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Autor Thema: hyperaktive Wühlmäuse  (Gelesen 6443 mal)
mara
Gast
« am: 04. April 2002, 22:24:42 »

Die Wühlmäuse scheinen besonders gut drauf zu sein in diesem Frühling. Jedenfalls haben sie einen gesegneten Appetit.

Die Schäden sind schlimmer als seit vielen Jahren, und die Viecher sind immer noch voll dabei. Zum ersten Mal fressen sie sogar Chionodoxa - allerdings nur rosa, keine blauen (die rosa Chionodoxa sind auch viel teurer - das hat bei den Mäusen System!) Sie haben sogar - und das war noch nie da - einen stattlichen, zwölfjährigen orientalischen Mohn, der in einem noch völlig intakten Drahtkorb stand, aufgefressen. Die Mäuse müssen irgendwie von oben in den Korb eingedrungen sein - obwohl ich davon keine Spuren, Gänge oder Hohlräume finden konnte. Oder kann ein Mohn über Winter einfach restlos verschwinden, so dass nicht einmal ein Stückchen Wurzel übrig bleibt???

Meine beiden Katzen graben überall nach Mäusen und machen fast soviel kaputt wie sie. Natürlich kriegen sie keine zu fassen.

Genervt, Mara
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Günther
Gast
« Antworten #1 am: 04. April 2002, 23:02:18 »

Bei hyperaktiven Kindern heißt es, sie kriegen zu viel Phosphat. Vielleicht düngst Du Deine Mäuse zu viel - Du solltest Valium streuen  Zwinkernd
Was hilft gegen Mäuse: Fallen und Gift, weniger spezielle Pflanzen und Katzen, gar nicht irgendwelcher eletronischer Schnickschnack.
Ja, Schlangen (Kreuzottern) fressen auch gerne Mäuse, und kriechen ihnen sogar in die Gänge nach, die Beschaffung ist nicht ganz einfach, auch soll es in der Praxis gewisse Probleme geben.
Maulwürfe vertreiben auch die Wühlmäuse, auch hier kanns Beschaffungsprobleme geben.
Oder Eulen und Uhus...
Fazit: nochmals: Fallen und/oder Gift.
Gespeichert
mara
Gast
« Antworten #2 am: 05. April 2002, 08:19:52 »

Liebe Raphaela,

wir haben dieses leidige Thema schon mal im GardenWeb durchgenommen. Dieses Jahr scheint aber tatsächlich besonders schlimm zu sein.

Eigentlich, wie ich damals schrieb, habe ich durch extensiven Einsatz von Drahtkörben und Pflanzung von giftigen und nicht schmackhaften Pflanzen die Situation ganz gut unter Kontrolle gekriegt. Dadurch bin ich aber in letzten Jahren auch leichtsinnig geworden und habe sogar Tulpen ohne Schutz gepflanzt. Das rächt sich nun.

Ich musste vor ein paar Jahren alle Gartenwege neu - diesmal mit Zement - verlegen, weil Wühlmäuse alles unterhöhlt hatten, und die Platten (die nur auf Kies lagen) wegsackten.

Maulwurf ist auch präsent, sogar Raubvögel. Hilft alles nicht nennenswert.

Das ist wohl der Nachteil des Vorteils, halbwegs "ländlich" zu wohnen.

Mitfühlende Grüße, Mara

p.s. was macht deine Bartblume? Meine treibt jetzt aus.
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Stephan Huber
Gast
« Antworten #3 am: 07. April 2002, 12:55:57 »

Hi!

auch bei mir haben die Wühlmäuse dieses Jahr böse gewütet, die ganzen Krokusse und anderen Zwiebelblumen, die ich vor zwei Jahren gepflanzt habe, sind verschwunden. Letztes Jahr habe ich allerdings nur noch unter den großen Bäumen )(>20 Jahre) gepflanzt, ich hatte den Eindruck, daß die Wühlmäuse da nicht mehr durch die Wurzeln kommen, und das hat bisher auch funktioniert. Außerdem hatte ich die Hoffnung, daß sie Rosen nicht mögen, meine haben es dieses Jahr auf jeden Fall überlebt, die Wühlmäuse haben lieber den Phlox gefressen... Aber nach Raphaelas Beitrag bin ich da etwas verunsichert.. Fressen die wirklich auch Rosen?


Viele Grüße
Stephan

Gespeichert
Ira
Gast
« Antworten #4 am: 08. April 2002, 12:35:19 »

Also wat seit ihr denn für Järtner  Grinsend

Also Wühlmäuse haben höchst empfindliche Nasen und ein paar Pflanzen mögen sie überhaupt GARNICHT....
Dazu gehören Kaiserkronen, schwarze Johannisbeeren und Knoblauch.
Knobi könnt ihr jetzt stecken und auch gut über Jahre drinnen lassen.. muß ja nicht alles immer geernet werden.
Knoblauch hilft übrigens auch gut gegen Läusebefall.
Dann kann Mensch noch mit Sonnenblumen arbeiten, Hecken aus Sonnenblumen halten Wühlmäuse zumindest im Sommer fern.

Also neben jede Rose einen Knoblauch ;-)

LG
Ira
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Günther
Gast
« Antworten #5 am: 08. April 2002, 14:26:17 »

Was hast DU für sensible Wühlmäuse!
Unsere haben die Kaiserkronen weggeschmatzt, die Gänge verliefen unter den schwarzen Ribiseln, und der Bogen um den Knofel war eher eine Gerade durch...
Ein alter Chemiker hat sie trotzdem weggebracht, aber vorsichtshalber sag ich nicht wie.
Gespeichert
Ira
Gast
« Antworten #6 am: 08. April 2002, 14:51:40 »

Moin Günther

ganz normale Hedwig-Holzbeiner-Land-Wühlmäuse.
Mag es vielleicht sein, das Deine Wühlmäuse keine Wühlmäuse sondern Schermäuse sind???
So wie bei manchem Posting hier sich der Verdacht von Ratten aufdrängt.

Bei mir funktioniert das seit Jahren   und neben Feld und Flur hab ich auch Nachbarn mit Wühlmausgärten  Zunge

Lg
Ira
Gespeichert
Günther
Gast
« Antworten #7 am: 08. April 2002, 16:10:26 »

Sie WAREN Wühlmäuse, die Betonung liegt auf der Vergangenheit - Gottseidank.
Hab extra welche händisch gefangen und genau betrachtet. Seziert hab ich sie nicht.
Ratzen gibts vor Ort nur die geflügelten.
Die derzeit einzigen Mäuse in unserem Garten sind die Wüstenrennmäuse - und die sind im Haus im Käfig, und gehören eigentlich zu den Hamstern.
Gespeichert
Ira
Gast
« Antworten #8 am: 08. April 2002, 16:24:13 »

Also Günther
ich hab Dich immer für nen Naturwissenschaftler gehalten.

Sezieren brauchst Du Mäuse nicht um zu erkennen, ob es sich um eine einfache Wühlmaus oder um eine Schermaus handelt....
Schermäuse haben einen extrem runden Kopf und fürchterlich LAAAAAANGE Zähne, so richtige Bibernagezähne.
Und das es bei Dir keine Ratten gibt...
HuchHuch? Die sind überall, wenn Du keine siehst heißt das noch lange nicht, das da keine sind!

LG
Ira

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Günther
Gast
« Antworten #9 am: 08. April 2002, 17:02:43 »

Eben. Wühlmäuse sind Wühlmäuse, und Schermäuse (auch Wasserratten) sind Schermäuse, und solche hatten wir nicht. Auch keinen Biber (die sind drunten im Wienfluß) und keinen Hamster. Nur ab und zu einen Dachs, der ist auch leidlich von Wühlmäusen zu unterscheiden. Ja, und Spitzmäuse gibts manchmal auch. Die Ratten dürften andere Gegenden bevorzugen, jedenfalls waren bis jetzt weder beim Komposthaufen noch bei den Biotonnen Spuren.
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Ira
Gast
« Antworten #10 am: 08. April 2002, 17:14:54 »

Siehste Günther und genau gegen die (gegen Schermäuse, Biber und Spitzmäuse übrigens auch nicht, bei Ratten hilft's sowieso nicht) braucht niemand Carbid oder gar andere seltsame Dinge, die nach Heu riechen ;-)

Ira
Gespeichert
mara
Gast
« Antworten #11 am: 08. April 2002, 18:23:39 »

verzeihung, wenn ich mich einmische. Ich bin keine Wissenschaftlerin, aber meine Wühlmäuse sind Wühlmäuse.
Nach langjähriger, leidvoller Erfahrung kann ich versichern, dass es keine Pflanze gibt, die hungrige Wühlmäuse von ihrem Treiben abhält. Es gibt zwar Pflanzen (viele sogar), die Wühlmäuse nicht fressen, aber keine, die ihre Nachbarin schützen. Nicht einmal Kaiserkrone, trotz des strengen Geruchs. Manche streng riechenden Zwiebeln sind offensichtlich sogar Delikatessen: z.B. Nectaroscordum.

Zu deiner Frage, Stephan: Ja. Wühlmäuse fressen Rosenwurzeln. Nicht alle und nicht immer - aber immer öfter... Überhaupt scheint es individuelle oder vielleicht eher regionale Unterschiede in ihren Vorlieben zu geben ;-) Bei mir, z.B., fressen sie niemals Phlox (paniculata).
Gruß, Mara
Gespeichert
Günther
Gast
« Antworten #12 am: 08. April 2002, 19:36:22 »

Ich nehme auch weder Karbid noch Cumarinderivate (die auch kaum so riechen). Ich machs effizient.
Die "biologischen" Methoden sorgen genauso wie Solarklopfer oder pfeifende Flaschen nur für Lacherfolge. Bei den Mäusen.
Eventuell geht noch Ultraschall mit AUSREICHENDER Leistung, nicht so Gelsenpiepser, aber bei größeren Flächen kann mans auch vergessen.
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Hans
Gast
« Antworten #13 am: 08. April 2002, 20:09:56 »

Hi Günther,

welche "nichtbiologischen" effizienten Methoden verwendest Du denn?

Neugierige Grüße
Hans
Gespeichert
Günther
Gast
« Antworten #14 am: 08. April 2002, 20:48:40 »

Sag ich nicht. Ist erstens arg illegal, und zweitens in Laienhand extrem gefährlich. Tut leid...
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