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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Bäumchen zu tief gepflanzt?? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Bäumchen zu tief gepflanzt??  (Gelesen 12608 mal)
Nachtfalter
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« am: 15. Juli 2004, 13:06:58 »

Hallo!
Da erfahr ich nun, dass beim pflanzen die Veredelungsstelle 5cm über der Erde bleiben soll; hat man mir damals verheimlicht, hab nachgesehen: einige sind so zwischen 5-10 cm unterirdisch; freilegen bringt nichts, da bei jedem Regen das Loch zugeschwemmt wird; neu pflanzen geht auch nicht gut, da die Bäume von Stamm bis wurzel in Drahtgitter verpackt sind.,

Was blüht mir nun???
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Walther
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Walther

« Antworten #1 am: 15. Juli 2004, 13:56:18 »

So richtig kann ich mir deine Situation noch nicht vorstellen.

Was für Obstbäume sind es denn?

Wie groß und alt sind denn die Bäumchen?

Wie lange stehen sie?

Was ist das für ein Drahtgitter? Unterirdisch, oderirdisch, gegen Mäuse? Rehe?

Das zu erwartende Problem ist die mögliche Bewurzelung des Edelholzes und ggf. die Abstoßung der Unterlage.
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Wühlmaus
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Wühlmaus
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« Antworten #2 am: 15. Juli 2004, 15:40:22 »

Hallo Manfred,

das wichtigste ist, wie auch Walther schon gefragt hat, wann hast Du die Bäumchen gepflanzt?

Egal ob es kleine Büsche oder Halb/Hochstämme werden sollen: Die Veredelungsstelle muß aus dem Boden raus. Sonst bekommst Du Bäume mit unkontrolliertem Wachstum, die nicht unbedingt befriedigende Ergebnisse zeigen werden, denn der Pfropfling wird sich unter Garantie von der Unterlage frei machen, sprich eigene Wurzeln bilden.

Das Beste wäre wirklich, sie nochmals auszubuddeln und in der richtigen Höhe neu zu setzen. Aber nicht jetzt, sondern im Herbst, wenn sie das Laub schmeißen.
Bis dahin würde ich eine trichterförmige Mulde um den Stamm graben und so provisorisch die Veredelungsstelle frei halten.

Vielleicht kommen hier ja noch andere Vorschläge - bin mal gespannt!

WühlmausGrüße
 
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« Antworten #3 am: 15. Juli 2004, 15:47:34 »

@Walter: sind hauptsächlich versch. Äpfelbaume, gesetzt grossteils vor 2 Jahren im Herbst, Halbstämme.
Hab eigentlich befürchtet, dass die Veredelungsstelle krankheitsanfällig oder Fäulnisprobleme oder so...

wenn es nur Austriebe gibt unten, das wär ja nicht so schlimm, sieht man ja rechtzeitig und man kann irgendwie reagieren..
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« Antworten #4 am: 15. Juli 2004, 15:54:35 »

P.S: Drahtgitter ist ein sog. Hasengitter, 6-eck Geflecht, das um den Wurzelballen gegen Wühlmäuse und in einem Stück durchgehend röhrenförmig über den Stamm gewickelt wurde gegen Rehböcke; wäre beim Ausgraben ziemlich unhandlich, war sowieso grösstenteils wirkungslos, da die Wurzeln nach dem rauswachsen wieder abgeknabbert wurden und der Rehbock solange am verdrahteten Stam gerieben hat, bis die Rinde trotzdem ab war
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Walther
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Walther

« Antworten #5 am: 15. Juli 2004, 16:28:13 »

Es geht nicht um Austriebe aus der Unterlage. Es geht darum, dass sich die Unterlage "verabschieden" könnte.
Dein Baum würde dann die Eigenschaften verlieren, die die Unterlage mitbringt. Das ist aber nur dann interessant, wenn du überhaupt Wert auf diese Eigenschften legst.

Ich würde die BäumCHEN, wenn sie noch handhabbar sind, auch ggf. höher pflanzen, habe aber keine Erfahrung und Erkenntnisse, ob das wirklich empfehlenswert ist. Hängt sicher auch von der Wüchsigkeit Unterlage ab. (welche?)

Professionelle Baumschuler/Obst-Baumpfleger haben mir mal auf einem Baumpflanzseminar beigebracht, dass man Obstbäume auch etwas erhöht auf einen kleinen Hügel pflanzt, damit der Baum später dann nicht zu tief steht, wenn sich die riesige(!) Pflanzgrube im Laufe der Zeit wieder verdichtet und der Boden einsinkt. Das galt aber für Hochstämme auf Sämlingsunterlage, die 150 Jahre alt werden sollen.

Im Prinzip gilt immer und überall: je besser du informierst, um so besser ist die Beratung.

Du solltest in deinem Fall auch erfahrene Pommologen zu Rate ziehen. Die gibt es, glaube ich, sogar hier im Forum. Sind in deiner Gegend im Herbst irgendwo 'Apfeltage' - da trieben sich meist auch solche rum. Es gibt auch diverse 'Obstbauversuchsanstalten' die geben bestimmt auch gern Auskunft.

Vielleicht reicht es ja auch, den Wurzelhals von Zeit zu Zeit wieder frei zu legen und die sich am Edelholz bildenden Wurzeln immer wieder zu kappen.
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Tilla
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Tilla
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« Antworten #6 am: 15. Juli 2004, 16:58:02 »

Ich bin zwar kein Obstbaumexperte, aber vielleicht könntest Du ja die Erde um die Veredlungsstelle so grosszügig (Kronentraufbereich) abtragen bis Giessmulden entstehen.

Viele Grüsse
Tilla
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« Antworten #7 am: 15. Juli 2004, 22:54:14 »

so, hat mir keine Ruhe gelassen, hab mit einem Stab 2 Veredelungsstellen freigelegt, dabei den Finger am Draht blutig gestochen, sie lagen ca. 6-8 tief, waren feucht und geschmiert, hat aber erfreulicherweise alles noch original ausgesehen. ich werd wohl die restlichen auch freilegen und gelegentlich kontrollieren, neu pflanzen ist mir zu umständlich, da ich genug Platz habe und inzwischen aus vielen Fehlern und fleissiger Fortbildung gelernt hab werd ich wohl fleissig weitersetzen und hoffen, dass ein gewisser Prozentsatz dann auch hochkommt. Die Bäumchen kosten fast nichts, da ist das Drahtgitter schon bald teurer.

Und wenn er plötzlich auf neuer Unterlage steht ist auch nicht weiters schlimm, wenn er mich nur irgendwann einmal mit ein paar Kilo Früchten jährlich beglückt, damit der ganze Aufwand nicht umsonst war
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« Antworten #8 am: 17. Juli 2004, 13:06:20 »

So, heut hab ich alle Veredelungsstellen freigelegt, und tatsächlich haben ein paar knapp unter der Veredelungsstelle Wurzeln angesetzt, was vermutlich kein Problem darstellt.
Aber bei 3 Bäumen gibts nun auch Wurzeln aus dem veredelten Stammabschnitt. Soll ich sie nun abschneiden oder dranlassen? Sind ältere Apfelsorten auf Sämlingsunterlage. Die Baumeigenschaften werden wohl nicht so stark beeinflusst werden, der Grossteil der Wuzeln bleibt ja von der Originalunterlage
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Pflaume
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« Antworten #9 am: 18. Juli 2004, 20:47:39 »

Hallo Manfred,

wer immer die Bäume auf Sämlingsunterlage veredelt hat, wird dies vermutlich nicht aus Langeweile getan haben, sondern weil er davon ausging, daß dadurch der neu entstehende Baum bessere Eigenschaften hat.
Sollte dies so sein, wäre es sicherlich nicht im Sinne des Erfinders, wenn die Veredelung sich selbständig machen würde, was sie in jedem Fall tun wird, wenn die Wurzeln aus dem Edelholz nicht gekappt werden(wehret den Anfängen). In diesem Fall sollten die Wurzeln direkt am Stamm mit einem scharfen Messer entfernt werden.

Grüße
Pflaume
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Credo, quia absurdum - Tertullian
Fritz_Loser
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« Antworten #10 am: 08. August 2004, 23:30:27 »

Wenn es tatsächlich Sämlingsunterlagen sind, könnten die Wurzeln aus der Veredelungsstelle auch verbleiben. Man sollte mal einen Versuch machen -- falls mehrere gleiche Bäumchen vorhanden sind.
MfG Fritz  Zwinkernd
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olaf
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« Antworten #11 am: 10. August 2004, 23:40:18 »

Nach meinen Erfahrungen werden die zu tief gesetzten Bäume überwiegend kränkeln und letztendlich eingehen. Dabei werden durch Obstbaumkrebs und andere Krankheiten die Bäume sehr pflegeaufwändig. Zum Teil wachsen sie vorher sehr stark.
Durch das abstoßen der Unterlage steht der Baum sozusagen "auf eigenen Beinen", so dass er wie ein Steckling vermehrt werden könnte, falls er langfristig so gesund wachsen könnte. Dann würde sich wohl niemand die Arbeit des veredelns machen.
Daher sehe ich keine Alternative zum höher pflanzen. Bei zweijährigen Bäumen ist dies auch noch gut möglich, aber natürlich sehr aufwendig.

Gruß,
Olaf.
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Fritz_Loser
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« Antworten #12 am: 15. August 2004, 02:06:52 »

...die Bäume sehr pflegeaufwändig...
... aber natürlich sehr aufwendig...
OT: Dies läßt die neue Schreibung heute zu, das ist also OK. Aber ist es auch irgendwie logisch...? Ich glaube kaum - - -

Ich denke, die einfachste Alternative ist der Vorschlag von Tilla: Die Erde um die Stämme herum abtragen.
MfG Fritz  Zwinkernd
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