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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Welche Brombeeresorte ? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Welche Brombeeresorte ?  (Gelesen 9622 mal)
willem_baltic
Gast
« am: 10. Februar 2005, 11:59:40 »

Moin Moin,

die Entscheidung ist gefallen: unsere Brombeerpflanzen werden ersetzt. Die Ernte war in 2 Jahren durchschnittlich und die Früchte so geschmackfrei, da denken wir uns, das geht besser.

Also, wir suchen eine Brombeersorte mit folgenden Eigenschaften:

- Die Beeren müssen nach Brombeere und nicht nach Wasser schmecken. Ob besonders süß oder besonders viel Säure ist egal.
- Die Pflanzen sollten gerne aufrecht wachsen (müssen aber nicht)
- Ich habe keine Angst vor Dornen (oder Stacheln?)
- Ertrag ist wichtig, aber kein Killer-Argument. Derzeit habgen wir optisch ansprechende Beeren in ausreichender Menge, die aber eigentlich nach nichts schmecken.

Standort: Norddeutschland, lehmiger Boden (keine Staunässe), sonniger Standort, leicht windgeschützt.

Dank und Gruß

willem_baltic
« Letzte Änderung: 10. Februar 2005, 12:58:28 von willem_baltic » Gespeichert
gregor
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« Antworten #1 am: 10. Februar 2005, 12:06:52 »

Wenn Stacheln und Wuchern kein Problem darstellen nimm Rubus armeniacus ‘Theodor Reimers'.
Die Sorte hat die besten Früchte aller Brombeeren, aber diese Art kratzt widerlich und wuchert, daß sie kaum in Zaum zu halten ist. In Wien wächst diese asiatische Art inzwischen auf fast jeder G'stettn (so werden bei uns zugewucherte Ruderalfluren volkstümlich bezeichnet).
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d'Ehre
Grischa
spatenstich
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spatenstich
Ein Tag ohne Lachen ist ein schlechter Tag!


« Antworten #2 am: 10. Februar 2005, 12:54:10 »

Ich gebe Gregor vollkommen recht - "Theodor Reimers" - geschmacklich ein Fest. Je komfortabler die Sorte (dornenlos, schwachwüchsig) desto weniger Geschmack - kommt mir halt manchmal so vor.

Spatenstich
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willem_baltic
Gast
« Antworten #3 am: 10. Februar 2005, 13:09:47 »

Danke für die schnellen Antworten.

Hatte ich geschrieben, dass die derzeitige Sorte keine Dornen hat? Dem ist nämlich so.

Könntet ihr "wuchern" etwas definieren? Ist die Pflanze noch unter Kontrolle zu halten?
« Letzte Änderung: 10. Februar 2005, 13:13:36 von willem_baltic » Gespeichert
ulla
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Klimazone 7


« Antworten #4 am: 10. Februar 2005, 15:29:46 »

Sie macht Ausläufer und jeder nicht aufgebundene Zweig, der die Erde berührt, wächst an und sie sät sich aus, wenn man eine Brombeere vergißt oder den Vögeln überläßt. Die Ernte in dem Brombeergestrüpp ist - blutig Ärgerlich.
Ich habe sie trotz guten Geschmacks der Früchte wieder aus meinem Garten entfernt - und tat es lange Zeit noch, wenn ich wieder mal einen Sämling oder sonstigen Trieb gefunden habe.
Mein neuer Favorit ist stachellos Lächelnd, geschmacklich gut, schmeckt also voll nach Brombeere, nicht nach Wasser, die Früchte sind größer und es schadet nicht, wenn man die Vögel auch naschen läßt. Leider weiß ich nicht, welche Sorte das ist; sie kam als kleiner Ableger mit großer Empfehlung Zwinkernd von einer Bekannten.
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Liebe Grüße
Ulla
willem_baltic
Gast
« Antworten #5 am: 10. Februar 2005, 16:04:05 »

@ulla,

was du beschreibst ist keine Brombeere, sondern ein Monster  Schockiert Schockiert Schockiert. Ich glaube nicht, dass ich ein Exemplar dieser Sorte anpflanzen darf. Bei diesem Verhalten gibt's Mecker von Frauchen.  Zwinkernd

THX
willem
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ulla
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Klimazone 7


« Antworten #6 am: 10. Februar 2005, 17:08:10 »

Als Monster habe ich sie auch empfunden! Ärgerlich

Aber wenn man Zeit hat, sich ständig mit Aufbinden und Schneiden zu befassen und trotz dicker Lederhandschuhe mit Stulpen noch sensible Finger besitzt, um die Beeren beim Pflücken nicht zu zerquetschen, dann wird "Frauchen" die Beeren sicher mit Genuß in der Küche zubereiten! Grinsend Grinsend

Nun, vielleicht habe ich ja ein ganz klein wenig übertrieben Verlegen, aber mir ist meine stachellose wesentlich lieber!

Wenn Du willst, kann ich im Frühjahr Stecklinge von meiner schneiden (gegen Portoerstattung). Dann mußt Du allerdings lange auf den Genuß warten und wer weiß, vielleicht schmeckt sie Dir doch nicht.
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Liebe Grüße
Ulla
Gurke
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« Antworten #7 am: 10. Februar 2005, 17:26:39 »

wie macht ihr denn stecklinge von rubus?

dachte immer das geht garnicht

LG die gurke
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Penelope
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WWW
« Antworten #8 am: 10. Februar 2005, 17:40:46 »

Also, ich käme wahrlich nicht auf die Idee, eine Brombeere freiwillig in meinen Garten zu setzen! Hier wächst allerorten eine Sorte wild, aber eben leider auch bis in die Gärten hinein und die langen Triebe wachsen unterirdisch in jede Ecke! Sogar oben aus dem Hochbeet kam mal einer heraus und grinste fröhlich den Salat an. Fragt lieber nicht, wie ich DEN ausgebuddelt hab! An anderer Stelle, wo ich eigentlich so gar nicht hinkomme (zwischen Gartenhäuschen und Nachbarzaun) macht sich das Monster ausserordentlich breit und hat sogar den Efeu(!) in Schach gehalten! Sehr beliebt ist das Auftauchen aus dem Erdreich inmitten der Rosenstöcke oder kratziger ausladender Sträucher wie dem Pfaffenhütchen, superlustig! Ich gehe nun immer mit meinem Eimerchen draussen an den Bahndamm und pflücke dort (mit Mordgelüsten im Herzen). Also, gut überlegen, was man sich in den garten holt!

Brommige Grüße,Pen
« Letzte Änderung: 10. Februar 2005, 17:40:59 von Penelope » Gespeichert

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Pieter
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pieter
53° 40' Nord und 8° 54' Ost phän.Naturraum 67


« Antworten #9 am: 10. Februar 2005, 18:57:05 »

Hallo Willem_Baltic, ich glaube Deine Enttäuschung mit der stachellosen Brombeere hat eher klimatische Gründe. Unsere liefert große, aromatische Früchte, wenn sie richtig Sonne zum Reifen bekommen, aber z.B. im vorigen Jahr war es tatsächlich ein Reinfall.Nicht jedes Jaghr ist hier im Norden ein Brombeerjahr. Nur: auch die wilden Brombeeeren taugten durch die Bank auch nichts, nicht zum Rohessen und für Marmelade fehlte ihnen auch das Aroma.
@ Penelope, wenn der Bahndamm noch befahren ist von der Deutschen Bahn, würde ich da kaum Beeren sammeln. Neben den Pestiziden, die zur Freihaltung der Strecken verwendet werden Traurig, auch die Personenwagen haben unten so merkwürdige Abflußrohre.....
Gruß Pieter
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Christine N.
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« Antworten #10 am: 10. Februar 2005, 20:58:25 »

Nach schlechter Erfahrung mit stachelbewehrter Brombeere habe ich seit 20 Jahren eine ohne Stacheln und bin eigentlich zufrieden. Wenn sie genug Sonne und lange Zeit zum Ausreifen haben, schmecken die Beeren auch sehr gut.

Einziger Nachteil: die Früchte werden spät reif, also erst im September/Oktober. Und dann ist hier im Norden das Wetter häufig nicht mehr brombeerfreundlich. Bei zu kühlem und feuchtem Wetter beginnen sie schnell zu schimmeln.

Leider weiß ich nicht mehr den Sortennamen. Die Blätter sind dunkelgrün und glatt (nicht gefiedert). Meine Brombeere ist ein Absenker von der Mutterpflanze, die ich zwecks Umzug im alten Garten stehenlassen musste.  Wenn Du ihr einen sonnigen Platz bieten kannst, kann ich sie empfehlen. Beim googeln bin ich auf die Sorte "Loch Ness" gestoßen. Die scheint auch gut zu sein.

Viel Erfolg und liebe Grüße,
Christine
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Andrea
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« Antworten #11 am: 10. Februar 2005, 21:52:46 »

Hallo,
seit Jahren wächst bei mir die Sorte Loch Ness.
Der Garten hat Nordosthanglage, späte Sonne und trotz allem jede Menge Brombeeren, jedes Jahr. Geschmacklichh sind sie ganz gut.
Ich schneide die Brombeeren jeden Winter auf 4 bis 5 Triebe zurück und das bekommt ihnen offensichtlich.
Ich finde zwar auch dass Theodor Reimers besser schmeckt, habe mich damals, der Kinder wegen und wegen ewig verkratzten, verspreiselten Fingern zur Brombeerzeit für die dornenlose Sorte entschieden.
Andrea

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willem_baltic
Gast
« Antworten #12 am: 11. Februar 2005, 15:57:00 »

Moin Moin,

ich fasse kurz meine Erkenntnisse zusammen:
  • Die Sorte "Theodor Reimers" ist geschmacklich unübertroffen.
  • Das "soziale Verhalten" (Wilde Ableger, Wuchern, Dornencharakteristik) sprechen gegen einen Anbau im Kleingarten.
  • "Loch Ness" und "Navaho" bilden einen guten Kompromiss.
Ich habe von beiden letztgenannten widersprüchliches zur Anfälligkeit für falschen Mehltau gelesen. Habt ihr da Erfahrungswerte oder gesicherte Erkenntnisse?

Herlichen Dank bis dahin

willem
« Letzte Änderung: 12. Februar 2005, 10:57:30 von willem_baltic » Gespeichert
Pieter
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pieter
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« Antworten #13 am: 12. Februar 2005, 10:11:04 »

Moin Willem, zu den Erfahrungen gehört m.E. auch für das Klima hier bei uns im Norden ( der goldene Oktober findet nicht jedes Jahr statt Grinsend): Frühreife Sorten suchen.
Die sonst sehr gute, auch nicht mehltauanfällige Thornless Evergreen reift leider spät und ist damit in manchen Jahren unbefriedigend. Gruß Pieter
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Hannah
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Hannah

« Antworten #14 am: 12. Februar 2005, 22:19:02 »

Die neue Sorte Navaho http://www.baumschule-hofmann.de/beere_exkl.htm reift schon Ende Juli und soll ganz besonders gut schmecken. Außerdem wächst sie auch noch aufrecht, das wäre doch was ?!

LG    Hannah
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