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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Pflanzloch 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Pflanzloch  (Gelesen 3858 mal)
PeterO.
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pecunia non olet


« am: 22. September 2006, 14:49:48 »

Moin Moin!

Als ich die Tage mit einem Nachbarn über meine Pläne gesprochen habe, meinen botanischen Garten um ein paar Bäume zu erweitern, meinte er, dass jetzt der beste Zeitpunkt sei die Löcher zu graben um dann im Frühjahr dann neue Bäume zu pflanzen.
Durch den zu erwartenden Frost im Winter würden die " umwohnenden" Schädlinge biologisch dynamisch umweltverträglich äh ..., genau das.
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willem_baltic
Gast
« Antworten #1 am: 22. September 2006, 14:53:32 »

Moin Moin

... und sind dann, angelockt durch den Geruch frischer Obstbaumwurzeln, schnell wieder zur Stelle.

Ich würde die Bäume jetzt pflanzen. Es werden noch Wurzeln gebildet und der Baum kann im Frühjahr voll durchstarten.

Gruss willem
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PeterO.
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pecunia non olet


« Antworten #2 am: 22. September 2006, 15:00:54 »

Danke!
Aber wie lange kann man noch Bäume pflanzen?? Noch mach dem 15 Oktober??

cu
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willem_baltic
Gast
« Antworten #3 am: 22. September 2006, 15:04:27 »

Moin Moin

ich bin kein Obstbaum, ich muss mich auf das weitergegeben Wissen von anderen Menschen verlassen.

Scherz bei Seite, (heimische) Obstbäume können an freostfreien Tagen bis ins Frühjahr gepflanz werden. Also den ganzen Winter durch.

Gruss willem
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Walther
Global Moderator
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Walther

« Antworten #4 am: 22. September 2006, 15:17:51 »

moin moin,

diese Pflanzlochgeschichte ist eine alte erprobte Technik. Mit aktuellen Modeerscheinungen hat das nichts zu tun. Die Methode  wird, soweit ich weiß, hauptsächlich für großkronige langlebige Hochstämme auf Obstpantagen mit schwerem Boden durchgeführt.

Der Aushub bekommt über Winter die richtige Gare, und wird erst beim Pflanzen wieder locker in das Pflanzloch gefüllt, damit der Baum auf einem kleinen Hügel steht. Der Hügel sinkt im Laufe der nächsten Jahre wieder ein.

Aber - wichtig - das ganze macht nur Sinn wenn das Loch 'riesig' ist. Ich habe gelernt, einen Würfel(!) mit den Kanten einer Spatenlänge auszuheben. Man vermeidet so den Blumentopfeffekt und auch, dass alle Wurzeln gleichzeitig an die Loch'wand' stoßen.

Damit der Baum uralt wird ist es wichtig, dass er in jungen Jahren eine erstklassige Wurzel aufbauen kann.

Ob das Ganze für einen getopften Zwergbaum auf schwachwüchsiger Unterlage aus dem Baumarkt nötig ist, wage ich auch zu bezweifeln, aber wer gerne gräbt...

Es gab schon mal einen Thread dazu, ist sicherlich noch im Archiv.

Wegen Ungeziefer höre ich das erstmals.

LG
Walther
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PeterO.
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pecunia non olet


« Antworten #5 am: 25. September 2006, 19:41:16 »

Obstbäume können an frostfreien Tagen bis ins Frühjahr gepflanz werden. Also den ganzen Winter durch.

Gruss willem
Sorry, das verstehe ich nicht, wenn es Frost hat, können die Wurzel auch in der Erde (er)frieren, oder? Weil der Frost geht geht ja bis ca 30/40 Zentimeter in die Erde. Oder irre mich da?
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Soblu
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Soblu
Klimazone 7a Naturraum 467


« Antworten #6 am: 26. September 2006, 09:17:55 »

Hallo,

also ich würde bei Frost nicht pflanzen, weil ich dann kein Loch ausheben kann und den Baum nicht mit Eiswürfeln angießen möchte. Nimmt man warmes Wasser wird das Pflanzloch ein einziger Eisklumpen-das überlebt bestimmt kein Baum!
Bei schon ausgehobenen Loch bleibt das Problem, wie ich gefrorene Erde ordentlich im Pflanzloch verteilen und verdichten möchte.  Cool  Zwinkernd

Der Frost geht je nach Dauer und Minusgraden in ganz harten Wintern und Gegenden bis zu 80cm in den Boden. Deswegen werden die Wasserleitungen auch entsprechend tief verlegt und in manchen Jahren trotzdem erwischt.  Schweigend

Grüße Soblu
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Sonnige Grüße,

Soblu
willem_baltic
Gast
« Antworten #7 am: 26. September 2006, 13:15:53 »

Wenn es Frost hat, können die Wurzel auch in der Erde (er)frieren, oder?

Moin Moin

nein, frostharte Gehölze (also z.B. heimische Obstbäume) erfrieren nicht. Ich bin leider kein Botaniker, sonst könnte ich dir wohl auch erklären warum nicht.

Ein Apfelbaum friert auch im oberirdidischen Teil nicht zurück (idR), warum sollten es die Wurzel tun?


Gruss willem
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Pflaume
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« Antworten #8 am: 26. September 2006, 15:01:33 »

Die Wurzeln sind im Winter mit Reservestoffen wie Stärke, Zucker, Mineralien, Glyciden, Lipiden und Aminsosäuren vollgepackt. Durch diese Stoffe wird der Gefrierpunkt des außerdem noch enthaltenen Wassers entsprechend gesenkt.

Der Stamm hat aus naheliegendem Grund im Winter so gut wie kein Wasser, er führt also keinen Saft, so daß bezogen auf das wenige Wasser genügend andere Stoffe da sind, die den Gefrierpunkt absenken.
Problem gibt es dann im Frühjahr, wenn durch die Sonne die Südseite erwärmt wird und die warmen Leiterbahnen dann Wasser aus der Wurzel aufnehmen, in der Nacht ein strenger Frost kommt, dann kann es zu Frostrissen oder abplatzen von Rindenpartien kommen.

Wie Soblu schrieb, macht es doch nicht schwerer als es ist. Wenn der Boden so weit aufgefroren ist, daß dieser mit einer Schaufel in das Pflanzlosch befördert werden kann, mit den Füßen angetreten werden kann, dann könnt ihr auch den Baum setzen, ohne Angst zu haben, daß die Wurzeln erfrieren.
Wenn der Boden so gefroren ist, daß ihr ihn nicht von der Stelle bekommt, dann könnt ihr auch nicht pflanzen. Ob die Wurzeln dann erfrieren würden oder nicht, ist eigentlich egal.

Es ist natürlich von Vorteil, wenn der Boden krümeliger ist, dies wird durch kräftigen Frost bewerkstelligt, aber eben nur so tief, wie der starke Frost reicht. Wenn ich aber nun einen Baum habe, dann werde ich deshalb nicht bis Ende Februar warten, sondern ihn sofort pflanzen.
Im Boden ist er besser aufgehoben als bei mir zuhause.
Wenn ich den Baum erst im März habe, dann schadet es nicht, das Pflanzloch schon dieses Jahr zu graben, sofern ich gerade Zeit habe.

Grüße
Pflaume

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Credo, quia absurdum - Tertullian
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