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forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Boden- und Düngungsforum (Moderator: Walther)  |  Thema: 8 Wochen alter Rasen wird bei Nachdüngung fleckig gelb 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: 8 Wochen alter Rasen wird bei Nachdüngung fleckig gelb  (Gelesen 17097 mal)
Werner
Gast
« am: 08. Juli 2002, 13:02:57 »

Hallo,
wir haben ein Problem mit unserem neuen Rasen (Saatgut der Fa. Wolf):
Nach der empfohlenen Zeit von 6 Wochen haben wir ihn in der empfohlenen Menge mit dem empfohlenen Wolf-Dünger nachgedüngt.
Nun sind ca. 2 Wochen vergangen und der Rasen wird an einigen Stellen ganz hellgrün/gelb.
Da wir den Dünger von Hand aufgebracht haben: Sind die gelben Stellen ein Zeichen für Überdüngung? Zumal diese Stellen auch geringeres Wachstum aufweisen als die anderen sattdunkelgrünen Flächen aufweisen.

Verliert sich das nach einigen Wochen wieder oder muss man etwas unternehmen?

MfG
Werner Huch
Gespeichert
Susanne
Gast
« Antworten #1 am: 09. Juli 2002, 12:40:31 »


Das ist schon ein Elend mit diesen Dünge-Empfehlungen... glaube nicht alles, was auf den Packungen steht, die Firmen leben davon, daß sie ihren Krempel verkaufen.

Deiner Vermutung, daß der Rasen durch Dünger geschädigt wurde, stimme ich zu.
Junger Rasen braucht überhaupt noch keinen Dünger, der muß erstmal sein Wurzelsystem aufbauen und sich an Ort und Stelle etablieren. 6 Wochen sind garnix, da kommt er noch lange mit den im Boden vorhandenen Stoffen aus.

Wenn du mal überlegst, daß Gras unser Haupt-Wildkraut (=Unkraut) ist, und eigentlich immer und überall wächst, außer auf blankem Stein, dann ist eigentlich klar, daß Rasen kaum Dünger braucht...

Schönen plüschigen Rasen bekommt man, wenn man den Rasenmäher auf mindestens 7 cm Höhe stellt und das Mähgut liegen läßt. Dann düngt sich der Rasen selbst.
Die Methode ist allerdings blöd, wenn man Kinder oder Haustiere hat, die dann ständig Rasenschnipsel ins Haus tragen, und wenn man den Rasenschnitt eigentlich zum Mulchen benutzen möchte.
Wenn du also einen Fangkorb benutzt, stelle den Rasenmäher trotzdem hoch, und bringe im zeitigen Frühjahr einen organischen Dünger aus, zum Beispiel Kompost, Hornspäne, Ricinusschrot oder notfalls sowas wie Oscorna Animalin, bei saurem Boden eventuell auch ein bißchen Kalk.
 
Und falls du auf Kunstdünger schwörst, streue ihn niemals in der angegebenen Dosierung auf trockenen Rasen, das führt umgehend zu Verbrennungen. Nimm immer nur die Hälfte und beregne den Rasen anschließend.

Hellgrün-gelbe Flecken im Rasen können auch von Hundepipi herrühren. Dunkelgrüne Flecken hingegen kommen meistens von Kaninchenkötteln.

Gespeichert
Werner
Gast
« Antworten #2 am: 12. Juli 2002, 10:47:53 »

was soll/kann ich jetzt tun? Warten bis sich der Rasen in den grüngelblichen Bereichen erholt?
Richtig geschädigt sieht er dort eigentlich nicht aus, er stirbt ja auch nicht ab sondern wächst, nur eben langsamer als die anderen sattdunkelgrünen Bereiche...
Und gewässert haben wir den bei/nach der Düngergabe ohne Ende, kann also auch keine "Verbrennung" sein.
Was ich komisch finde:
Wenn man zuviel Dünger gestreut hat, müsste der Rasen dort nicht im Gegenteil wachsen wie der Teufel???

MfG
Werner
Gespeichert
Andrea
Gast
« Antworten #3 am: 12. Juli 2002, 11:11:15 »

Hallo Werner
Die Dünger enthalten Salze und diese entziehen durch Osmose den Gräsern Wasser, daher kommt dann das "Verbrennen", im Extremfall sind dann auch die Wurzeln geschädigt.
Mögliche Fehler sind neben zu frühen Düngen (nach 8 Wochen finde ich auch sehr früh da die jungen Gräser noch empfindlich sind und der Startdünger doch in der Regel ein Langzeitdünger ist, der noch ausreichen sollte) dass der Boden nicht feucht war beim Ausbringen, sondern sehr trocken und das Wässern dann zu spät kam, der Rasen kurz vorher geschnitten wurde, immer ein paar Tage nach dem Mähen erst düngen, zuviel aufgebracht wurde bei Handverteilung.
Wenn die Wurzeln nicht geschädigt sind wird sich der Rasen wieder erholen, in der Regel sind die Gräser recht zäh und sehr regenerationsfähig. Wässer ihn im Bedarfsfall je nach Witterung und warte jetzt erst einmal ab ob er sich erholt.
Gespeichert
Susanne
Gast
« Antworten #4 am: 12. Juli 2002, 11:26:31 »


Gift ist eine Frage der Dosierung...
Dünger, vor allem reiner Kunstdünger (NPK-Dünger) besteht meistens aus nur drei Stoffen (Natrium, Kalium, Phosphor).
Natürliche, organische Dünger (Kompost) bestehen hingegen aus hunderten von Stoffen und Mikroorganismen, die der Pflanze bei der Verarbeitung des Düngers behilflich sind.
 
Als Vergleich kannst du die Reaktion des Menschen auf Kochsalz heranziehen... viel Salz lagert Wasser ein, Mensch und Pflanze schwemmen auf und werden schwach.
Wenn du ein bißchen Salz auf dein Frühstücksei streust, schmeckt das gut und ist harmlos, vor allem deshalb, weil es Bestandteil einer gemischten Kost ist.
Ein ganzer Teelöffel Salz auf einmal konsumiert würde dich hingegen ins Jenseits befördern. Da könntest du noch soviel trinken, es gleicht die Salzmenge (=Giftmenge) im Körper nicht aus.

"Viel hilft viel" stimmt also auch bei Dünger nicht. Die Pflanze kann diese großen Mengen Salze nicht verarbeiten, sie würde regelrecht vergiftet.

Laß dem Rasen Zeit... Geduld ist wichtigster Bestandteil eines natürlichen Gesundungs- oder Wachstumsprozesses.
Du hast ja gesehen, was passiert, wenn es schnell, schnell gehen soll.

Beobachte die gelbgrünen Flecken. Wenn der einzelne Grashalm nicht nur fleckig ist, sondern dazu einen gelborangen, pilzigen Belag entwickelt, dann hat der Rasen auch noch zuviel Wasser gehabt.
Laßt den Rasen zwischen jedem Regen / Gießen abtrocknen, und zwar bis auf die Krume. Erst, wenn er schon mittags schlapp aussieht, sollte man gießen, am besten ganz früh morgens. Gießt lieber weniger oft, dafür aber gründlich. Und stellt den Rasenmäher auf eine hohe Stufe, dann beschattet der Rasen seinen Boden selbst.
Außerdem bildet er dadurch längere, gesündere Wurzeln aus.


Gespeichert
Werner
Gast
« Antworten #5 am: 13. Juli 2002, 17:53:27 »

Vielen Dank, Andrea und Susanne,  für die Tips.

Also einen pilzigen Belag oder ähnliches konnte ich nicht entdecken.
Weiterhin fällt auf, dass der Rasen generell dort am dunkelgrünsten und kräftigsten ist, wo er längere Zeit des Tages Schatten hat. Ansonsten hat er den ganzen Tag pralle Sonne (Südwestlage).

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob es nicht einfach DüngerMANGEL sein könnte... denn der neue Rasen beim Nachbarn, der fast zeitgleich gesät und bis jetzt noch nicht gedüngt wurde, zeigt eine ähnliche helle Färbung auf der gesamten Fläche.
Außerdem:
Die angegebene Dosierung haben wir eher unter- als überschritten. Meine Frau hat letzte Woche mal einige hellgrüngelbe Bereiche vorsichtig nachgedüngt und es sieht jetzt so aus, als ob die wieder dunkelgrüner werden...

Ich dachte immer, dass zuviel Dünger ein Wahnsinnswachstum auslösen müsste, ist aber wohl nicht so...?
Wie sieht eigentlich "verbrannter" Rasen aus? Der müsste doch eher bräunlich sein, was hier nicht der Fall ist.

Soll ich mal ein Foto machen und ins Netz stellen?

MfG
Werner
Gespeichert
Andrea
Gast
« Antworten #6 am: 13. Juli 2002, 18:56:19 »

Das die Stellen etwas weniger Dünger abbekommen haben und deshalb wirklich gelb sind kann ich mir nicht so vorstellen, ist aber schwer zu beurteilen wenn man es nicht sieht.
Wenn beim Nachbarn aber auch alles gelb ist, liegt es doch eher am Boden.
Wie sieht denn der Boden bei dir aus, ist doch Neubau, welcher Mutterboden (Humusanteil) und wieviel wurde aufgefüllt und wie ist der PH-Wert.
Welche Vorbereitungen hast du vor dem Aufbringen der Rasenmatten gemacht.
Ich habe meinen Rasen erst im Jahr darauf gedüngt, gelb war er deshalb nicht.
Hast du vielleicht zu tief geschnitten?
Eine Bodenanlyse ist bestimmt nicht gemacht worden, wäre vielleicht mal eine Überlegung und auch nicht so teuer, die Düngeempfehlungen gibt es dann auch gleich dazu.
Bilder kann du direkt hier einstellen.
Gespeichert
Susanne
Gast
« Antworten #7 am: 14. Juli 2002, 12:00:17 »

Der Grund warum der Rasen im schattigeren Bereich dunkler ist, ist, daß Wasser in schattigen Bereichen weniger schnell verdunstet, also der Pflanze auch länger zur Verfügung steht. Dadurch werden mehr Nährstoffe aufgenommen. Was allerdings nicht heißt, daß diese auch verkraftet werden. Dunkelgrün deutet auf Überdüngung hin, eine gesunde Rasenfläche ist mittelgrün, so wie eine normale Weide.

Meiner Ansicht nach gibt es "zu wenig düngen" bei Rasen nicht. Gras ist extrem anspruchslos, wie schon gesagt:
"Wenn du mal überlegst, daß Gras unser Haupt-Wildkraut (=Unkraut) ist, und eigentlich immer und überall wächst, außer auf blankem Stein, dann ist eigentlich klar, daß Rasen kaum Dünger braucht..."

Wenn es dir in den Fingern juckt, irgendwas zu streuen oder zu spritzen, nur um deinen diesbezüglichen Drang zu befriedigen, dann mach das, schließlich ist es dein Rasen. Aber für so eine Entscheidung brauchst du hier keine Expertenmeinung einzuholen, das kannst du selbst regeln.

Laß dir trotzdem gesagt sein, daß es nicht nötig ist, egal, was in der Werbung oder sonst wo behauptet wird.
Wir "zivilisierten" Menschen haben einen Unart entwickelt, bei jedem Wehwehchen direkt "irgendwas drauf" zu tun, in dem Irrglauben, alles mit Kommerz/rumdoktern heilen zu können. Falsch... meistens haben wir durch drauftun/rumdoktern die Fehlentwicklung selbst erzeugt.
Wie Andrea schon vermutet, hat wahrscheinlich die massive Zerstörung der Bodenstruktur auf dem Baugelände das Erdreich langfristig gestört.

Alles, was dein Rasen jetzt bräuchte, ist Zeit. Und nicht etwa erneuten Chemieterror, den er gar nicht verkraften kann.
Also stell den Rasenmäher höher, gieße wie oben empfohlen, und laß ansonsten deinen Rasen in Ruhe.

Gespeichert
Werner
Gast
« Antworten #8 am: 24. Juli 2002, 08:56:34 »

Vielen Dank für die Tips,
jetzt ist die Düngung 4 Wochen her und ich hab auch in der Zwischenzeit nichts weiter unternommen. Einige der hellen Flecken scheinen sich zu erholen (dort wo meine Frau vor 3 Wochen noch mal versuchsweise etwas nachgedüngt hatte). Die anderen (meisten) sehen aber weiterhin nicht so gut aus. Ich habe mal ein Bild von so einer Stelle gemacht (siehe Link): In der Mitte die Hellfärbung mit dem schwachen Wachstum, und da bildet sich jetzt sogar schon ein Loch... ist an einigen anderen Stellen ähnlich...
http://people.freenet.de/Bilder_von_WA/Rasen_nach_Duengung.jpg
Das habe ich mal an die Firma WOLF geschickt, und der zuständige Spezialist aus der Abteilung "Beratung und Forschung" meinte, das sei eindeutig ein Zeichen für ZU WENIG Dünger in dem hellen Bereich und man solle ruhig vorsichtig noch mal nachdüngen...

Ich neige ja wirklich dazu, noch zu warten und den Rasen erst mal weiterhin in Ruhe zu lassen, aber die Düngung ist ja nun schon 4 Wochen her und einige der hellen Stellen werden immer noch dünner statt besser...  Huch

Und eines verstehe ich generell nicht:
Auch der WOLF-Spezialist meinte, dass vor allem im Schatten ein Rasen mehr Pflege benötigt und ein geringeres Wachstum hat etc.
Bei uns ist es jedoch genau andersherum: In einem Teilbereich, in dem 3/4 des Tages Schatten ist, wächst der Rasen am besten: richtig gleichmäßig + gut und ist am dichtesten! Merkwürdig, oder?

Aber es ist ja nur Rasen, vielleicht mache ich mir auch zu sehr einen Kopf darum... Zwinkernd

MfG
Werner
Gespeichert
punga
Gast
« Antworten #9 am: 24. Juli 2002, 11:14:48 »

Hallo zusammen

Also manchmal kann man einfach nicht weiterblättern!!

Ich entnehme den ganzen Beiträgen hier nur eines  - das  geringschätzige "ist ja nur Rasen - eigentlich unser Hauptunkraut" Huch

Dabei besteht eine gute Rasensaatgutmischung aus bis zu 10 oder gar 12 gezüchteten Grassorten.

Also - warum macht man sich dann nicht auch Gedanken zum Rasen?
Da wird dann einfach Erde glattgezogen - Samen gekauft und draufgeschmissen.
Man wünschte sich - einer würde sich mal 1 Zehntel so viel Gedanken über Rasenpflanzen - wie über Rosen machen !!

Wie kann man einfach behaupten - den Rasen auf 7 cm zu schneiden - wenn man damit z.B. die Festucasorten garnicht mehr mit dem Messer erreicht. Die Festucasorten den Schnitt aber brauchen um in die Breite zu wachsen.
Wie kann man behaupten das Schnittgut einfach liegenzulassen -
wenn - abgesehen von ganz seltenen heißen Tagen - das Schnittgut den brisanten Filz hervorruft - der dann wieder im Frühling mit viel Heulerei entfernt werden muß.

Man kann nicht empfehlen das Schnittgut liegenzulassen - anderseits wiederum empfehlen,  wenige - aber massige Wässerungen durchzuführen - damit die Wurzeln nach unten gehen.
Gerade der Filz - der durch liegengebliebenes Schnittgut entsteht, verleitet den Rasen "oben" in der feuchten - moderigen und nährstoffreichen Schicht zu wachsen.
Was dann wiederum der Scher- und Trittfestigkeit abträglich ist.
NPK - heißt übrigens Stickstoff-Phosphor-Kali.
Und gerade das Kali ist es - was die Pflanzen widerstandsfähig macht - weil es in der Zelle für den Wasserhaushalt verantwortlich ist und somit für alle Lebensäußerungen der Graspflanzen.
Um durch den Rasenschnitt den Rasen nicht immer wieder zu sehr zu schocken - wird ein Rasen geschnitten wenn er ca 7-8cm hoch gewachsen ist - dann aber runtergeschnitten auf 3-4cm.
Man richtet sich beim Schnitt - nicht danach wann VATER Zeit hat - sondern danach - wann der Rasen es nötig hat.
Ein ewig zu langes Mähen lässt die Kurzgräser eingehen und Unkräuer und Langgräser die Oberhand gewinnen, der Rasen ist nach einem Schnitt dann fast wie ein Stoppelfeld.
Zu kurzes Mähen vertreibt die meisten mittleren und langen Rasensorten , lässt Klee, Polygonum und Wegeriche (etc.) die Oberhand gewinnen.

Die unteschiedlichen Färbungen im Rasen könnten schon bei der Bodenvorbereitung programmiert worden sein (Stauungen, Verdichtungen, Nässe) - die Todfeinde der Rasenflächen .
Es könnten aber jetzt im Juli/ Aug. die Larven der Wiesenschnake sein - die die jungen Wurzeln fressen.
Es kann aber auch daran liegen - dass man das Saatgut vor dem Ausbringen nicht nochmal gründlichst durchmischt hat ............

punga
Gespeichert
Werner
Gast
« Antworten #10 am: 24. Juli 2002, 11:41:54 »

Das Saatgut war das Produkt "NovaGrow" der Firma Wolf. Das ist Saatgut auf der Rolle, eine Neuheit. Rollt man einfach aus und das war´s. Die Mischung stimmt somit IMMER.
Die Gelbfärbung trat erst unmittelbar nach der 6-Wochen-Düngung auf, daher ist anzunehmen, dass es damit zusammenhängt, oder?
*
Tja, und nun? Was tun?
 Huch

MfG
Werner
Gespeichert
Andrea
Gast
« Antworten #11 am: 24. Juli 2002, 11:55:15 »

Nicht aufregen Punga  Cool
Es handelt sich bei Werner um die Rasenmatten von Wolf mit einer recht strapazierfähigen Mischung als Spielrasen und einer Startdüngung eine gleichmäßige Verteilung des Saatgutes dürfte also gegeben sein.

Es handelt sich um ein Neubaugebiet und wie die Fläche vorbereitet wurde ist ja keinen von uns bekannt, aber auch bei guter Vorbereitung, das sehe ich bei mir auch hat man in einem Neubaugarten immer eine sehr unterschiedliche Verteilung von Bodenstrukturen, Nährstoffen und auch tieferen Verdichtungen, dauert halt etwas bis so ein Boden wieder lebt.
 
Von daher würde ich einfach erst einmal abwarten, gießen ist ja bestimmt nicht nötig bei dem Sommer Traurig
Wie sollte man den Rasen denn in den Winter gehen lassen Punga? Ich habe letztes Jahr, da hatte ich ja noch Rasen, bis November noch geschnitten und ihn dann mit etwa 5cm in die Winterruhe geschickt, ist das ok oder sollte man da noch mehr beachten?

Gespeichert
Susanne
Gast
« Antworten #12 am: 24. Juli 2002, 13:03:35 »

Grundgütiger...

Punga,
deine Liebe zu Rasen in allen Ehren, aber vom ökologischen Standpunkt sind diese Flächen wirklich minderwertig.  

Was das hohe Mähen und das Liegenbleiben des Rasenschnitts angeht, da spreche ich aus langjähriger Erfahrung... warum soll ich die hier nicht mitteilen?
Kurze Schnipsel zwischen langen Gräsern werden problemlos abgebaut und wirken postwended als Dünger - das System funktioniert, ob's dir paßt oder nicht!

Wenn du damit Probleme hast, daß andere Gärtner über Erfahrungen verfügen, die nicht mit deinem Wissen übereinstimmen, dann ist das bedauerlich...

Ich geh' mal davon aus, daß die Besucher des Forums in der Lage sind, aus der Vielfalt der Meinungen und Erfahrungen selbständig zu wählen.

Gespeichert
Andrea
Gast
« Antworten #13 am: 24. Juli 2002, 13:29:56 »

Susanne,
ich glaube das ist einfach ein Missverständnis, man kann ja auch mit einem Mulchmäher arbeiten der den Schnitt klein schneidet und dann als Mulchmaterial liegen bleibt oder einen Mähroboter einsetzen der immer über den Rasen fährt und die letzten 2mm schneidet.
Es ist aber schon ein Unterschied ob ich so regelmäßig schneide, dass immer nur die letzten Millimeter gekappt werden müssen und als Mulchmaterial liegen bleiben oder ich den Mäher als Sense alle 3 Wochen benutze (mal übertrieben) und unter dem Rasenschnitt alles vermodern würde.
Ich glaube das ist hier einfach nicht differenziert worden.
7cm wäre bei meinem Rasenmäher gar nicht einstellbar gewesen und ich denke dies ist bei vielen so, ich habe immer auf 4-5cm geschnitten etwa einmal die Woche, wenn es warm war und geregnet hat auch mal2 Mal in der Hauptwachstumszeit und damit gute Erfahrungen gemacht.
Habe ich mal geschlampt war nach dem Schnitt der Rasen schnell unansehnlich  grob und blass und es hat gedauert bis er sich wieder erholt hat.
Auch muss man unterschieden zwischen den von dir angesprochenen ökologischen Nutzen und der Nutzbarkeit.
Hier ging es nicht um eine ökologische Sichtweise, sondern darum, dass auch ein Rasen eine gute Vorbereitung erfordert, wenn er gut gedeihen soll. Schließlich handelt es sich um tauende von kleinen Pflanzen die in einer großen Kultur gedeihen müssen und deren Ansprüche zu berücksichtigen sind.
Na ja und schlussendlich hat auch jeder andere Ansprüche an sein Grün, mir wäre es zu stressig eine immer gepflegte Rasenfläche zu haben, daher verzichte ich inzwischen im kleinen Garten darauf und ein paar Gänseblümchen die jeden Schnitt überlebt haben und Löwenzahn haben mich auch nicht weiter gestört und im Schatten fand ich das Moos sehr schön grün und pflegeleicht.  Zwinkernd
Also keinen Glaubenskrieg.

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baerbel m-v
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« Antworten #14 am: 24. Juli 2002, 20:08:17 »

Wenn ich mich richtig erinnere, hat Werner erwähnt, er habe die Nachdüngung per Hand aufgebracht. Als ich das erste Mal mit einem Streuwagen mit schwefelsauren Ammoniak  meinen Rasen gedüngt habe, bin ich schön brav jeweils in der vorherigen Spur gefahren. Nach kurzer Zeit hatte ich sattgrünen Streifen wechselweise mit gelben Streifen - ein schönes Muster. Ich hatte natürlich nicht bedacht, dass die Streuung nicht bis über das Rad hinaus erfolgt. Die Streifen von Werner erinnern mich mächtig daran. Ich würde jedenfalls an seiner Stelle nachdüngen. Gerade der Start des neuen Grüns verbraucht schon mehr Stickstoff, als im Anfangsdünger enthalten sein sollte.
Grüße
Bärbel m-v
PS: Inzwischen dünge ich schon lange nicht mehr, weil das Gras genügend gut wächst und andere Kräuter gern sich dazwischen ansiedeln dürfen. Im Moment habe ich eine kleewiese
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