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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Maronen/Esskastanien/Edelkastanienbaum - wie Züchtet man einen? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Maronen/Esskastanien/Edelkastanienbaum - wie Züchtet man einen?  (Gelesen 43513 mal)
Fawkes
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« am: 29. August 2006, 19:44:45 »

Hallo!

Ich wollte einmal fragen, ob ihr hier wisst wie man einen Edelkastanienbaum züchtet. Also einfach eins von den dingern die man Kaufen kann (die Rohen, nicht die die schon geröstet sind^^) in die Erde stecken - Fertig?

LG
Fawkes
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hendihaxi
Gast
« Antworten #1 am: 29. August 2006, 19:58:49 »

du meinst, wie man einen solchen baum "zieht", nicht züchtet *i-tüpfelchenreit*  Grinsend

ja, maroni in die erde stecken und warten. solltest du sofort nach samenreife machen. also sobald du an rohe maroni kommen kannst, in die erde damit.
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Leda
Gast
« Antworten #2 am: 30. August 2006, 07:44:02 »

Braucht ein solcher Maronenbaum ein eher warmes Klima? Oder könnte ich den auch in meiner Klimazone 6 pflanzen?
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Andreas Regner
Global Moderator
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Klimazone 7 (6-8), phän. Naturraum 70


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« Antworten #3 am: 30. August 2006, 08:08:56 »

Hallo,

Castanea sativa ist Frostkeimer (ggf. stratifizieren).
Pflanztiefe: etwa die Dicke des Samens.

Bei Sämlingen sind die Erträge oftmals niedrig. Sinnvoll könnte sein, sich Saatgut von einem gut tragenden Sämling aus der Region zu besorgen (auch in Bezug auf Standortgerechtigkeit).

Zu Sorten auf planten.de:
http://www.planten.de/2001/12/19/obst-schalenobst-esskastanie/
« Letzte Änderung: 30. August 2006, 10:17:49 von Andreas Regner » Gespeichert

grüsse
andreas
Iggi
Gast
« Antworten #4 am: 30. August 2006, 08:24:01 »

Hallo Leda!

Im Rosengarten in Bamberg steht einer, der trägt auch gut!
Ich würde sagen, 7a oder 6b. Lächelnd
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Fawkes
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« Antworten #5 am: 30. August 2006, 09:02:05 »

Und muss ich sie in die erde stecken oder geht uch ein blumentopf oder ähnliches?
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june
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« Antworten #6 am: 30. August 2006, 10:19:31 »

Castanea braucht eine gewisse Vegetationszeit, weil sonst die Früchte nicht ausreifen. In München gibt es auch 2 oder drei Bäume im englischen Garten, ich weiss allerdings nicht, ob die Bäume richtige Früchte ausbilden. Was Castanea ausserdem nicht mag ist Kalk im Boden, obwohl sie in München damit offensichtlich keine Probleme hat oder der Bodenboden ist entsprechend entkalkt..

Liebe Grüsse,
June
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Chrissie
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Geist ist geil! Klimazone 7a, ca. 500 m über NN


« Antworten #7 am: 30. August 2006, 10:20:36 »

Welche aus dem Supermarkt würde ich nicht zur Aussaat nehmen. Je nachdem wo du wohnst, kannst du dir im Elsaß oder in Südtirol Saatgut besorgen.

Ich habe hier eine interessante Page dazu gefunden:
http://www.am.rlp.de/Internet/global/startpage.nsf/start/Home_Gartenakademie

In der Suche "Eßkastanie" eingeben.
« Letzte Änderung: 30. August 2006, 11:17:00 von Chrissie » Gespeichert

Dumme hetzen, Kluge warten - Weise gehen in den Garten. (Frei nach Tagore)
Fawkes
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« Antworten #8 am: 30. August 2006, 15:42:23 »

Zitat
Verbreitung der Früchte durch Krähen, Eichelhäher, Eichhörnchen, Siebenschläfer. Pflanzen daraus fallen nicht sortenecht an. Über Winter im feuchten Sand halten, zur Anzucht Früchte 8 Tage lang in Wasser einlegen, im Frühjahr im Freiland aussäen (20 x 20 cm). Nach dem ersten Standjahr verschulen. Sorte aufpfropfen oder okulieren (da jedoch starke Kallusbildung), oder Stockausschläge aufschulen

Also, heißt des ich muss eine Marone nehmen, die im winter in Sand tun, den man regelmässig befeuchtet, und im frühling 8 tage in wasser, danach aussähen? Verstehe ich das richtig?
« Letzte Änderung: 30. August 2006, 15:44:30 von Fawkes » Gespeichert
Fawkes
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« Antworten #9 am: 30. September 2006, 13:11:33 »

Also, wenn ihr mir hier etwaas erklärt, dann müsst ihr es bitte so wie bei einem extrem Dummen machen, okay? Ich frag jetzt lieber nochmal:

Ich habe gerade Maronen gekauft. Was tue ich etzt damit, um einen Baum ziehen zu können.

LG
Fawkes
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Elfriede
Gast
« Antworten #10 am: 30. September 2006, 13:31:08 »

Du legst sie einfach in einen mit Erde gefüllten Topf oder in deinen Garten.
Das machen bei uns die Eichhörnchen und Siebenschläfer auch so und viele vergessene Kastanien keimen dann.
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allmendeperma
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Keine Bewahrung der Umwelt im Kapitalismus


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« Antworten #11 am: 01. Oktober 2006, 23:28:10 »

Wir haben das schon 2x gemacht. Ein Problem sind glaub ich andere Säugetiere, die die Kastanien auch gern mögen (Mäuse etc!). Wir haben denen deshalb "Käfige" aus Mausdrahtgitter gebaut, bis ca 20cm über den Boden.
Beim ersten Versuch hats super geklappt, aber nachdem wir sie dann aus den Käfigen im Herbst raus und an die geplanten Standorte gesetzt haben, kam dieser superkalte Winter 2002/3. Und bei uns ne windoffene Lage aufm Gestrücken! Da waren se alle tot, obwohl von Mutterbäumen aus der Gegend.
Außerdem ist der Blattaustrieb im Frühling gefährdet durch Spätfröste: Dies Jahr hatten wir Bodenfrost am 30. Mai! Ausser dass fast alle Tomaten und Kürbisse abgekxxxx sind, verloren kleine c. sativas ihre neuen Blätter. Das haben ein paar auch nicht überlebt (die meisten aber schon).
Zurück zu den Mäusen: In einem anderen Jahr hat das Kastanienziehen nicht geklappt und als wir später die Nüsse wieder ausgebuddelt haben, hatten sie wohl gekeimt, aber die Triebe (Wurzeltriebe, nehm ich an)sahen schon abgefressen aus: Das waren auch starke Dinger, 4-6mm dick - die hören doch nicht mit einer Bruchstelle am Ende auf zu wachsen...
Von daher find ich die Idee ganz gut, die Samen übern Winter in Sand einzuschlagen (vielleicht in einer Waschmaschinentrommel unter der Erde oder einem ähnlich sicheren Ort) und dann erst im Frühling in ein Beet, dann haben die kleinen Schexxxx wenigstens noch ein bißchen junges Wildkraut zu knabbern und müssen nicht immer an die Maronen denken. Obwohl unser letzter Fall ja nach dem Keimen massakriert wurde...
Diese Ernte gerade sammeln wir auch ganz fleissig, weil wir hunderte Sämlinge für unsere Windschutzhecke brauchen: In den kleinen Folientunnel werd ich viele Mausfallen stellen! Die sind auch gerade relativ erfolgreich beim Schutz des Mais usw, gefüllt mit veganer Blockschokolade... "Supercat" (hier ein Bildchen: http://www.vi-on.de/html/mausefalle_supercat.html ) macht sich gut outdoors, der Dauerköder verschwindet zwar im Regen, lässt sich aber wie gesagt ersetzen. Gut ist auch diese "Neudorff" (find ich eigentlich die Beste, superunverwüstlicher Auslösemechanismus) kannst Du hier: http://www.fahrholz-shop.de/search.php sehen, wenn Du im Suchfeld "Mausefalle" eingibst. "topcat" ist nicht so toll.
Ich glaub was auch noch wichtig ist, ist dass Du auch eine andere Sorte als Befruchter hast (oder sogar mehrere, die blühen auch zu unterschiedlichen Zeiten, die richtigen kommerziellen Sorten zumindest). Es ist voll ärgerlich, wenn Dein Sämling nach 10 Jahren das erste Mal blüht und dann nur taube Schalen dranhängen.
Noch ein Tipp für ein gutes Büchlein zur Kastanienzucht (viel Sorten und sowas drin): "Chestnuts - production and culture" gibts hier: https://secure.agroforestry.co.uk/publs2003.html )

Gruß von Klaus
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Rica
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Immer auf der Suche nach der Blauen Blume


« Antworten #12 am: 03. Oktober 2006, 15:29:27 »

Hallo Fawkes,

laß Dich doch von den Kastanienfreunden beraten, welche Sorte gut ist, welche Bedüfnisse sie hat und wo Du sie bekommst.

Wenn Du gut schmeckende Maronen gekauft hast, heißt das leider nicht unbedingt, daß ein Baum, den Du daraus ziehst, bei Dir auch gut gedeiht und ebenso gute Früchte tragen wird wie die Mutterpflanze. Mehr Sicherheit hast Du nur bei Vermehrung durch Reiser.

Hier ist eine Website mit weiteren Links. Sicherlich kann Dir jemand aus einem der Vereine einen Rat geben, welche einheimischen Sorten empfehlenswert sind und wo Du sie bekommst.
http://www.ig-edelkastanie.de/index.php
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2006, 15:30:16 von Rica » Gespeichert

Liebe Grüße von Rica
berco
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« Antworten #13 am: 16. Oktober 2006, 21:53:49 »

Ich habe bisher alle Maronensorten zum Keimen gebracht,
und zwar in der Blumenerde, im Wohnzimmer, ohne irgendwelche Tricks oder Vorbehandlung.
Keimzeit 3 - 5 Wochen.
Es war keine Stratifikation (Kältebehandlung) nötig!

Diese Methode mit Blumenerde und stinknormale Behälter (Konservendosen etc.) hat bei mir mit fast allen Pflanzen (Orangen, Zitronen, Granatafel, Figen, Ginkgo, Oliven, Kivi und vieles mehr) funktioniert.
Man muss nur beachten, dass einige Pfalnzen Licht zum keimen brauchen, da sie aus eigener Kraft die Oberfläche nicht erreichen können (Kivi, Granatapfel, Feigen). Bei Edelkastanien ist es umgekeht, sie keimen ohne Licht. Also Samen mit Erde bedecken.
Für manche, nicht alle, Pflanzen sollte man besser Antzuchterde nehmen.
Ich benutze Kokohum, weil keimfrei, für samen, die ich vor Anzucht aus der Schale befreie, zum Beispiel Mango, weil sie so vor Schimmel etc. ungeschützt sind.
Bodenwärme ist auch sehr wichtig. Im Zimmer bei mir keimen sie aber alle (>20°C).
UND SEHR WICHTIG
Substrat feucht halten, NICHT NASS
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