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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: neuer Baum auf alten Standort 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: neuer Baum auf alten Standort  (Gelesen 13154 mal)
fleischi79
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« am: 18. Februar 2007, 20:15:22 »

Schönen guten Abend!
Will auf einen Standort auf dem bereits seit  ca. 20 Jahren ein Apfelbaum stand einen neuen pflanzen. Ist das möglich?
Habe gehört manche Gattungen machen das nicht mit. Welche sind das? oder was ist dabei zu beachten?

MfG Fleischi79
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Crispa
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Mir auf der Spur..........


« Antworten #1 am: 18. Februar 2007, 20:49:40 »

Man sagt ja, dass man es nicht tun sollte.Ich kann von  einer Süßkirsche berichten welche mehrmals gepflanzt wurde.

In einer Sichtachse auf einen barocken schiefergedeckten Kirchturm stand eine ca. 100 jährige Kirsche. In der Blütezeit der Kirsche war dieser Blick besonders schön. Leider war sie von Pilz befallen und ging langsam ein. Mir war klar, dass an diesen Standort wieder eine Kirsche gepflanzt werden mußte. Trotz Erdaustausch schaffte es erst der dritte Kirschbaum den Standort zu erobern. Sie ist jetzt bereits 8 Jahre alt und hatt es wohl geschafft.

Allerdings habe ich schon öfter einen abgängigen Apfelbaum ohne Schwierigkeiten durch einen jungen ersetzt.
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willem_baltic
Gast
« Antworten #2 am: 18. Februar 2007, 20:56:15 »

Moin Moin

wenn man der Literatur glauben mag, funzt es nicht. Ich denke, "Versuch macht kluch"

Gruss willem
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fleischi79
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« Antworten #3 am: 19. Februar 2007, 17:03:41 »

vielen Dank für die Tips!

willem welche Literatur gibts denn da?
Es würde mich näml auch interessieren wie es sich bei anderen Bäumen bzw. Gehölzen verhält
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bamboo-norddeutsch
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« Antworten #4 am: 19. Februar 2007, 17:23:34 »

Ohne umfangreichen Bodenaustausch wird man wenig Erfolg haben.
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Aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man schönes bauen.
Johann Wolfgang von Goethe
fleischi79
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« Antworten #5 am: 20. Februar 2007, 11:03:48 »

es ist dann wohl so ähnlich zu sehen wie die Thematik "Rosenmüdigkeit" ?
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bamboo-norddeutsch
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« Antworten #6 am: 20. Februar 2007, 12:10:28 »

Richtig.
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Karinia
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« Antworten #7 am: 20. Februar 2007, 13:24:44 »

Apfelbäume geben (wie viele andere Pflanzen auch) bestimmte Botenstoffe in den Boden ab und hindern so ihren eigenen Nachwuchs, in unmittelbarer Nähe auszukeimen. Diese Stoffe bleiben auch nach Abholzen noch lange in der Erde. Es wird also wenig Sinn machen, hier einen neuen Apfelbaum zu pflanzen - außer man tauscht den Boden wirklich sehr großräumig aus.

Man nennt diese Eigenschaft Allelopathie - auch bekannt vom Walnussbaum, anderen Bäumen und sogar bei Gemüsen. Unter dem Stichwort kannst Du Näheres suchen, da gibt es im Internet reichlich.
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Giuseppe
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Giuseppes Fotoalbum
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« Antworten #8 am: 21. Februar 2007, 02:19:18 »

Hallo fleischi79,

einen Kirschbaum oder einen Birnbaum kannst Du nach dem Apfelbaum sofort an die Stelle pflanzen, denen macht der Apfel nichts. Nur mit einem neuen Apfelbaum geht es nicht gut. - noch schlechter übrigens mit einem Pflaumenbaum, der verträgt anscheinend überhaupt keinen Apfel im Vorfeld. Diese Informationen habe ich aus dem Katalog der Gärtnerei naturwuchs. Ich hoffe, ich habe die Tabelle richtig interpretiert.

Giuseppe
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fleischi79
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« Antworten #9 am: 21. Februar 2007, 20:42:06 »

Danke an Euch alle die Ihr mich an eurem Wissen teilhaben lasst! Zwinkernd
Habt mir sehr geholfen
merci!

Noch ne Frage giuseppe: "War das im normalen Katalog oder der im Netz. Bin näml nicht fündig geworden in punkto Liste"
« Letzte Änderung: 21. Februar 2007, 21:02:55 von fleischi79 » Gespeichert
Giuseppe
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Giuseppes Fotoalbum
Zone 6, Naturraum 60, 470m ü. NN


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« Antworten #10 am: 21. Februar 2007, 23:08:10 »

Nein, fleischi79,

im Netz ist die Tabelle leider nicht, nur im gedruckten Katalog. Aber evt. kann ich Dir einen scan mailen.

Giuseppe
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Sven
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« Antworten #11 am: 22. Februar 2007, 08:51:16 »

@Giuseppe: ich kenne von irgendwoher die alte Gärtnerregel "Kernobst auf Steinobst oder Steinobst auf Kernobst", wenn es um die Neubepflanzung eines Standortes geht. Dass Birne auf Apfel geht, wäre nach der alten Regel nicht möglich, weil es ja beides Kernobst ist. Wahrscheinlich haben sie es früher doch noch nicht so genau gewusst. Weiß jemand, wie es in den Plantagen gehandhabt wird?

Mit Morgengruß, Sven
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Soblu
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Soblu
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« Antworten #12 am: 22. Februar 2007, 09:27:00 »

Hallo,

ich meine, in den Plantagen wird sicher der eine oder andere Baum zu Anfang noch ergänzt. Später bleiben dann halt die Lücken, weil jeder neue Baum über Jahre hinweg ne Sonderbehandlung bräuchte.
Wenn die Plantage nicht mehr genug Ertrag bringt, wird gerodet und entweder (mit was anderem) neu aufgepflanzt oder aber Acker daraus.
Wie das heute in Zeiten von Cross Complience und Agrarförderung aussieht (ob man eine Obstplantage einfach zum Acker zurückwandeln kann und umgekehrt) weiß ich leider auch nicht.

Auf guten Böden ist man anscheinend für ein nachlassendes Wachstum beim dauerhaften Nachbau der selben Art zum Teil dankbar.  Augen rollen
Zur Verringerung der Nachbauprobleme wird empfohlen jedem Pflanzloch 10l Kultursubstrat beizugeben. (Wir reden aber jetzt sicher von einer Spindelbaumanlage. Zwinkernd )
Als Ursache werden Bodenbakterien vermutet, die als Stoffwechselprodukte gesättigte Kohlenwasserstoffe wie Ethylen und Buten abgeben und deren Auftreten offenbar durch Nachbau gefördert wird. (es wird nicht ausgeschlossen, dass die Bodenmüdigkeit bei verschiedenen Obstsorten unterschiedliche Ursachen hat)
Quelle: Lucas, Anleitung zum Obstbau, 32. Auflage

Viele Grüße Soblu
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Sonnige Grüße,

Soblu
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