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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Apfelbaum - Wassertriebe! 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Apfelbaum - Wassertriebe!  (Gelesen 36604 mal)
Bayerman
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Der mit Wühlmaus und Schnecke kämpft. ....


« am: 20. August 2004, 11:48:19 »

Hallo!
Habe zwei Apfelbäume   Lächelnd im Garten, denen jedes Jahr teilweise meterlange "Wassertriebe" wachsen.
Ich vermute, dass der Garten- und Hausvorbesitzer die Bäume mal falsch geschnitten hat.
Da das Schneiden der Triebe jeden Herbst sehr mühevoll  Schweigend ist:
wie verhindere ich (durch Schnitt?) solches Wasser-Triebwachstum?  Huch
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Schöne Grüße aus Niederösterreich!
Otto

Zone 7a
Baumfex
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Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #1 am: 20. August 2004, 21:25:33 »

Naja, wenn dem Baum jedes Jahr meterlange Wassertriebe wachsen und du im Herbst Mühe mit dem schneiden hast, dürftest du ja seit einigen Jahren der Besitzer sein, der beim Schneiden was falsch macht, oder??  Zwinkernd
Aber Spaß beiseite, zum Thema wurde hier im  Obstforum schon einiges geschrieben, das solltest du dir vielleicht erst mal durchlesen und bei Bedarf dann nochmal nachfragen.

Gruß
Baumfex
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Aliquid amplius invenies in silvis quam in libris.
Ligna et lapides docebunt te, quod a magistris audire non possis.
Bayerman
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Der mit Wühlmaus und Schnecke kämpft. ....


« Antworten #2 am: 21. August 2004, 16:58:44 »

Hab da leider nix gefunden über den Schnitt bei solchem Wachstum.

p.s.:
der Baum hat schon so ausgetrieben, als wir den Grund kauften.......
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Schöne Grüße aus Niederösterreich!
Otto

Zone 7a
Vinca_Minor
Gast
« Antworten #3 am: 21. August 2004, 17:12:11 »

Es immer richtig zu machen ist ja ganz einfach - aber aus Murks wieder herauskommen, das ist es.

Mein Nachbar hat auch so einen Apfelbaum und schneidet ihn inzwischen 2x pro Jahr ... nun denkt er ans Fällen.

Weiß auch nicht genau, wie eine derartige Fehlentwicklung anders zu stoppen wär.

(Ich bin mein Nachbar nicht, Baumfex   Zwinkernd ich hab nur einen Säulenapfelbaum.)
« Letzte Änderung: 22. August 2004, 09:56:54 von Vinca Minor » Gespeichert
Pflaume
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« Antworten #4 am: 21. August 2004, 22:22:02 »

Hallo Vinca Minor,

wenn Deine These richtig ist, dann suchen die meisten deutschen Baumbesitzer die Herausforderung Grinsend, sprich sie machen mit Absicht alles falsch (schließlich wäre es ja so einfach alles richtig zu machen), um dann aus dem Murks wieder herauskommen zu können und damit ihre Genialität zu beweisen. Augen rollen

Gerade Baumfex hat sich hier im letzten halben Jahr (das ist der Zeitraum seit ich hier bin und die Postings im Baumforum verfolge) mit sehr vielen Beiträgen zum Thema richtiger Baumschnitt verdient gemacht. Lächelnd
Selbst meine Wenigkeit hat manche Stunde investiert, von anderen nicht zu reden.

Wenn Bayerman dann auf die Schnelle nichts findet, nun bei einem Stern könnte ich hoffen, er ist vielleicht neu und beherrscht die Suche im Archiv nicht, geht vielleicht auch von der irrigen aber naheliegenden Ansicht aus, daß die Leute nur dort dazu etwas schreiben, wo vom Thema her dies von vornherein zu erwarten ist.
Wenn aber Du mit Deiner Erfahrung und vermutlich vielen Stunden lesen in diesem Forum auch keine Idee hast, wie man diese Fehlentwicklung durch einen richtigen Baumschnitt in die richtige Bahn lenken kann, so macht mich das doch traurig. Weinen

Immerhin reagiert bekanntlich der Baum immer auf den aktuellen Stand und interessiert sich nicht für Fehler die vor Jahren gemacht wurden, sofern diese korrigiert wurden(von Faulstellen etc. mal abgesehen). Vielleicht sollte ich meine Zeit zukünftig doch anders investieren, in der (irrigen?) Hoffnung, daß da vielleicht doch mehr dabei herauskommt.

Eine deprimierte
Pflaume

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Credo, quia absurdum - Tertullian
Baumfex
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Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #5 am: 21. August 2004, 23:02:52 »

@Bayerman & Vinca Minor

Was wird denn aus den Bäumen rausgeschnitten, womöglich alle "Wasserschosse" bis auf das ursprüngliche Astgerüst oder wie? Und dann noch 2 mal im Jahr?? - außer den Blutläusen dürfte das niemandem nützen Zwinkernd

Was ist denn das Schnittziel bzw. was soll eigentlich erreicht werden? Ein niederer Baum auf womöglich starkwachsender Unterlage mit guten Erträgen oder wie?

Gruß
Baumfex

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Ligna et lapides docebunt te, quod a magistris audire non possis.
Amur
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« Antworten #6 am: 21. August 2004, 23:13:27 »

Bayermann und Vincas Nachbar sollten sich einen Grundsatz merken:

Ein starkwachsender BAum der stark geschnitten wird, treibt noch stärker wieder aus.
Und kurzgeschnittene Triebe, treiben stärker aus als ungeschnittene.

Und dann überlegt mal, was gemacht werden muß, bzw. was nicht gemacht werden muß.

mfg

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Hummel
Gast
« Antworten #7 am: 22. August 2004, 01:33:11 »

Liebe Pflaume, nicht traurig sein. Es verleitet schon sehr, einfach seine Frage zu stellen, als sich durch`s Archiv zu wühlen. Und das Los von Experten ist es nunmal, immer wieder die gleichen Fragen zu beantworten. Wenn Bayermann merkt, daß er bei der Archivsuche nebenbei noch viel anderes lernt, dann wird er das vielleicht öfter machen. Aber dann gibt`s bestimmt wieder andere Newbies mit den gleichen Fragen. Vielleicht solltest Du ein Buch schreiben und solche Fragen zukünftig nur noch mit "Seite 65, 2. Abschnitt" beantworten. Grinsend Grinsend
Bleib uns trotzdem erhalten, ich will auch noch Fragen stellen. Ich hätte da vier uralte, seit Menschengedenken nicht geschnittene Apfelbäume... Schweigend
Liebe Grüße
Hummel
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Hermann.
***
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« Antworten #8 am: 22. August 2004, 07:25:06 »

Aufgeschreckt durch die obigen Artikel habe ich soeben meine Apfelbäume besichtigt und was sehe ich: Wassertriebe. Ich habe im Winter stark zurückgeschnitten und die Hochstämme treiben wie verrückt.

In diesem Fall möchte ich nächste Woche (Sommerschnitt) zumindest die Wassertriebe herausschneiden. Die muss ich aber vollständig entfernen, kann sie also nicht nur leicht einkürzen. Bisher habe ich immer Ende des Winters zurück geschnitten. Wie sehen Eure Erfahrungen mit Sommerschnitt aus?
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Viele Grüße aus dem Unterallgäu
Hermann
Vinca_Minor
Gast
« Antworten #9 am: 22. August 2004, 09:10:55 »

@Bayerman & Vinca Minor

Was wird denn aus den Bäumen rausgeschnitten, womöglich alle "Wasserschosse" bis auf das ursprüngliche Astgerüst oder wie? Und dann noch 2 mal im Jahr?? - außer den Blutläusen dürfte das niemandem nützen Zwinkernd

Was ist denn das Schnittziel bzw. was soll eigentlich erreicht werden? Ein niederer Baum auf womöglich starkwachsender Unterlage mit guten Erträgen oder wie?

Gruß
Baumfex



Genauso ist es, Baumfex, ein Ja auf jede deiner Fragen.

Mein Nachbar ist ein gebürtiger Südtiroler.  Grinsend

Nein Hermann, nicht jeden Wassertrieb ganz rausschneiden! (Das macht ja schon mein Nachbar sehr erfolglos.) Wenn ich Amur und alte Beiträge vorsichtig interpretiere: gar nix machen mit den Wassertrieben bzw (teilweise? vielleicht jeden zweiten oder dritten?) runterbinden, dich mit den Triebknospen beschäftigen und jeweils die richtigen herausbrechen, und dann wahrscheinlich alle paar Jahren einzelne dicke Äste raussägen damit die Krone lichter wird. Oder so ähnlich.

Die erste Maßnahme scheint zu sein: Die Wassertriebe nicht abschneiden.

Ich wünsch deinen Apfelbäumen alles Gute.

« Letzte Änderung: 22. August 2004, 10:36:48 von Vinca Minor » Gespeichert
Bayerman
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Der mit Wühlmaus und Schnecke kämpft. ....


« Antworten #10 am: 22. August 2004, 11:26:35 »

Also:
ich will einen guttragenden Baum, nicht allzu hoch.
Die alten Äste tragen eh wie doll!  Zwinkernd
Das Wassertriebwachstum will ich einschränken.
Was ich hier so lese, sollten also nicht alle Wassertriebe entfernt werden, sondern z. t. nach unten gebunden werden......  Augen rollen
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Schöne Grüße aus Niederösterreich!
Otto

Zone 7a
Pflaume
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« Antworten #11 am: 22. August 2004, 22:45:09 »

Hallo Bayerman,

vielleicht solltest Du, wie Baumfex vorsichtig andeutete, zuerst den ersten Schritt tun (wie sieht der richtige Baumschnitt aus?), und dann den Zweiten (entsprechend schneiden).

Du kennst sicherlich die Geschichte vom Kapitän, der nicht weiß, daß er nach Hongkong muß und einfach mal losfährt, in der Hoffnung, daß günstige Winde ihn in den richtigen Hafen wehen.

Die Chancen ohne Schnittkonzept die richtigen Triebe zu entfernen bzw. wegzuschneiden, insbesondere als „Anfänger“, sind wohl ähnlich.
Die letzten Postings von http://forum.planten.de/index.php?board=9;action=display;threadid=10255 sowie
http://forum.planten.de/index.php?board=9;action=display;threadid=10255 etc, etc. usw. helfen hier evtl. für den Anfang weiter.

Derzeit können Wassertriebe, (ich nenne sie lieber Reiter, denn mit Wasser haben sie nichts zu tun, ein Reiter hingegen kostet das Pferd viel Kraft, so ist es auch mit diesen Trieben, und wie ein Reiter sitzen sie auf dem Leistungsträger oben drauf) noch gerissen werden.
Probieren, denn das geht nicht bei jedem Baum. Habe auf der Westseite meines Hauses zwei Pflaumenbäume, beim ersten habe ich praktisch ohne Schere vorletzte Woche den Sommerschnitt erledigt, beim zweiten beinahe nur mit Schere.
Reißen fühlt sich vom Gefühl her anfänglich etwas brutal an, hat aber den Vorteil, daß die Rinde an der Basis mit entfernt wird und es auch „natürlicher“ ist als ein Schnitt. Beim Schnitt mit der Schere treiben normalerweise im nächsten Jahr an der Basis des entfernten Triebes zwei oder drei neue Triebe aus, die ich dann im Frühjahr wegknipsen muß.

Reiter entstehen dort, wo etwas in der Struktur des Baumes nicht stimmt.
Wer sie gedankenlos entfernt, handelt wie ein Arzt, der gegen Schmerzen einfach ein Schmerzmittel verschreibt, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, was die Ursache für dieses Symptom ist. Natürlich ist die Verordnung an sich in den meisten Fällen richtig, aber wichtiger und richtiger ist die Aufdeckung und Heilung der Ursache.

Reiter zu binden macht nur Sinn an der Stammverlängerung, auch wenn Fritz mir da evtl. nicht beipflichtet.
Aus einem Reiter, sofern er nicht von vornherein in etwa die richtige Richtung hat, kann kein wirklich tragfähiger Ast aufgebaut werden, man zieht sich dadurch eine potentielle Bruchstelle.
Gegenbeweise erwünscht.

Grüße
Pflaume
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Credo, quia absurdum - Tertullian
Fritz_Loser
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« Antworten #12 am: 22. August 2004, 23:49:29 »

Wenn ein Baum viele Jahrestriebe bildet (ich nenne die Wasserschosse weder Schosse noch Reiter), zeigt der Baum hierdurch, daß er größer werden will. Sei dies nun durch eine starke Unterlage oder sonst irgendwas bedingt (siehe Archiv des Forums): man muß ihm die Möglichkeit des Wachstums geben bzw. lassen.

Insofern soll ein Baum ja auch nicht gleichzeitig in der Breite und in der Höhe beschnitten werden. Vielleicht gilt es ja, dies hier zu beachten. Laß den Baum breiter werden, dann wird er nicht so hoch (durch "Wasserschosse").

Wasserschosse nicht schneiden, sondern am Ansatz (an der Entstehungsstelle) herausreißen. Damit werden gleichzeitig die schlafenden Augen entfernt, sodaß sich an dieser Stelle kein Neutrieb mehr bilden kann.

MfG Fritz  Zwinkernd
« Letzte Änderung: 22. August 2004, 23:51:28 von Fritz_Loser » Gespeichert
Hermann.
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« Antworten #13 am: 23. August 2004, 06:49:24 »

Danke für die Vorschläge zu den Wassertrieben/Reitern/Wasserschossen/Jahrestrieben. Augen rollen

Es gibt anscheinend auch unter Experten verschiedene Meinungen. Ich werde jetzt mal versuchen, die Wassertriebe auf den starken Ästen abzureisen und lasse die an den Triebspitzen noch dran.

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Viele Grüße aus dem Unterallgäu
Hermann
Bayerman
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Der mit Wühlmaus und Schnecke kämpft. ....


« Antworten #14 am: 23. August 2004, 19:54:18 »

 danke für die Tipps!  Smiley Zwinkernd
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