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forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Baumschutz-Forum (Moderator: Hilmar)  |  Thema: Geplante Erweiterung des Phantasialands bei Brühl, NRW 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Geplante Erweiterung des Phantasialands bei Brühl, NRW  (Gelesen 18340 mal)
Rotkehlchen
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Leuchtturm, Beachy Head, Eastbourne


WWW
« am: 03. März 2008, 19:16:38 »

Zum obigen Thema 'Zerstörung wertvoller Naturflächen' habe ich aus NRW auch ein Beispiel. Das Phantasialand, traditonell bekannt als Tagesausflugsziel, will seine Fläche praktisch verdoppeln und mit Hotels, Gastronomie und Freizeitanlagen von der Stadt Brühl unabhängig werden. Leider sind den ehrgeizigen Plänen 50.000 Bäume und zwei Weiher im Wege, aber die richtigen Bulldozer in Form von politischen Entscheidungen sind vielleicht schon auf dem Weg. Es stellt sich nur eine Frage: Wer hat überhaupt Lust, im Phantasialand Tennis zu spielen und sich Wellness zu gönnen oder dort zu übernachten?

Phantasialand

Rotkehlchen
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Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Inhalt bietet.

J. W. v. Goethe
Baumlaeufer
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keep on cycling !!


« Antworten #1 am: 05. März 2008, 15:29:58 »

ich kann's nicht glauben Schockiert .
jetzt auch dann noch für Fun in Deutschland weitere Naturbeeinträchtigungen Ärgerlich
Stehen da denn solche Schlangen an der Kasse, daß das Angebot erweitert werden soll ?Muß es uns wirtschaftlich gut gehen, daß wir permanent über solche Projekte nachdenken- siehe auch hier:http://forum.planten.de/index.php/topic,31855.0.html
Seit der Euroeinführung ist für mich der Wert meines zur Verfügung stehenden Etats nur noch die Hälfte wert.Und wo streiche ich zuerst, na dann bei solchen Besuchen, wenn ich da überhaupt hingehen würde..
Meinung mal ganz abgesehen von der Umweltbeeinträchtigung.
Baumlaeufer
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pimpernell
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Naturraum 33, Klimazone 7, 200m NN


« Antworten #2 am: 05. März 2008, 18:17:51 »

So ein Schwachsinn!  Schockiert
Erinnere ich mich richtig, oder war nicht schon das Disney-Land bei Paris ein Flopp?  Schweigend Und nun noch so ein Großprojekt - wer geht denn da noch hin?
Mir geht es wie Baumlaeufer- mein Etat gibt so was, wenn überhaupt, nur selten her. Und dann fallen mir mit den Kindern meist viel schönere Sachen ein, als so eine "Mega-Bespaßungs-Maschinerie".  Cool(Hätte ich mehr Geld übrig, würde ich auch nicht öfter hinfahren...Grinsend)
Klar, ein oder zweimal in großem Abstand ist sowas für jedes Kind ein Erlebnis - aber daran kann man nicht verdienen.
Hoffentlich ist das nur eine Planungsidee, die wieder verschwindet!
L.G.
Pimpernell
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domus
Gast
« Antworten #3 am: 06. März 2008, 00:41:01 »

Zitat
Es stellt sich nur eine Frage: Wer hat überhaupt Lust, im Phantasialand Tennis zu spielen und sich Wellness zu gönnen oder dort zu übernachten?

Zitat
Und wo streiche ich zuerst, na dann bei solchen Besuchen, wenn ich da überhaupt hingehen würde..

Zitat
Und dann fallen mir mit den Kindern meist viel schönere Sachen ein, als so eine "Mega-Bespaßungs-Maschinerie".


Es verwundert nicht, dass Naturfreunde keine Lust haben, sich oder ihre Kinder in solchen quietschbunten, künstlichen Plastik-Paradiesen mit Vergnügungen berieseln zu lassen. Auch wir waren mit unserem Sohn, als er noch klein war, nie in solchen Bespaßungsapparaten – und ich habe nicht den Eindruck, dass das seine Entwicklung nachhaltig negativ beeinflusst hätte.

Nur: Naturliebhaber sind eindeutig in der Minderheit; ein Nischen-Publikum sozusagen. Die Vergnügungsparks haben nach wie vor einen Riesenzulauf, sonst würden die Betreiber in Brühl keine Erweiterung planen. Die setzen keine Millioneninvestition in den Sand; sowas ist mit Sicherheit genau untersucht und minutiös geplant.

Von daher fürchte ich, dass das Ding gebaut wird. Mit politischem Geklüngel im Hintergrund und nach außen mit dem Hinweis auf die Arbeitsplätze. So'n Biotop ist schnell zubetoniert, leider.

Gruß

domus
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Anika
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KZ: 7b


« Antworten #4 am: 06. März 2008, 09:26:05 »

Von daher fürchte ich, dass das Ding gebaut wird. Mit politischem Geklüngel im Hintergrund und nach außen mit dem Hinweis auf die Arbeitsplätze. So'n Biotop ist schnell zubetoniert, leider.

Ich halte auch nichts von Bespaßungsparks. Allerdings muss ich ja sagen, das hier in Deutschland noch tausenden von Anträgen bearbeitet und genehmigt werden müssen.
Hier im Dorf steht seit Jahren eine Hotelruine und es wird immer wieder darüber getagt ob nun ein neues Hotel, ein Altenheim, eine Wellnesscentrum.......gebaut werden soll. Das Eine geht deshalb nicht das Andere kann deshalb nicht genehmigt werden.

Mit viel Geld in der Tasche wird das beim Phantasialand schneller gehen...... in Spanien und anderen Urlaubsländrn jedoch, bauen sie irgendwelche Komplexe in die Natur, die niemals genehmigt wurden. Einfach so! Zerstören den Lebensraum der (gefährdeten) Tiere und Pflanzen...... Da bin ich schon froh, das es hier anders läuft und es auch genug "Gruppen" gibt, die sich (manchmal mit Erfolg oder guten Kompromissen) dagegen stellen!

Hmm.... merke gerade: Ist etwas OT, oder??  Augen rollen  Huch
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G.
A.

Tipp- und Rechtschreibfehler sind absichtlich eingebaut und dienen der Belustigung des Lesers.
carnifex
Gast
« Antworten #5 am: 06. März 2008, 10:20:34 »

Moinsen,

ob die Bürokratie ein wirksamer Naturschutz ist? Formularflut gegen Motorsägen? Zeitliche Verschleppung tötet Wirtschaftlichkeitsberechnungen? Ich habe da meine Zweifel.

Grundsätzlich kann in Deutschland fast jeder Baum gefällt werden, wenn es Gründe gibt und das ist erst einmal auch gut so. Und wenn 10.000 täglich an der Kasse stehen und 100 Leutchen eine Eingabe gegen den Park unterschreiben, weiss man, wie die Masse denkt.
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Rotkehlchen
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Leuchtturm, Beachy Head, Eastbourne


WWW
« Antworten #6 am: 09. März 2008, 15:18:02 »

Richtig, Baumläufer, das mit dem Phantasialand ist genau das Gleiche wie bei der Sababurg. Für nix und wieder nix wird Natur zerstört, die offenbar in den Augen der Verantwortungsträger keinen Wert hat.

Für mich alarmierend ist, dass es zahlreiche Beispiele für Bauprojekte gibt, bei denen Naturflächen im großen Stil zerstört werden. Hintergrund ist, dass sich die Städte das Recht eingeräumt haben, ein Gebiet jederzeit "umzuwidmen". Ein Naturschutzgebiet ist in der Tat nicht mehr wert, als das dünne Blatt Papier, auf dem es ausgewiesen ist.

So geht es auch in Dresden (Waldschlösschenbrücke) und in Frankfurt (Flughafenausbau).
In Dresden pflückte erst die Polizei "Eichhörnchen" einer anderen Art, nämlich der Aktivisten von Robin Wood, aus einem alten Baum, der Richter hat zum Schutz der kleinen Hufeisennase gerade mal nachts Tempo 30 auf der neuen Brücke verfügt, die UNESCO will den Titel Weltkulturerbe dort aberkennen und plötzlich fällt den Planern ein, dass man ja auch einen Tunnel hätte bauen können.

Über den Flughafenausbau in Frankfurt haben sich im Forum bei Spiegel.online ziemlich viele Leute aufgeregt, mehr als ich erwartet hätte. Der Ausbau zieht ja noch weiteren Bedarf nach sich, z.B. Zufahrtswege, größere Straßen und dann wiederum einen Ausbau, weil der Bedarf erneut gestiegen ist. Die Politiker hatten damals versprochen, dass der Bannwald in jedem Fall bestehen bleibt. Aber wie sagte Strauß schon richtig: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?"

Das Neuste ist, dass das Gericht in Wilhelmshaven den Weg für den Bau des umstrittenen JadeWeserPorts freimacht. Greenpeace hatte befürchtet, dass der Jadebusen in WHV verlanden könne, andererseits aber Cuxhaven alle Voraussetzungen für einen Containerhafen erfülle. Die Richter haben im Hinblick auf den Naturschutz nicht nur Scheuklappen, sondern gleich ganze "Lärmschutzwände", mit denen sie ein angrenzendes Vogelschutzgebiet zu schützen gedenken. Die gewählten Politiker unterstützen das Bauprojekt mit allen ihren Möglichkeiten. Mit den Bauarbeiten für den Hafen wurde bereits vor der Urteilsverkündung begonnen.

Ebenfalls sind Genehmigungen für den Bau mehrerer Braunkohlekraftwerke in WHV erteilt worden. Von wegen Windenergie! Klimaschutz ade!

Rotkehlchen

Greenpeacestudie auf S. 9

Oberverwaltungsgericht

« Letzte Änderung: 09. März 2008, 15:52:00 von Rotkehlchen » Gespeichert

Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Inhalt bietet.

J. W. v. Goethe
Habakuk
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Jeder Tag ist ein Geschenk !


« Antworten #7 am: 06. April 2008, 23:56:47 »

Zitat aus der Fachpresse (the*mata.com, stellt keine Urheberrechtsansprüche!):

"Seit Jahren bemühen sich die Betreiber und die Mehrheit der Brühler Ratsvertreter darum, das Gebiet von 28 ha zu verdoppeln. Das gewünschte Erweiterungsgebiet gehört dem Land Nordrhein-Westfalen und ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen." (...)

"Die Betreiber des Parks erhoffen sich durch eine Ausdehnung mehr Besucher und auch die Unternehmen in der Region sehen das Vorhaben positiv. Der Freizeitpark würde im Umland Aufträge in mehrstelliger Millionenhöhe vergeben. Dennoch wehren sich die Brühler Grünen, verschiedene Umweltorganisationen und die Anlieger nach wie vor entschieden gegen die Expansionspläne der Parkbetreiber."
« Letzte Änderung: 07. April 2008, 00:03:33 von Habakuk » Gespeichert

Als die Mücke zum ersten Male den Löwen brüllen hörte, da sprach sie zur Henne: "Der summt aber komisch." "Summen ist gut", fand die Henne. "Sondern?", fragte die Mücke. "Er gackert", antwortete die Henne. "Aber das tut er allerdings komisch."
aus: A.Paula/T.Fritz (Hg.): Brücken zum Fremden
domus
Gast
« Antworten #8 am: 07. April 2008, 00:22:06 »

Der Freizeitpark würde im Umland Aufträge in mehrstelliger Millionenhöhe vergeben.

Das ist  d a s  Argument, mit dem immer gepunktet wird. Und, ich sag's mal ganz ketzerisch: Wenn ich ein kleines Handwerksunternehmen in der Umgebung des Parks hätte und damit die Existenz meiner Leute vielleicht auf Jahre hinaus sichern könnte, hätte ich unter Umständen auch eine etwas andere Sicht der Dinge.

Aus einer anderen Perspektive betrachtet, sieht manches plötzlich ganz anders aus  Zwinkernd

Gruß

domus
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Ranunkel
Gast
« Antworten #9 am: 07. April 2008, 00:25:42 »

Für nix und wieder nix wird Natur zerstört, die offenbar in den Augen der Verantwortungsträger keinen Wert hat.

Wen wunderts? Da muss nur einer mit dem (zweifelhaften) Versprechen rüberkommen, neue Arbeitsplätze (vermutlich im Mindestlohnbereich) zu schaffen wenn dem Begehren stattgegeben wird. Und schon sind alle Dämme gebrochen ...
Mich täte in dem Zusammenhang brennend interessieren, wie man auf diese Weise die ergeizigen Ziele zur Reduzierung des CO²-Ausstoßes erreichen will.
Und wer sich den Besuch eines solchen Animationsbetriebes noch leisten kann, täte mich auch interessieren. Hätte ich Kinder, wüßte ich tausend Alternativen.

Es ist schon unglaublich, wie sehr Politiker am Tropf hängen.

Kopfschüttelnd
Ranunkel
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Ranunkel
Gast
« Antworten #10 am: 07. April 2008, 00:29:35 »

Aus einer anderen Perspektive betrachtet, sieht manches plötzlich ganz anders aus  Zwinkernd

Im Prinzip ja. Aber wir haben alle eine Verantwortung und die Pflicht zum sorgsamen Umgang mit den Ressourcen. Sicher wird die Decke immer dünner. Aber muss man sich deshalb alles gefallen lassen?
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domus
Gast
« Antworten #11 am: 07. April 2008, 00:54:42 »

Hätte ich Kinder, wüßte ich tausend Alternativen.

Wie ich weiter oben schon schrieb, sind Leute wie wir, also im weitesten Sinn Naturliebhaber, nicht unbedingt die Zielgruppe für solche Bespaßungsmaschinen. Wir sind mit unserem Lütten damals auch per Fahrrad in den Wald gefahren – und nicht in künstliche Vergnügungsparks. Wobei ein Wald für ein Kind sowieso ein wesentlich interessanterer Vergnügungspark sein kann. Für den Großteil der Menschen/Familien ist der Weg in die Plastikwelt aber einfacher, weil man nicht über ein Programm nachdenken muss. Und das Geld für sowas scheint ja immer noch da zu sein.

Zitat
Sicher wird die Decke immer dünner. Aber muss man sich deshalb alles gefallen lassen?

Ganz bestimmt nicht. Ich stelle mich nur gern manchmal ein bisschen abseits und stelle mir vor, wie das Ganze aus der Sicht eines, sagen wir mal, kleinen Brühler Tischlermeisters mit fünf Mitarbeitern aussehen könnte, der den Auftrag bekommt, an der Spaßmaschine mit zu bauen und damit die Jobs seiner Leute zu sichern. Ich weiß nicht, wie ich in so einem Fall darüber denken würde.

Das wollte ich nur sagen.

Gruß

domus
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Rosenfreak
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Rosenfreak
Ich hoffe auf viele Beiträge


« Antworten #12 am: 07. April 2008, 08:51:19 »

Ja mit dem Argument von Arbeitsplätzen kann man in Deutschland alles machen. Ärgerlich Ärgerlich
Wer braucht denn die Erweiterung? Für so einen Schrott würde ich keinen Cent ausgeben.

Meine Kinder sind auch ohne solche Vergnügungen gross geworden. Da wird den Leuten eh nur das Geld aus der Tasche gezogen.
Wenn keiner mehr hinginge wäre bald Schluss.
« Letzte Änderung: 07. April 2008, 08:53:07 von Rosenfreak » Gespeichert

Wer zur Quelle will muss gegen den Strom schwimmen
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Anika
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KZ: 7b


« Antworten #13 am: 07. April 2008, 10:12:47 »

Wer braucht denn die Erweiterung? Für so einen Schrott würde ich keinen Cent ausgeben.

Meine Kinder sind auch ohne solche Vergnügungen gross geworden. Da wird den Leuten eh nur das Geld aus der Tasche gezogen.
Wenn keiner mehr hinginge wäre bald Schluss.

Das sehen aber gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz viele ganz anders. Sonst würde nicht über eine Erweiterung diskutiert!
Und da ich in einem kleinen Handwerksbetrieb arbeite, kann ich nur sagen: Ja, ich weiß wie es ist, um die Zukunft zu bangen! Vom Arbeitsplatz hängen Existenzen ab. Nicht nur die des Chefs, sondern auch seiner Angestellten. Und in der heutigen Zeit muss ich sagen: Ein fester Arbietsplatz ist Luxus (Um kurz einen anderen Thread anzusprechen!)

Ich brauche auch kein Phantasialand, aber ich kann verstehen, das andere in sowas nur eine gesicherte Zukunft sehen  Unentschlossen
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G.
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Ranunkel
Gast
« Antworten #14 am: 07. April 2008, 10:30:49 »

Das sehen aber gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz viele ganz anders. Sonst würde nicht über eine Erweiterung diskutiert!

Dagegen gibt es zwei Argumente:
1. Solche Vorhaben werden nicht am tatsächlichen Bedarf festgemacht. Es geht hier ganz sicher nicht darum, mehr Leute für die vorhandenen Attraktionen zu gewinnen (bisher mussten die sicher niemand wegen Überfüllung nach Hause schicken), sondern darum, mehr/andere/zusätzliche Attraktionen anbieten zu können und damit einen höheren Gewinn zu erzielen. Das sind grundsätzlich erst mal nur Planspielchen. Ob die Kalkulation auf geht, wird erst die Zeit zeigen.

2. Werden solche Aufträge niemals direkt vergeben, sondern über einen GU. Und weil der auch seinen Reibbach machen will, drückt er die Preise auf Teufel komm raus. Heraus kommt, dass die örtlichen Betriebe viel Arbeit für wenig Geld liefern dürfen. Nicht selten gehen über solchen Praktiken kleine Handwerksbetriebe auch klanglos unter. Beispiele dafür gibt es genügend. Ich kenne zwei Kleinbetriebe, die sich daran schon die Finger verbrannt haben und niemals mehr an Ausschreibungen teilnehmen werden.

Und 3. darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass bei solchen Vergaben sehr oft die Aufträge an auswärtige Unternehmen vergeben werden. Damit schauen die örtlichen Handwerker dann auch wieder in die Röhre.

Grüße
Ranunkel

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