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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Schwämme (?) am Apfelbaum 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Schwämme (?) am Apfelbaum  (Gelesen 4569 mal)
sumava
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sumava
Klimazone 8, Naturraum 551, Köln-Bonner Rheinebene


« am: 22. Januar 2006, 11:07:45 »

An meinem alten Apfelbaum haben sich diese Schwämme (?) gebildet. Was kann (muss?) ich tun?

LG
Sumava
« Letzte Änderung: 22. Januar 2006, 11:07:56 von sumava » Gespeichert

Narren hetzen, Kluge warten,Weise gehen in den Garten. (Rabindranath Tagore)
Giuseppe
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Giuseppes Fotoalbum
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« Antworten #1 am: 22. Januar 2006, 21:57:33 »

Sumava,

da kannst Du nix mehr machen, wenn der Pilz den Baum schon so durchsetzt hat, dass sich die Fruchtkörper bilden. Lass ihn, solange er noch stabil ist, als Stütze für Efeu, Clematis, oder eine Rose dienen. Früher oder später muss er wohl aus statischen Gründen umgemacht werden - Du willst ja sicher nicht, dass er beim Umfallen jemand oder etwas erschlägt.

Giuseppe
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sumava
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sumava
Klimazone 8, Naturraum 551, Köln-Bonner Rheinebene


« Antworten #2 am: 23. Januar 2006, 07:27:27 »

Danke Giuseppe,

gottseidank steht er in einer Ecke, wo er wohl niemanden erschlagen wird, wenn er dann mal umfällt. Noch wirkt er sehr robust.

LG
Sumava
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Hilmar
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« Antworten #3 am: 23. Januar 2006, 19:40:28 »

Ich vermute ein Porling oder Feuerschwamm. Eine genauere Bestimmung nur mit dem Bild ist nicht möglich. Tritt der Pilz an einer Astungswunde auf beschränkt sich der Holzabbau auf das stamminnere Kernholz. Kommen die Pilze hingegen am Stamm durch die Rinde raus, so ist das Holz an dieser Stelle bis an die Oberfläche befallen und wird weiterhin abgebaut. Ohne genauerer Bestimmung lässt sich aber auch nichts weiter zum Holzabbau sagen.
Gruß Hilmar
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sumava
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sumava
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« Antworten #4 am: 24. Januar 2006, 07:52:00 »

Hallo Hilmar,
dieser Schwamm (s.u.) war schon am Baum, als ich den Garten übernahm, die beiden oben sind neu gewachsen.
Vielleicht kann man darauf mehr sehen.

Danke für deine Hilfe.

LG
Sumava
« Letzte Änderung: 24. Januar 2006, 07:52:13 von sumava » Gespeichert

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spatenstich
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spatenstich
Ein Tag ohne Lachen ist ein schlechter Tag!


« Antworten #5 am: 24. Januar 2006, 08:21:34 »

Mir wurde vor unendlich langer Zeit einmal beigebracht - wenn Du den Fruchtkörper des Baumschwammes siehst, dann hat er schon mindestens 20 m2 Mycel im Holz des Baumes gebildet.

Leider ist in so einem Fall nichts mehr zu machen. Laß ihn stehen, solange er gut steht und versorge alle anderen Bäume (Wundverschluß, ....) gut, damit keine Sporen eindringen können.

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sumava
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sumava
Klimazone 8, Naturraum 551, Köln-Bonner Rheinebene


« Antworten #6 am: 24. Januar 2006, 10:36:39 »

Danke Spatenstich!

Ob es sich wohl noch lohnt, eine Rose hineinwachsen zu lassen oder muß ich dann schon in Kürze mit einem Umsturz rechnen?

LG
Sumava
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spatenstich
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« Antworten #7 am: 24. Januar 2006, 11:59:35 »

Das hängt von der Krone, sowie der Beschaffenheit des Stammes ab. Der Holzkörper wird wahrscheinlich weich sein und nach Schwammerln riechen.

Die Ringstabilität, der lebende Teil des Baumes mit den Leitungsbahnen und Gefäßbündeln, hält den Baum (normalerweise) sehr gut. Nur wenn die Krone vielleicht einseitig ist oder der Baum große Faulstellen - nach Außen offen - hat, dann wird´s evt. nicht lohnend sein, der Versuch mit der Kletterrose. Die Krone schön locker halten hilft ein wenig.

Aber genauere Aussagen zu Deinem Baum wären Ferndiagnosen und das kann ins Auge gehen.

Spatenstich  Cool
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Rizinus
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Rizinus
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« Antworten #8 am: 24. Januar 2006, 17:05:21 »

hallo sumava,

der stamm steht länger, wenn du die äste stark einkürzt. übrigens ist "stehendes altholz" ein sehr wertvolles biotop (eben weil die meisten absterbenden bäume aus sicherheitsgründen sofort abgesägt werden), für spechte, insekten und eventuell sogar fledermausis.

gruß katja
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Hilmar
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« Antworten #9 am: 24. Januar 2006, 19:22:37 »

Die Pilzbestimmung ist immer noch schwierig (evtl. Schwarzer Feuerschwamm). Aber einen baldigen Bruch des Apfelbaumes brauchst Du, glaube nicht, zu befürchten. Erstens hat der Pilz selbst noch so viel Holz zur Verfügung stehen, dass nicht nur der alte Pilzfruchtkörper einen regelmäßigen Zuwachs aufweist, es können sich sogar neue Pilzfruchtkörper bilden. Im Stamm selbst sind noch so viele Leitungsbahnen intakt das in der Baumkrone keine wesentlichen Schäden sichtbar sind (wenn ich das richtig gelesen habe). Man kann auch wie bereits empfohlen die Baumkrone einkürzen. Dann hat man aber jede Menge Wasserreiser und somit einen erhöhten Pflegeaufwand. Das Entfernen der Baumkrone und belassen des Stammes innerhalb von Wohnsiedlungen oder an Straßen ist in meinen Augen völlig übertriebener ökologischer Blödsinn und ästhetischer Nonsens. Das einzigste Biotop liefert ein derartiger Stamm den holzabbauenden Pilzen. Für alle anderen (Vögel, Käfer etc.) ist es ein örtlich und zeitlich begrenzter Holzteil ohne jeglicher Anbindung an lebenswerte Flächen und Biotope. Im Wald oder unbebauter naturnahen Flächen ist das was ganz anderes.
Gruß Hilmar
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