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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Birnengitterrost 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Birnengitterrost  (Gelesen 3403 mal)
Eva
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You are a guest of nature. Behave.


« am: 13. Juli 2004, 17:57:55 »

Was tut man eigentlich, wenn der Birnbaum befallen ist? Ich hab das heuer zum ersten Mal wissentlich gesehen der Birnbaum hat wenig Früchte angesetzt und sieht bis auf die fleckigen Blätter eigentlich recht gesund aus. Und nu?
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AnjaM
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« Antworten #1 am: 14. Juli 2004, 20:23:46 »

Hallo Eva,

die gute Nachricht: Der Rost sitzt wirklich nur auf den Blättern. Fallen die im Herbst, ist der Baum erst einmal Rostfrei, aber das Laub sollte man entsorgen.

Die schlechte: Der Rost benutzt die Birne eigentlich nur als Zwischenwirt. Sein eigentliches Domizil hat er auf einem Wacholder und läßt sich dort auch mit dem konzentriertesten Fungizid nicht vertreiben. Schneidet man den Pilz aus, so infiziert sich der Wacholder vom Birnbaum her auf's neue.

In Obstbauregionen wird daher der Wacholder entsorgt. Ansonsten muß man den Wacholder im Sommer vor Infektion schützen, was eigentlich nur bei meinem Bonsai richtig lohnend ist. Ist der Wacholder infiziert, könnte der Eigentümer auch die Fruchstände vom Pilz abmachen, aber welcher Gärtner geht da schon hinterher.
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73 Anja
wendel
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« Antworten #2 am: 15. Juli 2004, 11:48:26 »

Hallo Eva,

Birnengitterrost ist bis zu einer gewissen Schwelle vertretbar, der Baum setzt weniger Früchte an und wächst schwächer (geringere Blattmasse).Abhilfe 1-2x mit Baycor /Polyram WG,Euparen MWG um den 20.4-15.5 spritzen,später infiziert der Pilz nicht mehr .Es gibt Sortenabhängige Befallsstärken. Eine Selbstinfektion ist auch ohne Zwischenwirt"Wacholder"möglich!!!
Der bei uns heimische gemeine Wacholder ist aber gar kein Zwischenwirt,sondern u.a. vor allem der Sadebaum.
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Fritz_Loser
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« Antworten #3 am: 08. August 2004, 23:51:50 »

Richtig: es sind meist nicht die einheimischen Wacholdersorten, sondern die fremdländischen, importierten, die hierzulande sowieso nicht hingehören. Insofern ist das Birnengitterrostproblem also hausgemacht. Es wäre vermeidbar - - -
MfG Fritz  Zwinkernd
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manuela
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manuela
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« Antworten #4 am: 09. August 2004, 00:04:34 »

Richtig: es sind meist nicht die einheimischen Wacholdersorten, sondern die fremdländischen, importierten, die hierzulande sowieso nicht hingehören. Insofern ist das Birnengitterrostproblem also hausgemacht. Es wäre vermeidbar - - -
MfG Fritz  Zwinkernd
das stimmt so nicht ganz: der sadebaum (juniperus sabina) ist in mittel-/südeuropa heimisch - z.b. in süddeutschland und der schweiz (voralpen/alpengebiet).

manuela
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wissen ist wie ein garten - ohne ständige pflege gibt es keine ernte (sprichwort aus guinea)
Giuseppe
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Giuseppes Fotoalbum
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« Antworten #5 am: 13. August 2004, 17:29:59 »

Richtig: es sind meist nicht die einheimischen Wacholdersorten, sondern die fremdländischen, importierten, die hierzulande sowieso nicht hingehören. Insofern ist das Birnengitterrostproblem also hausgemacht. Es wäre vermeidbar - - -
MfG Fritz  Zwinkernd

Nicht richtig: Hier stehen die Fakten, welche Wachholderarten und -sorten und welche Birnensorten anfällig sind oder nicht.

Giuseppe
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Fritz_Loser
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« Antworten #6 am: 15. August 2004, 01:35:31 »

Wieso nicht richtig? Ich hatte ja nicht behauptet, daß nur die fremdländischen, sondern meist nicht die einheimischen Wacholdersorten für eine Infektion in Frage kommen.
Bei den Birnen sind sämtliche Sorten betroffen, wie dies ja auch in dem angegebenen Link zur Weihenstephaner Forschungsanstalt bestätigt wird.
Daß der Sadebaum in Süddeutschland heimisch ist, wird nicht bestritten -- es sind dennoch meist nicht die einheimischen Wacholdersorten (ich wiederhole mich... Smiley ), sondern die fremdländischen, die hierzulande sowieso nicht hingehören. Insofern ist das Birnengitterrostproblem zum größten Teil also hausgemacht und wäre vermeidbar. Klar: den Gartenliebhabern gefallen die Importsorten verständlicherweise mehr als die einheimischen, aber das ist ja wieder etwas anderes.
MfG und nix für ungut!
Fritz  Zwinkernd
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