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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: bewährte und schmackhafte Apfelsorten 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: bewährte und schmackhafte Apfelsorten  (Gelesen 16172 mal)
Susan
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ich liebe meinen Garten


« am: 30. März 2002, 23:02:20 »

Ich bin  auf der Suche nach Apfelsorten, die man nicht im Laden kaufen kann ( James graeve, golden del., Jonathan, Elstar etc). Sie sollten einen prägnanten Geschmack haben, eher fest sein und nicht mehlig werden. Aus dem Garten meines Großvaters hab ich eine Ananasrenette in himmlischer Erinnerung, deshalb hab ich mir letztes Jahr eine gekauft. Was kennt ihr denn noch für "Geheimtips" für Äpfel? Bitte eigene Erfahrungen.  Möglichst auch relativ pflegeleichte und nicht so sehr krankheitsanfällige. Alternanz wäre kein Problem.
MfG
Susan
« Letzte Änderung: 30. März 2002, 23:04:15 von Susan » Gespeichert
olaf
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Ich liebe dieses Forum und die Erntezeit!


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« Antworten #1 am: 31. März 2002, 00:22:42 »

Hallo Susan,

die Sorte "Von Zuccalmaglios Renette" ist eine altbewährte eher schwachwüchsige Sorte, und eine Tochtersorte der Ananasrenette. Sie ist etwas robuster und größer als die Mutter, muss aber regelmäßig geschnitten werden, damit nicht zuviele kleine Äpfel entstehen (ein "Zuccalmaglio", Hochstamm auf Sämlingsunterlage, hat im ersten Jahr nach der Pflanzung ca. 30 Äpfelchen getragen, da er keinen Pflanzschnitt erhalten hatte).
Bei uns im Bergischen gibt es das "Rote" oder "Rheinische Seidenhemdchen". Die Sorte ist karminrot, sehr gut lagerbar, schmackhaft und zur Zeit meine Lieblingssorte Zwinkernd. Ich kenne sie nur auf Sämlingsunterlage als Hochstamm, probiere gerade aber auch einen Buschbaum auf M 26 aus.
Schönen Gruß
Olaf.
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Arnold
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Arnold
Mein liebster Treffpunkt.


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« Antworten #2 am: 01. April 2002, 15:25:24 »

Hallo Susan
Schau doch mal in diese Internetseiten.
http://www.alte-obstsorten.de
da wirst du bestimmt was finden.
Gruß aus Brunsbüttel
Arnold
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Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
(Uralte Chinesische Bauernregel)
Giuseppe
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Giuseppes Fotoalbum
Zone 6, Naturraum 60, 470m ü. NN


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« Antworten #3 am: 02. April 2002, 23:00:55 »

Hallo Susan,

aus unserem heimischen Garten ist mir der 'Schöne von Herrnhut' in besonders guter Erinnerung. Es ist ein mittelfrüh reifender, gut zu lagernder Apfel, der ungewöhnlich saftig ist. Die Schale ist trotz ihres hohen Wachsgehaltes (daher evt. die lange Haltbarkeit) schmackhaft und sollte immer mitverzehrt werden. Und schön ist der Apfel auch, wie der Name suggeriert. Gelb, hübsch rot gestreift, an der Sonne stärker rot, aber immer mit Streifen.

Eine weitere gute und wohlschmeckende Sorte, die aber eher in die Richtung mehlig geht - obwohl ich ihn nicht so bezeichnen würde - ist der 'Wettringer Taubenapfel', spät und auch gut lagerfähig, welkt allerdings etwas schneller als der vorgenannte. Der hat einen ganz eigenen Wohlgeschmack und ist für mich der typische Weihnachtsapfel, rundum rot, etwas bläulich beduftet und läßt sich polieren für den Christbaum.

Giuseppe S.
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Mithilfe von Stereotypen können sich Voreingenommene das Dazulernen ersparen
pp
Gast
« Antworten #4 am: 04. April 2002, 15:15:12 »

Hallo Sigfried!

Was ist eigentlich aus deiner Reisersuche geworden?

Bei Apfelsorten bin ich mit Discovery sehr zufrieden, hat eine wunderschoene Farbe, reift frueh und ist sueß.
Nachteil: Die Wespen wissen das auch und hoehlen manchmal ganze Fruechte aus.

Ein weiterer Apfel der bei mir gut und regelmaeßig
traegt und schoene wenn auch nicht rießige Früchte bringt ist Jonathan.

PP
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Siegfried
Gast
« Antworten #5 am: 04. April 2002, 20:51:10 »

Hallo PP !

Mit den Edelreisern für Kernobst hat es zur Not noch so gereicht aus dem Bekanntenbereich. Ich hatte dieses Jahr etwa 25 Apfel und Birnbaumunterlagen zur Verfügung. Mit einer guten Auswahl an Kirschreisern wurde ich durch den Kreisverband des Gartenbauvereins versorgt.
Aber für das nächste Jahr werde ich Reiser im Reiserschnittgarten Weinsberg bestellen. Die haben eine ausgezeichnete Auswahl allerdings sollte man da auch rechtzeitig bestellen ,weil einige Sorten immer schnell ausverkauft sind. Bestellung ist für Winter/Frühjahr und auch für den Sommer möglich .
Allerdings gibt es in Weinsberg derzeit noch keine Steckholzreiser für Beerenobst , ist aber angeblich geplant.
e-mail: Reiserschnittgarten@onlinehome.de
http://www.reiserschnittgarten.de/      

In Weihenstephan werde ich bei Gelegenheit im Sommer mal nachfragen wenn ich zum Staudensichtungsgarten fahre.


Schönen Gruß
      von
   Siegfried                    
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Eva
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You are a guest of nature. Behave.


« Antworten #6 am: 10. April 2002, 23:04:23 »

Hallo Susan,

bei uns zuhause wurde immer um die Grafensteiner gestritten (wer kriegt wie viele). Die sind einfach lecker, lassen sich allerdings nicht recht lange lagern. Letztes Jahr hab ich welche auf dem Linzer Südbahnhofmarkt gesehen. Seufz. Noch ein Halbes Jahr bis zur nächsten Ernte.

Liebe Grüße
Eva
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Alex
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Man wird alt wie ne Kuh und lernt immer noch dazu!


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« Antworten #7 am: 11. April 2002, 11:12:21 »

Hallo Susan!

Hier in Karlsruhe habe ich die Sorte Berlepsch kennengelernt.
Diese Sorte enthält wohl auch sehr viel Vitamin C.
Der Apfel ist fest und hat ein Aroma wie ich es mir für einen Apfel vorstelle. Er ist nicht zu süß und vor Saft/Wasser triefend, sondern knackig und hat wunderbares Aroma.
Ein Obstbauer hatte sich im Herbst strategisch günstig zweimal die Woche direkt am Weg zur Kantine aufgebaut.
Dann habe ich den Arbeitgeber gewechselt und kam an diese Sorte nicht mehr dran.
Daher habe ich einen Berlepsch in unseren Garten gepflanzt.
Ich habe dabei festgestellt, daß er eigentlich gar nicht so selten sein kann, jedenfalls bekommt man Ihn ganz einfach über die Baumschule.

Gruß

Alex
 
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Babette
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Babette

« Antworten #8 am: 11. April 2002, 11:30:24 »

Hallo Susan!

Ich muß mich direkt Alex anschließen und die Sorte Berlepsch empfehlen, die ich sehr gerne esse, aber nicht angepflanzt habe. Sehr gerne esse ich noch die Rote Sternenrenette, die man allerdings wirklich selten bekommt.

Wenn ich hier auch einen "neueren" Apfel empfehlen darf: Rubinette! Gut ausgewogen zwischen süß und sauer. Die Früchte sind eher klein, was mir entgegenkommt, da ich nicht so riesige Äpfel essen mag. Mein eigenes Rubinette-Bäumchen steht jetzt doch schon ganze 5 Monate, aus eigener Erfahrung kann ich also nichts beitragen. Ein Apfelbaum im Garten einer Freundin sieht aber sehr gut aus und trägt auch gut.

Noch ein paar Infos:
Rubinette: http://agrarinfo.aspdienste.de/internet/Obstsort.nsf/04ed3340be94a745412567e50032f41c/9916bf2cdc4f707b4125687f00319911?OpenDocument
Berlepsch: http://agrarinfo.aspdienste.de/internet/Obstsort.nsf/e06017ba572b3621412567e6004c7817/6157ef433cbfa6a4412568cd0037c9d1?OpenDocument


Gruß
Babette
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Babette
Alex
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« Antworten #9 am: 12. April 2002, 08:32:31 »

Das ist ja witzig!
Babette und ich sind wohl die gleichen Apfeltypen.
Da ich zur Zeit keine Berlepsch zu kaufen kriege, habe ich mich bei unserem örtlichen Apfelhof ( sonst gibt es in dem kleinen Ort, wo ich wohne, nur noch nen Bäcker und nen Frisör) habe ich mich durch die Apfelsorten durchgefuttert und bin auch auf die Rubinette gestossen.
Diese Sorte kaufe ich seitdem ( falls vorhanden, jetzt ist sie schon längst ausverkauft) als Ersatzt bis vielleicht eines Tages ich eigene Berlepsch ernten kann.
Gerstern kam ich nicht auf den Namen.

Gruß

Alex
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Susan
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ich liebe meinen Garten


« Antworten #10 am: 12. April 2002, 15:28:50 »

ich dank euch sehr für eure Beiträge. Ja, Rubinette find ich auch sehr gut, geht als guter Ersatz für  aromatische Cox Orangen. Mit dem Berlepsch hab ich auch schon immermal geliebäugelt. Ich weiß bloß nicht, ob der mir schmeckt. So den typischen Apfelstreuwiesengeschmack mag ich nicht so, ist mir etwas zu herb, so wie Ontario oder KAiser Wilhelm. Schmeckt der So?? Ich hab schon öfter welche vom Gravebsteiner schwärmen hören. In Südtirol hab ich im Sommer dann mal welche gegessen, die haben eigentlich nicht besonders geschmeckt oder geduftet. Lag das nun an Südtiroler Anbauweisen? Wie schmeckt er denn, wenn er nach was schmeckt?
MfG
SUsan
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Babette
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Babette

« Antworten #11 am: 12. April 2002, 16:02:09 »

ahhhrg, ich habe fröhlich geschrieben und nicht gespeichert Ärgerlich

Also nochmal: ich finde es sehr schwierig, einen Geschmack zu beschreiben, versuche es aber mal: Der Apfel ist - wie ich es liebe - sehr ausgewogen zwischen Säure und Süße. Dabei ist er aber nicht "knallig", sondern sehr fein und differenziert. Er weist viele Aromen-Anklänge an anderes Obst aus, welches genau, kann ich nicht sagen, da mein "letzter" Berlepsch schon so lange her ist. Das Fruchtfleich ist angenehm fest aber sehr saftig. Er sieht übrigens ähnlich wie ein Cox Orange aus, ist aber etwas größer.

Ich weiß nicht, wie eine Ananasrenette schmeckt, von der Du so schwärmst, aber in den Elternteilen ist sie mit drin ("Historie: Von Dietrich Uhlhorn in Grevenbroich, Niederrhein, 1880 aus Sämlingen der Kreuzung ´Ananasrenette´und ´Ribston Pepping´ausgelesen und nach H. Freiherr von Berlepsch, dem damaligen Regierungspräsidenten von Düsseldorf, benannt.").

Falls Du noch zu anderen Äpfeln Infos brauchst, kann ich Dir die HP von Baumgarnter empfehlen: http://www.baumgartner-baumschulen.de/

Ob das jetzt hilfreich war? Ich glaube, Du mußt einfach einen Berlepsch suchen und probieren, notfalls erst im nächsten Herbst...

Gruß
Babette
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Babette
Susan
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ich liebe meinen Garten


« Antworten #12 am: 16. April 2002, 17:31:01 »

Hallo Babette,
die Beschreibung war sehr gut, ich danke Dir! Ich glaub, ich werds einfach mal probieren. Die Baumgartner Seite kenn ich und kann sie weiterempfehlen, auch deren Versand, hab ich schon probiert.
Danke nochmals
Susan
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brigitte
Gast
« Antworten #13 am: 08. Mai 2002, 15:23:17 »

Hallo Susan,

wir werden heuer zum ersten mal den Grafensteiner ernten können. Der Grafensteiner hat m. E. den großen Vorteil das er früh reif ist.
Er ist sehr, sehr saftig und angenehm sauer. Der Vater meiner Freundin sagt immer zu seinen Gästen, wenn er ihnen einen Grafensteiner gibt: "Passt auf, wen ihr reinbeißt, daß ihr nicht ersäuft" - weil er halt soooo saftig ist. Grinsend Der Grafensteiner wird ein recht großer Apfelbaum und die Früchte sind nicht sehr windfest - also an einen etwas windgeschützten Platz setzen.
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Susan
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ich liebe meinen Garten


« Antworten #14 am: 09. Mai 2002, 12:59:41 »

gestern hab ich doch tatsächlich auf dem Markt einen Berlepsch kosten können. Er war fest, saftig und aromatisch, ich denk, den könnt ich noch gebrauchen  Zwinkernd
Danke für eure Tips
Grüße
Susan
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