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forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Tier-Forum (Moderator: flor)  |  Thema: Maulwurf 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Maulwurf  (Gelesen 1235 mal)
Bernd
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« am: 14. August 2002, 11:25:29 »

Hallo,

nachdem sich unsere Wühlmaus als kleiner Maulwurf entpuppt hat (siehe "hyperaktive Wühlmäuse"), haben wir erst einmal nichts weiter unternommen und den Kleinen weiterarbeiten lassen.

Ich habe aber die Befürchtung, daß er nach einiger Zeit unseren ganzen Garten komplett unterhöhlt hat, wovon ich eigentlich nicht so begeistert wäre. Andererseits bin ich inzwischen durch einige Beiträge gerade im "Wühlmaus"-Thread seeehr verunsichert, da ja auch oder gerade der Maulwurf seine Berechtigung hat.

Wer von Euch hat mit den putzigen Tierchen schon Erfahrungen gemacht und eine friedliche Koexistenz mit ihm zustande gebracht?

Oder: Wer kann mir genauer sagen, wie weit er uns nützen oder schaden kann?

Meine Alternative wäre, ihn zu fangen und im ca. 500m entfernten Naturschutzgebiet wieder auszusetzen. Hat er es da nicht sowieso viel besser?

Dies wäre übrigens keine Alternative für mich: http://www.haudenmaulwurf.de/

Viele Grüße
Bernd
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Pimienta
Gast
« Antworten #1 am: 14. August 2002, 11:42:54 »

Maulwürfe fressen Schnecken, glaube ich.  Ausserdem lockern sie die Erde.  Smiley
Die Haufen kann man notfalls wegharken, wenn sie stören.

Ich würde mich freuen, wenn ich einen hätte  Smiley

Gruß
Pimienta
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Bernd
*
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« Antworten #2 am: 14. August 2002, 11:49:02 »

Hallo Pimienta,

Schnecken?? kann nicht sein, soviel wie wir z.Zt. haben. Kann natürlich sein, daß der eine Maulwurf damit nicht fertig wird und wir 2,3,viele davon brauchen...

Ich habe nur Angst, daß er unseren Plattenweg untergräbt. Ich würde ihn ja am liebsten nur etwas in seine Schranken weisen...

Gruß
Bernd
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Cosima
Moderatoren
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Klimazone 9 Frankreich


« Antworten #3 am: 14. August 2002, 12:03:13 »

Wir können sehr gut mit unseren Maulwürfen leben. Mal sind es mehr mit bis zu 30 Haufen im Garten (da flucht mein Mann schon) wie letztes Jahr, aber dieses Jahr lassen sie sich zum Beispiel kaum blicken. Wir sammeln die tolle Erde von den Haufen ab und verwenden sie anderweitig. Wirklich kaputtgemacht haben sie noch nichts und unter unsere paar Platten im Garten gehen sie auch nicht.

Liebe Grüße
Cosima
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Wie sprechen Menschen mit Menschen? Aneinander vorbei.
Kurt Tucholsky
Pimienta
Gast
« Antworten #4 am: 14. August 2002, 12:57:55 »

Doch, der Maulwurf hat Schnecken zum Fressen gern. Zwinkernd
Sieh mal dort nach:

http://www.nua.nrw.de/boden/fasboden/lebewes/maulwurf/mw_002.htm

Gruß
Pimienta
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Molly
Gast
« Antworten #5 am: 14. August 2002, 17:17:10 »

Raphaela,

ich weiß nicht, woher Du Deine Infos hast - aber sie decken sich in keinster Weise mit dem, was Naturschutzorganisationen u.ä. über Maulwürfe schreiben.

Maulwürfe fressen sehr wohl Schnecken (reichen aber meist allein zur Schneckenkontrolle nicht aus). Und sie sind auch nicht zwangsläufig "Vorgraber" für Wühlmäuse, auch wenn das vielleicht gelegentlich vorkommen mag. Wühlmäuse sind durchaus in der Lage, ihre eigenen Gänge (die auch einen anderen Querschnitt haben) zu graben.

Maulwürfe sind keine Schädlinge, im Gegenteil - sie fressen welche. Sie stehen unter Naturschutz; man darf ihnen nicht schaden und sie auch nicht entfernen.

Die von Pimienta genannte Site ist wirklich ein netter, kurzer Einstieg ins Thema.

Ich habe schon lange einen (?) Maulwurf, der auch schon mal die am Rand umgegrabene Teichfolie hochgeklappt hat. Aber was soll's? Hätt' ich sie halt besser befestigen sollen. Daß er Platten hochdrückt, hab' ich noch nicht gehört. Die sind sicher zu schwer - wie er ja auch im vollkommen verdichteten Boden nicht rumgräbt. Letztes Jahr war der Maulwurf im Garten zur Linken, dieses Jahr in dem rechts von mir. Wir stellen uns dann hin und amüsieren uns über den kleinen Kerl, der nicht weiß, daß wir wissen, was er so treibt.

Bernd, mach' Dir keinen Kopf - das schont die Nerven und den Geldbeutel. Etwas "Verträgliches" kannst Du sowieso nicht dagegen tun.

Viele Grüße, Molly
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Molly
Gast
« Antworten #6 am: 14. August 2002, 17:19:05 »

Hab' ich noch vergessen: Wir (4 Gärten nebeneinander) haben keine Wühlmäuse.

Molly
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Bernd
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« Antworten #7 am: 14. August 2002, 17:33:09 »

Hallo,

er gräbt am liebsten genau am Rand unserer Gehwegplatten entlang und drückt den darunterliegenden Sand hoch. Da könnten ja doch mal die Platten unterspült werden und absacken.
Ich habe mir schon überlegt, daß ich an manchen Stellen eine Barriere aus schotterähnlichem Material herstelle (Betonbruch, als Unterlage für den Plattenweg genutzt): Ich grabe die betreffende Stelle auf (vielleicht 20 cm breit, 10 cm tief), fülle diesen Schotter hinein, 5 cm hoch, und bedecke das Ganze wieder mit 5 cm Boden. Das mag er vermutlich nicht. Im restlichen Garten kann er sich ruhig austoben.

Gibt er sich eigentlich irgendwann mit seinem Reich zufrieden oder gräbt er immer mehr Gänge?

Molly: Ich habe gelesen, daß Maulwürfe Einzelgänger sind; daher kann ich mir nicht vorstellen, daß sich mehrere in Deinem Garten vertragen würden. (Hängt natürlich von der Größe Deines Gartens ab)

Viele Grüße
Bernd
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Molly
Gast
« Antworten #8 am: 14. August 2002, 17:44:11 »

Hallo Bernd,

ich hab' Kieswege und -Plätze mit verdichtetem Schotter als Unterbau. Da hat noch keiner rumgewühlt. Das ist mit Sicherheit für Maulwurfs viel zu ungemütlich.

Einzelgänger bezieht sich sicher auf Stück pro Gangsystem. Aber möglich wären ja mehrere Gangsysteme. Der Garten grenzt an einen kleinen Wald - weiß der Kuckuck, was sich da so rumtreibt. Von den drei angesprochenen Gärten hatte bisher immer nur einer den Maulwurf, so daß es durchaus nur einer sein kann. Andererseits gibt's doch auch mal Nachwuchs. Wo zieht der denn hin?

Wir sammeln auch, wie Cosima, die aufgeworfene Erde für Kübelpflanzen. Was besseres kriegt man nicht. Und wenn der Hügel im Rasen war, kommt anschließend ein bißchen Saat drauf und fertig.

Viele Grüße, Molly
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Hannah
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Hannah

« Antworten #9 am: 14. August 2002, 22:14:43 »

Mein Nachbar hatte ebenfalls einen Maulwurf. Dieser wanderte aber aus- in meinen Garten- , nachdem der Nachbar die Gänge unter Wasser gesetzt hatte. Ich befürchtete schon Schlimmstes, aber nach kurzer Zeit verschwand das Tierchen auf Nimmerwiedersehen, ohne dass ich eine Maßnahme ergriffen hatte .Vielleicht war es die Katze ?
Eines weiß ich sicher: kein Maulwurf frißt die großen, roten Schnecken, auch nicht die getiegerten, von denen es jährlich mehr gibt !
Ich denke, den Maulwurf zu fangen und ihn im Naturschutzgebiet auszusetzen, wäre doch eine gute Lösung !

VlG        Hannah
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hyperion
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hyperion
Deus sive natura


« Antworten #10 am: 15. August 2002, 00:12:26 »

Nur mal so aus Interesse: weiß jemand, warum die Wühlmäuse gegenüber den Maulwürfen so die Überhand gewonnen haben? Meine Eltern sagen, daß es vor 20-30 Jahren noch mehr Maulwürfe als Wühlmäuse waren, mittlerweile gibt es hier (Oberbayern) fast nur noch Wühlmäuse. Die direkte Bekämpfung durch Menschen kann es ja wohl nicht sein, die traf ja beide, und jetzt aufgrund der Vorschriften (hoffentlich) nur noch die Wühlmäuse?

viele grüße
hyperion

... der vielleicht auch gerne ein paar Dutzend Wühlmäuse gegen Maulwürfe eintauschen würde, weil die im Gegensatz zu ersteren anscheinend "putzig"[tm] sind  Augen rollen
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Oberbayern, Klimazone 5-6, 800m, 1800mm
Günther
Gast
« Antworten #11 am: 15. August 2002, 10:51:30 »

Soviel ich weiß, vertreiben Maulwürfe die Wühlmäuse. Nachdem die biederen Landwirte primär Maulwürfe gefangen haben (geht viel leichter...), haben halt die Wühlis überhand genommen.
Ich tät mich möglichst mit dem Maulwurf arrangieren.  Sie fressen übrigens viel lieber Gehäuseschnecken als deren unbekleidete Verwandte, und schon gar nicht die lusitanischen Immigranten.
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Bernd
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« Antworten #12 am: 15. August 2002, 16:45:37 »

Die Schotterbarriere hat natürlich nichts genutzt. Ärgerlich Er ist schön drunter durch getaucht und hat davor und dahinter wunderhübsche Maulwurfshügel hinterlassen. Sonst bohrt er eigentlich direkt unter der Oberfläche.
Nun ist er allerdings in einer Sackgasse gelandet zwischen Hauswand, Plattenweg und Eingangstreppe. Ich vermute nun, daß er jetzt seine Neugier gestillt hat und diese Richtung nicht mehr einschlagen wird.

Ihr seht, der Maulwurf ist schon fast unser Haustier geworden, und wir sind gespannt, was er als nächtes in Angriff nehmen wird. Was macht er eigentlich mit den Tulpenzwiebeln, die er findet?

Wie orientert der sich eigentlich? Ich habe festgestellt, daß er seine neuen Gänge unmittelbar neben den alten gegraben hat, die ich vorher eingeschlämmt hatte. Offenbar riecht er seine alten Spuren, und das, obwohl ich alles ganz schön unter Wasser gesetzt hatte.
Viele Grüße
Bernd
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Bernd
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« Antworten #13 am: 09. September 2002, 14:17:30 »

Inzwischen ist er uns eher lästig geworden...

Offenbar gräbt er sich lieber durch weichen als durch verdichteten Boden, und am liebsten durch die Sandbettung unseres Plattenwegs. Dabei hat er mindestens 1 1/2 Eimer Sand zu Tage gefördert, so daß wir ernsthaft befürchten müssen, daß die Platten bei dem nächsten Regen oder Frost absacken. Wir versuchen's nun schon mit so einem akustisch-elektronischen Teil, was ihn vergraulen soll. Ich glaubs aber noch nicht. Auch mit Buttermilch haben wir es schon versucht, die ihm angeblich zu sehr stinken soll.

Wir haben nun nicht etwa unseren ganzen Garten zugepflastert; aber dieser Weg, der der Zugangsweg zum Haus ist, bildet eine Barriere zwischen zwei Teilen unseres Gartens. Und wenn er von einem Teil zum anderen will, muß er eben da durch.

Weiß jemand noch ein Rezept? Wir befürchten nämlich, daß er einfach erneut an einer anderen Stelle unseres Weges gräbt, wenn wir an der einen Stelle die Platten wieder richtig verlegen...

Viele Grüße
Bernd
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bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #14 am: 09. September 2002, 14:49:16 »

mich würde interessieren ob die guten jungs und mädls üblicherweise auch oberflächennah ihre tunnels graben. wie unterscheide ich einen wühlmausgang von einem maulwurfgang?
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freundliche Grüße,
Bernhard
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