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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Welche Pflaumen-/Zweschgensorte könnt Ihr empfehlen? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Welche Pflaumen-/Zweschgensorte könnt Ihr empfehlen?  (Gelesen 18614 mal)
Buddelflink
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Buddelflink

« am: 18. März 2006, 20:24:10 »

Hallo an alle,

ich esse Pflaumen in jeglicher Form einfach zu gerne und habe mich entschlossen, mir einen Baum zu pflanzen. Er sollte selbstfruchtend sein, da ich nur Platz für einen habe und es sollte die "typische" Kuchenpflaume sein. Nun möchte ich aber am liebsten ein nicht so riesigen Baum haben, wo man später (ich weiß, sehr viel später  Zwinkernd)solche Massen dran hat.
Aber solche kleinen schmächtigen Teile, die man im Katalog für viel Geld bekommt und wo wohl nur mal ein wenig zum Naschen dran ist, soll es auch nicht sein.
Da war doch was mit Baum, Halbstamm und Busch. Gibt es das auch bei Pflaumen??
Nun hoffe ich, dass Ihr mir da ein paar Tipps geben könnt und sage schon mal ganz lieben Dank.
Kerstin
« Letzte Änderung: 12. Oktober 2012, 15:45:00 von flor » Gespeichert
Zwiebelchen
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Zwiebelchen
Rosenfan, jetzt schwäbisch-fränkischer Wald, 500 m


« Antworten #1 am: 18. März 2006, 20:52:09 »

Viele Baumschulen bieten auch Pflaumenbäume in Buschformen an. Das wäre wohl die geeignete Größe für einen etwas kleineren Baum.
Frage doch mal nach. Ich könnte empfehlen: www.hoffmann-obstbaumschule.de
oder www.brenninger.de
Ich weiss nicht was für Baumschulen in Deiner Nähe sind. Da wäre der erste Anlaufpunkt für Dich. Dort bekommst Du Bäume die für Dein Klima geeignet sind und viele Tipps oft noch dazu.
Grüße vom Zwiebelchen
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Grüße vom Zwiebelchen
Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man einen Garten anlegt. (chinesisches Sprichwort)
Wühlmaus
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Wühlmaus
Raue Ostalb, 500m ü.NN, Tallage, 6b


« Antworten #2 am: 18. März 2006, 23:06:05 »

Buddelflink - das, was Du suchst, ist wohl die klassische "Hauszwetsche" Zwinkernd Eine relativ neue, auch als Busch erhältliche Sorte ist die ´Hanita`.
Eine andere unheimlich leckere Sorte - allerdings etwas früher und ein wenig in Richtung der Bühler Zwetschen ist die Schönberger Zwetsche. Sie ist auch etwas größer als die Hauszwetsche...

WühlmausGrüße
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Andreas Regner
Global Moderator
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Klimazone 7 (6-8), phän. Naturraum 70


WWW
« Antworten #3 am: 18. März 2006, 23:56:39 »

Hauszwetsche

Hallo,

leider aus dem Erwerbsobstbau verschwunden wg. d. Sharkavirus.  In der Privatgärten immer noch angebaut und IMHO auch anbauwürdig - alleine um dem Virus ein Schnippchen zu schlagen  Zwinkernd

Nee, Spass beiseite: Wenn sie nicht so lecker und beliebt wäre, wäre die Hauszwetsch(g)e längst aus Mitteleuropa verschwunden. Ein unschlagbarer Vorteil für die Anbauenden: Sie ist wurzelecht (!) zu vermehren - Ausläufer einfach neu aufpflanzen (ich weiss, dass damit eine +- genetische Veränderung verbunden ist - zumindest über die Zeit). Über de handelüblichen Klone oder gar die von privat weitergegebenen weiss ich konkret nix. Anzunehmen ist IMHO eine relativ zur Sortenechtheit relativ grosse genetische Vielfalt. Wäre bestimmt ein schönes Forschungsobjekt, wenn es denn jemand gäbe, den das (finanziell)  Augen rollen interssiert.
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grüsse
andreas
Pflaume
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« Antworten #4 am: 19. März 2006, 07:11:10 »

Hallo,

die Frage ist nun, was willst Du?
Pflaume oder Zwetschge?
Zum essen oder für Kuchen?

Persönlich würde ich eher zur Zwetschge raten, aufgrund der meist besseren Qualität.
Was gut schmeckt, geht auch mehr oder weniger für den Kuchen, sofern nicht zu saftig.
Vom Geschmack her wäre bei Weinbauklima und guten Bodenverhältnissen die Fellenberger sicher optimal zum essen.
Da jeder aber durch das anpflanzen von virusanfälligen Sorten zur Verbreitung von Scharka kurz oder mittelfristig beiträgt, bleibt dann eigentlich nur Hanita, auch wenn deren Holz etwas brüchig ist.

Ich weiß aufgrund Deines Postings nicht, wie groß der Baum werden darf, kann mich persönlich allerdings aus diversen Gründen nicht für Buschbäume erwärmen.
Oft werden allerdings die Ergebnisse den angepriesenen Wuchseigenschaften nicht gerecht, meine Mutter hat z.B. eine Sunburst, die angebl. nicht größer als maximal 3 m wird, dürfte ca. 6 m im Alter von jetzt 10-15 Jahren sein. Allerdings hat mein Schwager daran herumgeschnitten, und durch falschen Schnitt…

In jedem Fall ist eine andere Unterlage vitaler, langlebiger etc.
Wichtig ist dann natürlich der Schnitt.

Grüße
Pflaume
« Letzte Änderung: 19. März 2006, 07:24:45 von Pflaume » Gespeichert

Credo, quia absurdum - Tertullian
Buddelflink
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Buddelflink

« Antworten #5 am: 19. März 2006, 18:00:11 »

Hallöchen,
vielen Dank schon mal für Eure Tipps.
Mit den Pflaumen habe ich einiges vor  Lächelnd
Auf jeden Fall soll es davon auch Kuchen geben können sowie Marmelade. Da mache ich eben Abstriche beim so "roh" essen, denn für zwei Bäume reicht der Platz definitiv nicht. Ich opfere dafür schon einen großen Teil meines Staudenbeetes meines doch recht kleinen Schrebergartens (ca. 300 m²).
Wenn ich aber lese, dass ein Pflaumenbusch schon so groß wurde, so ist dies bestimmt nicht das richtige für mich. Er sollte auf jeden Fall mit der Leiter (nicht Anlehnleiter und auch bitte nicht in den Baum rumkrabbeln)von mir erntbar sein.
Weinbauklima haben wir hier (Magdeburg) auch nicht.
Auf weitere Tipps freut sich
Kerstin
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Wühlmaus
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Wühlmaus
Raue Ostalb, 500m ü.NN, Tallage, 6b


« Antworten #6 am: 20. März 2006, 10:22:31 »

Buddelflink,

die klassische "Hauszwetsche" wird ja auch nicht sooooo groß - zumindest wenn man sie mit Kirschen, Äpfeln oder Birnen vergleicht. Die "kleinbleibenden" Sorten/Veredelungen der Zwetschen/Pflaumen sind nicht mit den ApfelOderBirnenBüschen zu vergleichen, die ja durch den gezielten Schnitt einen säulenartigen Wuchs mit Durchmesser von 1,2 bis max. 1.5m behalten. Zum Bespiel die Zwetsche Hanita bleibt nur niedriger als ein normaler Zwetschenbaum, aber die Krone hat einen nicht zu unterschätzenden Durchmesser. Durch den niedrigen Wuchs kannst Du aber im Traufbereich nicht viel machen - höchstens einige Frühjahrsblüher setzen/stecken. Bei einer "normalen" Zwetsche könntest Du immerhin noch ein Schattenbeet anlegen, da Du mehr Bewegungsraum darunter/drummherum hast.

Und für das klassische Zwetschenmus gibt es nix besseres als die Hauszwetsche Zunge

WühlmausGrüße
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Pflaume
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« Antworten #7 am: 20. März 2006, 23:16:15 »

Hallo,

Sunburst ist übrigens eine Kirsche, wollte aber daran aufzeigen, daß viel geschrieben wird, aber durch Schnitt oft mehr Einfluß zu nehmen ist, als durch manche angeblich so tolle Unterlage. Natürlich beeinflußt die Unterlage das Wachstum des Baumes, und dieser Einfluß ist gar nicht zu überschätzen, aber oft ist die Unterlage eben nicht die Angegebene, so wie oft auch das Edelreis nicht das Angegebene ist.
Es mag ja sein, daß in einer guten Baumschule so etwas nicht vorkommt.

@Wühlmaus:Der Habitus einer Hanita sieht so aus, wie Du ihn schneidest, wer die Hanita so falsch schneidet, wie es bei den meisten Pflaumen üblich ist, bekommt auch in etwa den gleichen Wuchs (also nicht breit sondern hoch).
In Sachen Marmelade haben wir sehr sehr unterschiedliche Ansichten, aber über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten. Smiley

Grüße
Pflaume
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Credo, quia absurdum - Tertullian
Buddelflink
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Buddelflink

« Antworten #8 am: 24. März 2006, 21:35:20 »

Hallo,
ohje, das mit dem Schneiden stellt für mich sowieso ein Problem dar. Ich habe schon im Garten ein kleines Quitten- und Sauerkirschbäumchen und ich weiß nicht, wer sich da mehr vor den Schnitten fürchtet - die Bäume oder ich. Aber im Sommer wird es bezüglich der Sauerkirsche ernst, ich denke, nach zwei Jahren bei mir sollte ich da mal anfangen.
Was das Schneiden angeht, bin ich total "blind" - irgendwie verstehe ich diese Erklärungen immer nicht so recht. Und wenn die Pflaume auch so ein anspruchsvoller Kandidat in puncto Schneiden ist, verliere ich schon wieder den Mut. Aber dann werde ich wohl mit einem schlecht gewachsenen Baum leben müssen.

Beste Grüße aus Magdeburg
Buddelflink
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Wühlmaus
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« Antworten #9 am: 24. März 2006, 22:23:22 »

Buddelflink, kannst Du bei Euch in der Gegend nicht mal bei einer Schnittunterweisung teilnehmen? Hier wird so was von den örtlichen ObstUndGartenBauVereinen oder aber auch dem Landratsamt veranstaltet. Dort könntest Du ja zumindest mal nachfragen, ob die von sowas wissen.

@Pflaume
Zitat
In Sachen Marmelade haben wir sehr sehr unterschiedliche Ansichten, aber über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten.
Ich sprach ja auch von ZwtschenMUS und nicht von PflaumenMARMELADE  Zunge

WühlmausGrüße
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Buddelflink
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Buddelflink

« Antworten #10 am: 19. April 2006, 20:14:04 »

da bin ich noch einmal...

Habe nun endlich (vor 10 Tagen) mein neues Pflaumenbäumchen erstanden. Das Angebot und die Qualität der vorhandenen Bäume hat mir die Wahl abgenommen - es ist nun die Sorte "Hanita". Allerdings scheint dieses Bäumchen eine Pappel werden zu wollen - es besteht aus einem ca. 80-100 cm Stamm von dem drei ca. 80 cm, zwei ca. 130 cm und einem ca. 180 cm (!!!) Äste abgehen. Da ich gelesen habe, dass bei dieser Sorte in den ersten zwei Jahren die "Formierung der Triebe" erfolgen soll, frage ich nun Euch, was meint man damit.

Wie immer 1000-Dank für Eure Hilfe
Kerstin
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Pflaume
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« Antworten #11 am: 20. April 2006, 21:57:57 »

Hallo Kerstin,

unter Formierung der Zweige versteht man nichts anderes, als daß man versucht, die Zweige so hinzuschneiden (biegen oder was es sonst noch gibt), daß sie ein gutes Grundgerüst für den späteren Ertragsbaum bilden.

Was Deine „Blindheit“ betrifft, du kannst hier ein Bild hereinstellen, und man wird Dir sagen, was zu tun ist.

Du kannst aber auch das tun, was ich immer wieder empfehle, nämlich von Helmut Palmer den Notenschlüssel der Natur für 25 Teuros erwerben, aber bitte nicht eines, was ähnlich klingt, sondern genau dieses. Warum?
Dort findest Du auf  200 Seiten noch mehr Fotos von Bäumen und Ästen und zwar wie sie aussehen sollten, und wie nicht, und natürlich die Begründung warum, weshalb und wieso. Das Buch hat zwar keinen folgerichtigen Aufbau, da der Mann zu Gedankensprüngen (wie die meisten Genies) neigte, viel Selbstdarstellung, da der Mann unter seiner rauhen Kruste etwas Probleme mit seinem Selbstbewußtsein hatte, aber trotz dieser Nachteile kenne ich kein besseres.

Danach kannst  Du hier ein Bild hereinstellen, und man wird Dir sagen, was zu tun ist. Und dann wirst Du in der Lage sein die Qualität der Antwort, die Du erhältst zu beurteilen, oder auch gleich selbst den Baum richtig zu schneiden, dafür wird es allerdings langsam Zeit.

Grüße
Pflaume
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Credo, quia absurdum - Tertullian
Buddelflink
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Buddelflink

« Antworten #12 am: 23. April 2006, 20:12:04 »

Hallo @Pflaume,

Dein Angebot bzgl. einer "Beratung per Bild" nehme ich gern an und ich bin trotz Regen noch rasch in meinen Schrebergarten gefahren. Hoffentlich kann man auf dem Bild genug erkennen. Ich stelle die beiden ein, wo man am meisten erkennt. Damit das Bild nicht so groß ist, habe ich es in der Speichergröße reduziert.
Das mit dem empfohlenen Buch habe ich mir schon notiert - wird sicher noch ein paar Tage Bedenkzeit kosten bei diesem stolzen Preis...
Ganz herzlichen Dank sagt schon mal
Kerstin


[D:\Austausch\Pflaume11.jpg]
[D:\Austausch\Pflaume66.jpg]
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Buddelflink
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Buddelflink

« Antworten #13 am: 23. April 2006, 20:13:05 »

OK, mit dem Einstellen des Bildes hier klappt leider nicht, aber in meiner Galerie sind drei Bilder
Kerstin



Hallo Kerstin, Albumverlinkung erledigt. HTH, ren@te
« Letzte Änderung: 25. April 2006, 11:42:52 von ren@te » Gespeichert
Baumfex
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Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #14 am: 24. April 2006, 23:30:42 »

Hallo Buddelfink

Deine Bilder sind - mein ich - unbrauchbar, weil es auf den Ansatz der Triebe am Stamm ankommt, was aber im Dunkeln liegt.
Außerdem solltest du dein Album verlinken, sonst schaut sich das vermutlich keiner an.
Auf dem 3. Bild ist übrigens eine schöne Pappel im Hintergrund und auch ein Apfelbaum vom Typ "Besenginster", den ich aber ausnahmsweise so durchgehen lasse, weil man an der Form in dem Altersstadium wohl kaum mehr was ändern kann ... Beides würd ich nicht umbedingt als Vorbild ansehen ...
Ich frag mich allerdings nach welchen qualitativen Kriterien Du eigentlich den Baum ausgesucht hast, wenn Du augenscheinlich von Obstbäumen so ziemlich keine Ahnung hast (ich unterstell das jetzt einfach mal, weil sogar der Pflanzschnitt fehlt)?

Gruß
Baumfex
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Aliquid amplius invenies in silvis quam in libris.
Ligna et lapides docebunt te, quod a magistris audire non possis.
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