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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Monilia am Kirschbaum 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Monilia am Kirschbaum  (Gelesen 10901 mal)
Roxi
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Hiiilfe!


« am: 03. Juni 2004, 00:17:54 »

Hallo,

habe an meinem Sauerkirschbaum Monilla. Kann mir bitte jemand sagen, wie ich das Problem richtig angehen muss?
Vielen Dank  Lächelnd
« Letzte Änderung: 04. Juni 2004, 00:09:44 von Cosima » Gespeichert
Fritz_Loser
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« Antworten #1 am: 03. Juni 2004, 00:36:35 »

Befallene Triebe baldmöglichst herausschneiden (bis 20 cm ins gesunde Holz) und vernichten. Nicht auf den Kompost geben, weil die Pilzsporen sich von dort aus weiterverteilen. Nicht bei Regenwetter schneiden!
MfG Fritz  Zwinkernd
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Arnold
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Arnold
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« Antworten #2 am: 03. Juni 2004, 07:13:33 »

Und die Schere hinterher desinfizieren.
Gruß aus Brunsbüttel
Arnold
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Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
(Uralte Chinesische Bauernregel)
Roxi
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Hiiilfe!


« Antworten #3 am: 03. Juni 2004, 17:54:17 »

Mann, echt super! Vielen Dank für die Antwort.  Lächelnd
Ich weiß jetzt auch noch, dass ich das am Besten im Februar/März mache, richtig?  
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Walther
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Walther

« Antworten #4 am: 03. Juni 2004, 18:13:12 »

Nein, "baldmöglichst" heißt: sofort wenn du es siehst, nicht warten, denn dann breitet sich die Krankheit nur aus.

Ob moniliakrankes Laub und Holz auf den Kompost darf,
kann man nachlesen, wenn man HIER klickt.

"Der Kompost wirds schon richten"
 
(Ja, es darf ... aber zwingen tut dich keiner  Zwinkernd )

« Letzte Änderung: 04. Juni 2004, 13:41:39 von Walther » Gespeichert
Andreas Regner
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Klimazone 7 (6-8), phän. Naturraum 70


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« Antworten #5 am: 03. Juni 2004, 19:25:09 »

ja,

kann ich bestätigen: wenn man monilla mechanisch bekämpfen will: so früh wie möglich  - also in deinem falle jetzt!

schnittgut verbrennen oder sehr ausserhalb der kirschkultur verwenden  Zwinkernd

ggf. monillafestere sorten prüfen

morellenfeuer (= kelleris nr. 16) scheidet nach meiner beobachtung auf standorten in S.-H. bei starkem druck aus, ansonsten tragen sie ein bischen...

wirtschaftlich und biologisch hier kaum kultivierbar - jedes gegenbeispiel begeistert mich!

also: wenn druck: dann nicht mit schattenmorelle versuchen, sondern ausweichen auf härtere sorten.
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grüsse
andreas
Roxi
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Hiiilfe!


« Antworten #6 am: 04. Juni 2004, 16:45:28 »

Ich bin begeistert, besonder über den Artikel mit der Laubentsorgung! Herzlichen Dank, am Wochenden mache ich mich an die Arbeit.  Küsschen
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Re-Mark
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« Antworten #7 am: 04. Juni 2004, 23:14:18 »

Weiß jemand etwas zur Übertragbarkeit von Monilia von einer Sauerkirsche auf z.B. Aprikosen?
Würde also eine Monilia-infizierte Schattenmorelle einen Aprikosenbaum infizieren, den ich daneben pflanze?
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Pflaume
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« Antworten #8 am: 04. Juni 2004, 23:40:54 »

Hallo Roxi,

beim schneiden auf die frische Schnittfläche des Zweiges achten, hat diese bräunliche Stellen, so ist die Monilia schon bis zu dieser Stelle vorgedrungen, also noch mal ein gutes Stück wegschneiden und vorher die Schere desinfizieren.

Um welche Sauerkirsche handelt es sich übrigens?

Monilia ist eine Pilzkrankheit. Wie alle Pilze fühlt sich Monilia besonders wohl, wenn es feucht ist. Zum keimen benötigen die Sporen Wasser.

Deshalb sollte man den Baum so scheiden, damit Luft und Sonne die Blätter schnell trocknen können, sprich überall hinkommen (das hilft auch gegen andere Krankheiten) Smiley.
Sonne bekommt weder Sporen noch Viren noch Bakterien, Trockenheit auch nicht.

Grüße
Pflaume
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Credo, quia absurdum - Tertullian
wendel
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« Antworten #9 am: 05. Juni 2004, 15:10:32 »

Hallo Roxi co

Monilia 3 Pilzerreger sind bekannt (M.laxa/fructiana /eine neue bisher nur in Südeuropa vorkommende ,Namen jetzt gerade vergessen).Sie infizieren bei Regenwetter die gerade aufblühenden Sauer- auch zt Süsskirschen,bei letzterer findet meist keine Zweiginfektion statt,die die Leitungsbahnen verstopft und so den Trieb welken lässt.Auch Aprikosen werden davon befallen vor allem die Nancy Aprikose,auch einige Zwetschen können selten befallen werden ,eine "Kreuzinfektion ist also möglich und im Laufe der Zeit schaukelt sich eine Infektion auf. Abhilfe ist neben dem Ausschneiden befallener Triebe nur über 3 maliges spritzen mit eionem Fungizied (Baycor /Teldor Systane20ew/Antracol,...möglich das soll jetzt nicht als Bayer Promotion gesehen werden..
Über die Sortenwahl und die Witterungsbedingungen zur Blütezeit (Regen) ist Jahrweise ein deutlicher Unterschied möglich ,tendenziell wird es aber schlimmer.
Daher Moniliafestere Sorten planzen!!,in vielen Büchern der frühen 90 er Jahre stimmen die Anfälligkeiten nicht mehr ,außerdem entwickeln sich die einzelnen Sorten an Standorten unterschiedlich.
Sorten mit GERINGERER Anfälligkeit  Köln/Bonn Morina trägt nur mittel/Ungarische Traubige Blütenfrost s.starker Wuchs/ ab 2005 Jade:süßsauer/Achat / Rubellit
Safir hat Pseudomonas/ Gerema zt zu viel monilia schwachwüchsig /Karneol Csengögi tragen zu wenig /schwäbische Weinweichsel saftet stark7 Schattenmorellen+ typen sowie Morellenfeuer =Kell 16:sind stark Moniliaanfällig NICHT anpflanzen.

PS: Alle süßsauren Kirschen können sofern sie nach dem 25 Juni reifen von der Kirschfruchtfliege (Maden ) befallen werden,Gelbtafeln /Hühner helfen nur zu 50 %
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Roxi
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Hiiilfe!


« Antworten #10 am: 09. Juni 2004, 12:09:11 »

Nochmals herzlichen Dank für die vielen Antworten.
Ich denke ich weiß jetzt ausreichend Bescheid. Um welche Sorte Sauerkirschen es sich handelt, kann ich keider nicht sagen.

Roxi  Grinsend
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