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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Feigenbaum umpflanzen 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Feigenbaum umpflanzen  (Gelesen 16508 mal)
Sneuma
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Gutes Forum!


« am: 07. Oktober 2005, 10:59:44 »

Im Januar werde ich umziehen und möchte nicht nur meine liebsten Rosen, Kräuter und einige Stauden mitnehmen sondern auch einen ca. 5 Jahre alten Feigenbaum. Da ich in der Rheinebene wohne, wachsen diese in geschützen Gärten ohne Winterschutz wunderbar.
Wer kann mir sagen, wie tief eine Feige wurzelt und ob ich überhaupt eine chance habe, diesen Feigenbaum herauszubekommen, ohne ihn umzubringen... das wäre wirklich schade, er hat mir dieses Jahr erstmals wirklich pfundweise Feigen geliefert, selbst jetzt noch!
Bin dankbar für jeden Tipp
Silke
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Tilla
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Tilla
Klimazone 8a - 90 m über NN (Rheinhessen)


« Antworten #1 am: 13. Oktober 2005, 11:11:12 »

Hallo Silke,

die Feige wurzelt flach und tief, zumindest war es bei meiner so, welche ich letzten Herbst erfolgreich umgesetzt habe.
Wichtig ist so viele Wurzeln wie möglich zu retten, ideal wäre einen Ballen (Wurzeln mit Erdreich) abzustechen, was bei mir leider nicht klappte. So groß wie die Krone ist auch meist in etwa der Wurzelbereich den man versuchen sollte zu retten, also nicht zu dicht am Stamm mit dem Ausgraben beginnen.
Idealerweise geschieht die Umpflanzaktion am selben Tag,
den Wurzeln sollten zur besseren Feinwurzelbildung alle Wurzelspitzen geschnitten werden, danach den Baum in einen großen Kübel mit Wasser stellen und das neue Pflanzloch vorbereiten, ausreichend groß bemessen und bedenken das die Feige am neuen Standort so hoch stehen sollte wie am Alten. Je nachdem wieviele Wurzeln gekappt wurden sind auch unbedingt die Äste des Baumes zurückzuschneiden, hierbei auf ein ausgewogenes Kronenverhältnis achten. Das Pflanzloch gleich mit einem stabilen Pfahl versehen, um die Feige nach dem Pflanzen gut anbinden zu können, ein stabiler Stand ist wichtig, damit Pflanze in aller Ruhe neu einwurzeln kann und nicht bei jedem Sturm die wichtigen Feinwurzeln wieder abgerissen werden.
Gut angießen und dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen, viel Erfolg und

VG
Tilla

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Naturraum 227
Tilla
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Tilla
Klimazone 8a - 90 m über NN (Rheinhessen)


« Antworten #2 am: 13. Oktober 2005, 11:16:46 »

Den Januar hatte ich überlesen,
so wäre es sicherer die Feige vorher schon in einem großen Kübel unterzubringen, falls der Boden zum Umzugstermin gefroren sein sollte, gilt natürlich auch für die anderen Umzugskandidaten.

VG
Tilla
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Naturraum 227
eve
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« Antworten #3 am: 09. November 2005, 09:48:43 »

Hallo,

Wie bei allen Gehölzen gilt. Beim Plfanzen muß ein Pflanzschnitt vorgenommen werden. Nachdem ein Teil der Wurzeln abgeschnitten und verletzt wird, kann der Baum nicht genug Wasser aufnehmen um sich zu versorgen. Daher ist zuraten die Krone einzukürzen, damit muß er nicht so viel Wasser nach oben pumpen. Der beste Zeitpunkt zum Umsetzen ist wenn der Baum kein Laub trägt. (Wenn das moglich ist, aber es geht auch mit dem Einkürtzen.)

eve
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Re-Mark
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« Antworten #4 am: 09. November 2005, 11:41:44 »

Trotzdem sollte man überlegen, ob man mit Stecklingen nicht besser bedient ist. Die wachsen bei Feigen ja sehr gut und schnell.

Ich habe eine große Feige, aus Samen gezogen und daher leider nie fruchtend. Nach einem kräftigen Rückschnitt wurden die dicken angeschnittenen Stämme stark von Pilzen angegriffen, auch Rotpustelpilz. Der Feige scheint das nicht wirklich viel auszumachen, sie wächst einfach weiter (aus etwas tieferen Neuaustrieben). Aber mir, mir macht das sehr wohl etwas aus, daß ich weiß, daß die Stämme, aus denen die neuen Triebe kommen, von oben her verpilzt sind, im Inneren sicher auch bis unterhalb der Neutriebe.

Ich habe auch von sehr tiefen Wurzeln bei der Feige gelesen. Andererseits bewurzeln Feigen wirklich sehr leicht, ich denke schon daß die auch bei größeren Wurzelverlusten anwächst, wenn man im laublosen Zustand umpflanzt und die einjährigen Triebe abschneidet. Ich sehe auch kein Problem darin, die Feige tiefer zu pflanzen als vorher, sie wird dort neue Wurzeln bilden. Aber vielleicht auch neue Bodentriebe, und das will man vielleicht nicht...
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