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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Cido als Hochstamm? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Cido als Hochstamm?  (Gelesen 3884 mal)
Gartengogel
Gast
« am: 23. Juli 2004, 22:38:05 »

Hallo,

in meinem Garten kultiviere ich (u. a.) die Japanische Scheinquitte "Cido" als Busch und würde sie gern als Hochstamm ziehen!
Welche Veredlungsart könnt Ihr mir empfehlen?
Als mögliche Unterlagen, die in meinem Garten wachsen, kommen m. E. in Frage:
- zum Umveredeln: Birne und Quitte
- kleine Stämmchen von Eberesche und Weissdorn aus der freien Natur sowie ein Quitten-Wurzelschössling.
Zeitlhöfler schreibt in seiner Diplomarbeit  http://www.zeitlhoefler.de/garteninfos/wildobst/Dipl2-2.html ,
dass die Schwedische Mehlbeere die beste Unterlage abgibt, die ich aber leider nicht habe.

Gruß GG      
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Fritz_Loser
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« Antworten #1 am: 01. August 2004, 23:33:32 »

... in meinem Garten kultiviere ich (u. a.) die Japanische Scheinquitte "Cido" als Busch und würde sie gern als Hochstamm ziehen!

Warum dann nicht die überschüssigen Äste, die den Busch bilden, entfernen? Was übrigbleibt, müßte ein Hochstamm sein...?
MfG Fritz  Huch
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Gartengogel
Gast
« Antworten #2 am: 05. August 2004, 19:43:17 »

Hallo Fritz,

Danke für deinen Beitrag. Dennoch glaube ich nicht, dass das funktioniert, da die Cido schwachwüchsig ist und die Zweige sehr dünn.
Eventuell mit einem Pfahl als Stütze. Anders bei starkwüchsigen Sträuchern wie beispielsweise dem Schwarzen Holunder.
Ansonsten bin ich enttäuscht, dass bei einer solchen Konzentration von Sachkompetenz sich in diesem Forum  niemand zu meiner Frage äußert. Möglichlicherweise habe ich mich aber auch nicht deutlich ausgedrückt. - Ich suche eine geeignete Methode, um Cido-Sprosse auf den genannten Unterlagen zum Anwachsen zu bringen.
Mittlerweile habe ich schon Versuche gestartet, mit Okulieren und mit Einspitzen hinter die Rinde.
Holzveredelungen im Frühjahr (Kopulieren und Geissfuß) halte ich für wenig aussichtsreich, da die Cido sehr zeitig im Frühjahr  zu treiben beginnt. Oder liege ich mit meiner Ansicht falsch?
In der Hoffnung, dass diesmal Meinungen eingehen!

Gruß GG
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Gartengogel
Gast
« Antworten #3 am: 16. August 2004, 23:01:54 »

Hallo,

auch wenn ich in diesem Thread fast den Alleinunterhalter abgebe: -
meine Versuche am 2.8. mit Einspitzen von Cido-Zweigen hinter die Rinde von Vogelbeerstämmchen sind gelungen.
Einen kompletten Überblick werde ich bekommen, wenn ich in einer Woche die Verbände löse.

Gruß GG

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Gurke
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Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #4 am: 16. August 2004, 23:36:45 »

hallo GG

halte uns doch damit bitte auf dem laufenden
habe damit auch keine erfahrung aber werde es nächstes jahr auch ausprobieren
welche sorbus hast du als unterlage genommen?

bei uns in der strasse stehen sorbus intermedia da will ich im herbst versuchen steckhölzer zu machen und dann im nächsten jahr veredeln wenn es klappt

LG die gurke
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Andreas Regner
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« Antworten #5 am: 17. August 2004, 03:08:19 »

Hallo,

dass es sowenig Antwort gab, liegt sicher auch daran, dass deine Fragestellung doch recht speziell ist Zwinkernd

Zur Frage der Unterlagen: In S.-H. wäre ich mit Sorbus aucuparia
http://www.pflanzenbuch.de/pflanzendatenbank_id19843.html
 als Unterlage vorsichtig. Mir ist bei dieser Pflanze hier im Norden sehr oft der Obstbaumkrebs aufgefallen - an sehr unterschiedlichen Standorten. Ganz vorsichtig möchte ich annehmen, dass an ungünstigen Standorten es mehr Krebs gibt. Aus anderen mitteleuropäischen Regionen sind mir Angaben dazu nicht bekannt. Ganz dunkel erinnere ich noch an eine Diskussion vor Jahren in de.rec.garten, wo in NRW weniger Obstbaumkrebs an S.a. auftrat.

In Bezug auf die Anfälligkeit für Obstbaumkrebs würde ich Sorbus intermedia, Schwedische Mehlbeere, http://www.pflanzenbuch.de/pflanzendatenbank_id19886.html
 bevorzugen. Da habe ich den Obstbaumkrebs bisher kaum gefunden.
« Letzte Änderung: 17. August 2004, 03:09:54 von Andreas Regner » Gespeichert

grüsse
andreas
Gartengogel
Gast
« Antworten #6 am: 19. August 2004, 23:03:38 »

Hallo Gurke und Andreas,

Danke für Eure Beiträge!
Die Frage nach der von mir verwendeten Unterlagen-Art hat Andreas schon beantwortet. Es handelt sich um Sorbus aucuparia, zu deutsch Eberesche oder umgangssprachlich (bei uns) Vogelbeere.
Natürlich halte ich Euch auf dem Laufenden und beginne damit gleich heute .
Ob aus Stecklingen gezogene S. intemedia die gleiche Wüchsigkeit besitzen wie die üblicherweise in den Baumschulen verwendeten Sämlinge kann ich nicht sagen.

Mit Obstbaumkrebs habe ich bis jetzt zum Glück keine Erfahrungen (ich wohne im Thüringischen Vogtland).
Im Frühjahr 1966 hatte ich auf einen Ebereschen-Wildling ein Reis der Edeleberesche 'Rosina' (damals bei uns noch weitgehend unbekannt) veredelt. Auf diesen Baum bin ich sehr stolz, da er sich bis heute prächtig entwickelt hat und im Holz sehr gesund ist.

Auch eine Apfelbeere, die ich vor etwa 25 Jahren auf Eberesche gesetzt habe, strotzt vor Gesundheit.
Wollte ich die Schwedische Mehlbeere, wie vorgeschlagen, verwenden, müsste ich die mir in einer Baumschule kaufen, junge Ebereschensämlinge gibt es dagegen in den Wäldern rund um meinen Wohnort in Massen.

Gruß GG
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Gartengogel
Gast
« Antworten #7 am: 19. August 2004, 23:05:45 »

Hallo,

gleich noch einmal wegen dem 2. Bild.
Veredelt habe ich drei Ebereschenbäumchen, die alle drei gelungen sind und nach 16 Tagen (!) bereits treiben.

Einen älteren Birnbaum, ebenfalls mit "Einspitzen hinter die Rinde", dessen Reis ebenfalls schon treibt.
Ein Versuch auf Weissdorn ist wahrscheinlich misslungen,
den Okulations-Erfolg auf einem einjährigen Quitten-Wurzelschössling kann ich erst beurteilen, wenn ich den Verband löse.

Gruss GG
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Gartengogel
Gast
« Antworten #8 am: 01. November 2004, 20:15:51 »

Hallo,

wenn auch nicht alles weiterkommt, was ich mit 'Cido' veredelt habe, hier noch einmal ein Bild vom Oktober:

Gruß GG
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