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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Wozu ist eine Baumscheibe gut? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Wozu ist eine Baumscheibe gut?  (Gelesen 11553 mal)
Helga
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« am: 04. Juli 2004, 23:16:56 »

Hallo, kann mir jemand sagen,wozu eine Baumscheibe gut
ist,und wie groß sie sein sollte?
Vielen Dank  Smiley
Helga
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Günther
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« Antworten #1 am: 04. Juli 2004, 23:19:21 »

"Das hamma schon immer so gemacht."
Ursprung der Baumscheibe ist das Pflanzloch.
Jede Obstwiese beweist, daß sie eigentlich unnötig ist.
Alte Gärtner werden mich dafür mit Gartenwerkzeug und Erdbrocken bewerfen Grinsend
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Helga
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« Antworten #2 am: 04. Juli 2004, 23:28:25 »

Vielen Dank Günther!
Also gut, dann laß ich wieder alles zuwachsen. Nimm dich in Acht, vor den Gartengeräten.  Schockiert
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Nachtfalter
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« Antworten #3 am: 05. Juli 2004, 06:26:25 »

was ist das eigentlich, eine grasfreie Zone oder so???
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Wühlmaus
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Wühlmaus
Raue Ostalb, 500m ü.NN, Tallage, 6b


« Antworten #4 am: 05. Juli 2004, 08:19:40 »

Nach meinem Wissensstand bezeichnet man als Baumscheibe den Bereich, der durch den Radius zwischen Stamm und Kronentraufe vorgegeben wird. Im Bereich der Kronentraufe (der äußere Bereich einer Baumkrone, an dem das meiste Regenwasser auf den Boden kommt) hat ein Baum die meisten wasseraufnehmenden Haarwurzeln. Innerhalb der Baumscheibe ist der Baum im Wurzelbereich am störungsanfälligsten. Dort ist besonders bei jungen Bäumen Hacken, Graben, Verdichten durch Steine oder Befahren möglichst zu unterlassen.
Besonders bei jungen Bäumen sollte dieser Bereich auch bewuchsfrei gehalten werden, da die Wurzeln dort einem Konkurrenzdruck noch nicht sonderlich gut gewachsen sind.
Eine (dünne!!!) Mulchschicht bewirkt hier nur Gutes!

WühlmausGrüße
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Baumfex
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« Antworten #5 am: 05. Juli 2004, 11:41:40 »

Ich denk man muß hier schon etwas differenzieren. Umso schwachwüchsiger bzw. jünger der Baum ist umso wichtiger ist die Baumscheibe (Lockerer Boden der frei von "Dauerbewuchs" ist). Damit wird nämlich die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen deutlich verbessert. Mulchen und/oder Gründüngung sind sicher sinnvoll, denn ein nackter offener Boden verliert schnell sein Infiltrationsvermögen und den so wichtigen Humushorizont.

Gruß
Baumfex
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Aliquid amplius invenies in silvis quam in libris.
Ligna et lapides docebunt te, quod a magistris audire non possis.
Amur
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« Antworten #6 am: 05. Juli 2004, 12:38:26 »

Günther, bei deinen Obstwiesen ist der Ertrag heutzutage eigentlich auch eher nebensächlich. Bekommen tut man fürs Mostobst je Zentner eh nur 2,50 bis 5 Euro.
Das unter dem Baum wachsende Gras tritt zunächst als Konkurrenz im Kampf um Nährstoff und Wasser auf. Hat andererseits aber auch wieder ein paar Vorteile.
Wenn man Dünger gibt, so düngt man zunächst mal den Unterwuchs. Und nur was der Durchläßt kriegt auch der Baum.
Bei schwachwüchsigen Unterlagen wird sich das am stärksten auswirken.

Wie es der Erwerbsobstbau macht bin ich offen gesagt überfragt.

Wer Zeit hat und die Baumscheiben ansät, kann hier durchaus auch hervorragende Ernten einfahren. Spinat, Ackersalat....

mfg
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Günther
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« Antworten #7 am: 05. Juli 2004, 13:27:20 »

Bäume wurzeln in der Regel mindestens eine Etage unter den Graswurzeln. Um extreme Flachwurzler kommt oft ja nichteinmal Gras auf - soviel zur Konkurrenz.
Viele Erwerbsobstbauern lassen, auch wegen der Arbeitsersparnis, no na, unter den Bäumen Gras wachsen, auch immer mehr Weinbauern gehen dazu über.
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Amur
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« Antworten #8 am: 07. Juli 2004, 08:09:00 »

...
Viele Erwerbsobstbauern lassen, auch wegen der Arbeitsersparnis, no na, unter den Bäumen Gras wachsen, auch immer mehr Weinbauern gehen dazu über.


Wegen der Arbeitsersparnis wohl weniger. Denn abspritzen geht schneller als mähen und muß nur einmal im Jahr gemacht werden.

Und Konkurrenz insofern, als daß du erst mal dein Gras dicksatt füttern mußt, bevor die Nährstoffe durchkommen. Zumal die Obstbäume je nach Unterlage keineswegs so tief gehen.

mfg
« Letzte Änderung: 07. Juli 2004, 08:11:21 von Amur » Gespeichert
tlamp
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tlamp

WWW
« Antworten #9 am: 07. Juli 2004, 08:44:45 »

eine Baumscheibe ist also eine Scheibe eines Baumes.... oder der Platz, dem ein Baum in unserer Kulturlandschaft, rsp. Strasse zugebilligt wird. Normalerweise ist dies der Platz, so gross wie die Krone, wie oben schon bemerkt. Wir Gärtner halten diese Baumscheibe nur solange frei, wie er noch jung und frisch gepflanzt ist, ca. 2 Jahre nach DIN danach kann die Baumscheibe auch bepflanzt oder angesät werden.
Im Strassenraum sollte die Baumscheibe, die hier nur deswegen "frei"-gehalten wird, damit die Autos keine Beulen bekommen, so gross sein wie nur irgend möglich. Poller, Gitter, Abdeckungen, Mulch, Bewässerungs- und Belüftungseinrichtungen ermöglichen den wenigen Baumarten, die in Stadtstrassen zurecht kommen oder geeignet sind (Fruchtfall, Totholz usw.) ein Überleben.
Anbei noch ein Foto (Quelle: http://www.spd-preetz.de/pages/Politik/Artikel/kippen.html) wie es nicht gemacht wird.
Grüße,
Thomas
PS wer sich noch eine Super- Baumscheibe kaufen will... Hier:
http://www.system-extra2000.de/baums.html
(naja.)
« Letzte Änderung: 07. Juli 2004, 08:47:55 von tlamp » Gespeichert

Die Düfte treten das Pedal in der Blumenmusik. (Karl Foerster)
Christine
Gast
« Antworten #10 am: 07. Juli 2004, 09:30:55 »

Viele Erwerbsobstbauern lassen, auch wegen der Arbeitsersparnis, no na, unter den Bäumen Gras wachsen, auch immer mehr Weinbauern gehen dazu über.


Beim Wein begrünt man den Boden vor allem, um Erosion zu vermeiden, und oft geschieht das nicht einfach mit Gras, sondern mit ausgewählten Kräutern. Hab's auch mal mit Raps gesehen; sah außerdem noch klasse aus...

Gruß
Christine
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Wühlmaus
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Wühlmaus
Raue Ostalb, 500m ü.NN, Tallage, 6b


« Antworten #11 am: 07. Juli 2004, 09:50:02 »

Thomas, diese Baumscheiben sind ja schön und gut, aber für den Privatgarten wohl eher unerschwinglich und auch nicht so unbedingt wünschens- bzw. erstrebenswert  Augen rollen

Aber zum Erwerbsobstbau: Der wird ja mittlerweile hauptsächlich mit Busch- und Spindelbäumen betrieben. Und da führt wohl kein Weg drann vorbei die BaumScheiben, bzw -Streifen bewuchsfrei zu halten. Ob da mittlerweile gezielt z.B. Gründungung eingesäht wird, weiß ich nicht. Aber die schwachwüchsigen Büsche vertragen den Unterwuchs durch eine Wildwiese definitiv nicht. Und so wird dort viel weggespritzt...

Klar, daß der Bewuchs einen alten Streuobstbaum wenig juckt  Cool

WühlmausGrüße

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fisalis
Gast
« Antworten #12 am: 07. Juli 2004, 10:10:08 »

Zitat
Aber die schwachwüchsigen Büsche vertragen den Unterwuchs durch eine Wildwiese definitiv nicht. Und so wird dort viel weggespritzt...

Daher ein ganz und gar fehlgeleitetes Konzept. Bioanbau von Obst und Wein braucht keine Baumscheiben, auch im niederstammbereich nicht, im Gegenteil, die dort kultivierten, speziel für diesen Zweck selektierten Pflanzen sind auf Bewuchs angewiesen, um sich in einem naturnahen System so richtig entfalten zu können.
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Baumfex
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« Antworten #13 am: 07. Juli 2004, 12:45:48 »

Zum x-ten mal. Stammhöhe hat nichts mit Wurzelmasse und Baumvitalität zu tun. Welche Unterlagen und Sorten werden denn im Biolandbau konkret verwendet?

Gruß
Baumfex
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Amur
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« Antworten #14 am: 07. Juli 2004, 16:11:02 »

Ich vermute mal da wird aus der Not eine Tugend gemacht, weil entsprechende Spritzmittel nicht zugelassen sind.
So ist es einfacher gezielt einen Unterwuchs zu zulassen, denn ständig einen Kampf gegen Unkraut zu führen.

mfg
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