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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: kiwi fragen 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: kiwi fragen  (Gelesen 6388 mal)
philipp
Gast
« am: 19. Juli 2004, 13:51:35 »

hallo!
ich möchte mir vielleicht eine kiwihecke pflanzen. es gibt ja seit einiger zeit auch die neuen gold kiwis, die ich geschmacklich besser finde als die grünen. ich habe jetzt etwas gesucht  und weis schon mal das zespri gold nicht nur ein markenname  ist, sondern auch eine sortenbezeichnung.
kennt wer bezugsquellen,am besten in österreich(wien nähe?),wo ich die goldene sorte finden könnte? oder generell spezial geschäfte für kiwi pflanzen?

das ich mind. eine männliche pflanze brauchen werde weis ich, könnte eine männliche auch grüne und goldene sorten befruchten?
wie stark verstreut könnten einzelne pflanzen stehen um dennoch gut befruchtet zu werden?

vielen dank!

philipp  
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gregor
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« Antworten #1 am: 28. Juli 2004, 16:18:19 »

Also es ist so: die echten Kiwis, der Wohlschmeckende Strahlengriffel, ist Actinidia deliciosa, früher zu A. chinensis gestellt.
Die unbehaarte gelbe ist der echte China-Strahlengriffel (A. chinensis), der immer unbehaart ist, und für den der zu Marktzwecken für die behaarte Frucht erfundene Name Kiwi daher gänzlich unpassend ist.
ZespriTM ist ein Markenname einer neuseeländischen Genossenschaft. Diese brachte die Actinidia deliciosa 'Hayward', die Hauptsorte Neuseelands, in den 1960ern in den USA gezüchtet, unter dem Namen Zespri in den Handel. In den 1970ern begann der Anbau in Neuseeland. Zespri setzte sich nicht durch. Erst als ein kalifornischer Importeur die  Früchte wegen der Ähnlichkeit mit den braun behaarten neuseeländischen Vögeln als Kiwi bezeichnete, konnte sie sich am Markt durchsetzen. Die Bezeichnung Zespri geriet in den Hintergrund.
1992 wurde nach langer Züchtungsarbeit ein Sämling von A. chinensis ausgelesen und als Zespri Gold in den Handel gebracht - 'Hayward' fortan als Zespri Green. Der eigentlich Sortenname ist  A. chinensis 'Hort 16A'
Die Sorte ist als Pflanze nicht im Handel. Wer A. chinensis kultivieren möchte, der muß sie aus Samen ziehen. Die Art kann mit A. deliciosa kreuzbestäubt werden – es ist nur eine männliche Pflanze für beide Arten notwendig. Die Sorte ist auch vermutlich wie die Kiwisorte 'Hayward' für unser Klima eher untauglich. Wie es bei den Kiwis schon für Mitteleuropa geeignete Sorten gibt wird es vermutlich in wenigen Jahren auch von dieser Art geeignete Sorten geben. Eigene Auslesen aus Samen sind natürlich möglich – und wünschenswert. Fraglich ist natürlich ob die Sorte in den Plantagen mit arteigenen Männchen bestäubt wird.
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d'Ehre
Grischa
philipp
Gast
« Antworten #2 am: 28. Juli 2004, 17:51:09 »

dankeschön!
die möglichkeit aus den gelben früchten sämlinge zu ziehen habe ich vor zu probieren. als bestäubersorte dafür eine "normale" männliche sorte.
vielleicht klappts ja!
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Gurke
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« Antworten #3 am: 28. Juli 2004, 21:34:36 »

hallo
die firma häberli bietet gelbe kiwis an
www.haeberli-beeren.ch

ich habe aber mal mit einem kiwizüchter gesprochen der meinte wenn die chinensis/deliciosa - kiwi im holz weniger als -12°C bekommt blüht sie nicht
und das wird wohl in unseren breiten fast jeden winter der fall sein

denke die actinidia arguta sorten sind besser geeignet
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Gurke
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« Antworten #4 am: 28. Juli 2004, 21:37:27 »

P.S
kiwis (egal welche) aus samen zu ziehen ist sinnlos da sie eh nach den mendelschen gesetzen aufspalten
außerdem erkennt man erst nach jahren, wenn sie denn überhaupt blühen sollten, ob man "männchen" oder "weibchen" hat
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Soschei
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« Antworten #5 am: 28. Juli 2004, 22:36:52 »

hallo zusammen,
wir haben in unserem garten auch eine kiwi. nach angaben unserer vermieter hat sie noch nie früchte getragen..., heute habe ich zehn tischtennisballgrosse kiwis gezählt  Smiley . hat mich sehr gewundert, da ich keine blüte gesehen (mitbekommen)habe. trotzdem freu ich mich auf unsere früchtchen
lieben gruss und eine gute nacht wünscht euch
soschei
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gregor
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« Antworten #6 am: 29. Juli 2004, 10:41:12 »

Interessant, die Pflanze von Häberli. 'Kiwigold' scheint eine Hybride zu sein, denn der typisch "Zutz", die ausgezogene Fruchtspitze von A. chinensis fehlt und es ist von einer geringen Behaarung die Rede.
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d'Ehre
Grischa
philipp
Gast
« Antworten #7 am: 29. Juli 2004, 13:14:44 »

komisch, ich finde die kiwigold nicht auf der seite. unter sortiment -> kiwi ?
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gregor
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« Antworten #8 am: 29. Juli 2004, 13:49:45 »

Nein, Neuigkeiten
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d'Ehre
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« Antworten #9 am: 29. Juli 2004, 22:45:24 »

Ich habe heute meine 'goldenen' Sämlinge vereinzelt: 22 Stück  Schockiert

Natürlich kann ich keine zwanzig Kiwis mehrere Jahre groß ziehen, und da ich sowieso gerne etwas robuste Pflanzen haben möchte, werden sie nicht sehr verhätschelt werden. Jetzt sind sie erstmal in Töpfen, aber die meisten wollte ich noch dieses Jahr ins Freiland setzen. Mal sehen, was Schnecken, Feldmäuse und vor allem der Frost übrig lassen werden.

Die Sämlinge sind sehr unterschiedlich groß, aber da ich gelesen habe, daß die weiblichen Pflanzen schon als Sämlinge oft deutlich schwachwüchsiger sein sollen, kann ich nicht einfach nur die stärksten Pflanzen weiterkultivieren.
« Letzte Änderung: 29. Juli 2004, 22:45:50 von Re-Mark » Gespeichert
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« Antworten #10 am: 30. Juli 2004, 14:31:29 »

Gurke, alle Pflanzen gehorchen den Mendel-Regeln. Heißt das ich darf keine Pflanzen aus Samen ziehen? Das ist absoluter Unsinn. Du kriegst natürlich keine 'Hort 16A' aus den Samen, aber sehr wohl "Kiwis", d.h. je nachdem ob die männlichen Pflanzen in der Plantage A. chinensis oder A. deliciosa war entweder A. chinensis oder Hybriden. Du kannst mit ca. 50 % weiblichen Pflanzen rechnen und von denen wird ein vermutlich garnicht kleiner Prozentsatz brauchbare Früchte bringen. Zur Auslese als benennenswerte Sorte werden sich allerdings nur wenige eignen. Ich nehme an, daß 'Kiwigold' so entstanden ist, aus Sämlingen vom Obstmarkt.
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« Antworten #11 am: 31. Juli 2004, 19:32:14 »

@ gregor
natürlich kann man pflanzen aus samen heranziehen aber es gibt nun mal welche die aufspalten und welche die das nicht tun (sog. samenechte sorten)

und bei kiwis ist es nun mal nicht möglich sie sortenecht aus saatgut nachzuziehen
bei rosen oder apfelbäumen tut man das ja auch nicht
weil man ganz einfach bestimmte eigenschaften und merkmale erhalten möchte

es ist ja auch durchaus möglich das man früchte erhält es wird aber einem glückspiel gleichen

denn es wurden nicht ohne sinn best. sorten ausgelesen die best. eigenschaften in bezug auf frosthärte, fruchtgröße, geschmack, etc. etc. aufweisen

außerdem habe ich den zeitfaktor mit als grund genannt
denn es wird wohl kaum einer den platz haben 10 oder mehr sämlinge über 5jahre zu pflegen um dann eine pflanze mit annehmbaren fruchteigenschaften auszulesen
wer das aus hobby tun möchte ist doch ok
ich habe nur auf gewisse dinge hingewiesen die man bei so einer aktion bedenken sollte
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gregor
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« Antworten #12 am: 03. August 2004, 17:07:24 »

Gurke, es gibt bei Obstgehölzen keine einzige wirklich kernechte Sorte (nichteinmal die Weingartenpfirsiche sind wirklich kernecht in ihren Eigenschaften). Das möcht ich doch als grundsätzlich bekannt, also als basales Wissen voraussetzen. Aber stimmt, ich hätte das erwähnen sollen.
Nichts desto trotz besteht die Befürchtung Kiwisämlinge würden nicht tragen grundsätzlich zu Unrecht. Denn sogar die Wildformen produzieren wohlschmeckende Früchte, auch wenn sie in der Größe unbefriedigend sind. Nach der relativ langen Züchtungsarbeit kann aber davon ausgegangen werden, daß die meisten Sämlinge großfrüchtig sein werden. Daß Sämlinge grundsätzlich blühfauler wären als Sorten ist auch ein Gerücht. Bei vielen Pflanzenarten setzt aber die Blüte erst ab einem bestimmten Alter ein, wenn vegetativ vermehrte Pflanzen schon lange blühen. AFAIK ist der Unterschied bei Actinidien aber nicht sehr groß. Und von Leuten, die Kiwis aus samen gezogen haben, weiß ich daß man nicht endlos warten muß.
Das einzige Problem ist die Reifezeit. da kann es sehr wohl vorkommen, daß auch winterfeste Klone bei uns nicht im Freiland ausreifen können.
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d'Ehre
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« Antworten #13 am: 03. August 2004, 19:29:26 »

Hallo,
wir haben eine Kiwi im Garten, die zweigeschlechtlich sein sollte, geblüht hat sie in diesem Jahr erstmalig (Sie ist 5 Jahre alt). Trotzdem sind keine Früchte zu sehen.
Hat das was mit dem Schnitt zu tun, den haben wir bisher aus Unverständnis vernachlässigt?
Wurde uns ein Bär aufgebunden und wie haben doch nur eine eingeschlechtliche Pflanze?
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Wuehlmaeuschen
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« Antworten #14 am: 04. August 2004, 14:51:17 »

Es gibt zwittrige Kiwisorten, doch ist der Fruchtansatz bei Selbstbestäubung meist  gering. Auch bei diesen Sorten ist  alsoeine Befruchtersorte ratsam.
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d'Ehre
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