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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Schneiden der Beerensträucher 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Schneiden der Beerensträucher  (Gelesen 14632 mal)
Zwiebelchen
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Zwiebelchen
Rosenfan, jetzt schwäbisch-fränkischer Wald, 500 m


« am: 28. Juli 2007, 23:58:07 »

Die Johannisbeeren und Stachelbeeren sind nun abgeerntet. Laut Buch sollen die Sträucher nach der Ernte verschnitten werden.

Die Beschreibungen verwirren mich.
- die älteren (dunklen) Triebe sollen an der Basis abgeschnitten werden
- bei den schwarzen Johannisbeeren sollen die abgeernteten Triebe abgeschnitten werden
- bei Stachelbeeren Huch?

Also wie ist es richtig?
- rote und weiße Johannisbeeren tragen mehrmals an den gleichen Zweigen und nur die überalterten lassen dann im Ertrag nach oder? Habe mir die Zweige angsehen. Sie haben an der Spitze der dunklen Zweige frische Austriebe von 10-20 cm und neue Zweige aus der Basis. Trotzdem alles dunkle an der Basis rausschneiden?
- schwarze Johannisbeeren tragen wohl nicht mehrmals an den gleichen Zweigen oder ist der Ertrag im zweiten Jahr so gering?
- Stachelbeeren, egal ob rote oder gelbe sind dann wohl wie rote Johannisbeeren zu behandeln?

Und wie ist es bei Heidelbeeren?

Die Ernte war dieses Jahr sehr gut und nun will ich alles vorbereiten fürs nächste Jahr.
Grüße vom Zwiebelchen
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Grüße vom Zwiebelchen
Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man einen Garten anlegt. (chinesisches Sprichwort)
Klabusch
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Klabusch

« Antworten #1 am: 29. Juli 2007, 12:38:47 »

Hallo Zwiebel,

ich zitiere aus "Obstbaumschnitt" von H.W. Riess:
In fast allen Hausgärten sind die Beerensträucher zu dicht. Sie enthalten zu viel Alttriebe. zu erkennen an der dunklen Rinde - und bringen nur wenig und kleine Früchte. Ein richtig aufgebauter Strauch darf nicht mehr als 8 bis 10 Haupttriebe enthalten. Das Fruchtholz darf nicht älter als 3 Jahre sein. Die jungen Triebe tragen die größten und wohlschmeckendsten Beeren"

Das steht für Johannis- und Stachelbeersträucher

Die Jungtriebe sollen angeschnitten werden, d.h. die Spitzen etwas einkürzen. Damit wird Mehltau verhindert. Das gilt für rote Johannisbeeren und Stachelbeeren. Schwarze werden nicht eingekürzt

Gleiches steht auch in der "Beerenobst"-Veröffentlichung der Abtei Fulda. Wenn ich dir was kopieren soll, sag "Bescheid". Heidelbeeren werden übrigens in keinem Heft behandelt.

Schönen Sonntag noch
Klabusch
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Zwiebelchen
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Zwiebelchen
Rosenfan, jetzt schwäbisch-fränkischer Wald, 500 m


« Antworten #2 am: 29. Juli 2007, 13:16:13 »

Danke erst mal für den Rat.
Letztes jahr hatte ich bei der schönen weißen Johannisbeere, die immer sehr reichlich getragen hat, einige der dunklen Triebe rausgenommen. Dieses Jahr war der Ertrag bei diesem Strauch sehr mäßig. An den neuen (hellen) Trieben war nicht so viel dran. Tragen die neuen Triebe im Regelfall schon im nächsten Jahr voll? Vielleicht lag es ja am Wetter? Aber der daneben stehende rote Johannisbeerstrauch, den ich fast nicht ausgelichtet habe, trug Unmengen von großen und langen Trauben.
Wer weiß noch mehr über die Behandlung der köstlichen Beerensträucher?
Grüße vom Zwiebelchen
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brennnessel
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« Antworten #3 am: 29. Juli 2007, 13:19:53 »

mulchen, mulchen , mulchen, Zwiebelchen  Grinsend! die meisten beerensträucher sind waldpflanzen und mögen das daher sehr! mulchen hält den boden feucht und locker.

lg   lisl
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Zwiebelchen
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Zwiebelchen
Rosenfan, jetzt schwäbisch-fränkischer Wald, 500 m


« Antworten #4 am: 29. Juli 2007, 13:36:13 »

Ich mulche meine Beerensträucher alle, also auch die Himbeeren und Brombeeren. Im Frühjahr nach dem Wegräumen des Laubes und etwas vorsichtigen Lockern der Erde bekommen sie den etwas abgetrockneten Rasenschnitt (mit Schneckenkorn untergemischt). Nach jedem Rasenschnitt gibt Nachschlag.
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Klabusch
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Klabusch

« Antworten #5 am: 29. Juli 2007, 20:01:36 »

Moin,

wobei natürlich für Him- und Brombeeren ganz andere Regeln gelten. Himbeeren müssen sehr stark zurückgeschnitten werden, und Brombeeren tragen nur am 2-jährigen Holz. Da musste eben aufpassen, welche Triebe die ganz alten sind und die halt eben kappen.

Pfüati
Klabusch
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Zwiebelchen
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Zwiebelchen
Rosenfan, jetzt schwäbisch-fränkischer Wald, 500 m


« Antworten #6 am: 04. August 2007, 22:26:07 »

Bei den Himbeeren kenne ich mich aus. Ich habe sommer- und auch herbsttragende. Dises werden ja verschieden geschnitten. Und meine sehr wüchsigen Brombeeren haben ihren ersten Schnitt (Kürzen der langen neuen Triebe) schon hinter sich.

Kennt sich denn keiner mit roten und schwarzen Jahannisbeeren aus?
Sind die leckeren Früchte im Hausgarten nicht mehr "in"?
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domus
Gast
« Antworten #7 am: 04. August 2007, 23:01:08 »

Zwiebelchen,

ich kann nur von den roten Johannisbeeren berichten. Die haben wir jetzt, nachdem die meisten Beeren runter waren, um ca. 1/3 zurückgeschnitten und das tote Holz rausgenommen. Im Spätherbst werden wir sie auf den Stock setzen, also komplett auf ca. 30 cm runterschneiden. Das haben wir schon öfter so gemacht, und die Ergebnisse (viele Früchte an den neuen Trieben) waren immer gut. Wobei man die klimatischen Bedingungen (hier feucht-mild, bei Dir trockener und im Winter kälter) beachten sollte. Eventuell musst Du beim Schneiden etwas vorsichtiger sein.

Gruß

domus
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Zwiebelchen
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Zwiebelchen
Rosenfan, jetzt schwäbisch-fränkischer Wald, 500 m


« Antworten #8 am: 05. August 2007, 00:01:53 »

Wenn Du sie diesen Winter auf Stock schneidest, tragen sie doch nächstes Jahr nicht oder?
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Alfredos
Gast
« Antworten #9 am: 05. August 2007, 11:46:52 »

Hallo,
ehrlich gesagt, ich schneide Beerensträucher nie, mache nur totes Holz raus und die tragen immer zufriedenstellend. Naja gut, wir essen die auch nur runter und wecken nichts ein oder so. Zum Naschen reicht es immer.

Meine späten Johannisbeeren, die jetzt erst reif werden, haben alle die Stare geholt und den Strauch so zerrupft dabei..... den kleinen Sauerkirschbaum auch... Heul, da sind sogar die Äste abgebrochen weil zuviele Stare eingerückt waren....
Sowas habe ich noch nie erlebt. "Der Überfall der Monsterstare" oder Hitchcocks "Birds" sowas hätten wir auch drehen können....

Was man mit den Heidelbeeren nach der Ernte macht, würde mich auch interessieren. Hatte dieses Jahr auch eine gute Ernte.
lg
Alfredos
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Blue
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« Antworten #10 am: 05. August 2007, 12:17:04 »

Johannisbeersträucher muss man nach meiner Info v.a. auslichten und kann dabei auch gleichzeitig überaltertes Holz entfernen - ganz herunterschneiden ist auf die Art dann auch eigentlich nie nötig. Ich lasse jedes Jahr dann so etwa 7 passend gewachsene jüngere (aber nicht nur 1jährige) Triebe stehen, den Rest schneide ich ganz herunter - hat bis jetzt ganz gut funktioniert; meine Sträucher sind allerdings auch erst 5 Jahre alt.
« Letzte Änderung: 05. August 2007, 12:19:08 von Blue » Gespeichert
Christine N.
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Das Forum lebt!


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« Antworten #11 am: 05. August 2007, 13:57:32 »

Bei den roten Johannisbeeren verbinde ich Ernte und Rückschnitt in einem Arbeitsgang. Die älteren (dunklen) Triebe, die im allgemeinen nicht mehr so sehr viel tragen, sind bei mir meistens auch die längeren. Diese schneide ich ziemlich unten an der Basis ab. An einem Teil der Zweige ist schon der neue (helle) Austrieb gewachsen. Hier schneide ich nur bis auf diesen Austrieb zurück, sofern er ausreichend stark ist. Sehr dünne Zweige schneide ich in jedem Fall bis zur Basis ab. Diese tragen wenig Beeren, meistens nur viele Blätter und hängen meistens bis auf den Boden herunter.
Die Zweige mit den Früchten trage ich zu einem Sitzplatz im Schatten und ernte die Trauben bequem im Sitzen.  Grinsend

Auf diese Art wird in jedem Jahr so ungefähr ein Drittel beschnitten. Ich lasse jeweils noch einige Früchte hängen. Diese ernte ich bei weiterem Bedarf oder lasse auch einen Teil für die Vögel hängen, aber auch als "Naschfrüchte", da die Beeren durch längeres Hängen noch süßer werden.

Schwierigkeiten habe ich mit den schwarzen Johannisbeeren. Hier wird immer gesagt: "...nach der Ernte schneiden." Das habe ich zwar gemacht, doch sie verkahlen nach unten hin und wachsen nur immer lang nach oben weiter. Da die schwarzen Johannisbeersträucher bei mir sehr schwach wachsen, weiß ich nicht, ob ich sie bis ganz herunter schneiden kann. Ich befürchte, dass dann gar kein Austrieb mehr erfolgt. Wer kennt sich mit dem Schnitt der schwarzen Johannisbeeren aus? Wie weit werden diese am besten geschnitten?

Liebe Grüße,
Christine
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Christine
Gast
« Antworten #12 am: 18. August 2007, 22:09:41 »

Hei!
Meines Wissens tragen die schwarzen Johannisbeeren nur an neuen Trieben, weshalb man die alten direkt nach der Ernte - oder zwecks Ernte - abschneiden kann. Sie treiben neu aus und sollen im Folgejahr wieder gut tragen.
Soweit die Theorie. In der Praxis stehen meine schwarzen Johannisbeeren an so blöden Stellen, daß sie sowieso nie viel tragen.  Schockiert Insofern bin ich vielleicht nicht die richtige für gute Tips....?

Viele Grüße
Christine
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Giuseppe
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Giuseppes Fotoalbum
Zone 6, Naturraum 60, 470m ü. NN


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« Antworten #13 am: 19. August 2007, 00:31:58 »

Ja, genau,

aber nur die schwarzen Johannsibeeren. Die roten und weißen Johannisbeeren und die Stachelbeeren fangen am zweijährigen Holz zu blühen an. Das fruchtet dann einige Jahre ganz gut und dann gehen die Erträge zurück, weshalb man den Strauch so behandelt, wei es oben schon beschrieben wurde.

Giuseppe
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Digitalis
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Im Norden zuhaus!


« Antworten #14 am: 27. August 2007, 12:20:45 »

Hallo,
Die Johannisbeeren nicht auf halber Höhe abschneiden, unten an der Basis.
Die schwarzen tragen am einjährigem, die roten und weissen am drei- bis vierjährigem Holz am besten.
Gruß digitalis
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