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macrantha
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macrantha
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« Antworten #2 am: 28. Januar 2003, 14:48:41 »

Dieses Thema ist wirklich interessant - vor allem, wenn regionlatypische Obstsorten verwendet werden - schließlich waren diese auf die entsprechenden Klimaverhältnisse perfekt angepasst.
Kennt jemand vielleicht eine Internetseite/ein Buch ect. in dem für jede Region Deutschlands empfehlenswerte Regionalsorten empfohlen werden? Würde mich wirklich interessieren.

Für NRW ist diese Seite hier interessant:
http://www.bund-nrw.de/obstsortenlisten.htm

@Amur
was den roten Eiserapfel angeht: ich komme zwar aus der Bamberger Gegend, in der dieser ursprünglich häufig gepflanzt war ... aber diesen Apfel jetzt als Laie zu erkennen ... Du könntest Dich mal an die DLE Bamberg wenden (sag, Du möchtest mit dem Sachgebiet Landschaftspflege verbunden werden!) - evtl. haben die Informationen über Standorte oder Bezugsquellen, da dort besonders auf die Pflanzung alter regionaler Sorten Wert gelegt wird.
Grüße
macrantha
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Hans
Gast
« Antworten #3 am: 28. Januar 2003, 15:38:38 »

Hallo zusammen,

und hier noch ein gutes, sehr persönlich geschriebenes Buch von einem "Apfelverrückten":
[pbbook:204]

Und seine Homepage Boomgarden


Schöne Grüße
Hans
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Babette
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Babette

« Antworten #4 am: 28. Januar 2003, 16:57:48 »

Hallo Amur,

ich kenne den R.E. selber nicht, hatte aber ob der Beschreibung auch schon mal überlegt, ihn zu kaufen. Er ist auf alle Fälle ohne Schwierigkeiten zu bekommen.

Eine tolle Auswahl hat die von PP erwähnte Baumschule Baumgartner (Niederbayern, Rottal). Ich halte es auch für richtig, diesen Link zu veröffentlichen, da man solche Spezialanbieter und offensichtliche Liebhaber ruhig bekannt machen sollte.

Macrantha,
die NRW-Seite ist klasse - da habe ich mich doch mit dem Rheinischen Bohnapfel richtig entschieden (na ja, beim dem Namen keine Kunst). Jetzt heißt es nur noch zu warten...  Lächelnd

Gruß
Babette
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Babette
macrantha
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macrantha
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« Antworten #5 am: 28. Januar 2003, 19:41:30 »

Danke Zauberfee,
ich hatte zwar schon von Brandl gehört, aber ich wußte nicht, daß in seinem Buch alle Bundesländer erwähnt sind - dann gönn ich es mir wohl doch.
Ansonsten werde ich im Frühjahr ein paar  im Herbst stibitze Reiser (von den umliegenden alten Apfelbäumen)  auf meinen Baum veredeln (nach mehrjährigen Tests weiß ich inzwischen, welcher Bauer die besten Äpfel hat  Zwinkernd )
liebe Grüße
macrantha
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ernst
Gast
« Antworten #6 am: 28. Januar 2003, 20:29:42 »

das machen wir auch so ähnlich! die kinder testen auf dem schulweg die äpfel, und nach gutem zureden kommen úns die reiser regelmäßig zugelaufen und lassen sich nicht mehr wegschicken! was soll ich machen? ich muß sie aufpfropfen, sonst gehen sie jämmerlich ein.
lg ernst!

ps.:
für Österreich interessant:
Der salzburger obstbau, dreiseitl, iglhauser...
neue alte obstsorten,  bernkopf, keppl... club niederösterreich
baumschulen gibts auch, kann ich bei bedarf heraussuchen
« Letzte Änderung: 28. Januar 2003, 20:34:18 von ernst » Gespeichert
Irmi
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« Antworten #7 am: 28. Januar 2003, 23:13:16 »

Hallo Maria!
Geht das Brandt-Buch auch darauf ein, wie sich  Klimaverhältnisse auf den Geschmack auswirken?

Hallo Amur!
Einen Roten Eiserapfel (Hochstamm) haben wir seit 1994 auf unserer Wiese, er hat 2001 erstmals getragen. Dieser Apfel schmeckt einfach super und außerdem ist er auch noch eine Augenweide (tiefrot und so stark glänzend, daß er beinahe wie diese lackierte Holzäpfel ausschaut, die man für Adventsgestecke verwendet). Bekommen haben wir ihn über eine fränkische Baumschule, die viele alte Obstsorten im Programm hat.

Und hier wäre noch eine interessante Seite über seltene Obstsorten:
http://www.rpda.de/kuehkopf/obst/roter.htm

Viele Grüße,
Irmi
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olaf
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« Antworten #8 am: 28. Januar 2003, 23:31:29 »

ein sehr schönes Thema Lächelnd, in einer Zeit, in der die letzten Apfelvorräte schwinden und nur noch besonders haltbare Sorten vorhanden sind. Bei mir ist es unter anderem die Rabaue (Graue Französische Renette) und das Rheinische Seidenhemdchen (eine vor allem bei uns im Bergischen Land verbreitete Sorte).
Der Rote Eiserapfel kommt hier gelegentlich auch noch in den Obstwiesen vor, ist aber nicht gerade eine geschmackliche Besonderheit. Er sollte trotzdem als robuste Sorte in keiner Obstwiese fehlen, da er auch sehr alt wird; Verwertung: Apfelsaft).
Auch hier ist wie bei vielen alten Sorten das Probblem, dass sie zwar von Baumschulen angeboten werden, aber gar nicht die "echte Sorte" veredelt wurde. So soll z. B. im Sortenmuttergarten in Meckenheim (fast alle Rheinischen Baumschulen beziehen hier ihre Edelreiser) nicht der Rote Eiserapfel stehen, sondern eine andere (rotschalige) Sorte. Somit ist es bei manchen Sorten, selbst wenn die Baumschule sie in gutem Glauben veredelt hat, trotzdem nicht möglich sie zu erhalten!!!
Daher finde ich es klasse, dass ernst und macrantha fleißig Sorten suchen und aufveredeln. Dies ist eine sehr leckere Möglichkeit die Sorten zu erhalten.

Fruchtige Grüße,
Olaf.


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Binska
Gast
« Antworten #9 am: 01. Februar 2003, 14:27:32 »

Hier ein interessanter Artikel zum Thema:

http://www.fh-weihenstephan.de/va/idw/blickpunkte2.html

Übrigens habe ich den Informationsdiest Weihenstephan als Newsletter abonniert, da stehen sehr oft hochinteressante Sachen drin. Lohnt unbedingt!

VLG, Bine*die am liebsten Braeburn mag oder Klaräpfel*
« Letzte Änderung: 01. Februar 2003, 17:42:42 von Binska » Gespeichert
macrantha
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macrantha
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« Antworten #10 am: 01. Februar 2003, 14:50:20 »

Hallo Irmi,

könntest Du vielleicht den Namen/Ort der fränkischen Baumschule nennen? Da ich aus Franken komme, interessieren mich Bezugsquellen in meiner Umgebung natürlich ... auch wenn eigentlich kein Platz ist - aber vielleicht wirds mal aktuell.
@olaf: letzten herbst hing der erste "selbstveredelte" Apel am Baum ... er wurde gerecht gefünftelt und  einstimmig als bester jemals gegessener Apfel bewertet ...naja - vielleicht wars auch der Seltenheitswert Smiley
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peterr
Gast
« Antworten #11 am: 01. Februar 2003, 18:00:42 »

Ich hatte vor einigen Jahren begonnen, eine vergammelte Streuobstwiese zu reanimieren. Es gab Zwetschgen und Äpfel, Sturm- und Blitzschlagopfer, die auseinandergebrochen waren und kaum bis gar nicht mehr trugen.
Alte Süsskirschen wurden wieder gepflegt und erhaltenswerte Apfelbäume wie Schöner von Boskop, Ananasrenette, und eine Birne wieder vorsichtig an den Schnitt gewöhnt. Die ewig kränkelnde Ananasrenette muss heute immer herhalten, wenn ich von irgendwo ein interessantes Edelreis kriege. Keine Ahnung, was da inzwischen alles drauf ist.
Neu gepflanzt wurden vorzugsweise Hochstämme, aber auch einige wenige Halbstämmchen und Spindelbüsche.
Mit dabei sind: Cox Orange (Mag ich persönlich nicht, aber man ist ja kompromissbereit), Gravensteiner, Geheimrat Oldenburg, Kaiser Wilhelm, Ontarioapfel und Ontariopflaume, Schweizer Orangenapfel, Schönberger Apfel, Schönberger Pflaume, Jonagold, Mirabelle von Nancy, Oulins Reineclaude, Hauszwetschge, Gellerts Birne (hat ebenso wie Alexander Lucas inzwischen Feuerbrand. Beide werden vermutlich in diesem Jahr entsorgt. Die Doppelte Phillipsbirne ist deswegen bereits wieder entfernt.),  Königskirsche, Roter Eiser, Danziger Kantapfel, Retina, Geflammter Kardinal, Rote Sternrenette, Topaz, Florina, Süsskirsche Valeska, Süsskirsche Sunburst, Schattenmorelle und ein kleiner, geschenkter, kränkelnder Berlepsch, den ich liebevoll päppel.

Meine Liste würde heute etwas anders aussehen. Der angesprochene Rote Eiser wäre aber in jedem Fall dabei. Ihn gibts hier in Südostbayern problemlos in den Baumschulen.
An Reisern von alten und interessanten Essäpfeln bin ich immer interessiert. Gebe natürlich auch von den meinen was ab.

Wurde schon der Farbatlas "Alte Obstsorten" erwähnt? Von Walter Hartmann/ Ulmer. Ein nettes kleines Büchlein.
Wegen des umfassenden Obstsortenatlas von Silbereisen u.a. /Ulmer muss man keinen Kredit aufnehmen. Der kleine "Farbatlas Obstsorten" von Manfred Fischer, Ulmer tuts auch.
Für das sehr lesenswerte Büchlein"Besondere Obstarten" von Stoll, Gremminger, Ulmer, hatte ich mich schon einmal ausgesprochen.
"Apfel, Kultur, Mythos, Gesundheit, Rezpte" vom Umschauverlag ist ein schöner Lesespass und eine sinnvolle Alternative zur Fernsehquizzjauche.

peterr
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Wühlmaus
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Wühlmaus
Raue Ostalb, 500m ü.NN, Tallage, 6b


« Antworten #12 am: 01. Februar 2003, 19:14:25 »

Seeeehr lecker ist der Elshof und die Französische Goldrenette. Ein guter Kuchen- und Bratapfel ist die Zabergäu Renette.

Von den neuen PI- und ReSorten kann ich wärmstens den Reglindis und auch den Priam empfehlen. Der Pinova hält sich bei guter Lagerung auch bis in den Mai/Juni hinein. Er reift aber leider hier zu spät (Ende Oktober) aus.

Und die Blüte - Peterr, da hast Du wohl Recht  Smiley auf die freue ich mich auch schon wieder seeeehr

Wühlmaus

Recht viele - alte - Sorten hat auch johannes Boysenhttp://www.baumschule-boysen.de/ in Niebüll

Im Bonner Raum auch der Sängerhof/Meckenheim
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Irmi
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« Antworten #13 am: 01. Februar 2003, 23:55:40 »

Hallo Macrantha!

Hier ist die Adresse der Baumschule:
Johannes Schmitt, Hauptstr. 10, 91099 Poxdorf
Tel.: 09133/1049; Fax 2392
Eine Sortenliste kann man sich schicken lassen.

Falls Dir "Poxdorf" jetzt gar nichts sagt: Es liegt zwischen Erlangen und Forchheim, relativ nah an der A73. Dort und in den Nachbarortschaften gibt es jede Menge Baumschulen und auch Staudengärtnereien.

Viele Grüße, Irmi
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Giuseppe
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Giuseppes Fotoalbum
Zone 6, Naturraum 60, 470m ü. NN


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« Antworten #14 am: 02. Februar 2003, 21:53:54 »

Warum erwähnt eigentlich niemand 'Schöner von Herrnhut', 'Wettringer Taubenapfel', 'Grahams Jubiläumsapfel' oder 'Zuccalmaglios Renette'. Diese Sorten standen u.a. im Garten meiner Eltern und hatten alle so ihr eigenes Flair. Wenn jemand nachfragt, beschreibe ich die Sorten gerne näher.

Giuseppe S.
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