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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Marillenbaum vor frühem Austrieb schützen 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Marillenbaum vor frühem Austrieb schützen  (Gelesen 11675 mal)
hibiskus
Gast
« am: 24. November 2004, 21:27:14 »

Hallo !

der Winter hat gerade erst begonnen - aber vorausschauend möchte ich schon planen. Ich habe als Spalier - südseitig - einen 4 Jahre alten Marillenbaum.
Bisher hat er immer früh und reichlich geblüht - die Fruchtansätze sind aber immer dem Frost zum Opfer gefallen.Also bisher kein Ertrag.
Schon am frühen Morgen Wasser spritzen - wie es die Erwerbsgärtner machen - dazu habe ich weder Lust noch Zeit.Ich könnte mir aber vorstellen, daß durch eine Abdeckung das frühe Austreiben - bzw. Blüte zu verzögern ist.Eine Noppenfolie würde vermutlich eher ein Treibhausklima schaffen und das Gegenteil bewirken.
Hat jemand eine diesbezügliche Erfahrung bzw. Idee?
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Iggi
Gast
« Antworten #1 am: 24. November 2004, 22:42:11 »

Hallo, Hibiskus!

Ich habe gerade gelesen (also keinerlei praktische Erfahrung!), dass man Bäume dazu bringen kann, später zu blühen, indem man sie dick mulcht, wenn der Boden noch sehr kalt ist. Der Wurzelraum bleibt dann durch den Mulch länger kalt, und der Baum beginnt seine Vegetationszeit, also auch seine Blüte später.
Mir leuchtet das ein; vielleicht ist noch jemand hier, der das bestätigen kann?
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Kathi
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« Antworten #2 am: 26. November 2004, 00:28:34 »


Hat jemand eine diesbezügliche Erfahrung bzw. Idee?

Hallo,
praktische Erfahrungen habe ich auch nicht, aber mein Obstbuch (Stangl) sagt, es sei sinnvoll, die Marillen mit Tannenästen abzudecken. Damit wird die Sonneneinstrahlung abgehalten, aber die Luft kann zirkulieren - also kein Hitzestau. Ähnlich wirds auch mit Stroh- oder Schilfmatten funktionieren.

Ob das allerdings gegen sehr späte Fröste hilft, weiß ich auch nicht - irgendwann muss die Abdeckung ja wieder weg. In unserer  Nähe gabs z.B:  heuer Ende Mai noch einmal Frost, der war gemein.

Schöne Grüße,  Kathi

(die auch gerne eine Marille an die Südwand gesetzt hätte, aber sich nicht getraut hat ..... )

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Wenn einer, der mit Mühe kaum
geklettert ist auf einen Baum.
schon glaubt, dass er ein Vogel wär,
dann irrt sich der!
Gandi
*****
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Gandi

« Antworten #3 am: 26. November 2004, 18:07:32 »

mir ist aufgefallen, dass Obstbäume die am Nordhang stehen, deutlich weniger Frost-Ausfälle haben als solche in Südlage da am Nordhang generell die Vegetation um 1 Woche oder sogar mehr später beginnt. Und überhaupt die Blüte immer auf der Südseite beginnt und erst ein paar Tage später auch die Rückseite aufgeht. Dadurch ist ja shcon ein natürlicher Schutz gegeben, da die Blüte möglichst lang dauert. Sobald die Befruchtung stattgefunden hat, ist ein leichter Frost soweit ich weiss - auch nicht mehr sooo gefährlich. Schlimm ist nur, wenn die Blüten abfrieren oder durch Nebel keine Insekten fliegen.


Durch die Beschattung mit Tannenreiser, Matten oder ev. auch Gitternetz wird wohl der gleiche Effekt erzielt, und man kann den Beginn verzögern. Bis Mai wirds aber sicher nicht helfen...
was mich nur wundert ist, wie man einen ganzen Baum einpacken will...?

lg gandi
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brennnessel
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« Antworten #4 am: 26. November 2004, 18:39:43 »

Gandi, da hast du Recht, man geht jetzt immer mehr davon ab, empfindliche Spalierbäume etc. an die Südseite zu pflanzen, um den Blütenzeitpunkt hinaus zu zögern. Ich habe einen direkten Vergleich mit meinem Nachbarn: er hat seinen Marillenbaum "Ungarische Beste"  an der Westwand (und z.T. auch gegen Süden gezogen), meiner derselben Sorte steht ostseitig und blüht um mehr als eine Woche später (...wenn er blüht..... Zwinkernd...Jetzt hat er nämlich 2 Jahre hintereinander vollkommen ausgelassen  Traurig)!
LG   Lisl
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Gandi
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Gandi

« Antworten #5 am: 26. November 2004, 19:07:29 »

oh, meine Ungarische Beste habe ich vor drei Wochen verschenkt, ... sie stand 5 Jahre und hat ausser 5 Blüten nie mehr zustande gebracht. Nie auch nur eine Frucht. Und optisch auch kein grosser Gewinn.. Meine Versuche, ein Spalier zu ziehen sind nicht so recht geglückt, und am Ende wars nicht Fisch nicht Fleisch...
Da mein Garten recht klein ist, kann ich mir solche "Nieten" einfach nicht leisten...

lg gandi
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hibiskus
Gast
« Antworten #6 am: 28. November 2004, 22:30:59 »

Hallo ihr fleissigen Beantworter !
leider bin ich aus zeitgründen nicht immer aktuell online - so dauern meine Antworten.
Die Tips - nord - oder ostseite leuchten mir ein - einen  Versuch beim nächsten Baum ist es sicher Wert .Ich werde eine schattierende Matte versuchen - das Reisig bei den Rosen verfolgt wohl auch denselben Zweck - den Austrieb zu verzögern.
nochmals vielen Dank

Hibiskus
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brennnessel
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« Antworten #7 am: 29. November 2004, 13:56:12 »

Da gibt es noch eine Sache: den hellen Stammanstrich mit einer Brühe aus Lehm und  Urgesteinsmehl in Wasser angerührt.....Manche nehmen auch noch einen Absud aus Schachtelhalm etc. zum Anrühren. Das  schützt vor zu schneller Erwärmung durch die sonst dunkle Rinde.
Früher wurde das bei uns oft praktiziert,aber jetzt macht sich kaum jemand noch die Arbeit. Man verwendete auch Kalkanstriche, daber das soll eher schaden als nützen, sagte man uns mal in einem Obstbaukurs.
LG   Lisl
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