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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Alter Johannisbeerbusch 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Alter Johannisbeerbusch  (Gelesen 13564 mal)
Leda
Gast
« am: 14. März 2006, 15:53:07 »

Hallo, wir haben im vergangenen Jahr einen Garten übernommen, in dem ein (lt. Vorbesitzer) ca. 20 Jahre alter Johannisbeerbusch steht (schwarze Johannisbeere). Da der Busch sehr groß geworden war und schon in ein anderes Beet überhing, habe ich ihn im vergangenen Jahr auf ca. 60 cm gestutzt. Hier meine Frage: Kann ich bei diesem Busch noch auf eine reiche Ernte hoffen oder ist es vielleicht besser im Herbst einen neuen zu pflanzen? Huch
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Wühlmaus
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Wühlmaus
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« Antworten #1 am: 14. März 2006, 16:47:52 »

Leda,
dieses Jahr kann es in der Tat mit eiiner Ernte nicht sooooo gut aussehen. Ursache ist aber nicht das Alter des Busches, sondern die Art Deines Schnittes Augen rollen Eigentlich werden Johannisbeeren nicht auf diese Art eingekürzt, sondern basisnah ausgelichtet. Alle ein oder zwei Jahre werden nach der Ernte die ältesten Äste knapp über dem Boden raus genommen und von den jungen, frischen Trieben die kräftigsten stehen gelassen.

Wenn die derzeit doch sehr starken Fröste vorüber sind, solltest Du auch noch einige der dicksten/ältesten Äste wie beschrieben entfernen. Nach der - wenn auch geringen - Ernte würde ich dann bis auf drei oder vier Äste alles alte Holz aus dem Stock nehmen und ihn neu durchtreiben lassen. Und gut mit Kompost/Mulch/Rasenschnitt versorgen.

WühlmausGrüße
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willem_baltic
Gast
« Antworten #2 am: 14. März 2006, 16:51:34 »

Moin Leda

Johannisbeeren erneuern sich immer wieder, es kommen regelmäßig neue Triebe aus dem Wurzelbereich. Ich weiss nicht genau, wie alt sie werden.

Grundsätzlich tragen Johannisbeerbüsche an 1-2jährigen Holz am besten, so dass zu befürchten ist, dass du für dieses Jahr etliche Augen bei der radikalen Höhenreduzierung vernbichtet hast, sprich dieses Jahr wird die Ernte gering sein.

Wenn der Busch so ausgewachsen ist, solltest du ihn noch etwas auslichten.
  • Schneide erst alle Zweige die von außen ins Zentrum des Busches wachsen, so erreichst du dass auch innerer Bereiche Sonne abbekommen und der Busch kann nach Regenfällen schneller abtrocknen.
  • Schneide alle sich reibenden Zweige, so wird verhindert, dass Wundstellen entstehen.
Jetzt sollte der Busch vielleicht 1/3 der Zeige eingebüßt haben. Wen dir jetzt noch ein paar ganz alte Zweige auffallen, schneide diese möglichst dicht über dem Erdboden ab. Geschnitten wird immer über einem nach außen/ unten zeigenden Auge (Triebansatz).

Wieviel Beeren dein Busch abwirft, habe ich zwar nicht beantwortet; am besten du läßt ihn noch 1-2 Jahre leben und wirst es feststellen. In dieser Zeit kannst du auch eihnen neuen Busch selber ziehen. Dazu einen 1 -jährigen Trieb (die sind relativ hell und leicht zu erkennen) bis auf die oberen 4 Augen in feuchten Sand stecken und die Triebspitze kappen. Mit Glück wird da ein neuer Busch draus.

Gruss willem
« Letzte Änderung: 14. März 2006, 16:52:24 von willem_baltic » Gespeichert
Leda
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« Antworten #3 am: 14. März 2006, 19:09:49 »

Danke für Eure Tipps! Lächelnd
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Rizinus
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Rizinus
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« Antworten #4 am: 14. März 2006, 23:00:26 »

ich hab das gefühl, schwarze johannisbeeren sind unsterblich, wenn man wie beschrieben regelmäßig die alten äste rausnimmt. im garten eines bekannten stehen johannisbeerbüsche, die noch von seinem vater stammen, angeblich mindestens 40 jahre alt (aber immer gut gepflegt  Zwinkernd ).
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gruß aus der klimazone 8a
Andreas Regner
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« Antworten #5 am: 14. März 2006, 23:14:45 »

ich hab das gefühl, schwarze johannisbeeren sind unsterblich (...), angeblich mindestens 40 jahre alt

Ja.

unsterblich wahrscheinlich nicht, aber weit über das was kurzfristig orientierte Ertragsanlagen hergeben.

Ich erhöhe das Angebot: Ich habe einen Kunden der hat ROTE Joha im Alter von 60 J. auf (wurzelechten) Hochstamm (NICHT (!) auf Gold-Joha).

Ansonsten sind Sträucher, die sich v.a. basiton verzweigen sicher Kandidaten für das Neue.
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grüsse
andreas
spatenstich
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spatenstich
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« Antworten #6 am: 15. März 2006, 07:00:27 »

Bei der schwarzen kann ich noch einen drauf geben.

Waldviertel, Strauch so alt wie Mutter des Bauern - die wird heuer 80.

Habe angefangen den Strauch langsam auszulichten, anzuhäufeln, düngen, ..... Trägt brav und immer besser.

Bei jungen Sträuchern rechne ich 3-5 Triebe vom einjährigen, vom zweijähren und max. vom dreijährigen Holz (Dieses wird aber nach Abklingen der Frostgefahr im Regelfall herausgeschnitten, weil 6 - 10 Triebe für die Ribiseln schon ausreichen). Die schwächsten Triebe sollten rauskommen, sowie das abgetragene Holz (3-4 jährig).  Bei schwachen Sträuchern kann man den Schnitt auch anpassen.

Anhäufeln, düngen, ......

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Leda
Gast
« Antworten #7 am: 15. März 2006, 10:38:39 »

Na, da hab ich ja noch Hoffnung das aus meinem (wohl gar noch nicht sooo alten) Johannisbeerbusch noch was werden kann. Grinsend
Jedenfalls vielen Dank für Eure Antworten. Smiley
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spatenstich
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spatenstich
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« Antworten #8 am: 16. März 2006, 13:05:27 »

Der wird sicher wieder. Wär ja sonst keine Johannisbeere nicht.

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Wühlmaus
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Wühlmaus
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« Antworten #9 am: 16. März 2006, 13:28:21 »

Kann auch noch etwas zu "alten" Johannisbeeren beisteuern  Zwinkernd

Unser früherer Nachbargarten hier im Dorf war ziemlich verwildert. Das Haus stand leer, die Gemüsebeete wurden von Verwandten der verstorbenen Besitzer genutzt, aber die große Obstbaumwiese verfilzte immer mehr. Eines Tages quartierte dort ein Schäfer seine "Pflegefälle" ein. Die knabberten und nagten und fraßen an Allem herum was wuchs - zum Glück war der trennende Zaun recht stabil Cool Im folgenden Jahr entdeckte ich am Zaun etwas johannisbeerartiges und auch einige Früchte im tiefen Gras. Es war eine uralte schwarze Johannisbeere, die durch den Schafsverbiß wieder reanimiert worden war. Die Früchte riesig und die Trauben recht voll und relativ stabil gegen Abfallen. Hab mir damals Stecklinge gemacht, die ich auch vor nun über 10 Jahren in den hiesigen Garten mit umgezogen habe Lächelnd Ist bis heute meine Lieblingssorte  Augen rollen

WühlmausGrüße
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« Antworten #10 am: 16. März 2006, 13:38:59 »

3 Stück bitte!!!

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Wühlmaus
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« Antworten #11 am: 16. März 2006, 13:53:48 »

3 Stück bitte!!!
Stecklinge??

fragende WühlmausGrüße
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Leda
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« Antworten #12 am: 16. März 2006, 16:19:04 »

Ich werd das mit den Stecklingen auch mal probieren, sobald
der Busch sich wieder von meinem Schnitt erholt hat.
Ich freue mich auf jedenfalls schon auf die Beerenernte, auch wenn die in diesem Jahr sicherlich mickrig ausfallen wird. Gibt leckeren Gelee. Habt Ihr schon mal versucht Johannisbeer-Rosen Gelee zu kochen? Geht das? Oder ist der Geschmack der Johannisbeeren zu dominant?
 
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spatenstich
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« Antworten #13 am: 17. März 2006, 08:07:12 »

Klar doch Wühlmaus - ein schwarze die nicht rieselt ist schon eine alte Sorte. Sag - in einem heißen Sommer - rieselt sie da auch nicht aus?

Spatenstich -  Cool
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« Antworten #14 am: 17. März 2006, 08:08:37 »

Hallo Leda!

Ich fürchte, soviele Rosen kannst Du nicht dazugeben, dass die schwarzen Joh. das nicht überdecken.

Versuche mal die schwarzen mit Stachelbeeren einzukochen. Schmeckt ganz wild. Fast scharf. Ein Hammer.

Spatenstich  Grinsend
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