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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Rätselhafte Welke bei Erdbeeren? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Rätselhafte Welke bei Erdbeeren?  (Gelesen 5532 mal)
gartenuta
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gartenuta

« am: 14. September 2006, 10:24:18 »

Immer wieder in diesem Jahr hatte ich Ausfälle bei den Erdbeerstauden. Erst welken die unteren Blätter, die Pflanze wird matt und greulich. Dann welken immer mehr Blätter, die Herzblätter quälen sich noch lange rum aber irgendwann geht die Pflanze ein.Ich hatte diese Plage immer gleich bei mehreren Pflanzen. Das Beet wurde sehr lückenhaft. Es wurden normal gegossen. Und nach dem Ausbuddeln der toten Pflanzen hab ich nach den Wurzeln gesehen aber sie sahen nicht beschädigt aus.

Ich hab Boden ausgetauscht und neue selbst gezogene Pflanzen in die Lücken gesetzt.

Aber nun hab ich die gleiche Erscheinung auf einem anderem Beet mit ganz neuen im Juli im Gartencenter gekauften Stauden.Wieder welken die unteren Blätter und die Pflanzen sehen matt aus. Was kann das sein. Gibt es so eine Welkkrankheit beei Erdbeeren? Danke für die Antwort.
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grüner gruß von gartenuta
Soblu
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Soblu
Klimazone 7a Naturraum 467


« Antworten #1 am: 14. September 2006, 12:33:33 »

Hallo Gartenuta,

könnte sich um die Verticillium-Welke handeln.
Schneide mal quer durch ein Rhizom. Befinden sich im Bereich der Leitungsbahnen verbräunte Stellen, liegt dieser Verdacht sehr nahe. Die Mikrosklerotien (dienen der Überdauerung) und bleiben viele Jahre lang im Boden überlebensfähig.
Eine chemische Bekämpfung ist in Dtl. nicht möglich.
Es hilft nur Vorbeugen durch:
-weniger anfällige Sorten+gesundes Pflanzenmaterial
-ungünstige Fruchtfolgen ausschließen (z.B. Kartoffel, Klee, Luzerne)
-lange Anbaupausen

Grüße Soblu
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Sonnige Grüße,

Soblu
gartenuta
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gartenuta

« Antworten #2 am: 14. September 2006, 20:36:00 »

Hallo soblu, danke für die kluge Antwort. Du hast aber ein Fachwissen. Ich hab schon überall nach dieser Welke gesucht.
Quer durch ein Rizom schneiden? Heißt das quer durch din Wurzelballen? Oder längst so vom Herz nach unten?
Wenn du so ein Fachwissen hast, kennst du auch resistente Sorten?
Kartoff. Klee und Luzerne hab ich nicht. Aber vor ein paar Jahren hab ich mal Luzerne als Gründüner gehabt. Glaube ich.
Schade, das ist ja eine Pleite.  
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grüner gruß von gartenuta
Soblu
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Soblu
Klimazone 7a Naturraum 467


« Antworten #3 am: 15. September 2006, 09:16:13 »

Hallo Gartenuta,

ich habe nur teilweise das Fachwissen, dafür aber einige Fachbücher, die dieses gut ergänzen/erweitern.  
Darin stehen dann eben solche Sachen. Wie sagt man doch so schön: Man muss nicht alles wissen, aber wissen wo es steht.  Cool
Ich würde eine Pflanze mal Stück für Stück von oben nach unten oder umgekehrt in Scheiben schneiden. Die Leitungsbahnen dürften beim Längsschnitt von oben nach unten teilweise gar nicht getroffen werden. Beim Querschnitt schaut man dann von oben auf alles, was sich im/am Rhizom/Wurzel befindet. So erkläre ich mir das zumindest. Leider habe ich keine Erdbeerpflanzen (mehr). Kann es also nicht vorführen/ausprobieren.

Beim Googlen habe ich das gefunden: PDF-Dokument  
Ist ein wirklich interessantes Werk. Ab Seite 21 geht es um Verticillium-Resistenzen. Dort werden die Sorten Anneliese, Delite, Fratina, Sequoia als nicht anfällig benannt. Geringere bis mittlere Anfälligkeit wird bei den Sorten Red Gauntlet, Korona, Senga Sengana angegeben.

Da sich die Mikrosklerotien über viele Jahre im Boden halten, hilft wohl nur eine Kombination aus resistenten Sorten, langen Anbaupausen und eine entsprechende Fruchtfolge ohne die oben genannten Fruchtfolgeglieder. Fast jede angezüchtete Resistenz wird irgendwann einmal gebrochen... Leider! Je geringer der Infektionsdruck/Sporenmenge, desto länger wird eine Resistenz halten.
(Kommt aber auch wieder auf die genetische Verankerung der Resistenz an... ist aber ein anderes Thema.  Zwinkernd )

Edit: Soeben noch was gefunden: PDF2 Da werden noch Lein und Tomaten als Wirtspflanzen erwähnt.
 
Grüße Soblu
« Letzte Änderung: 15. September 2006, 09:21:14 von Soblu » Gespeichert

Sonnige Grüße,

Soblu
gartenuta
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gartenuta

« Antworten #4 am: 15. September 2006, 09:35:50 »

Danke danke soblu. Hab jetzt keine Zeit, aber ich werde es mir heut noch gründlich durchlesen. Mir ist da noch eine Idee gekommen. Ob ein Bodenaustausch hift. Bekomme im Herbst sowieso Mutterboden, dann den Erdbeerboden abtragen und den neuen Boden rauf??? Hm.
Aber vielen Dank für die Tips.
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grüner gruß von gartenuta
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