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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Obstbäume düngen ? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Obstbäume düngen ?  (Gelesen 6494 mal)
GeorgH
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GeorgH
Ich liebe Frösche (Klimazone: 8 Höhe: 35 m ü.NN)


« am: 22. November 2004, 15:02:35 »

Hallo,
ich habe mehrer Obstbäume (Äpfel, Pflaume, Kirsche). Alle stehen auf dem Rasen. Nun ist es ja so, dass die Früchte und Blätter jedes Jahr geerntet bzw. weggenommen und kompostiert werden damit der Rasen nicht leidet. Gedüngt habe ich die Bäume bisher nicht. Das geht ja auch schlecht, da ja der Rasen die Nährstoffe aufnehmen würde.

Woher bekommen die Obstbäume denn ihre Nährstoffe?
Ist der Boden ohne Düngung ingendwann so ausgezehrt, dass kein Obst mehr wächst?
Wie kann ich die Obstbäume am Rasen vorbei düngen?
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Grüße aus dem Altbierdorf
(Seit dem 14.02.2005 auch Pilsbierdorf)

Georg
Gurke
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« Antworten #1 am: 22. November 2004, 23:40:17 »

hallo georg

es stimmt schon das der rasen die nährstoffe bei "normaler" düngung den obstbäumen wegnimmt

deshalb einfach etwa in höhe der krone rings um den baum eine grabegabel einstechen und in die löcher die die zinken gemacht haben den dünger streuen

LG
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Pieter
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pieter
53° 40' Nord und 8° 54' Ost phän.Naturraum 67


« Antworten #2 am: 23. November 2004, 10:11:27 »

Hallo Georg, es kommt ja auch ein bißchen darauf an, um was für Obstbäume es sich handelt. Alte, große Bäume haben offenbar kein Problem mir Gras zu ihren Füßen, siehe auch Streuobstwiesen. Bei jungen, kleinen Bäumen würde ich um die Bäume eine Baumscheibe frei von Rasen halten, dann ist Düngung und Bodenlockerung zur Durchlüftung kein Problem. Gruß Pieter
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miwi237
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« Antworten #3 am: 23. November 2004, 11:00:39 »

Ich möcht mich im namen von Georg und den anderen Forumsteilnemern recht herzlich bedanken ,bei Gurke für seinen Vorschlag ,ich hab nämlich das Gleiche Problem ,und dieser Tip bringt uns alle im Forum einen gewaltigen Schritt
weiter ,werde es heute gleich ausprobieren ,nochmals Danke ,weiter so
Gruß Michael
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Amur
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« Antworten #4 am: 23. November 2004, 11:45:54 »

Hallo Georg, es kommt ja auch ein bißchen darauf an, um was für Obstbäume es sich handelt. Alte, große Bäume haben offenbar kein Problem mir Gras zu ihren Füßen, siehe auch Streuobstwiesen. Bei jungen, kleinen Bäumen würde ich um die Bäume eine Baumscheibe frei von Rasen halten, dann ist Düngung und Bodenlockerung zur Durchlüftung kein Problem. Gruß Pieter
Dann schau dir  mal den Flächenertrag bei so einer ungedüngten Obstwiese an und vergleich ihn mal mit einer halbwegs gepflegten und gedüngten Niederstammanlage.
Den Hochstämmen fehlen die Nährstoffe genauso, nur werden die heute eh nicht mehr wegen des Ertrags erhalten bzw. der läuft nebenher.

mfg
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Wühlmaus
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Wühlmaus
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« Antworten #5 am: 23. November 2004, 12:29:49 »

Bei mir stehen Obstbäume sowohl im "Rasen", als auch in einer Wiese. Alle haben bewuchsfreie Baumscheiben. Ab dem ersten Grasschnitt im Frühjahr auf dem Rasen, bzw der ersten Mahd (schreibt man das so  Unentschlossen ) werden die Baumscheiben mit einer gleichmäßg aufgetragenen und nicht zu dicken Gras/HeuSchicht bis zum Herbst kontinuierlich gemulcht. Im Herbst wird die nun weitgehendst verrottete Mulchschicht abgetragen (sie kommt auf den Kompost). Anschließend erhält jeder Baum eine halbe bis ganze Schubkarrenfüllung Komposterde.
Wichtig ist das Entfernen der Mulchschicht im Herbst aus zwei Gründen: Zum Einen würden sich gerne Mäuse dort einwintern und zum Anderen soll die Baumscheibe allen winterlichen Niederschlägen offen zugängig sein.

WühlmausGrüße
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fisalis
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« Antworten #6 am: 23. November 2004, 12:55:42 »

Also im Hobbyobstbau kommt man ohne Düngung aus. Meine Obstbäume (Mispel, Apfel, Pflaume, Aprikose und Pfirsich) stehen alle in der ungemähten Wiese. Deren Halme vermodern unter dem ersten Schnee und geben Nährstoffe ab, gleich wie die liegengelassenen Blätter und Zweige (von einem allfälligen Schnitt), und der unbrauchbare Anteil des Fallobstes. Ein extensiv genutzter Obstgarten braucht wirklich wenig Pflege.
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Gurke
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« Antworten #7 am: 23. November 2004, 22:40:03 »

hallo

das mit der bewuchsfreien baumscheibe sieht man ja öfter

ich halte das aber für unnütz da sich die feinwurzeln (die die nährstoffe aufnehmen) etwa im bereich der Kronentraufe befinden

die baumscheibe müßte demnach unter der gesamten krone bewuchsfrei gehalten werden
und das halte ich für sehr schwierig
und es sieht auch nicht so toll aus

LG
« Letzte Änderung: 23. November 2004, 22:41:32 von Gurke » Gespeichert
Giuseppe
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« Antworten #8 am: 23. November 2004, 22:44:27 »

bzw. der ersten Mahd (schreibt man das so  Unentschlossen )

Zumindest bis zur großen vaterländischen RRReform schrieb man es so. Und gesprochen wird es auch heute noch so. Daher nehme ich an, dass es auch die Germanisten noch so schreiben werden - das gemeine Volk tuts ohnehin, so es sich dazu genötigt sieht.

Giuseppe
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Giuseppe
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« Antworten #9 am: 23. November 2004, 22:52:15 »

ich halte das aber für unnütz da sich die feinwurzeln (die die nährstoffe aufnehmen) etwa im bereich der Kronentraufe befinden.

Ja, wenn das so ist, dann müsste man doch eigentlich einen "Baumring" anlegen. Das ist zumindest ein interessanter Gedanke und vielleicht auch gestalterisch gar ein bisher nicht bedachter Aspekt.

Innerhalb des Ringes könnte man sich dann eine selbst findende Wildpflanzengesellschaft ansiedeln lassen. In gepflegten Anlagen, in denen es unter den Bäumen recht hell ist, wäre das vermutlich auch wieder Gras.

Giuseppe
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Amur
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« Antworten #10 am: 24. November 2004, 10:06:17 »

Mit Mulchen läßt sich der Boden unter den Bäumen recht gut freihalten. Auch bzw. gerade unter den Hochstämmen. Als Viehfutter taugt das Gras eh nicht viel.

Man kann da bei gutem Ablauf übers Jahr, recht gut den Wasserhaushalt unterstützen.
Den Aufwuchs im Frühjahr erst mal lassen um dann im Mai/ Juni, je nach Jahr und Boden, den Grasschnitt als Mulchdecke aufbringen und so die Sommermonate unterm Baum mit einer Mulchschicht zu überstehen. Die Mulchdecke verhindert dabei das schnelle Austrocknen des Bodens.
Diese Mulchschicht wird im Laufe des Sommers je nach Stärke, Boden  und Wetter weitgehend verrotten, so daß im Herbst/Winter wieder eine Grasschicht steht.
Auf diese kann/soll man dann Humus, Stallmist etc. Aufbringen. Das müßte für unseren Hobbybetrieb ohne Höchstertragsziel reichen.
WEr sich viel Arbeit machen will und die Bäume licht hat, kann auch flach(!)mit einer Fräse durchgehen und anschließend mit Gründüngung ansäen. Da hatte ich schon den schönsten Ackersalat und Spinat. Aber bei einer größeren Obstwiese braucht man da schon größeres Gerät, sonst ist man tageweise beschäftigt. DAs ganze wird wieder gemulcht (oder eben in der Küche verwertet und mit Gras gemulcht), sonst hat man jede Menge Unkraut drin. Eben wie im Garten. Das kennen ja die meisten, nur darf man nicht tief gehen, sonst beschädigt man zuviel Wurzelwerk des Baumes.

mfg
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GeorgH
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GeorgH
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« Antworten #11 am: 24. November 2004, 17:45:07 »

Hallo,
danke für die vielen Tips.
Mulchen ist bei mir schlecht, da der Rasen zum Sitzen/Liegen/Spielen genutzt wird.
Ich könnte mir vorstellen jetzt mit der Grabgabel den Boden unter den Bäumen zu durchlöchern und mit Kompost zu düngen.
Das müste dann im Frühjahr/Sommer alles weg sein und der Rasen schließt sich wieder.
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Georg
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