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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Anpflanzung Birne, Nashi und Esskastanie 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Anpflanzung Birne, Nashi und Esskastanie  (Gelesen 9451 mal)
micc
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Spongebob

« am: 21. November 2002, 14:26:44 »

Bei Bekannten in Duisburg soll demnächst eine Kiefer gefällt werden (weil sich die Nachbarn beschweren - kennt man ja). Das Gartenamt war zunächst einer Fällung abgeneigt. Jetzt geht es aber doch, wenn zum Ausgleich 3 Bäume mit einem Stammumfang an der Basis von 16 cm gepflanzt werden. Es können auch Exoten sein (Winterhärtezone 8a) oder auch Obstbäume (Hauptsache Hochstamm). 16 cm schon bei der Pflanzung, das klingt teuer.... nun ja.
Angedacht ist folgendes: In den Vorgarten (heiß und sonnig) würde ich gerne eine Esskastanie setzen. Der Haken ist: der Vorgarten ist klein und weiter als 2 m vom Haus ist kaum zu verwirklichen. Würdet ihr einer Pflanzung abraten? Gibt es kleinbleibende Sorten (bis 5 m)? Hat man oder die Nachkommen eine Chance auf Maroni (die Esskastanien, die als Straßenbäume oder Försterexperimente am Waldrand herumstehen tragen alle taube Früchte)?
Im Hauptgarten sollte eine leckere, vornehmlich rotlaubige Nashibirne stehen (tauchen ja auch so langsam in den deutschen Gartencentern auf). Nun habe ich gelesen, dass die entsprechenden Sorten zwar vorzüglich schmecken, sich aber nur schwach selbst befruchten. Darum wollte ich eine normale Birne als Befruchter daneben stellen. Geht das überhaupt? Es sind ja verscheidene Pyrus-Arten. Falls eine Befruchtung möglich ist: welche Kombination kann man empfehlen?
Man könnte aber noch ganz andere Bäume pflanzen. Albizzia julibrissin oder schwarze Maulbeere wäre auch nicht schlecht für den Vorgarten, aber gibts letztere auch als Hochstamm (16 cm!) bzw. von welcher Gärtnerei muss ich den ankarren? Holland ist ja um die Ecke, aber trotzdem...


Oder schreibt mal einfach von Euren Erfahrungen mit Nashi-Birnen im Garten.
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peterr
Gast
« Antworten #1 am: 21. November 2002, 15:42:38 »

Hallo spongebob,

Castanea sativa: Also lass mal rechnen: 2 Meter Abstand zur Hauswand....C.s. kann 30 Meter hoch und 25 Meter breit werden...davon die Hälfte ist 12,5 Meter....minus 2 Meter....macht 10,5 Meter. Also in ausgewachsenem Zustand steht der Baum dann 10,5 Meter in deine Küche rein...das will überlegt sein! Kleinbleibende Sorten gibts glaub ich nicht. Bernhard fragen! Bäume die an so eine Stelle passen, gibts trotzdem die Menge. Kugelahorn, Kugelakazie und Konsorten gehören NICHT dazu. Aber Säulenformen z.B. von Quercus, Sorbus, Acer, Carpinus, Crataegus, Populus, Prunus, Betula...können passen.

Nashi: alias Pyrus pyrifolia. Man erlaube mir eine persönliche Wertung. Noch nie habe ich etwas geschmeckt, was so wenig an frisches Obst erinnert....übersüsste Wassersäckchen! Der feinmelonige Geschmack einer vollreifen Conference, die harmonische Abstimmung von süss und sauer der Gellertsbirne, das edle Aroma von Jeanne d´Arc ... im Zeitalter von Haribo und Hanuta für den Ungeübten nicht mehr schmeckbar? Wenn Nashi, dann Pyrus pyrifolia bretschneideri. Aber nicht sagen, dass ich so etwas empfohlen habe!Die soll für unser Klima tauglich sein. Über Befruchtersorten weiss ich nix.

Albizia julibrissin. Sehr schön! Bei mir würde sie leider erfrieren. Das will ich dieser edlen Dame nicht antun. Soll laut Literatur in Zone 8a überleben. Langfristig habe ich selbst dort Zweifel. Wenn, dann Albizia julibrissin Ernest Wilson.

Morus nigra. Sehr schön! Winterhart, in Zone 8 sowieso. Gibts ei freilich auf Hochstamm.

peterr


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Günther
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Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #2 am: 21. November 2002, 21:22:07 »

Maroni werden SEHR groß, nix für wenig Platz, eher für Parks. Soviel ich weiß, brauchen sie auch einen Befruchtungspartner....
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BigChicken
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...nennt mich einfach Chico :o)!


« Antworten #3 am: 21. November 2002, 21:48:24 »

Hi!

Ich bin auch dabei meinen elterlichen Garten etwas "aufzumöbeln". Problem bei mir ist, das wir erstens nur ÜBERgroße Kastanien und Rotahorne haben, die schon sehr viel Platz wegnehmen und dazu dem Garten im Sommer in nen Schattenparadis verwandeln. So sieht es eigentlich sehr mies aus für Obstbäume.
Aber die Nashi Birne ist bei mir in der engeren Wahl (muss nur noch nen etwas sonnigeren Standort im Garten entdecken  Zwinkernd.. man braucht aber dafür ne Befruchter Sorte, am Besten ne andere Nashi- oder Birnensorte wie Williams Christ oder Gellerts Butterbrine. (Wichtig bei der Auswahl ist hauptsächlich, das sie zu selben Zeit blühen!).

Kommen für dich nur früchtetragenden Bäume in betracht? Oder tun es auch nen paar anderen kleinwüchsige Baumsorten?

See ya..
               Chico (André)  Grinsend
 
« Letzte Änderung: 21. November 2002, 21:50:26 von BigChicken » Gespeichert
micc
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Spongebob

« Antworten #4 am: 21. November 2002, 22:42:33 »

Die Maroni kann ich mir also abschminken. War nur so eine Idee, weil sie zu meinen Lieblingsbäumen zählt.
Albizzia ist einen Versuch wert. Klimatisch gesehen können hier immergrüne Magnolien, Fatsia japonica und Eriobotryas gedeihen (obwohl es bei letzteren in kalten Wintern zu hässlichen braunen Blättern kommt). Da könnte es mit dem Schlafbaum vielleicht so gerade eben gehen.
Obstbäume müssen es nicht sein, auch keine Exoten. Obst passt aber gut in diesen Siedlergarten (ca. 700 qm). Eine Maulbeere im Vorgarten reizt mich schon. Dann muss ich nicht mehr zur Uni Düsseldorf fahren, um einen Eimer Beeren zu pflücken (der Botanische Garten wird nicht geplündert - der Maulbeerbaum steht in der Nähe der Mensa aufm Rasen, bei den Pflückaktionen kommt zufällig immer ein Koreaner, Chinese oder Perser vorbei und hilft fröhlich mit). Maulbeerkuchen ist sehr lecker, auch wenn es eine ewig Huddelei ist mit die Stiele abzumachen (verzeiht den Grammatik-Mix us Rhingländisch und Ruhrpottsch). Wo bekommt man denn Hochstammmaulbeeren in etwas größerer Ausführung?
Bei Nashi bin ich der Meinung, dass die Früchte aus dem Supermarkt eine langweilige Sorte sind und zudem nie ganz knackig frisch. Es ist wie bei den Birnen: die von Aldi und Lidl sind auch wie zuckrige Wassersäcke oder gleich ganz wässrig. So wird es auch passable Nashis geben. Das Fleisch sollte fest und aromatisch sein.
Kennt jemand einen Link mit Beschreibungen (Geschmack und Blütezeit) bei Birne und Nashi?
« Letzte Änderung: 22. November 2002, 02:06:06 von spongebob » Gespeichert
Simon
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=)


« Antworten #5 am: 21. November 2002, 23:06:45 »

Hi!

Ich bin grad beim Googeln (wollte nur wissen was an einem Maulbeerbaum essbar ist, wusste nur das die Blätter zur Seidenraupenzucht verwendet werden) einen Link von nem Shop gefunden:

http://www.flora-toskana.de/Pflanzensortiment/morus.htm

und

http://ibero-import.net/preisliste.pdf

Vielleicht ist ja ein Link davon für dich brauchbar Zwinkernd
Bye, Simon
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micc
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Spongebob

« Antworten #6 am: 22. November 2002, 00:28:12 »

Oh ja, der Ibero-Export in Neu-Eichenberg. Den kenn ich, weil ich mal auf der anderen Seite des Hügels in Witzenhausen gewohnt habe (mit Blick vom Badezimmerfenster auf Schloss Berlepsch).
Die Bäume sind sicher zu klein, da ich schon ordentlichen Strammumfang benötige (Baumsatzung - 16 cm, lassens mal 14 oder 13 oder 12 cm sein). Holland füret Einkaufen liegt von der Entfernung näher (auch Boskoop - ich liebe diesen Ort: vielleicht 17.000 Einwohner, aber 2.000 Gartenbaubetriebe...)
« Letzte Änderung: 22. November 2002, 02:05:24 von spongebob » Gespeichert
bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #7 am: 22. November 2002, 10:29:32 »

tja, castanea sativa 2 m neben dem haus zu pflanzen is wohl nicht so eine gute idee  Smiley kleinewüchsige sorten an sich gibt es meines wissens nicht. lediglich zierselektionen in weißbunt und gelbbunt bleiben hinter den wuchshöhen der normalen c.s. zurück. die produzieren aber wesentlich! kleinere früchte. weitere höhenlimitierende faktoren wären das klima, der boden, etc. ...... mit 10 bis 15 metern endhöhe ist allerdings selbst in ungünstigsten lagen und standortsituationen zu rechnen. ist also schlichtweg zu starkwüchsig für dich.

zur befruchtung hab ich schon mal was im obstforum geschrieben. ein baum ist grundsätzlich nicht soooo gut. grundsätzlich sind sie ja einhäusig, dh männliche und weibliche blüten auf einem baum! aber .... siehe dazu den thread über "selbstfruchtbaren" edelkastanien
« Letzte Änderung: 28. November 2002, 10:41:06 von bernhard » Gespeichert

freundliche Grüße,
Bernhard
PP
Gast
« Antworten #8 am: 25. November 2002, 12:09:54 »

Hallo,

hinsichtlich Eßkastanie kann ich aus meiner eigenen Erfahrung
beitragen, daß bei mir Eßkastanien durchaus als Großbusch
wachsen.
Sie sind ja sehr gut schnittverträglich und man kann daher
bei frühzeitigem "Erziehungsschnitt" die Buschform durchaus
erhalten.
Mein größter  "Castanienbusch"  ist ca. 4 m hoch und 5 m breit und blüht
und  fruchtet ganz ordentlich.
Wenn ich mich recht erinnere, sind auch die Kastanienwälder
im Mittelmeergebiet oft sog. "Niederwälder" die Bäume werden
bevor sie groß werden geschnitten und wachsen aus dem Stumpf
dann mehrstämmig nach.

PP
 


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bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #9 am: 28. November 2002, 10:50:14 »

hallo pp,

is schon klar, nur für spongebobs situation (hochstamm erforderlich) dann wohl nicht die richtige wahl.

deine sind ja bewußt und von anfang an als "breite hecke" gedacht. denkmöglich müßte eigentlich auch eine "hecke auf hochstamm" sein. weiß aber nicht, ob das schon mal jemand ausprobiert hat. dann aber wohl besser als bewußt gestalterisches element in großem stil in großem gartenraum, denn als notlösung.

die durch die niederwaldwirtschaft gewonnenen edelkastanienholzstangen wurden in erster linie als rebpfähle für den weinbau verwendet.
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freundliche Grüße,
Bernhard
micc
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Spongebob

« Antworten #10 am: 28. November 2002, 11:03:43 »

Thanx für die bisherigen Antworten

Die Idee mit einer strauchigen Castanea ist gar nicht so schlecht. Das liesse sich vielleicht zusätzlich noch irgendwie verwirklichen.
Es ist nicht eilig mit der Pflanzaktion - irgendwann im nächsten Jahr. In der Zwischenzeit kann ich nach Bezugsquellen für meine derzeitige Wunschauswahl Ausschau halten und mir Gedanken über den Transport machen.
Jetzt ist erstmal Urlaubsvorbereitung angesagt.
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bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #11 am: 28. November 2002, 11:11:58 »

edelkastanien für einen derartigen wuchs zu finden wird nicht schwer sein. wenn dir die sorte egal ist könntest du auch selbst säen. ansonsten kauf dir einfach günstige heister oder kräftige büsche der wildform. damit gehts schneller und die haben auch den vorteil, daß sie relativ wenig kosten (weil nicht veredelt und weil auch keine erziehungsschnitte von der baumschule vorgenommen wurden). wenn du büsche/heister mit bodennaher veredlung wählst, kostet es wohl mehr. du mußt dann beim schnitt darauf achten, daß du nicht alle edeltriebe wegschneidest bzw. besteht dann wegen des starkten rückschnittes verstärkt die gefahr, daß die extrem starkwüchsige wildform-unterlage überhand gewinnt.

@pp: wann schneidest du deine büsche? deine heckenidee finde ich übrigens genial. muß in einer wildfruchthecke einfach toll aussehen. nur platz muß man dieser kreation einräumen.
« Letzte Änderung: 28. November 2002, 11:13:12 von bernhard » Gespeichert

freundliche Grüße,
Bernhard
PP
Gast
« Antworten #12 am: 29. November 2002, 11:37:40 »

Hallo Bernhard,

den freistehenden Busch hab ich schon einige Jahre nicht mehr geschnitten,
weil die vielen Triebe der Krone sich sehr gleichmäßig entwickelt haben.
Erst dieses Jahr gibt es einen Ausreiser, den ich demenächst kappen will.
Die in der Hecke werd ich demnächst wahrscheinlich auch etwas zurücknehmen.
Ich hab bisher meist im Herbst geschnitten, könnt mir aber vorstellen, daß
bei veredelten Pflanzen ein Frühjahrsschnitt günstiger ist, wegen möglicher
Frostschäden.

Viele Grüße

PP
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bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #13 am: 29. November 2002, 11:44:37 »

dem grünen daumen nach, würde ich wegen der empfindlichkeit wohl erst im spätfrühjahr, kurz vor dem austrieb schneiden.
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freundliche Grüße,
Bernhard
PP
Gast
« Antworten #14 am: 29. November 2002, 11:52:02 »


...damit bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
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