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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Maden in Pflaumen 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Maden in Pflaumen  (Gelesen 20792 mal)
Ranunkel
Gast
« am: 01. September 2004, 09:53:44 »

Guten Morgen,

unser schon recht alter Pflaumenbaum (keine Ahnung, welche Sorte genau und wie alt tatsächlich) hängt voller Früchte. Ich habe mich schon gefreut, das von mir so geliebte Pflaumenmus einzukochen.

Der erste Ernteversuch bescherte mir ca. 5 kg. Aber leider beherbergt jede reife Frucht eine Made. Sogar in unreifen Früchten sind sie zu finden. Also nichts mit einkochen  Traurig

Was muss ich tun, um in den kommenden Jahren den Maden das Leben zu erschweren?

Für jeden Tipp dankbar
Ulrike
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Walther
Global Moderator
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Walther

« Antworten #1 am: 01. September 2004, 10:50:58 »

Aber leider beherbergt jede reife Frucht eine Made. ... Also nichts mit einkochen

Warum denn nicht? Aufschneiden zum entfernen des Kerns musst du sowieso. Dann kannst du auch gleich den befallenen Teil des Fruchtfleisches mit abschneiden. Na gut, ein bisschen Arbeit ist das schon. Aber schmecken tuts trotzdem.

Deine "Maden" sind Raupen des hübschen Schmetterlings Pflaumenwickler.

Wenn man die Vorbeugung konsequent Jahr für Jahr durchführt, möglichst gemeinsam mit Nachbarn, kann man erfahrungsgemäß auf eine chemische Bekämpfung verzichten.

Zur Vorbeugung gehört:
Borke früh im Jahr (bis Mitte April) auf Larven und Puppen absuchen.

Bäume ab anfang Juni häufig schütteln und abfallende Früchte entfernen.

Männchen mit Fallen wegfangen.

Ab Mitte August Wellpappe als Nisthilfe anbieten und im Herbst wieder entfernen.

Auch hier noch mal ein Literaturtipp:

Adalbert Griegel: Mein gesunder Obstgarten
http://www.pflanzenbuch.de/modules.php?name=Buecher&op=viewlinkdetails&lid=2338

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Ranunkel
Gast
« Antworten #2 am: 02. September 2004, 03:05:34 »

Warum denn nicht? Aufschneiden zum entfernen des Kerns musst du sowieso. Dann kannst du auch gleich den befallenen Teil des Fruchtfleisches mit abschneiden. Na gut, ein bisschen Arbeit ist das schon. Aber schmecken tuts trotzdem.

Hallo Walther,

wenn Du die Früchte sehen könntest ...
Nichts mit Ausschneiden. Der Befall ist schon heftig.

Zitat
Deine "Maden" sind Raupen des hübschen Schmetterlings Pflaumenwickler.

Und wie sieht der aus? Ich mag Schmetterlinge ja eigentlich.

Zitat
Wenn man die Vorbeugung konsequent Jahr für Jahr durchführt, möglichst gemeinsam mit Nachbarn, kann man erfahrungsgemäß auf eine chemische Bekämpfung verzichten.

Die nehmen die Keule, wenn überhaupt. Der direkte Nachbar tut nichts. Der übernächste, dessen Garten an unser Wiesengrundstück vor dem Haus grenzt, spritzt Gift. Mit beiden reden bringt nichts. Es sind keine Alteingesessenen, sondern Zugezogene, wie wir auch - dafür aber noch sturer als die Eingesessenen. "Liebe" Nachbarn halt.

Deine Tipps werde ich trotzdem ausprobieren, schon unserer Katzen zuliebe. Das Buch lege ich mir auch zu. Leider haben wir nur zwei Obstbäume: die Pflaume und eine himmlische Kirsche die schon zum zweite Mal übervoll war. Leider wurde die auch nie gepflegt. Man kommt nicht in die oberen Äste. Ich werde sie schneiden lassen.

LG
Ulrike
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Pflaume
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« Antworten #3 am: 07. September 2004, 23:09:50 »

Hallo Ranunkel,

unter
http://www.kleingartenkolonie-gruene-aue.de/Gartenfachberatung/pflaumenwickler.htm
kannst Du Fotos des Pflaumenwicklers bewundern.

Grüße
Pflaume
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Credo, quia absurdum - Tertullian
merlin
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merlin
Möhre für Hannes


« Antworten #4 am: 07. September 2004, 23:47:39 »

Ich hatte in der ersten Ladung Zwetschgen auch jede Menge Maden sodaß ich schon sehr enttäuscht war. Habe heute wieder geerntet und siehe da. keine Maden mehr. Ich nehme mal an, daß die befallenen Früchte früher gereift und inzwischen gefuttert oder vom Baum gefallen sind. Wir habe dieses Jahr eine sehr gute Ernte!

Liebe Grüße, Silke
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Ranunkel
Gast
« Antworten #5 am: 08. September 2004, 07:15:35 »

Hallo zusammen,

@Pflaume
danke für den Link. Auch, oder gerade wegen der darin enthaltenen Tipps.

@Silke,
leider ist unser Baum, bzw. die Früchte zum großen Teil befallen. Das wundert mich nicht. Die Bäume hier wurden viele Jahre lang überhaupt nicht gepflegt. Aber das wird sich ändern.

Vielen Dank für Eure Antworten und
liebe Grüße
Ulrike
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Fritz_Loser
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« Antworten #6 am: 11. September 2004, 22:39:15 »

...keine Ahnung, welche Sorte genau und wie alt tatsächlich) hängt voller Früchte...

Ich schätze mal, es wird eine eher späte Pflaume sein. Wir haben hier mehrere Bäume mit frühen Pflaumen, die völlig ohne Behandlung stets befallsfreie Früchte liefern. Der Pflaumenwickler befällt wohl eher die späten Sorten, somit bleiben die frühen weitgehend verschont...

MfG Fritz  Zwinkernd
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Fritz_Loser
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« Antworten #7 am: 11. September 2004, 22:40:28 »

Pflaume soll hierzu mal antworten!

PFLAUME !!!?

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Ranunkel
Gast
« Antworten #8 am: 13. September 2004, 09:41:46 »

Hallo Fritz,
Ich schätze mal, es wird eine eher späte Pflaume sein.

Was verstehst Du unter späte Sorte?
Meine Pflaumen/Zwetschgen, eher Zwetschge, von der Größe zu urteilen, ist jetzt! reif. Und auf dem Markt gibt es auch jetzt! erst einheimische Früchte zu kaufen.

Ich fürchte, der Baum ist schon ziemlich alt und gepflegt worden ist er vor vielleicht 10-15 Jahren das letzte Mal. Das erkennt man auch an der Kirsche. Aber die ist wenigstens weitestgehend madenfrei.

Es sind die einzigen Bäume auf dem Grundstück, da will ich alles tun, um die Früchte ernten zu können.

LG
Ulrike
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Pflaume
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« Antworten #9 am: 14. September 2004, 22:16:49 »

Beim Pflaumenwickler gibt es zwei Generationen.

Überwinterung als ausgewachsene Larve versteckt am Stamm oder im Boden.
Falterflug in der Regel im Mai. Die befallenen Früchte verfärben sich und fallen meist ab.
Die ausgewachsenen Raupen verlassen die Früchte - 1.Generation -, um sich wiederum in Ritzen zu verpuppen.

Die ab Juli fliegenden Falter legen ihre Eier an die reifenden Früchte.

Da beinahe alle Pflaumen /Zwetschgen erst im Juli oder später reif sind, können auch frühe Sorten befallen werden.

Wie schon mal erwähnt, an der SW-Seite meines Hauses stehen 2 Pflaumenbäume.
Der frühere Baum ist vor ca. 2-3 Wochen abgeerntet worden, der andere sollte jetzt dringend abgeerntet werden, die befallenen Pflaumen sind bereits runtergefallen.
Der frühere ist jedes Jahr deutlich stärker befallen, als der spätere.
Es liegt also nicht zuletzt an der Sorte, sie scheinen unterschiedlich attraktiv für die Falter zu sein.

Bei wem es also auf einige Eimer mehr oder weniger Früchte ankommt, der sollte befallene Früchte Ende Mai entsorgen und Wellpappestreifen verwenden, um die Schädlinge abzufangen.

Grüße
Pflaume
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Credo, quia absurdum - Tertullian
siggi
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Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #10 am: 19. September 2004, 08:38:34 »

Hallo,
was meinst du mit "Wellpappestreifen verwenden, um die Schädlinge abzufangen".
Die Methode kenne ich nicht.

Gruß
Siggi
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Pflaume
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« Antworten #11 am: 19. September 2004, 21:45:40 »

Hallo Siggi,

ein Bild sagt mehr als tausend Worte Smiley,
schau mal unter http://www.gartenfreunde.de/archiv/2000/pflaumenwickler
dort gibt es auf der Seite unten ein Foto und etwas Text dazu.

Grüße
Pflaume
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Credo, quia absurdum - Tertullian
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