Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
25. Oktober 2020, 22:20:28
Übersicht Hilfe Suche Galerie Einloggen Registrieren
News: Folge planten.de und Forum auch auf Twitter !
forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Obstbaumstümpfe 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
Seiten: [1] Nach unten Drucken
Autor Thema: Obstbaumstümpfe  (Gelesen 3279 mal)
Christine
Gast
« am: 07. August 2005, 15:55:09 »

Hallo zusammen,

ich möchte in meinem Garten nächstes Jahr ein paar alte Obstbäume herausnehmen, die nicht mehr tragen bzw. von irgendwelchen Krankheiten befallen sind und dann - da der Garten ohnehin ein langes, schmales Handtuch ist - ein Spalier pflanzen.

Frage: Muß man die alten Baumstümpfe unbedingt ausgraben? Gibt es mehr als optische Gründe dafür? Oder kann man sie einfach verrotten lassen? Lockt das Schadinsekten an, oder wäre es gar gut für Nützlinge, oder isses schlicht egal?

Viele Grüße
Christine
Gespeichert
Re-Mark
****
Offline Offline

Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #1 am: 07. August 2005, 17:08:48 »

Ausgraben ist besser. Man kann sich leider nicht darauf verlassen, daß sie in absehbarer Zeit verrotten. Ich habe letztes Jahr bei Gartenarbeiten bei meiner Großmutter über die Reste eines Stumpfel geärgert, dessen Baum schon seit zehn Jahren weg ist. Wenn er wenigstens komplett bleiben würde, dann könnte man ihn ja als eine Art Sockel verwenden. Leider ist ein Teil verrottet und ein anderer steinhart. In einem anderen Garten ist es ähnlich: einen alten Stumpf konnte ich endlich mit einer Spitzhacke rausbrechen, dazu war er morsch genug. Ein anderer ließ das leider nicht mit sich machen und ist mir bei der Anlage eines neuen Kartoffelbeetes weiter im Weg.

Schadinsekten sind, glaube ich, nicht so das Problem bei alten Obstbaumstümpfen. Aber Pilze. Angeblich versteht der Hallimasch das manchmal als Einladung, es sich im Garten gemütlich zu machen. Und wenn er schonmal da ist bedient er sich gleich noch bei den noch lebenden Bäumen...

Ich hoffe, du hast nicht vor, die Bäume wie im Bilderbuch unterhalb Kniehöhe abzusägen und dann den Stumpf auszubuddeln? Sinnvollerweise sägt man möglichst hoch (deutlich über 2 m, 4 m wären gut), buddelt drumrum, versucht, die dicksten Wurzeln freizulegen und zu kappen und zieht den Baum dann mit einem Seil um. Ich habe das dieses Jahr mit zwei Bäumen gemacht. War eine Heidenarbeit, aber ich war auch alleine.


Fullquote - entfernt
Siehe hierzu:  Zitieren in der Netiquette. Gruss, Walther

« Letzte Änderung: 08. August 2005, 11:10:47 von Walther » Gespeichert
Pflaume
****
Offline Offline



« Antworten #2 am: 10. August 2005, 18:57:19 »

Hallo,

hier noch eine Empfehlung für faule und auf Ästhetik wenig Wert legende Menschen (wie mich) Zwinkernd.
Baumstumpf in Bodenhöhe nach Fällung absägen, 20 cm Erde darauf (wichtig ist, der Erde oben drüber sollte sehr wasseraufnahmefähig sein). Sofern man eine Biorotte anlegen will, diese am besten über dem Stumpf anbringen, dann natürlich ohne Erde, denn die Rotte hält dann den Baumstumpf optimal feucht.
Rund ein Jahrzehnt warten, das war’s.
Die Geschwindigkeit der Verrottung hängt außer von der Holzart vom Boden, insbesondere der Bodenfeuchtigkeit ab. Lehm eignet sich nicht sonderlich, da die Bodenlebewesen dadurch entweder zu wenig oder zu viel Wasser haben und an Luftnot leiden. Torf ist aufgrund der darin enthaltenen Huminsäure ungeeignet, da diese konservierend wirkt. Wichtig ist eben, der Stumpf sollte ständig komplett feucht gehalten werden, da die trockenen Stellen über längere Zeit nicht abgebaut werden können.

Grüße
Pflaume
Gespeichert

Credo, quia absurdum - Tertullian
Tini38
***
Offline Offline

Tini38
Mach das Beste draus!


WWW
« Antworten #3 am: 10. August 2005, 19:53:05 »

Genauso wie Pflaume es beschreibt haben wir es auch gemacht, erfolgreich. Im Übrigen sind alte Baumstümpfe bzw. tote Bäume ein wahres Biotop besonders für Insekten.
Gruß Tini
Gespeichert
Christine
Gast
« Antworten #4 am: 11. August 2005, 13:46:58 »

Danke für die Tips!

Das Problem mit dem Ausgraben besteht darin, daß ich den Platz unter bzw. vor den Obstbäumen natürlich nicht ungenutzt gelassen habe. Rund um die Birne wachsen Erdbeeren, vor dem Pfirsich stehen Stachelbeeren, und hier und da habe ich Stauden, die ich natürlich nicht alle ausgraben wollte, bevor die Bäume fallen. Daher überhaupt die Frage, ob die Stümpfe nicht stehenbleiben können....  Augen rollen Pflaume, das klingt gut, wie Du es beschrieben hast. Vielleicht probiere ich das.

Liebe Grüße
Christine
Gespeichert
Amur
****
Offline Offline



« Antworten #5 am: 11. August 2005, 14:33:44 »

WEnns nicht stört, wirklich den ganzen Stamm stehen lassen (1,5-2m hoch). Hallimasch sind im Garten nicht wirklich schlimm. Und wenn Wald in der Nähe ist spielen die paar Obstbaumstümpfe eh keine Rolle und sind auch nicht so die Hallimasch Idealholzsorte.
 
Denn entweder kann man an dem Stamm mal ein Stahlseil befestigen und nach etwas vorgraben den Stumpf rausreißen (mit Seilwinde oder Traktor der aber nicht zu klein sein sollte) oder man nutzt ihn dekorativ. Vogelhäuschen, als Kletterhilfe oder Stütze oder was auch immer.

mfg
Gespeichert
Seiten: [1] Nach oben Drucken 
forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Obstbaumstümpfe « vorheriges nächstes »
Gehe zu:  


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Impressum | Netiquette | Nutzungsbedingungen | Hilfe
Inhalte (Fotos, Texte...) unterliegen seit 02.09.2006 der Creative Common License

Powered by SMF 1.1.21 | SMF © 2006, Simple Machines