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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Nektarine selbst ziehen?? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Nektarine selbst ziehen??  (Gelesen 12950 mal)
dawn
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Verweilen heißt Staunen.


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« am: 12. August 2004, 20:46:02 »

Hallo ihr Gartenexperten!

Seit 5 Jahren habe ich hier eine kleine Balkonella, das ist eine extra kleinwüchsige Nektarine, auf der Terrasse stehen, und sie hat echt sündhaft leckere, wirklich RIESIGE Nektarinen, aber leider nie mehr als 1 kg pro Jahr....
Klarerweise überlege ich, wie ich zu mehr Frucht kommen kann..... Aus einem Kern einen neuen Baum/Busch ziehen? Das ist ja leider nicht reinrassig, ich werde SO nie idente Früchte bekommen. Bleibt nur mehr (um)veredeln. Fix nochmal, jetzt hab ichs grad erstmal geschafft, dass meine Ribiselstecklinge angegangen sind, die Buchsstecklinge dörren schon wieder (das dritte Jahr jetzt) dahin, werden wohl wieder nix werden.... Und da soll ich irgendwas veredeln??? Man kanns ja mal versuchen.... Nur nicht den Mut (Übermut??) verlieren.....

Gut, was nehm ich nun als Unterlage? Geht ein Sämling dieser Nektarine? Habe heute von einer geernteten Frucht den Kern (natürlich vorsorglich geknackt) in Erde versenkt, waren sogar 2 (!!) kräftige Samen drin!! Zum Keimen bring ich ja nahezu alle Samen.... Wie alt muss der Sämling sein, dass ich ihn veredeln kann?

Danke schon im Voraus für eure Ideen!!!

Dawn
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gregor
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« Antworten #1 am: 13. August 2004, 09:52:57 »

Die Frage ist, wieviel Platz Du hast. Hast Du viel nimm Samen und zieh sie heran. Nach 3 Jahren fruchten sie. Die Pflanzen die Dir nicht gefallen rodest Du, die anderen ziehst Du weiter. Identisch sind sie nicht, aber Vielfalt ist doch auch nicht schlecht. Vermutlich verlängerst Du so die Erntesaison, weil auch das Reifedatum der Sämlinge streuen wird. Wer kann schon 10 kg Nektarinen auf Einmal essen?
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d'Ehre
Grischa
Fritz_Loser
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« Antworten #2 am: 15. August 2004, 01:45:37 »

... leider nie mehr als 1 kg pro Jahr....

Nach Adam Riese müßtest Du 10 Bäumchen pflanzen, um eines Tages 10 kg ernten zu können, stimmts?
Ich würde einen strengeren Schnitt anlegen. Dann trägt auch der eine Baum bald 10 kg. Pfirsiche, Aprikosen, Nektarinen usw. werden schnittechnisch alle gleich behandelt und müssen alljährlich stark geschnitten werden, weil sie sonst im Ertrag stark nachlassen und irgendwann das Fruchten ganz einstellen.
MfG Fritz  Zwinkernd
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dawn
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« Antworten #3 am: 15. August 2004, 08:21:19 »

Hallo Gregor!

Nachdem wir hier Nektrarinenfresser *gg* sind, sind 10 kg für uns kein Problem, außerdem haben wir einige Nachbarn, die sie uns gern abnehmen wollten *lach*
Nein, ich will ja keinen SÄMLING abernten, ich hab schon eine andere Nektarine im Garten stehen, ich will GENAU diese Sorte als Busch haben, weil diese Früchte wirklich leckerst sind!
Kann ich, und auf WELCHEN Sämling, diese Sorte veredeln oder okulieren (jaja, ich hab bereits im Netz gestöbert *gg* und mich ein wenig informiert, nur leider hab ich nix über Unterlagen und Pfirsich oder Nektarine selbst diesbezüglich gefunden), zumal die Triebedieser Balkonella ja elendiglich kurz sind und ich fürs Okulieren z.B. keine 1,5 cm (!!), geschweige denn 3! zusammenbekomme, wenn ich ein Auge schneide (ich gebe zu, diese eine Methode würd ich gern probieren!)
Geht hier nur Pfirsich oder Nektarine als Unterlage?
Wenn ja, werde ich heuer noch einige Kerne stecken und auf zahlreichen Nachwuchs hoffen, an dem ich mich nächsten Sommer dann versuchen kann.....

Achja, @ Fritz Loser: wenn ich DIESES Bäumchen stark schneide, bleibt nichts mehr übrig, es ist extrem kleinwüchsig!!! Der Stamm ist grad 40 cm hoch!! Und der jährliche Zuwachs überschreitet kaum mal 20 cm!!! Wenn ich DA was wegschneide, hab ich im nächsten Jahr nichts mehr, kein Blatt, keine Frucht.... Die Früchte habe übrigens so 8 cm Durchmesser!!

LieGrü,

Dawn
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Fritz_Loser
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« Antworten #4 am: 15. August 2004, 23:54:41 »

...der Stamm ist grad 40 cm hoch!! Und der jährliche Zuwachs überschreitet kaum mal 20 cm!!!

Für einen 40 cm hohen Baum ist dann 1 kg Frucht allerdings viel. Sollte der jährliche Zuwachs zu klein sein, müßte das Bäumchen umgetopft werden!
MfG Fritz  Zwinkernd
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dawn
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« Antworten #5 am: 16. August 2004, 07:47:07 »

@ Fritz: diese Nektarine ist auf eine sehr kleinwüchsigen UNTERLAGE gepfropft, also wird es nicht größer (höher) werden, leider hab ich kein Foto, damit du dir was drunter vorstellen kannst! Außerdem will ich was gaaaanz anderes wissen.... Sie ist schon in einem sehr großen Topf (50 cm!!!), etwas kleiner als die Krone.....
Normalerweise trägt sie mehr als 1 kg, voriges Jahr hatte ich knapp 3 kg oben, heuer hat das Bäumchen nur leider die Kräuselkrankheit gehabt (konnte witterungsbedingt nicht dagegen spritzen) und dadurch die meisten Fruchtansätze abgeworfen....
Aber eben, auch DAS ist mir zu wenig....

Nix für ungut....

Dawn
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gregor
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« Antworten #6 am: 16. August 2004, 09:56:53 »

Pfirsichunterlagen:

Prunus x amygdalopersica ist eine starkwüchsige Unterlage, am starkwüchsigsten 'INRA GF 677', Vorteile sind auch Trockenheitsresistenz und Kalkfestigkeit, fruchtet schneller als Pfirsichsämling. feuchtigkeits- und verdichtungsempfindlich (Wurzelersticken).

Prunus persica (Pfirsich, Nektarine) ist gut wüchsig, aber feuchtigkeits- und trockenheitsempfindlich und neigt zu Kalkchlorose, Empfindlich gegen Winterfröste (Wurzelhalsschäden), Wurzelkropf und Viruskrankheiten. Sämlinge verwendbar.

P. persica x P. davidiana 'Cadaman (R) avimag' ist wenig empfindlich gegen Wurzelersticken. Frühe und hohe Erträge, sehr kalkverträglich, keine Wurzelschosser.


« Letzte Änderung: 16. August 2004, 15:19:29 von gregor » Gespeichert

d'Ehre
Grischa
Pflaume
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« Antworten #7 am: 16. August 2004, 15:05:18 »

Hallo Dawn,

sofern Du Dir nicht entsprechende Unterlagen, wie die von Gregor beschriebenen, kaufen möchtest:
wenn man der Literatur glaubt, sind Nektarinen in Sachen Steinobstunterlage nicht anspruchsvoll, lediglich Myrobalanen sind schwer zu veredeln. Wenn eine Veredelung allerdings anwächst, so ist das Ergebnis meiner Erfahrung nach sehr schön. Smiley
Je näher jedoch die Verwandtschaft, desto weniger physiologische Unverträglichkeiten sind zu erwarten.
Aus diesem Grunde sind Nektarinensämlinge problemloser mit einer Nektarine zu veredeln, als z.B. Pflaumen- oder Zwetschgenunterlagen. Außerdem sind die Sämlinge konkurrenzlos billig und leicht zu beschaffen, sofern man Nektarinen hat.  Lächelnd
Sämlinge sind auch oft sehr widerstandsfähig gegen alles mögliche, natürlich sollte man unter dem Aufwuchs alle Schwächlinge etc. roden.

Wenn Deine Nektarine so extrem schwachwüchsig ist, dann ist Okulation eine gute Möglichkeit, denn dafür wird bekanntlich jeweils nur ein Auge benötigt.
Veredeln würde ich in diesem Fall etwas später, wenn das Bäumchen ca. einen Meter hoch ist, damit die Unterlage die Kraft hat, diese schwachwüchsige Veredelung etwas anzutreiben.
Empfehlenswert wäre auch nicht eine Unterlage zu veredeln, sondern möglichst viele, das erhöht die Chance, daß eine davon anwächst und Du ein Erfolgserlebnis hast, bei den ersten Versuchen ist das wichtig.

Grüße
Pflaume
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Credo, quia absurdum - Tertullian
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