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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Birnengitterrost 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Birnengitterrost  (Gelesen 9125 mal)
pucille
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pucille
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« am: 07. Juli 2005, 14:00:37 »

Hallo zusammen,
leider weiß ich die Sorte nicht, der Garten ist noch nicht so lange in unserer Hand, aber die Blätter sind voller rötlich-brauner Pusteln. Traurig
Wenn die Birnen reif werden sollten, kann man sie trotzdem essen?
Nördliche Grüße
pucille
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Günther
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« Antworten #1 am: 07. Juli 2005, 14:21:11 »

Den Birnen macht es nix bezüglich Geschmack und Genießbarkeit, der Birnengitterrost schwächt nur bei übermäßigem Befall den Baum.
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winterliesel
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winterliesel
Don't feed trolls - Naturraum 69, Klimazone 7b


« Antworten #2 am: 07. Juli 2005, 14:42:32 »

Kann man Birnengitterrost nach Befall eigentlich noch behandeln oder das weitere Fortschreiten eindämmen (möglichst ohne spielende Kinder oder Haustiere zu gefährden)?

Wir haben ein kleines Birnenbäumchen (2. Standjahr bei uns), das schon im vergangenen Jahr alle Fruchtansätze weggeworfen hat, nachdem der Rost auftrat (wir haben dann die befallenen Blätter entfernt) und dieses Jahr kamen keine Blüten aber dafür wieder Rost  Traurig .

Ich habe jetzt ein wenig Angst um das Bäumchen, denn m.W. kann der Rost auf Dauer einen jungen Baum wohl sogar zerstören  Huch.
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<°)))o><) Komik entsteht, wenn man Tragödien anschaut und dabei ein Auge zukneift. (E. Ionesco)

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Günther
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« Antworten #3 am: 07. Juli 2005, 14:57:32 »

Es gibt theoretisch Spritzmittel, die angeblich bei korrekter Anwendung (Zeit, Wetter,&c.) helfen können.
Praktisch hilft nix, außer ALLE Zwischenwirte (meist Wacholder, Sadebaum, udgl., NICHT der "gewöhnliche" Juniperus communis) im Umkreis mehrerer Kilometer zu entfernen.
Ansonsten: Bäumchen allgemein stärken, auf keinen Fall zu viel Stickstoff düngen.
« Letzte Änderung: 07. Juli 2005, 15:30:34 von Günther » Gespeichert
winterliesel
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winterliesel
Don't feed trolls - Naturraum 69, Klimazone 7b


« Antworten #4 am: 07. Juli 2005, 15:14:11 »

Ein bisschen deprimierend ist das ja schon. Na, dann geh' ich wohl am besten mal in die Apotheke und hol ein paar Stärkungsmittelchen (vielleicht hilft's, wenn ich V***** für Birnen verlange  Zwinkernd).

Danke für die Info!
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Gartennachbar
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« Antworten #5 am: 19. Juli 2005, 13:13:28 »

Ich lese gerade aus berufener Feder:

Zitat
Während Birnengitterrost in Erwerbsanlagen eine geringere Bedeutung besitzt, da über die Schorfbekämpfung auch dieser Erreger miterfasst wird, stellt in Streuobstbeständen und vor allem in Klein- und Hausgärten die regelmäßige, jährliche Infektion zunehmend ein Problem dar, da dort Fungizidspritzungen meist nicht erfolgen. (Fitzner in Mitt. Dtsch. Dendrol. Ges 90 145-148 2005)

Da kann man doch nur sagen - ach - und warum hört man dann allenthalben,

"dagegen gibt’s kein zugelassenes Mittel"?

Verzweifelte Haus- und Kleingärtner sägen ihre Bäume ab, weil sie den Anblick nicht länger ertragen.

Sind Streuobstwiesen und Birnbäume mit ihrer Sortenvielfalt kein schützenwertes Kulturgut?

Womit spritzt denn der Erwerbsbirnenbauer gegen Schorf? Und was ist dabei zu beachten?

Fragt
Gartennachbar
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pucille
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pucille
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« Antworten #6 am: 19. Juli 2005, 17:16:55 »

Hallo Gartennachbar,
na ja, glücklicherweise bin ich nicht soo verzweifelt, obwohl- ich gestehe - der Gedanke  an Fällen des Baumes mir schon gekommen ist. Unentschlossen Allerdings nicht wegen des Birnengitterrostes, sondern des bisher elend geringen Ertrages. Wollte aber der Birne noch dieses und nächstes Jahr als Chance einräumen, denn die Ernte ist ja wohl durchaus von Jahr zu Jahr mal unterschiedlich. Grundsätzlich würde ich aber sowieso nicht spritzen, bin ja froh, einen Garten zu haben und nicht immer in allen Dingen auf "konventionellen" Anbau der Obstbauern angewiesen zu sein. Ich schätze an der Ernte im eigenen Garten nicht nur die Sinnenfreude beim Pflücken der reifen, prallen Früchte -wie aktuell bei den Beeren- sondern vor allem auch die Gewißheit, dass keine Gifte benutzt wurden. Dann lieber mal ein Wurm oder Stellen. Sonst kann ich ja auf robustere Sorten ausweichen oder mehr Zeit und Mühe in "Prävention" investieren. Ackerschachtelhalm hat vorbeugend bei Rosen jedenfalls gute Wirkung gezeigt.
Viele Grüße
pucille
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Faulpelz
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« Antworten #7 am: 19. Juli 2005, 17:45:36 »

Von einer älteren Gartenfreundin, die sich sehr mit Kräutern und "natürlichen" Mittelchen befasst, habe ich erfahren, dass angeblich eine Unterpflanzung mit Meerrettich den Birnengitterrost eindämmen soll. Ich habe es vor zwei Wochen ausprobiert und meinen Meerrettich unter meine Pyrus Pyraster gesetzt. Mal sehen, ob es etwas bringt. Ein Versuch kann nicht schaden.
Liebe Grüße
Evi
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Gärten bieten Zuflucht vor den Zwistigkeiten und den Zwängen der Außenwelt, sie bewahren ihre Assoziation mit dem Paradies
wendel
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« Antworten #8 am: 22. Juli 2005, 19:04:13 »

Hallöchen
Wers den wissen will: Polyram Wg/ Baycor ,Euparen MWG,zwischen 20.4 -10.5 1 reicht meistens bis 2x spritzen das wars .Es gibt auch Sortenunterschiede bezüglich Befallsstärke.Eigene Versuche sind je nach Regentagen zT erfolgreich 0,5 %Olivenöl 5 Tropfen Spüli als Netzmittel ,evt +1 Bt.Backpulver auf 1 liter Wasser. Bei Rosen gegen Mehltau funktionierts.
Kleine Bäume leiden wirklich und natürlich auch immer der Ertrag und Wuchs. Die Sporen können auch OHNE Zwischenwirt die Birne nblätter befallen !!!

Gruss Wendel
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Ralf Gutzki
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Ralf Gutzki
...nur Gast im Garten.


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« Antworten #9 am: 02. August 2005, 18:32:34 »

Also einen Winterwirt benötigt der Birnengitterrostpilz (BiGiRo) schon. Auf einigen Arten vom Juniperus (Wacholder, Sadebaum usw..) Überwinter dieser Pilz. Nur die Pilzsporen könne recht weit fliegen. Und wenn sie dann noch mit der Bahn oder dem Auto fahren kommen sie noch weiter.

Gegen BiGiRo hilft im Früher eine Spritzung gegen Schorf. Wer im Laden fragt der sollte bitte Schorf haben um ein entsprechendes Mittel zu bekommen. Ansonsten gibt es für Private Gärtner nix  Cool

Übrigens in der gartenFAQ steht unter BiGiRo noch mehr.


« Letzte Änderung: 02. August 2005, 18:33:22 von Ralf Gutzki » Gespeichert

tschüss....ralf
Chrissie
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« Antworten #10 am: 04. August 2005, 15:32:19 »

Bei meinen Eltern im Garten haben wir mit regelmäßigen Spritzungen mit Neudo-Vital Obst-Pilzschutz den Rost soweit in den Griff bekommen, dass der Baum wieder trägt. Ist kein Gift, sondern ein Stärkungsmittel.
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Dumme hetzen, Kluge warten - Weise gehen in den Garten. (Frei nach Tagore)
Gartennachbar
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« Antworten #11 am: 05. August 2005, 15:49:48 »

Polyram WG …. Baycor ,Euparen MWG

Danke für die Hinweise. Bei vielen Mitteln gibt es als Namensanhang immer diese Buchstabenkombinationen:

WG und MWG aber auch SC und EC, WP, N, EW usw., häufig auch in Kombination mit Zahlen: z.B. Confidor WG 70 oder Systhane 20 EW.

Was bedeutet das? Gibt es im Internet eine Liste, die das durchsichtig macht?

Liebe Grüße
Gartennachbar
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Ralf Gutzki
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Ralf Gutzki
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« Antworten #12 am: 05. August 2005, 17:50:41 »

Die Zuständige Seite im Netz ist wohl die der Biologische Bundesanstalt für Land-und Forstwirtschaft. http://www.bba.de/

Da stehen jedoch die Mittel für den Provi und nicht für den Privaten, und so muss man wohl eher hier suchen:
      Pflanzenschutz
http://www.bvl.bund.de/pflanzenschutz/psmdbstart.htm
oder hier:
 http://www.bvl.bund.de/pflanzenschutz/index.htm

Über weitere URL's würde ich mich freuen.
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tschüss....ralf
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